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P . Rieger
consularis ) , RifatK als Adiabene . Auch das Targum zu Ezechiel
27 , 14 und zu 38 , 6 erklärt Togarmah durch מדינת נרממיא . Aber
nirgends und niemals wird im talmudischen Schrifttum Asch -
kenas als גרממיא oder נרמניא gedeutet . Es bleibt dabei unberührt ,
inwieweit die talmudischen Auslegungen dem ursprünglichen
Sinn der Völkertafel in Genesis 10 entsprechen .
Ebenso ungenau ist Eibogens Angabe , daß ״ zu den ältesten
Zeugnissen für den Gebrauch von Aschkenas ( für Deutschland )
die Erwähnung des aschkenasischen Königs ( gemeint ist Kaiser
Otto der Große ) im Briefe des Chasdai ibn Schaprut aus Cor -
dova an den ChasarenkÖnig gehört “ . In Wirklichkeit nennt
Chasdai unter den Gesandtschaften , die seinem Khalifen durch
Geschenke usw . gehuldigt , den מלך אשכנז , den מלך הגבלים שהם
אלצקלאב und den König von Konstantineh ( die Gesandtschaft
Kaiser Konstantins IX . im Jahre 949 ) , wobei offen bleibt , wen er
als ״ aschkenasischen König “ bezeichnen wollte . Sicher ist , daß
mit dem ״ König der Giblim oder Slaven “ der deutsche Kaiser
Otto gemeint ist . Das bezeugen die erhaltenen arabischen Be -
richte über dessen Gesandtschaft nach Cordova ( Murphy , Histoxy
of the Mahometan empire in Spain S . 101 : The King of the Sla -
vonians called Otto ( so ist statt duku zu lesen ) ecc ) .
Die Bedeutung von ״ Giblim “ wird durch den Zusatz ״ das
sind die Slaven “ erklärt , ohne daß diese Gleichsetzung heute
ganz verständlich ist . T . E . Modelsky hat dieser Gleichsetzung
1910 ein ganzes Buch ״ Der König der Gebalim im Briefe des
Chasdai “ ( Lemberg , polnisch ) gewidmet . Er findet in ״ Giblim “
den hebräischen Ausdruck für Alpenlähder , ohne recht verständ -
lieh zu machen , weshalb dieses Gebiet als slävisch bezeichnet
wird . Es ist allerdings richtig ־ , daß im Targum גבלא ein Gebirgs -
! and bedeutet . Dies ist aber nur die aramäische Form für das
in Psalm 83 , 8 Gebal genannte Hochland Gebalene ( südlich vom
Toten Meere ) . Das dunkle Giblim scheint anders zu erklären
zu sein . Die Ortsbezeichnung i Gibli ( Josua 13 , 5 ) wird in Chas -
dais Brief im Hinblick auf die Bauleute bei Salomos Tempelbau
) נבלים I Kön 5 32 nach der zwischen Berytus und Tripolis , ge -
legenen phönikischen Stadt Gebal ) und in Erinnerung an die
biblische Erzählung von Kanaan in Gen 9 2 5 _ 27 ( ״ Kanaan soll
ihnen Sklave sein “ ) als Bibelname für das Slavenland verwertet .