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MENORAH
Fü ]
unsere
Kl
einen
LIEBE NEFFEN UND NICHTEN !
Ich habe die kleine Geschichte von dem
Krach in der Sedernacht zu erzählen begon¬
nen und nicht weniger als 17 von Euch haben ,
jeder nach seiner Art , weitergesponnen . Nur
fünf dieser Erzählungen habe ich drucken
lassen . Aber die andern Dichter und Dichte¬
rinnen dürfen nicht böse sein . Auch sie haben
zum Teil recht hübsche Geschichten geschrie¬
ben , aber die eine war zu lang , die andere
schon ähnlich von einem kleinen Dichler -
kollegen gebracht . Mancher hat sich die Ar¬
beit aber allzu leicht gemacht . So schrieb ein
Kleiner aus Berlin einfach : , ,Der Krach war
eine Ohrfeige . Die bekam der kleine Jakob ,
weil er die Fragen nicht sagen konnte . "
Von den vielen guten Erzählungen haben
wir zwei preisgekrönt . Den ersten Preis , das
Jugendbuch , Max Speier : „ Daheim und
Draußen " ( J . KaufTmanns Verlag , Frankfurt
am Main ) , erhielt Ruth Bamberger , 13 Jahre
alt , in Bad Kissingen . Die Geschichte „ Siebe
es schläft und schlummert nicht der Hüter
Israel " , die diese Nichte mir gesendet hat ,
ist noch schöner als sie Euch erscheinen
mußte , denn der Selzer hat sich damals
sicher geirrt , so daß der Sinn der Erzählung
etwas gestört war . Damals hat sich Ruth ge¬
wiß sehr geärgert , aber heule wird sie sich
freuen . Den zweiten Preis , Siegfried Abeles :
„ Tains Reise durch die jüdische Märchen¬
welt " , erhielt der zwölfjährige Heinrich Lau¬
terbach in Krakau für seine hübsche Ge¬
schichte „ Marannenseder " .
Weil Ihr alle aber gewiß auch einmal
einen Preis erlangen wollet , beginne ich
heute wieder eine Geschichte , der Ihr erst
Sinn und Titel geben müßt . Schreibt mög¬
lichst bald und keine allzu langen Geschichten .
UNSERE NEUE PREISERZÄHLUNG .
Abseits von einem Dorf stand einsam
eine große Fabrik . Als in einer Sommernacht
der Nachtwächter seine erste Runde machte ,
fand er im Hof einen schlafenden Knaben .
Der Junge trug eine eigentümliche Tracht und
war , wie seine Gesichtszüge verrieten , offen¬
bar Jude . . .
Da könnt Ihr jetzt phantasieren : Was
war denn das für eine Tracht ? Wieso kam
denn der Junge hiehcr , so fern von der Stadt ,
in die Fabrik ? Ich bin schon neugierig und
freue mich , daß ich auch diesmal eine so
harte Nuß aufgegeben habe .
Es grüßt Euch
Euer Onkel Ben Nathan .
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Druck der Waldheim - Eberl e A . . G . ( veranfwortl . : Karl Wieland ) , Wien , VII . , Seidengasse 3 — 11 .