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Kereirrsrmchrichten.
Wie bereits im vorigen Heft dieser Zeitschrift kurz mitgetheilt wurde, hielten die im N. uni NO. Berlins wohnenden Mitglieder des Central-VereinS am 12. Dezember 1898 im Saale der „Brauerei Pfefferberg" eine von Herrn vr. msä. Jul. MoseS geleitete Versammlung ab, welche sehr zahlreich besucht war. DaS Vorstandsmitglied, Herr Dr. med. Jos. Lewy, sprach in feffelnder Weise über „Antisemitismus und Medizin". Der mit lebhaftem Beifall belohnte Vortrag ist im vollen Wortlaut in dieser Nummer an leitender Stelle wiedergegeben. Der Vorsitzende drückte dem Vortragenden für seine intereffanten und belehrenden Ausführungen den Dank der Versammlung auS und betonte, daß die antisemitischen Verdächtigungen und Verleumdungen der jüdischen Aerzte zu der Erkenntniß führen müßten, wie nothwendig angesichts solcher böswilligen Angriffe Ausdauer, Muth und festes Zusammenhalten seien. In ähnlichem Sinne sprach sich nach Eröffnung der Diskussion Herr Dr. D o b r i n aus. Herr Rechtsanwalt Dr. M. H o r w i tz, der Vorsitzende des Central-Vereins- Vorstands, erklärte, daß er von dem letzteren delegiert sei, um dem bisherigen Leiter der in diesen Stadttheilen stattgehabten Vereinigungen Worte herzlicher Anerkennung und Abschiedsgrüße anläßlich der bevorstehenden Uebersiedelung des Herrn Dr. Moses nach Liegnitz zu widmen. Der Vorstand wünsche und hoffe, daß dieser treue Mitarbeiter in seinem künftigen Wohnorte eine recht befriedigende Ve- rufsthätigkeit und außerdem Gelegenheit zu ähnlicher gemeinnütziger Thätigkeit finden werde, wie diejenige, in der er sich in Berlin so viel seitig bewährt habe. Nachdem noch Herr Redakteur Robert Wohlberg im Namen der in N. und NO. wohnhaften Vereinsmitglieder dem Scheidenden in kräftigen Worten herzliche Abschiedsgrüße gewidmet hatte, dankte Herr Tr. Moses sichtlich ergriffen für die ihm gezollte Anerkennung. Auf eine Anfrage des HernJulius- b u r g e r erläuterte Herr Rechtsanwalt Dr. H o r w i tz , warum der Vorstand in letzterer Zeit für die allgemeinen Versammlungen vorzugsweise den Saal des „Geselligen Vereins der Gesellschaft der Freunde" gewählt habe, und dann wurde die Versammlung geschlossen.
In dem dichtgefüllten Saale des „Geselligen Vereins der Gesellschaft der Freunde", Berlin W., Potsdamerstraße 9, wurde am

