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Ergebnisse der Volkszählung in Preußen.

Von Dr. Arthur

Das Königliche Statistische Landesamt in Berlin veröffentlicht in einer Sonder- | nummer der Statistischen Korrespondenz vom 20. Sep t ei n b er di e h aup ts ä cliiicli s t en en d gül ti gen Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember l ( .)Or>. Die wichtigsten Resultate daraus seien hier wiedergegeben.

Die Zahl der Juden hat sich seit der letzten Volkszählung vom 2., 12. 1900, wo sie 392 322 betrug, um 17170 auf 409 501 vermehrt. Diese Zunahme ist schwächer als bei allen anderen Konfessionen: denn sie betrug nur 43,79 °. 0 , dagegen bei den

Evangelischen ........ 69,85 0 0

Katholiken 102,26' anderen Christen und Dissidenten . 311,99 Personen nicht christlicher Konfes­sion (ohne Juden)......456,02

Personen mit anderer unbestimmter

Angabe der Religion

186,86 395,61)

Personen ohne Angabe der Religion

Die Folge ist, daß der Anteil der Juden an der Gesamtbevölkerung wiederum wie schon seit Jahrzehnten zurückgegangen ist; er betrug

1871 1880 1885 1890 1895 1900 1905

U2 1,33 1,29 1,24 U9 1,14 1,10

Der amtliche Text bemerkt zu der geringen Zunahme der Juden, daß siewohl haupt­sächlich auf Auswanderung und den zahl­reichen Übertritten zu anderen Bekenntnissen beruht/' Diese beiden Faktoren mögen auch in Betracht zu ziehen sein, sie bleiben jedoch an Bedeutung hinter einem anderen Umstände, der geringen Geburtenzahl der Juden, weit zurück.

Dem Geschleehte nach waren von den Juden 202109 männlich und 207392 weiblich. Es entfallen damit auf 100 Männer 102,61 Frauen; bei der Gesamtbevölkerung ist dasselbe Verhältnis 100 : 102,70, also fast genau gleich.

R u p p i ii . Berlin.

Die Verteilung der Juden auf die einzelnen Provinzen seit der Volkszählung von 1871 zeigt Tabelle I. Es ergibt sich daraus, dass

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die etwa mit dem Jahre 1880 einsetzende Wanderbewegung, welche die Juden aus den östlichen Provinzen der Monarchie nach Berlin nebst Vororten und den westlichen Provinzen führt, auch im Jahrfünft von 1901 bis 1905 ihren Fortgang genommen hat, Die Zahl der Juden hat sich

v e r m indert in Ostpreussen, West- preussen, Pommern, Posen, Schlesien und Schleswig Holstein,

vermehrt in Berlin, Brandenburg, Hessen- Nassau und Rheinland, ist ungefähr

g 1 e i c h geblieben in Sachsen, Hannover und Westfalen. Am stärksten ist der Rückgang in Westpreußen ( 2087), Pommern (1220) und Posen (4894); diese 3 Provinzen hatten am 2./12. 1900 noch 64433, am 1./12. 1905 da­gegen nur noch 56 232 Juden, sodaß sich ihre jüdische Bevölkerung in 5 Jahren um