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Notizen .
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Comite Berlin gehöre . Der Bericht sowie der vom Hahn , Car Teichtner , Isidor Felsensteiii , Moritz
Schatzmeister erstattete Kassenbericht wurden ge - Harmelin , David Rosen , Jacob Neumann , Adolf
nehmigt und dem Vorstand Entlastung erteilt . Hier - Ulanperl , Rudolf Schick , Dr . Rosen . Neugewählt
auf erfolgte die Neuwahl des Vorstands . Es wurden Wirde Herr Hermann Wittner .
wiedergewählt die Herren Jacob Blumenfeld , Jacob * * *
IM HANDUMDREHEN HEISSES WASSER
liefern die druckfesten , mit Gas beheizten Heisswasser -
automaten . Die Apparate lassen sich infolge ihrer ein¬
fachen Befestigungsweise mit Leichtigkeit überall an¬
bringen , wo Gas - und Wasserleitung , sowie eine Ab¬
zugsmöglichkeit für die Verbrennungsprodukte vor¬
handen ist . Infolgedessen sind sie namentlich für
den nachträglichen Einbau in älteren Häusern zu
empfehlen und da bereits schon in grosser Zahl und
mit sehr gutem Erfolge in Gebrauch .
Da die Warmwasserautomaten in verschiedenen
Grössen hergestellt werden , ist man in der Lage , für
den jeweils zu erwartenden Warmwasserbedarf auch die
zweckmässigste Grösse ' des Apparates zu bestimmen
und hat damit den Vorteil , in jedem einzelnen Falle
stets nur den preiswertesten und wirtschaftlichsten
Apparat wählen zu können . Durch eine unauffällig ,
anzubringende Rohrleitung wird das warme Wasser
vom Apparat aus zu den verschiedenen Verbrauchs¬
stellen geleitet . Es ist also nur der Wasserhahn der
Zapfstelle zu öffnen und das warme Wasser ist da .
Einfacher und bequemer kann gar keine Warmwasser¬
versorgung eingerichtet sein . Dabei hat man aber
den zentralen Anlagen gegenüber den Vorteil ,
dass das Wasser nicht erst in einen Sammelbehälter
gelangt , sondern ebenso frisch und rein , wie direkt
aus der Wasserleitung — nur im Durchströmen durch
den Apparat erwärmt — der Verteilungsleitung ent¬
nommen wird . Man kann es also unbedenklich zum
Trinken oder zum Kochen der Speisen , ja sogar zu
medizinischen Zwecken verwenden .
Ohne Zweifel bedeutet es einen grossen Vorteil ,
dass sich die Temperatur des Wassers an der Zapf¬
stelle , durch geringeres oder weiteres Oeffnen des
Zapfhahnes leicht regulieren lässt . Man ist durch
die Warmwasser - Automaten also sowohl von der Zu¬
verlässigkeit des Portiers wie auch von dem Warm¬
wasserverbrauch der übrigen Hausbewohner unab¬
hängig und läuft niemals Gefahr , wegen der Nach¬
lässigkeit jenes beim Heizen oder wegen des grossen
Warmwasser - Verbrauches dieser an gewissen Tagen
oder zu bestimmten Stunden kein warmes oder nur
ungenügend erwärmtes Wasser erhalten zu können .
Die Wohnungszentrale mittels Gasautomaten liefert ,
sobald sie durch Anstecken der ständig brennenden
Zündflamme in Betrieb gesetzt ist , ununterbrochen , zu
jeder Stunde und augenblicklich frisches , reines Wasser
von gewünschter Temperatur , ist also in dieser Be¬
ziehung das Sicherste , was man sich nur wünschen kann .
Das bei jedem Zapfen des warmen Wassers stattfindende
Zünden und nachherige Löschen des Hauptbrenners be¬
sorgt ein solcher Apparat vollständig automatisch durch
den kräftigen Druck , mit dem das Wasser aus der
Leitung , an die der Apparat direkt angeschlossen
wurde , den Apparat durchströmt . Ein Versagen oder
eine Erhitzung des Apparates über eine gewisse Tem¬
peratur ist normalerweise ausgeschlossen , da ein äusserst
empfindlich arbeitender Temperaturregler die Gas¬
zufuhr sofort abstellt , sobald die Höchsttemperatur ( auf
die er eingestellt wurde ) , erreicht ist . Die Betriebs¬
kosten belaufen sich bei einem täglichen Gebrauch von
200 Liter Wasser von 50 ° Cels . auf etwa 7 — 10 Mark
im Monat , und da der Gasverbrauch nach vorstehendem
nur eine Folge des Wasserverbrauches sein kann , be¬
deutet somit ein Mehrverbrauch an Gas auch einen
übermässigen Verbrauch an warmem Wasser ; jeden¬
falls hat sich beim praktischen Gebrauche in sehr vielen
Fällen ergeben , dass bei wirtschaftlichem Gebrauch der
Anlage noch nicht einmal die hier als Mindestgrenze
genannte Summe von 7 Mark erreicht wird . Rauch ,
Russ , Schmutz , Staub und der sonst mit dem Betrieb
von Warmwasser - Zentralen verbundene Aerger sind bei
derartigen Anlagen unbekannte Dinge und die Apparate
selbst besitzen ein so gefälliges , schönes Aussehen , und
werden allen Wünschen entsprechend in den ver¬
schiedensten Ausführungen und Farben hergestellt , dass
sie dem Platze , an dem sie hängen , stets zur Zierde
gereichen werden .
Die Anschaffung dieser mit Gas geheizten Warm¬
wasserautomaten bedeutet also nicht nur grosse Vorteile
für den Hauswirt , den sie um die Sorge für die Be¬
schaffung und den sparsamen Gebrauch des warmen
Wassers entheben , sondern auch , wie oben ausgeführt ,
auch für den Wohnungsinhaber . Wenn er auch das für
die Warmwasserbereitung benötigte Gas bezahlen muss ,
so hat er doch die Gewissheit , wirklich nur die durch
seinen eigenen Verbrauch entstandenen Kosten bezahlen
zu müssen ; gleichzeitig ist er aber auch in der Lage ,
diese seinen Bedürfnissen und Wünschen entsprechend
gering halten zu können . Er braucht ferner nicht den
sonst bei zentralen Warmwasserversorgungen üblichen
hohen Mietsaufschlag bezahlen , sondern kann verhältnis¬
mässig billig in einer Wohnung wohnen , die ihm alleAn -
nehmlichkeiten moderner , selbst neuester Häuser gewährt .
Da in Berlin eine grosse Zahl nicht nur älterer , son¬
dern sogar ganz neuer Häuser mit diesen „ Wohnungs¬
zentralen " ausgestattet ist , und auch bereits sehr gute
Erfahrungen mit derartigen Anlagen vorliegen , ver¬
säume man nicht , sei es als Hauswirt oder als Mieter
sich mit derartigen Anlagen vertraut zu machen und
die Apparate zum mindesten in den bekannten Aus¬
stellungsräumen der Gasgesellschaft auch im Betriebe
zu besichtigen . Wegen näherer Aufklärung , kostenlosen
Voranschlägen und unverbindlichem Besuch durch
sachverständige Ingenieure wende man sich an die
Vertriebs - Abteilung F . der Gasgesellschaft , Berlin S 42 ,
Gitschiner Strasse 19 , Fernspr . Mpl . 4860/67 und ver¬
lange auch von hier kostenlos die illustrierte Broschüie
über „ Zentrale Warmwasserversorgung " . Mtt .