von etwa einem Pfund bedingen, sondern sind hochwertige Kurzwellenempfänger, mit denen man ohne Fading und ohne Krach so empfangen kann, wie man etwa in Deutschland die deutschen Stationen empfängt. Schließlich braucht man in Deutschland keinen Kurzwellenempfang, denn man hat jederzeit die Auswahl zwischen sehr vielen Nah- und Fernsendern und ist deshalb nicht auf den Ueberseempfang so angewiesen wie hier in Palästina. Für alle Funkfreunde aber, die nach Palästina auszuwandern beabsichtigen, sei der Rat gegeben: Wenn Ihr Euch Apparate mitbringen wollt, so kauft nur die allerteuersten, und lorjf Euch zuvor die englische Station Daventry vorspielen. Hört Ihr diese Station ohne allzu starke Lautstärkeschwankungen und an sich mit voller Lautstärke, so ist der Apparat hier im Lande brauchbar. Dipl.-Ing. Günther Sachs.
Interessantes aus der Technik
Ein neuer elektrischer Lötkolben
Bei den verschiedenen Konstruktionen von elektrischen Lötkolben handelt es sich meist um die Frage, ob ein auswechselbares oder nicht auswechselbares Heizelement vorzuziehen ist.
Bei den ersten Elektromotoren stellte man fest, daß die Wicklungen leicht verschmorten. Man baute daraufhin die Motoren so, daß man die Wicklungen leicht auswechseln konnte. Beim heutigen Stand der Technik würde ein Fabrikant, der Elektromotoren mit auswechselbaren Wicklungen bauen würde, als höchst rückständig betrachtet werden. f?is vor ca. 4 Jahren bestand eine ganze Industrie, welche Radioröhren in großem Maßstabe regenerierte, und zwar beschränkte sich die Regeneration im wesentlichen darauf, die Radioröhren mit den neuen Heizfäden zu versehen. Die Technik hat seitdem Heizfäden geschaffen, die eine sehr große Lebensdauer haben, so daß die Auswechslung überflüssig ge- woiden ist. Heute existiert diese Röhren-Regeneration-Industrie praktisch nicht mehr.
Die Tendenz der Konstruktionstechnik, leicht zerstörbare Teile möglichst so stabil zu bauen, daß sich eine Auswechslung derselben erübrigt, hat eine Firma auch auf den Bau von Lötkolben angewandt, bei denen der Heizkörper als solcher im Vergleich zu anderen Bestandteilen, wie Griff, Litze, Stecker und Kupterstück, eine bedeutend höhere Lebensdauer aufweist. Ein Lötkolben-Heizelement ist wohl wie bei keinem anderen elektrisch beheizten Apparat verschiedenartigen Belastungen ausgesetzt. Diese beziehen sich nicht allein auf elektrische, sondern auch auf chemische Einflüsse, denn die beim Löten entstehenden Dämpfe, welche im wesentlichen aus den Lötmaterialien stammen, sind sehr stark säurehaltig und greifen vo; allen Dingen das Material an. Ist nur die geringste Zu- flußmöglichkeif zu den Heizdrähten gegeben, so werden sie einer starken Korrosion ausgesetzt, wodurch sie in relativ kurzer Zeil zerstört werden?
Desgleichen ist auch der Einfluß der Säure ganz katastrophal für die Isolationen, denn in kürzester Zeit kann die gesamte Isolation des Apparates so herabgesetzt werden, daß der Kolben bei v/eitem nicht mehr den VDE-Vorschriften über die Isolation von Heizgeräten entspricht.
Deshalb ist es richtig, die Heizkörper vollständig abzuschließen, so daß die beim Löten entstehenden Dämpfe keinerlei Schädigungen des Apparates herbeiführen können. Ein Lötkolben, der mechanischen Belastungen in Händen der Arbeiter ausgesetzt ist, muß also einen vollkommen festen, unzerbrechlichen und hermetisch dicht abgeschlossenen Heizkörper haben.
Außerdem hebt sich dieser Lötkolben durch Ansammlung von kalorischen Einheiten im Heizelement von den Apparaten mit auswechselbaren Heizpatronen hervor, so daß während der. Lötens die entstehenden und durch die Arbeit bedingten Temperaturunterschiede gering werden, so daß man heute bei Verwendung dieser Lötkolben nicht über das Kaltwerden des Apparater. zu klagen hat.
Die neuen Superhets
Er sind bisher viele Superhets gebaut worden, aber auf einer, ist gar nicht oder nur wenig geachtet worden, nämlich auf die Wiedergabe. Man konnte feststellen, daß die erforderliche Trennschärfe zwar erreicht wurde, daß auch die Empfindlichkeit in vielen Fällen nichts zu wünschen übrig ließ, daß aber von einer frequenzgetreuen Wiedergabe absolut keine Rede sein konnte.
Die beiden Namen „Imperial" und „Makrophon" kommen in diesem Jahre zusammen und zeigen die Produkte ihrer Erfahrungen. Der Name „Imperial" bürgt dafür, daß man e r . mii einer wohldurchdachten Superhet-Schaltung zu tun hat, die bei der jeweils gewählten Röhrenzahl dafür Gewähr bietet, daß jeder Kreis genau überlegt ist und die Schaltung an Empfindlichkeit und Zuverlässigkeit kaum übertroffen werden kann.
Die Güte der Kreise (Bandfilter und sonstige Abstimmkreise) ist durch die weitere Fortentwicklung der Eisenkernspulen bir. au. ein sehr hohes Maß getrieben, so daß bei den Impe- rial-Geräten die erforderliche Selektivität nicht durch Einsetzen von Energie entziehenden Kreisen, sondern durch die immer besser werdende Entdämpfung der einzelnen Schwingungskreise erzielt wird. Genaue wissenschaftliche Untersuchungen auf diesem neuen Spezialgebiet haben gezeigt, daß es mit Hilfe dieser neuen Eisenkernspulen möglich ist, Geräte aufzubauen, die alles bisher Dagewesene weit übertreffen und eine merkliche Fortentwicklung in der Rundfunkindustrie bedeuten.
Erprobte sorgfältige Schaltungstechnik und Gefühl für musikalisch einwandfreie Wiedergabe arbeiten Hand in Hand bei der Konstruktion dieser neuen Geräte.
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Türkei
19 Partien chirurgische und veterinär-medizinische Instrumente werden von der Einkaufskommossion des Landesverteidigungsministeriums in Ankara zum 13. September 1934 ausgeschrieben.
4 Monographien werden für die Nivellierabteilung des Kartographischen Instituts in Ankara anzukaufen gesucht. Vergebung der Lieferung am 16. September 1934.
9 Partien verschiedenes Material für das photographische Atelier des Kartographischen Instituts schreibt die Generaldirektion des genannten Instituts zum 16. September 1934 aus.
Sahldraht zu 100, 150, 200, 400 und 500 kg beabsichtigt die Generaldirektion der Heereswerkstätten in Änkara anzukaufen. Vergebung der Lieferung am 20. September 1934.
1350 kg Stahldraht. (Generaldirektion der Heereswerstätten, Ankara, 20. September 1934).
431 to Eisen verschiedener Art. Lastenheft 5,— T. Pf. (Verwaltung der Staatseisenbahnen, Ankara und Istanbul-Haidar-Pascha, 22. September 1934).
431 to Eisen verschiedener Art, gelangen durch die Generaldirektion der Staatseisenbahnen und Häfen zu Ankara am 22. September 1934 zur Ausschreibung.
Chemische Erzeugnisse und anderes Material für Druckereizwecke. (Einkaufskommission der Ingenieurhochschule, Istanbul, 6. Oktober 1934).
Einen größeren Posten verschiedener Chemikalien schreibt die Ankaufs-Kommission der Höheren Ingenieur-Schule zu Istanbul zum 6. Oktober 1934 aus.
30 Konipasshülsen werden von der Einkaufskommission der Ingenieur- hochschule zu Istanbul zum 6. Oktober 1934 ausgeschrieben.
650 kg Aluminium, 480 kg Zinn werden von der Ankaufskommission der Militärfabriken in Ankara ausgeschrieben. "Die Vergebung der Lieferung erfolgt am 6. Oktober 1934.
55 000 Porzellanisolatoren schreibt die''Generalpost- und Telegraphen- Direktion zu Ankara zum 22. Oktober 1934 aus.
Preisausschreiben für das Gebäude des Musikkonservatoriurns sowie für das Denkmal der Gefallenen vom 16. März. (Direktion der Intendantur der Stadt Istanbul, 25. Oktober 1934.)
Aegypten
Stahltafeln, Profileisen, Seile, Nägel usw. für die Pumpstationen und Elektrizitätswerke. Nähere Unterlagen gegen Vorausbezahlung von 280 Milliemes vom Office of the Director General, Mechamcal and Electrical Department, Ministry of Public Works, Kairo. (Ministerium für Oeffentliche Arbeiten, Kairo, 17. September 1934.)
Lieferung elektrischer Artikel für die Pumpstationen und Elektrizitäts- Werke. Nähere Unterlagen gegen- Bezahlung von 180 Milliemes vom Office of the Director General, Mechanical and Electrical Department, Ministry of Public Works, Kairo. (Ministerium für Oeffentliche Arbeiten, Kairo 19. September 1934.)
*" v Das ägyptische Landwirtschaftsministerium will Traktorenpflüge und Reisschälmaschinen ausländischer Firmen prüfen. Firmen, die sich an der Prüfung beteiligen wollen, haben diesbezügliche Gesuche bis Ende September 1934 einzureichen.
Bau von Pumpstationen in Fowa, Balamun und Seru im nördlichen Delts. Nähere Unterlagen gegen Vorausbezahlung von 3 ägypt. Pfd. Sterl. von den ägyptischen Konsulaten. (Ministerium für Oeffentliche Arbeiten, Kairo. 18. Oktober 1934.)
(Entnommen den Mitteilungen der Türkischen Handelskammer für Deutschland und dem B.T.)
Venlilatoren in Stilform
Unter den Tischventilatoren haben sich in der letzten Zeit neuartige Formen herausgebildet, die sich in idealer Weise in die neuzeitliche Wohnungskultur einfügen. Farbe und Form weichen vom Althergebrachten ab, und auch in der technischen Konstruktion des Ventilators wurden ganz- neue Wege beschritten. An Stelle des meist üblichen schwarzen Gufjfufjes ist ein hoch- glanz verchromter Sockel mit zwei Säulen gewählt worden.
Dieser Stiltächer hat einen zuverlässigen Präzisionsmotor und zeichnet sich durch hohe Luftleistung und einen praktisch geräuschlosen Lauf aus. Der Ventilator ist drehbar, sein Motor stark und reichlich bemessen, so dafj Störungen von vornherein ausgeschlossen sind.
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