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Tabelle IV.

Es standen für Wohltätigkeitszwecke zur Verfügung an

den

Protest.

Kathol.

Alt- KathoL

niederl. Israelit.

portug. Israelit.

Beiträgen u. Subskription.

absolut

"pn^ £ w oo_gg

w

o«^ § - öoM

1904 1905 1190311904

183908 129236

1561

91068

8741

178641 132184

1539

81805

0,61 0,59 1,10

1,08 2,33 1,68

9123! 1,79

2,29 1,51 1,86

Vermächtnissen

absolut

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M

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^

1903 11904 1903 1904

228753 36783

257

31954

600

37139 87922

260

50253

700

0,72j 0,13 0,31'j 0,73

0J

0,59

0,12

0,39 0,93 0,14

(Die betreffenden Angaben für die Jahre 1902 u. 1903 finden sich in Heft VII des II. Jahrgangs dieser Zeitschrift).

. Baden.

in Karlsruhe in Baden im Jahre

1870

1880

1890

1895

1900

1905

Die Ergebnisse der Volkszählung üom 1./12. 1905 in Baden werden vom Großherzogl. Statist. Landesamt mitgeteilt Die Zahl der Juden betrug

in absolut. Zahlen

25 703 27 278

26 735

25 903

26 132 25 893

i°/o

Gesamtbev.

1,76

1,74

1,61

1,50

1,40

1,29

Sie hat sich also von 1900 bis 1905 vermindert, während die Gesamtbevölkerung von 1867 944 auf 2 010 728 Seelen gestiegen ist. Die Folge ist, daß der prozen­tuale Anteil der Juden die rückläufige Bewegung, die er seit dem Jahre 1870 einhält, auch von 1900 bis 1905 fortgesetzt bat und von 1,40% auf 1,29% gesunken ist.

Auf die einzelnen Landeskommissariate verteilten sich Gesamtkevölkerung und Juden wie folgt:

Landes­kommissariat

Gesamt­bevölkerung

darunter Juden

in absolut. Zahi.jj n Prozent

Konstanz Freiburg Karlsruhe Mannheim

311318 543 305 567 397 588 708

1748 5165 6 717 12 263

0,56 0,95 1,18 2.08

Zusammen

2 010 728

25 893 | 1,29

Die jüdische Bevölkerung konzentrierte sich also hauptsächlich im Landeskommissariate Mannheim, in welchem die Stadt Mannhein allein unter 163 693 Ein­wohnern 5 998=3,66 % Juden zählte. Außer Mann­heim haben noch mehr als 500 Juden die Orte

Gesamtb evölkerung Juden Konstanz 24807 583

Gailingen 1655 572

Freiburg 74098 1122

Bruchsal 14931 724

Karlsruhe 111249 2 850

Pforzheim 59389 660

Heidelberg 49 527 _ 997

insgesamt wohnen also 13 506=52,16 % aller ba­dischen Juden in den 8 Orten, in denen sich mehr als 500 Juden befinden. Bemerkenswert ist die hohe Zahl der Juden in der kleinen Ortschaft Gailingen, wo sie über ein Drittel, nämlich 34,56 % der Gesamtbevölke­rung ausmachen. Es gibt keinen anderen Ort im deutschen Reich, in dem die Juden bei einer Seelen­zahl von mehr als 500 einen so hohen Prozentsatz der Gesamtbevölkexung erreichen.

Ergebnisse der Volkszählung von 1905 in miirfcmberg. Die Zahl der Juden in Württemberg betrug absolut in % der Gesamtbev.

0,67 0,71 0,66 0,66 0,67 0,67 0,62 0,55 0,52

Württemberg.

1832 1846 1858 1864 1871 1880 1890 1900 1905

10670 12356 11088 11610 12245 13331 12639 11916 12053

Der kleinen absoluten Zunahme der Juden von 1900 bis 1905 steht also eine relative Abnahme gegenüber. Es betrug von 19001905 die Vermehrung bei den Evangelischen 5,71 %, bei den Katholiken 7 %, bei den Israeliten 1,15%. Die Mitteilungen des Königl. Statist. Landesamts in Stuttgart bemerken hierzu: Die Israeliten, wohl der beweglichste Teil der Be­völkerung, haben eich seit 1890 erstmals wieder in Württemberg (+137) etwas vermehrt. Dieses An­wachsen ist aber auf die großen Gemeinden des Landes beschränkt; in den 37 Gemeinden des Landes mit je über 5000 Einwohnern saßen 1900 6668 von 11 916 gezählten Israeliten; in den 41 derartigen Gemeinden am 1. Dezember 1905 aber von 12 053 7631. Dem­nach fanden sich in den Gemeinden mit je unter 5000 Einwohnern im Jahre 190,.) noch 5 258, im Jahre 1905 nur noch 4 422 Israeliten.

In den Orten mit der größten Zahl von Juden stellten sich die Zahlen wie folgt :

1900 1905

Zunahme oder Abnahme + 395 + 57 + 4 30

Stuttgart (neuen Umfangs) 3500 3895

Heilbronn...... 815 872

Ulm........ 609 613

Laupheim...... 443 413

Die drei größten Gemeinden des Landes beher­bergen also nunmehr beinahe die Hälfte aller Israeliten, die Zunahme derselben in den 3 Städten von 1900 bis 1905 betrug 456, im Landesreste dagegen (alle übrigen Gemeinden zusammen) die Abnahme 319. Die schon früher in Württemberg und sonst beob­achtete Erscheinung d.-s Zuges der Israeliten nach den größeren Städten zeigt sich also auch von 19001905 in Württemberg.