einefl»j£ortrag über das Thema „Die Bedeutung von Bibel und Talnjpl|für die jüdische Erziehung".
Kinzig. Am Montag, den 20. Mai, sprach in der hiesigen Zionistischen Ortsgruppe Herr Mordechai Fritz Kaufmann über das Thema: „Ghettoknechttum und Zionismus, das Kernproblem der Judenfrage."
Hannover. Am 23. April sprach Herr Blumenfeld über das Thema „Nationalismus und Weltbürgertum". — Am 2. Mai sprach Herr Rechtsanwalt Hans Block über „Die Grundlagen des Zionismus". — Am 20. Mai referierte Herr C. Schleisner über „Die gegenwärtige Lage der zionistischen Bewegung."
Dortmund. Am 9. Mai sprach in der hiesigen zionistischen Vereinigung Herr Zahnarzt Max Fabian über „Das Entartungsproblem".
Drove bei Düren. Am 19. Mai sprach in der Synagoge Herr Julius Kaufmann, Eschweiler, über das Thema: „Die Geschichte und Organisation des Zionismus."
Jülich. Herr Ref. Max Strauß hielt hier einen Vortrag über das Thema „Die deutschen Juden und der Zionismus".
Stuttgart. Am 13. Mai hielt Herr Blumenfeld hier einen Vortrag.
Stettin. Am 14. Mai hielt Herr Zahnarzt Hans Nathan einen Vortrag über seine vor kurzem zurückgelegte Palästina- Reise.
Königsberg i. Pr. Die Gesellschaft für jüdische Volksmusik, St. Petersburg, die sich den Zweck gesetzt hat, jüdische Volksmusik zu pflegen und zu verbreiten, hat in den letzten 2 Jahren in allen größeren Städten Konzerte veranstaltet, wobei jüdische Volkslieder zu Gehör gebracht wurden. Die Konzerte fanden auch hier großen Anklang.
Darmstadt. In der hiesigen zionistischen Ortsgruppe sprach Herr Parteisekretär Kurt Rosenbaum über das Thema ,,Die Juden der Gegenwart". An den Vortrag schloß sich eine lebhafte Diskussion, an der sich Herr Prof. G o 1 d s t e i n, Herr Nahum G o 1 d m a n n aus Frankfurt a. M., Rechtsanwalt Joseph Strauß und der Referent beteiligten.
England
Liverpool. Die vorbereitenden Arbeiten für die Palästina- Ausstellung, welche am 3. und 4. Juni in Liverpool stattfinden soll, machen gute Fortschritte. Verschiedene Damen und Herren haben sich bereit erklärt, bei musikalischen Vorträgen mitzuwirken. Kinematographenbilder werden zweimal täglich Szenen aus dem Leben der Juden in den Kolonien und den Schulen Palästinas vorführen.
Die Bezalel Association veranstaltete am 19. Mai eine Versammlung. Der Schatzmeister, Mr. L. R a f f a I o - v ich ,-berichtete, daß dem Fonds verschiedene Schenkungen zugeflossen und weitere Beiträge in Aussicht gestellt worden seien. Es wurde beschlossen, den jährlichen Beitrag auf 2 Sh. festzusetzen.
Leeds. Am 19. Mai fand die halbjährliche Generalversammlung der Zionist and Hebrevv Literary Society statt, wobei Mr. P. M. R a s k i n den Vorsitz führte. Die Bilanz wies eine Einnahme von 680 M. und Ausg-aben in Höhe von 540 M. auf. Der Vorsitzende berichtete, daß der Zyklus hebräischer Vorträge des vergangenen Winters sehr erfolgreich gewesen sei. Verschiedene Mitteilungen der englischen Federation und des Actions-Comites wurden verlesen. Hierauf fanden Neuwahlen statt.
Cambridge. Professor Boris Schatz hielt hier einen Vortrag über „Jüdische Kunst und Industrie".
Sunderland. Die erste Vierteljahrsversammlung des Mount Pisgah Beacon, Nr. 16 des Order of Ancient Maccabeans, fand am 19. Mai statt. Rev. Dr. Salis Daiches wies in einer Ansprache auf die Judenmetzeleien in Marokko hin, worauf dem Hilfsfonds eine beträchtliche Summe überwiesen wurde.
Italien
Mailand. Die zionistische Ortsgruppe in Mailand veranstaltete am 12. Mai ein großes öffentliches Konzert, dessen Reinertrag* zugunsten des Jüdischen Nationalfonds bestimmt ist. Durch die Bemühungen des Kassierers Giuseppe Gua- s t a 11 a gelang es dem Verein, eine Reihe namhafter Künstler und Künstlerinnen für die Veranstaltung zu verpflichten, die sich im Hinblick auf den gemeinnützigen Zweck ohne Entgelt zur Verfügung stellten. Die Einladungen waren von
einer wirkungsvoll abgefaßten italienischen Flugschrift, geschmückt mit Abbildungen aus den Ateliers der Kunstgcwerbe- schule „Bezalel", begleitet. Das Konzert war von mehreren hundert Personen besucht - für Italien ein außerordentliches Ereignis bei einer rein jüdischen Veranstaltung. Die Reihe der Darbietungen wurde durch einen Klaviervortrag der Damen Maria Bassani (Lehrerin am hiesigen Konservatorium) und Emma F i n z i eröffnet. Fräulein Eugenie Lopez-Nunes, die gefeierte Künstlerin der Oper „St. Carlo" in Neapel, trug unter stürmischem Beifall mehrere Lieder vor. Von den Künstlern verdienen besondere Erwähnung Herr Uberto V a - lenza (Tenor), Herr Simon Ullmann (Baß) und Herr Bione (Bariton). Letzterer erntete namentlich durch den Vortrag der Romanze „Kain", einer neuen Komposition des Kapellmeisters Gurevitsch aus Moskau, lebhaften Applaus. Herr Gurevitsch selbst wirkte an dem Konzert mit. Er trug in Begleitung eines achtstimmigen Chors eine neue, von ihm komponierte zionistische Hymne vor, die eine machtvolle Verherrlichung des zionistischen Ideals und seines Siegeszuges durch die Welt darstellt. Auch ein 11 jähriger jüdischer Geigenkünstler, Arrigo F o ä, trug nicht wenig zum Gelingen des Konzerts bei. Die hiesige zionistische Ortsgruppe kann mit dem moralischen und materiellen Erfolg des Festes sehr zufrieden sein. Es ist in Aussicht genommen, in der kommenden Wintersaison weitere musikalische Veranstaltungen dieser Art zu arrangieren, um auch auf diese Weise die gebildete jüdische Bürgerschaft unseren Ideen nahezubringen.
Vom Misrachi
Vor kurzem fand in Drohobycz (Galizien) unter dem Vorsitz von Rabbiner G. S c h m e 1 k e s aus P r z e m y s 1 eine Besprechung des misrachistischen galizischen Landeskomitees statt Es wurde beschlossen, für Anfang Ellul (Mitte August) dieses Jahres eine Versammlung sämtlicher galizischer Vertrauensmänner einzuberufen, in der die Lage der Bewegung in Galizien eingehend besprochen werden soll.
In Deutschland setzt die Leitung des „Misrachi" ihre Propagandatätigkeit emsig fort. In Pinne (Provinz Posen) hat sich nach Vorträgen der Herren Rabbiner Blum und Dr. Jeremias aus Posen eine Misrachi-Gruppe gebildet. Einzelne Gesinnungsgenossen sind gewonnen in Filehne, S a m t e r , W r o n k e , M o g i 1 n o , S c Ii w e r s e n z , Rackwitz und Kempen. In M y s I o w i t z hat der Zionistische Jugendbund beschlossen, die von ihm gesammelten Schekel dem Misrachi zuzuführen.
Unser ausgezeichneter Gesinnungsgenosse Hennann Struck ist am Freitag, den 26. April, in New York angekommen. Zu seinem Empfange hatte sich ein von dem Verband der misrachistischen Gruppen gebildetes Komitee am Pier eingefunden, das dem bekannten Künstler und Gesinnungsgenossen große Ovationen bereitete. Im großen Saale der Up-Town-Talmud-Tora fand dieser Tage ein Empfangsabend zu Ehren Hermann Strucks statt, wobei der Vorsitzende Dr. Dra-chmann, ferner Prof. G o 11 h e i 1, Dr. Bluestone, G. Bublik, die Rabbiner Dr. Philipp Klein, Dr. Spiegel, Dr. Rabinowitz, Rev. M a r g o 1 i s u. a. Ansprachen hielten. In seiner Erwiderung übermittelte Herr Struck den amerikanischen Gesinnungsgenossen die Grüße der europäischen Misrachisten und forderte die Anhänger der „Misrachi" in Amerika auf, sich zu organisieren, um eine fruchtbare zionistische Tätigkeit entfalten zu können. Herr Struck hatte auch nach Vereinbarung mit dem Zentralbureau des Misrachi in Hamburg einige Besprechungen mit den Führern der amerikanischen Misrachisten über die Ausgestaltung der Propagandatätigkeit in den Vereinigten Staaten.
Palästina-Reise-Gesellschaft e.V. in Hamburg
Dank dem Entgegenkommen des Zionistischen Zentralkomitees für Westösterreich sind wir in der Lage, Mitgliedern der Palästina-Reise-Gesellschaft, die nach Palästina reisen wollen, bedeutende Ermäßigungen zu erwirken. Auch Gesinnungsgenossen, die noch nicht Mitglieder der Palästina- Reise-Gesellschaft sind, wollen sich im eigenen Interesse mit uns in Verbindung setzen, da wir auch diesen unter gewissen Umständen erhebliche Ermäßigungen verschaffen können.
Die Einschreibung für eine im Herbst d. Js. nach Palästina reisende Gruppe ist eröffnet.
Um den Gesinnungsgenossen die Bezahlung des Mitgliedsbeitrages bei der Palästina-Reise-Gesellschaft (10 M. pro Jahr)
