itett für die ausschließliche Verwendung der gesammelten
Gelder in Palästina . Die deutschen Logen sollen sich an
dieser Aktion beteiligen ohne Beeinträchtigung ihrer Mit¬
arbeit beim Wiederaufbau des deutschen Vaterlandes und
ihrer Fürsorge für das notleidende deutsche Judentum und
die in Deutschland weilenden jüdischen Flüchtlinge . "
II . Der Deutsche Rabbinerverband hat in seiner
Sitzung vom 17 . und 18 . Mai einstimmig beschlossen :
„ Durch die Neugestaltung der Verhältnisse in Pa¬
lästina ist die Hoffnung gegeben , daß für zahlreiche unserer
Glaubensbrüder dort eine Heimstätte geschaffen wird . Der
Rabbiner - Verband erklärt es für eine heilige Pflicht des
Gesamt - Judentums , an diesem Werke Anteil zu nehmen
und sich an der Ausbringung der Mittel tatkräftig zu be¬
teiligen , in der Voraussetzung , daß der Ausbau im Geiste
der Lehre des Judentums erfolgt und die aufgebrachten
Mittel dem Dienste parteipolitischer Zwecke entzogen
werden . "
Das ist die Sprache jüdischen Geistes und Herzens .
Man braucht sie nicht zu deuten unb ihr nichts hinznzu -
fügen . Sie wird gehört , verstanden und ausgenommen
werden . !
II .
Es gibt immer noch Leute , welche diese sich mm so
mächtig Bahn brechende Bewegung und Entwickelung für
etwas von außen in das nichtzionistische deutsche Judentltm
Hineingetragenes , ja wohl gar für das Ergebnis eines
„ ungeheuer schlauen Schachzuges der Zionisten " halten .
Und es mag wirklich auch unter den Zionisten hie und da
einen geben , der da glaubt , die deutsche Judenheit sollte erst
einmal mit sanften Worten eingefangen und mit mildem
Zureden bewogen werden , ihren Geldbeutel zu öffnen ;
alles übrige werde dann schon von den Nationaljuden
in majorenr gloriam ihrer Idee und ihrer Bestrebungen
gelenkt r : nd geweidet werden . Manches , was soeben aus
dem zionistischen Delegiertentage in . Hannover gerodet
worden ist , weist nach dieser Richtung .
Aber beide Kategorien von Leuten haben die Zeichen
der Zeit , insbesondere die weltpolitischen Notwendigkeiten
nicht erfaßt . Bei denen wollen wir einen Augenblick ver -
weilen .
Als Balfour seine welthistoriscl ) e Erklärung abgab
und vollends als die Pariser Konferenz zusammentrat , um
über das Schicksal Palästinas zu entscheiden , war der Halb -
nwnd in : Sinken . Die Türkei schien ein Faktor , auf den
n : au Liberhaupt keine Rücksicht inehr zu nehinen brauchte .
Der Jslanr schien der Spaltung geweiht ; der von den
Engländern protegierte Kalifat in Mekka sollte Arabien ,
Mesopotamien usw . von der geistliche ! : Oberhoheit des
Kalifen in Stan : bül loslösen . „ Divide et impera " war
damals Großbritanniens Losung . Unter solchen Verhält¬
nissen glaubte man auch mit den durch anderweile
Zugeständnisse abzufindenden Arabern nicht allzu
schweres Spiel zu haben , wenn nian Palästina seiner alt -
historischen Bestimmung , ein Judenland zu sein oder zu
werden , wiedergab .
Aber die Entwickelung , die Naturgesetzen folgt , nahm
einen anderer : Verlauf . Kemal Pascha ! var es , der das
Schicksal Ides Islam wendete . Inden : er mit seiner aus
dem Bode : : gestan : pften Armee in Kleinasien den Griechen
Schlag auf Schlag versetzte , zeigte er den europäischen
Mächten nur zu deutlich , daß ihre Rechnung grundfalsch
gewesen . Der Islam — als Politische , nicht nur als
religiöse Macht — lebt , und ist heut vielleicht einiger
denn je . Für wen aber hätte dies größere Bedeutung als
für Großbritannien , das in Lebensgefahr geraten müßte ,
wenn es sich eines Tages in : Orient , besonders auch in
Indien , einer kombinierten bolschewistisch - islamitischen Be¬
wegung gegenübergestellt sähe ?
B — — — — BHB — WBWWWBWWWWBW
Heimkehr .
Novelle von V i d s ch e H o h n s a l z - Zehlendorf .
1 . Fortsetzung . -
Zn dieser Zeit lernte er auch noch eii : anderes Mädchen
kennen , das „ blonde Julchen " , ein Nachbarskiud , das jener
Studentin etwas ähnlich sah . Er versuchte nun , diese
gernzugewinnen , — aber cs gelang ihn : nicht . . . . Die
Nachbarin nutzte ihn übrigens weidlich ans , verhütete in
raffinierter Weise , daß er vorläufig wieder seine einsamen
Wege ging , heiratete aber dann bald , ohne ihn : je irgend¬
etwas wie seelische Wärme gegeben zu haben , einen wohl¬
habenden Kaufmann .
Wie Nebel einen Berg einhüllt , so lag große Einsam¬
keit und nie zur Ruhe kommendes Sehnen über den :
Schwermütigen , sodaß er von den Dingen der Wirklichkeit
nicht inehr ' viel sah . Er versank förmlich in seine Schwer -
mut und begann mit seiner schmerzlichen Liebe eine : : förm¬
lichen Kultus zu treiben . Jei : e schöne Studentin hatte
ihm einst eine Photographie von sich geschenkt . Diese stand
gevahmt auf seinen : Schreibtisch . Aus einen : kleinen
Mahagonirähmchen blickte das liebliche , halb ernste , halb
schelmische Kindergesicht mit großen , sinnenden Augen in
die Ferne . Mit diesem Bild hielt er Zwiesprache , wie mit
einem lieben , alten Bekannten ; am Tage stellte er vor
ihm blühende Blumen , des Nachts ein brcnne : tdes Oel -
lämpchen auf .
Er wohnte damals im fünften Stock eines an : Flusse
gelegenen Mietshauses . In Hellen Mo : D : üichten veran¬
staltete er „ Feiern " . Er sah stundenlang auf das Licht -
geviesel im Wasser und stellte dann das Bild , das er mit
wehenden , weißen Seidenstoffen ' behängt hatte , ans eine
Tifchmarmorplatte in den Hellen Schein .
Wenn der Mond von hier atls gesehen mitten in
meinem Fenstcrkreuz steht , sagte er zu sich in feiner Nei¬
gung zu geheimnisvollen Abstrusitäten , dann muß ich zu
Seitdem suchen sich die unendlich klr : gen Kaufleute an
der Themse mit den Völkern des Islam ( wie auch mit den
russischen Bolschewisten ) möglichst gut zu stellen . Seitdem
fassen sie die Araber , um deren Gunst obendrein auch die
verschlagenen Franzosen buhlen , wieder mit Sammethand¬
schuhen an . Dieses Bestreben , es sich um Gottes willen
nicht mit den Arabern Englands zu verderben , ist es auch ,
das dem englischen Mandatsentwnrf fiir Palästina und
ihrer ganzen dortigen Verwaltung das Gepräge gibt .
Was aber bedeutet das für das Verhältnis Englands
zu der zionistischen Bewegung ? Vor allem dies : daß
nationaljüdische Bestrebungen Großbritannien nur inso¬
weit erwünscht oder auch nur erträglich erscheinen können ,
als ein Zusammenstoß mit arabischen Interessen ver¬
mieden und jede Schonung der Empfindungen der arabisch -
islamitischen Bevölkerung gewährleistet wich . Deshalb
ist der Standpunkt derjenigen , die in P a -
lästina soziale und nicht nationale Kolo¬
nisation treiben wollen , die dort eine
H e i m st ä t t e f ü r heimatlose Juden , nicht
aber den nationalen Mittelpunkt für ein
imaginäres jiidisches Volk schassen
w o l l e n , E n g l a n d u n e n d l i ch e r w ü n s ch t u n d
s y m p a t h i s ch . Und darum gehört diesen Bestrebungen ,
die wir frohen und vollen Herzens unterstützen können , die
nächste nnd fernere Zukunft . Nnr so kann auch der
Frieden mit den Arabern , die mit eifersüchtiger Sorge und
finsterer Entschlossenheit den extrem - nationaljüdischen Be¬
strebungen gogenüberstehen , wiederhergeslellt werden .
III .
Hand in Hand mit dieser äußeren Entwickelung und
durch sie natürlich aufs stärkste beeinflußt , geht allmählich
eine innere Wandlung in : deutschen Zionismus vor sich .
Der war nie ein so einheitliches Gesiige , daß seine An¬
hänger und Bekenner eine geistige Uniform getragen
hätten . Ich brauche nur an die etwas mißfällig ansgenom -
ruenen , aber doch schließlich achtungsvoll geduldeten Extra -
touren eines Mannes wie Dr . Franz Oppenheimer , der
sein Deutschtum stets sehr nachdrücklich bekannte , zu er¬
innern . Solche Auffassungen und Stimmungen wurden
stärker , je älter die Bewegung wurde , je mehr von ihren
Bekennern in : Sturme des Lebens sich die Stirnen wund
stießen , wenn sie mit ihnen gegen die Wände von Tatsachen
ai : rannten . Man kann eben nicht mit dem Körper dauernd
in Deutschland und init der Seele dauernd in Palästina
leben . Und inan kann nicht durch den deutschen Wald
ziehen und die Hatikwah singen und dauert ) daran denken ,
daß es so viel schöner wäre , wem : inan im Zion unter
Zedern : u : d Oelbäumen wandeln könnte . Sondern man
gewiimt schließlich bei solcher Wanderung die d e r : t s ch e
Erde , den deutschen Wald so lieb , daß man zu diesem
Boden init der ganzen Innigkeit des Herzens „ Heimat "
sagt .
Antisemitischer Wahnsinn hat diese Entwickelung ver¬
langsamen , aber nicht hindern können . Ans diesem Wege
aber gelangen wir mit Naturnotwendigkeit zur Einheits¬
front des deutschen Judentums . An deren Notwendigkeit
und Möglichkeit glaube ich nämlich , und zu ihr bekenne ich
nach trotz der schrecklichen Gefahr , von Herrn Dr . Jacob zu
den „ harmlosen Menschen , die nicht weiter denken " , ge¬
rechnet zu werden . Da ich mich dabei in der nicht üblen
Gesellschaft von Paul Nathan nnd Engen Fuchs befinde ,
mag ich mich des immerhin getrosten .
IV .
Einem Einwand vor allem gilt es kräftig nnd be¬
stimmt entgegenzutreten : den : , daß wir zu arn : und daher
nicht in der Lage seien , ai : dem erhabenen Ziele jüdischer
Kolonisation in : heiligen Lande mitzuarbeiten . Es
schmerzt , wenn man dies auch von einem Vertreter der
ihr gehen , um zu sehen , ob cs lediglich der Stärke meines
Wunsches gelingt , sie zu rufen . — War es so weit , dam :
ging er tief h : der Nacht , müde und gebeugt , in die stille
Straße , wo die Studentin wohnte , stand wie eine Bild¬
säule ihrem Hause gegenüber und starrte zu den mitunter
noch erleuchteten Fenstern ihrer Wohnung hinauf . Wenn
dann diese verdunkelt wurde : : , blieb er noch lange wie
geistesablvesend stehen , um dann endlich heimzu gehen und
die Zwiesprache mit dem Bilde fortzusetzei : .
< Bei diesen Seltsamkeiten vernachlässigte er seine Tätig¬
keit , wurde immer schrulliger und verschlossener , und
schließlich wucherte eine trübe Lebensmüdigkeit in ihn : auf .
Alles Sein ohne sie dünkte ihm unnütz , sinn - : : : w zweck¬
los , nnd wenn auch die Stunden , in denen er mit bitterer
Selbstironie über sich nnd die Welt spottete , zahlreich
waren , so gewann doch jene verbissene , mit seltsamem
Eigensinn vermischte Trauer in ihn : irnmer mehr und mehr
die Ueberhand .
Wie eine Erlösung begrüßte er es fast , als der Krieg
ansbrach und er gleich in den ersten Augusttagen des
Jahres 1914 nach Frankreich mußte ; trotzdem er pro -
phetenhast einen für sein deutsches Vaterland unglücklichen
Ausgang der ungeheuren Katastrophe vorausahnte und
mit hochgezogene : : Brauen und vor Grauen überfüllte : :
Augen auf die gewaltige Welle der Begeisterung und Er¬
hebung herabschaute , fühlte er doch so etwas wie eine inner¬
liche Befreiung in sich .
Er wurde einer Sanitätsformation zugeteilt und war
in einen : großen Feldlazarett tätig , wo Tag und Nacht ge¬
arbeitet wurde . Er tvar dort der einzige Jude und wurde
als solcher zuerst häufig verspottet . Dann aber gewöhnte
man sich an den blassen , tiefsinnigen und schweigsamen
Menschen , der sein eigenes ich garnicht mehr beachtete und
unermüdlich tätig war .
Jede dritte Nacht mußte er in dem großen Zelte , in
dem die Sterbenden nnd Verwundeten lagen , Wachen . Mit
Jugend hören muß . Nein , Max Vogelstein , w e n n n u r
derrechteOpfersinndai st undder heilige
Wille , dann sind wir nicht zu arm . Noch
treiben manche aus unseren Reihen einen Aufwand , der
nicht nur unseren Feinden unangenehm ins Äuge fällt .
Von einem „ freche n " Luxus hat neulich unser neuer
Reichskanzler gesprochen . Es soll auch jüdische Kreise
geben , denen solche Versündigung an unseres Volkes Not
nicht ganz fern liegt . Solange dafür Geld vorhanden
ist , sollte es für eine der größten Aufgaben des Judentums
nicht zu schaffen sein ? — Nein , Max Vogelstein , das ist
nicht Deine wahre Herzensmeinung und nicht die der
Jugend , die Dir und mir lieb ist .
V .
Aber muß es denn gerade Palästina sein ? Ja , es
muß gerade Palästina sein . Leset die obigen Entschlie¬
ßungen des U . O . B . B . nnd des Rabbiner - Verbandes !
Höret hinein in die gequälten jüdischen Massen des Ostens
und lansä ) e1 dem Ährei ihrer Sehnsucht ! Wollen wir
wieder einmal die „ Imponderabilien " , von denen der
große Bismarck mit Recht so unendlich viel hielt , mi߬
achten ?
Und warum — so kehren wir die Frage um — sollte
es gerade P a l ä st i n a nicht sein ? Wo anders
auf der Welt können wir denn die geschlossenen jüdischen
Siedelungen gründen , in denen ein jüdischer Bauernstand
erstehen und der Welt zeigen kann , daß der Jude nicht nur
die Feder und die Nadel , sonder : : auch den Pflug führen
kann ?
Dies soll Englands Aufgabe sein ? Nein ! England
braucht diese ostjüdischep Kolonisatoren nicht . Aber das
Judentum der Welt hat nötig , daß sie , oder so viele von
ihnen , wie nur eben bei der Ungunst der Verhältnisse dahin
gelangen können , dort eine wahre Heimat und innere und
äußere Aufrichtung finden .
VI .
Den Streit zu einem solchen um die Unterstützung des
Keren hajessod machen , heißt die maßgebenden Gesichts¬
punkte verschieben . So wie der Keren hajessod heute or¬
ganisiert ist und verwaltet wird , kann kein Nichtzionist zu
ihm beisteuern . Das hat Dr . Nathan , hat J . - R . Hirschberg ,
habe auch ich betont , das sagen klar und deutlich die
Entschließungen , die ich in : Eingänge dieses Artikels
wiedergegeben habe .
Es handelt sich nicht um Keren hajessod — es handelt
sich um den Willen zur Palästina - Anfbanarbeit . Es han¬
delt sich um den Geist , nicht um die Forn : . Dem Geist
des Palästinawerkes schien sich der Hauptvorstand des
Zentralvereins in ungeeignetster Stunde entgegenstellen zu
wollen . Das mußte , das durfte nicht sein ! Aber auch
da ist die Entwickelung inzwischen weiter gegangen . Man
bricht in kein Geheimnis ein , wenn man behauptet , daß
bei einer neueren Zusammenkunft des Hanptvorstandes die
Parole ausgegeben worden ist , jedes Mitglied des Zentral -
vereins könne in nichtzionistischen Organisationen zu
gnnsten der Palästinaarbeit tätig sein . Mehr als diese ( für
mein Empfinden selbstverständliche ) Neutralitätserklärung
habe ich von : Zentralverein nie erwartet und verlangt .
Wir wollen nicht , daß der Zentralverein als solcher
den Keren hajessod unterstützt . Das ist nicht seine Aufgabe .
Aber wir wollen auch nicht , daß er den großen Cherem ,
den alten Bannfluch , gegen diejenigen schleudert , denen
unbeschadet ihrer grenzenlosen Liebe zu deutschem Land
und Volk ihr jüdisches Herz und Gewissen und vor allem
ihr religiöses Empfinden gebietet , gerade heute mit unserem
großen Jehuda Halevy zu bekennen :
„ Lechzend klebe mir die Zunge
An dem Gaumen , und es welke
Meine rechte Hand , vergaß ' ich
Jemals Dein , Jerusalem . "
versteintem Antlitz sah er auf das unermeßliche Meer von
Schinerzen , Jammer und Elend , das ihn umbrandete , und
bei all den entsetzlichen Eindrücken mtlb der schweren körper¬
lichen Arbeit versank das Sein , das er früher geführt hatte ,
vor seinen : geistigen Auge , und wie durch dichte Schleier
nur blickte er auf die ihm nun örtlich und seelisch entfernten
Gestalten der Heimat , die immer mehr und mehr ver¬
blaßten . Aber sie verschwanden nicht und führten nichts¬
destoweniger in seinem Wesen ein spukhaftes Leben .
Wie ein Schlafwandler ging er herum .
In ihm waren fast unabhängig von einander ein „ ich "
und ein „ du " , — die beiden waren einander fremd . —
Wenn er etwas sprach , war es ihm oft , als höre - er einen
Fremden reden , und er konnte häufig , sich selbst wie einen
anderen beobachtend , sein eigenes Tun und Lassen nicht
mehr verstehen .
Jene kleine Photographie lag wohlverpackt auf dem
Grunde seines Tornisters , nnd er hütete sich wohl , sie her¬
auszunehmen ; die alten quälenden Gedanken jener für
immer abgeschlossenen Zeit sollten ihn nicht wieder
peinigen !
Im Dezember des ersten Kriegsjahres traf eine Karte
mit einigen freundlichen , nichts Besonderes sagenden
Worten von ihr ein . Diese Erinnerung au frühere , trübe
Dinge tat ihm so weh , daß er wieder tagelang wie ein Hyp¬
notisierter umherwandelte , mit sich selbst wunderliche Reden
führend und mit gramvoller Intensität an sie denkertd ;
allein er raffte sich auf , dankte ihr und bemühte sich , bei der
Antwort durch Gebrauch von gleichgültigen Worten nichts
von seiner inneren Erregung merken zu lassen .
( Fortsetzung folgt . )
Aus der Feder von Geh . Rat Prof . Dr . Ed . König , Bonn ,
wird demnächst im Verlag von Schwetschke & Sohn , Berlin , eine
Kritik des zweiten Teils von Delitzschs » Die große Täuschung "
erscheinen .