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Fm Deutschen Reich/
ist auch das lieb er flüssige erlaubt und nützlich, darum sei es noch einmal in Erinnerung gebracht: Die Ier chnungs listen für die 7. Kriegsanleihe w e t b e n am 18. Oktober ge - s H l o [s e n.
Vermischtes.
Die Bildung einer Jüdischen Irigendkomxagnie in Hamburg hat in den ßüdifcheu Fug endvereinen des Reiches, hat in allen; jüdischen Kreisen Widerspruch jund Verstimmung hervorgerufen.! Es wird überall als schädlich empfunden, wenn die Juden selbst, und wenn gerade die jüdischen Schüler sich in allgemein jugendlichen' und vaterländischem Dingen von ihren deutschen Volksgenossen trennen. Wie sie sich tnftt ihren Mitschülern in der Schule vertragen müssen und iml allgemeinen gut vertragen, so sollen sie es auch in den Iugendkompagnien. Unterscheiden diese Fugendkompagnien sich doch grundsätzlich von freien Vereinen, wie dem' Wandervogel etwa, indem sie eine offizielle Einrichtung bilden und unter staatlicher Führung stehen. Ls heißt den Fudenhetzern Wasser auf ihre Mühle treiben, wenn wir da selbst eine Scheidewand ziehen zwischen christlichen und jüdischen Deutschen. So lange es im allgemeinen keine protestantischen, keine katholischen Iugend- kompagnien gibt, —eine vereinzelte Ausnahme ist belanglos —, so lange haben auch hie jüdischen keine Däseins-Berechtigung^ Eben jetzt, wo England, um nach dem Muster des Bauernfangs' Fudenfang zu treiben, mit den verächtlichsten Mitteln der Täuschung und der Heuchelei ein „jüdisches Regiment" gründen wollen sollten wir das Verkehrte einer Bildung von Fugendkompagnien um so deutlicher erkennen. Die militärische Jugenderziehung wird ja nach dem Kriege von Staatswegen einheitlich geregelt werden, dennoch glauben wir jetzt schon vor Irrwegen warnen zn sollen.-
tVic Deutschtum un5 Judentum verwandt, verschmolzen sind, d.as zeigt sich auch darin, daß der einzige hervorragende) der einzige gefeierte französische Dichter, der im Kriegsrausche noch den Deutschen gerecht wird, auch den deutschen Juden Verständnis entgegenbringt: Romain Roland. Fn seinem Roman „Jean Christophe" tritt Romain Roland mit aller Schärfe dem Aberglauben entgegen, daß die Juden „ein einziges, gleichartiges Volk von einem zum andern Ende Europas" bilden; er weist nach, wie die Frrden pöllig aufgegangen sind in den Völkern, in deren Mitte sie leben. Wenn es auch vielleicht „einzelne gleiche Charakter- züge zwischen einem deutschen und einem französischen Juden" geben kann, so sind „die Verschiedenheiten, welche von ihrem neuen Vaterlande herrühren, dessen geistiges Wesen sie - mir unglaublicher Schnelligkeit annehmen, doch noch viel größere."
Die „deutsche Religion". Der Herausgeber der Süddeutschen ConservaLiven Correspondenz. Hr. Adam Röder in Karlsruhe, behandelt in Ar. 61 der Correspondenz vom 10. August die Weltanschauung des Alldeutschtums, die unbedingt auf einen Dies- seitskultus abzielt. Wir geben von den Ausführungen Röders einige Stellen wieder, weil sie Me GeistesrichLung jener Anhänger einer ausgesprochenen Deutschreligion kennzeichnen.
„Die alldeutsche Weltanschauung geht bewußt auf die Ausmerzung der christlichen Religion und der aus ihr abgeleiteten Ethik hinaus; es soll eine deutsche Religion entstehen, die an den Wodansglauben unserer Altvordern an.knüpft, der
