Vermischtes.
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wieder, durch ein vielleicht mit unbedacht hrngeworfenes Wort gekrankt, ans uns selbst Zurückziehen, müssen vielmehr' danach streben — unbeschadet unseres SelbstdewußLseins —, den großen Zusammenhang mit unseren Volksgenossen aufrecht zu erhalten und zu vertiefend
Aeber die Beisetzung eines Mölschen Fliegers berichtet man uns aus Nürnberg vom 18. September: Gestern nachmittag 3 Ahr fand auf dem neuen israelitischen Friedhof die Beerdigung des für das Vaterland gefallenen I-lieger-Leutnants d. N. Max tzolzinger unter großer Anteilnahme der Vevölkernng und namentlich der israelitischen Kreise statt. Vertreten waren das aktive und Neserve-Offizierkorps durch 3 Leutnants und eine Abordnung der Fliegerschule Fürth, die Stadt Fürth durch die Herren Bürgermeister Kaufmann, Vorstand des Gemeindeschulkollegirrms Justizrat Dorsch und Magistrat Kommerzienrat Bechmann. Den Sarg schmückten ein Propeller mit einem Flieger-Sturzhelm und den verdienten Auszeichnungen (Eis. Kreuz n. Militar-Berdienst- Orden). Herr Nabbiner Dr. Neuburger hielt dem einstigen Schüler und späteren teueren Freunde einen ergreifenden Nachruf. Der Verewigte war sofort bei Krregsausoruch unter Schwierigkeiten und Gefahren aus England in die Heimat geeilt, um sich unter die Fahnen zu begeben. Auf einem Erkundungsflug erlitt er durch einen tückischen Zufall den Tod. Der Inhaber des Grosthandluugs- hauses tzolzinger verlor in dem jungen Helden den einzigen Sohn.:
Ern jüdisches Gesuch an den pagft Warschauer Blätter berichten: Infolge des Kriegszustandes mit Griechenland und Italien fehlten den Juden in diesem Jahre die Palmzweige und die Südfrüchte, die sie für das LaubWttenfest brauchen, weshalb man sich aus Warschau an der: ..Israel. Verband“ in Frankfurt a. Au um Vermittlung wandte. Dieser Verband ersuchte die italienische Negierung, die Ausfuhr von Palmzweigen zu rein religiösen Zwecken für die Juden in Deutschland, Polen und Litauen zu gestatten, doch lehnte Italien ab, worauf der Frankfurter Verband ein Bittgesuch an den Papst um dessen Einwirkung auf die italienische Negierung richtete.
Ausweisung österreichischer Juden aus Preußen. Auf eine kleine Anfrage der Abga. Bauer, Davidsohn und Scheidemann (Soz.) erwiderte die Negierung, daß die Annahme, es seien ans der Provinz Posen und den Regierungsbezirken Oppeln und Breslau die österreichischen Staatsangehörigen jüdischen Glaubens ausgewiesen worden — ungeachtet jahrzehntelanger Ansässigkeit und guter Führung —, nicht den Tatsachen entspreche. Ausweisungen seien nur erfolgt, wenn Ausländer, ohne Unterschied ihres Neligionsbekennt- nisses, sich durch strafbare Handlungen, oder unlauteren Geschäftsbetrieb lästig gemacht hätte;!.. Namentlich seien eine Anzahl Kohlenhändler wegen fortgesetzten Schleichhandels ausgewiesen worden.:
Acbcr die „unabkömmlichen Zwischenhändler" schreibt ein Mitarbeiter deni „Türmer"':
„Ein Brief aus nordelsässischen Bauernkreisen wird mir zur Verfügung gestellt, mit der Bitte, zu der hier angeschnittenen peinlichen Frage Stellung zu nehmen. Die betreffende Briefstelle kantet: „Am .meisten ärgert man sich darüber, dost uns das Vieh so weggeholt wird, lind zwar non den j ü b i f ch c n Z w i s ch c n h ä üble r n , was für uns Bnueru arn ernpörwrdsten ist. Alle Maßnahmen der Regierung müssen just durch diese Leute nusgeführt werden. Die gehören alle zusammen an die Front! Adere sie sind alle daheim, und jeder hat irgendein Aenttchen. Da kommt heute einer mit einer Mappe
