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er auch nicht ein einziges von den auf der mitgenom­menen Liste befindlichen Büchern mit nach Hause bringe. In Cairo cicqumvte er blos eine Copie der Geschichte der 'Aerzte von, Jbn Abi-Osaibaa, und einen Band der Chronik von Jbn-al-Athir. Bon seiner Liste ließ er eine Menge Abschriften verbreiten, worauf ihm eins der da­rauf verzeichneten Werke, nämlich die Sihah von GAu- hari angeboren wurde, es ist 121500 Piaster werth, allein es wurde weit mehr dafür verlangt. Dagegen bringt Hr. Munk eine gewisse Anzahl Werke in Bezug auf die Kanuten mit, welche in keiner europäischen Bi­bliothek befindlich (?) und die ihm von einigen Mitglie­dern dieser jüdischen Sekte zu Cairo zugcwiesen worden. Es befindet sich darunter ein gigantischer Commentar zur Bibel aus dem zehnten Jahrhundert»

Großbritannien.

LVZtöAA, 13. Nov. Mitten unter der Auf­regung über Krieg und Frieden drängen sich mir Beob­achtungen aus, welche zwar vor den politischen Lebens­fragen znrücktreten müssen, die allgemeine Aufmerksam­keit jedoch in Anspruch zu nehmen nicht wenig geeignet sind. Ich meine diejenigen, welche man über die Ju­den hier anzustellen Gelegenheit hat» Für diese Glau­bensgenossen, um welche, wie um alle der englischen Kirche nicht zugethanen Confeffionen, der Staat rück- sichtlich ihrer Religionsangelegenheiten sich nicht im ge­ringsten kümmert, scheinen jetzt nach zwei Seiten hin Schritte gethan zu werden, deren einer die Reform des jüdischen Cultus, der andere die politische Stellung der Juden betrifft. Der englische Jude ist noch nicht am Ziele der Emancipation angelangt. Aber abgesehen davon, daß die Fortschritte der Reform des Unterhauses ihm den endlichen Genuß derselben doch sichern müssen, drückt seine jetzige Lage ihn keineswegs wie in andern Ländern, da ihm der Handel und Wan­del und der Zutritt zu andern Nahrungswegen fast un­beschränkt geöffnet und die freieste Bewegung im Leben gestattet ist. Mit Einem Wort, es entschädigt ihn die individuelle Freiheit, wie jeden Engländer, für manche sonstige Unbill des Gesetzes. Der jüdische Cultus ist hier aber ebenfalls aus diesem Grund in einem Still­stände, den-erst in der allerletzten Zeit manche Aufge­klärte schmerzlich wahrnahmen. Aus diesen hat sich jetzt ein Neformklub gebildet, welcher vorzüglich die Synago­gen ins Auge faßt, und hinter den Glaubens-Verwandten, den deutschen namentlich, nicht zurückbleiben will. Mehre Chefs der angesehensten jüdischen 5?aufer hegen diese Gesinn­ung, an ihrer Spitze Horace Montesiore, Bruder des Sir Moses, und Lion Goldsmith, und cs steht wol zu erwarten,, das; nach dem Tode des jetzt schwer erkrank­ten Oberrabbiners ein mit der Wissenschaft und dem Ieitgeiste befreundeter Mann das für alle englische Ju­

den wichtige Amt eines Seelenhirten der londoner Ge­meinde bekleiden wird. ^ Segensreich würde dann auch die Wirksamkeit eines jungen jüdischen Gelehrten wer­den, den ich vor kurzem hier kennen lernte, des Hrn. I. Raphall, welcher die bedeutende, jetzt erledigte Stelle eines Gemeindesecretairs in Anspruch nimmt. Er ist, um zu dem zweiten obenerwähnten Punkte zu gelangen, Verfasser einer Schriftüber die Rückkehr der Juden". The restoration of the jewV' ist ein Ausdruck, den man hier zu Lande schon öfter ohne Lächeln aus­spricht, und der bedeutsam werden kann, wegen der drei Parteien, die sich desselben, obgleich jede in einem andern Sinn und aus andern Gründen, bedienen. Angeregt, ward die Idee vor einiger Zeit von Seiten der kirchli­chen Partei also ganz im Gegensätze zu dem dergd i-ailie in Frankreich und ich'kann aus guter Quelle versichern, daß viele, wenn nicht die meisten Episkopalen den Gedanken nähren; aus welcher Absicht, läßt sich leicht errathen und verräth sich in mannichfachen Schrif­ten, wo von einer großem Gemeinschaft der Juden ge­sprochen wird, um Bckehrungsversuche «a gros anzu­stellen, die ea detail zum Theil sehlgefthlagen sind. Daher das Circular eines clergyman, welches vergan­gene Woche hier die Runde machte, aber spurlos vor­überging. Darum wurde derreverend" stlr. Grim- shaw zu Bedford von der Bibelgesellschaft nach Pesch gesendet, um den Boden für einen neuen Missionsver­ein auch unter den Neuemancipirten urbar zu machen. Auch diesen legte Hr. Grimshaw Fragen vor in Bezug auf das Anerbieten Mehemed Alls, den Israeliten Grundbesitz zu verleihen. Aus keinem andern Grund endlich mußte Raphal! jene Schrift für den torystischen Onkel des Lords Melbourne, Lord Asylen, fertigen. Die 'Aufgabe dazu erhielt der Erste von dem Sekretair der Admiralität, Ines, derselbe, welcher die sonderbare Auf- forderung zur i-estoraüon of the jews an den ver­storbenen König von Preußen, die Königin Bictoria und mehre andere protestantische Fürsten richtete. Abgeson­dert hiervon zeigt sich das Benehmen der Regierung in jener Angelegenheit; ich sage abgesondert, well ich ihr bei Begünstigung derselben mehr politische, und zwar nur zeitweilige, als kirchliche Absichten unterlege. Sie wissen, daß der ministerielle Globe sich bereits mehre Male dafür aussprach und daß das Moruing Chroniklo schon An­deutungen enthielt. Die dritte Seite dieses Projecls bildet die gesundere Ansicht einiger reichen Juden, welche blos von einer Colonisation Syriens sprechen, für welche aber erst der Friede in jenen Gegenden zurückgekehrt sein müßte. 'An der Spitze derselben sieht Sir Moses Montesiore, der bei seiner Stellung, bei'ftiner Bekannt­schaft mit den orientalischen Herrschern und insbesondere bei seinem großen Reichthume der Idee einen Stützpunkt zu verleihen sich berufen glaubt. Es geschehe dies, der­gleichen Aeußerungen vernahm ich hier, um der Wleder-

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