Her Jsmßiisritf Feiner .
Zeitschrift
für die gesamvilen Jmeresien des israelitischen LehrerstandeS
und zugleich
Drgcm für den Verein zur Unterstützung hilfsbedürftiger israelitischer Lehrer , Lehre ^ - -
Wittwen und - Waisen in Deutschland .
IX " . ÄL Mainz , den 29 . December 1864 . ( Vierter ^ s . IrrxLi » x . )
Wöckentlick , I Rümmer . Vierteljährlicher Äbonnement ^ preis 27 kr . > / . Lhlr . Bei frankirter Zusendung unter Kreuzband jäbrlick 2 fi . 12 kr .
Anzeigen zu 1 Egr . die Prtitzeile . Bestellungen nehmen all « Postämter und Bucbbandlungen an .
Mit dieser Nummer Inutt das Abonnement aus diese Zeitung ab , und ersuchen wir unsere geehrten Abon -
nenten um gefällige Erneuerung bei den betreffenden Poststellen oder Buchhandlungen . Den re ' p . Abonnenten ,
. welche den „ Jsr . Lehrer " unter Kreuzband direkt beziehen , werden wir denselben auch fernerhin zusenden , wenn diese
oder die nüchste Nummer nicht an uns zurückgeht , und dann den Betrag durch Postnachnahme erheben , wenn ,
er uns bis Nr . 3 nicht in anderer Weise Übermacht wird .
Tcni „ Jkr . Lehrer " ist im abgelausenen Jahre ein großes und herrliches Werk gelungen ; die Verbindung
eines großen Tteils der deutsch - israelitischen Lehrer well zu einenr Unterstützungsverein ist eine erhebende Thatsache .
Lbwohl der Verein Gottlob als festgegründet betrachtet werden kann , werden wir fortfahren , demselben unsere stete Für¬
sorge zuzuwenden , wenn auch die Verhältnisse es hoffendlich nicht mehr nöthig machen werden , ihm einen so großen
Raum in unserer Zeitschrift zuzuwenden , n ie bitzbcn Fort und fort aber werden wir die Vereinigung und Verbrüderung
der Lebrerwelt als unsere Hauptaufgabe betrachten , und Versammlungen und Vereine überall und allerwärts anzuregen
und zu unterstützen suäeu . Wir find überzeugt , in solcher Weite am besten das Fortschreiten der Lehrer in ihren Stel¬
lungen Und in ryrem hl . Berufe zu vermitteln . In der Unterstützung seines Organes und rn Vereinigungen und Konferenzen
liegt für den Lcbrerstand die Gewahr einer besseren , lichtvollen Zukunft .
Vorzügliche pädagogische und andere einschlägige Arbeiten verschiedener Gebiete , die uns in letztrer Zeit zu unsrer .
Freude zugekonimen , werden den nächsten Nummern dieses Blattes ein erhöhtes Interesse geben . ' Drögen jedoch unsere
Freunde und Alle , die für die Schule zu arbeiten im Stande sind , nicht aufhören , uns mit anregenden Correspondenzen
und tüchtigen pädagogischen Arbeiten in unserem schwierigen , aber segenbringenden Werke zu unterstützen . Eie werden
stch die Lehrcrwelt und uns zu lebhaftem Tanke verpflichten und Heil bewirken für Viele .
Odernheim in Rhciuheflen , am Weihe - und Lichtfest 5625 .
Die Redaktion des „ JSr . Lehrer . "
An die verehrlicken Herren Agenten und Mitglieder des ÜnterftützungSvrreins .
Co sind uns ? v viele Nachbestellungen auf Jahrbücher — die wir nicht mehr ausführen könnten , — zugekom¬
men , daß es stch fast der Mühe lohnen dürste , einen zweiten Abdruck zu veranstalten . Aus diesem Grunde ersuchen wir
alle Diejenigen , die noch Bedarf oder Verwendung hätten , uns schleunigst hierüber , sowie über die Zabl rc . Mittheilung
machen zu wollen .
Odernheim , 24 . Dezember 1864 . . * ' Der Geschäftsführer des Vereins : I . Klingenstrin .
Die Petition öflerrcichisckcr Hauptschullehrer > österreichische Staat , die Regierung des Heimathlandes
In einer der letzten Nun,mein diese ' Zeitschrift ist von - eines Sebastian Brunner und seines „ Wiener Kirchcnblattes, "
einer sondcrlor . n Petition die Rede . Viele jüd . Leb,erMährens ! der Staat des Concordats , will die Trennung der . jüdischen
haben eine Sckrist an das bischöfliche Consistorium in ' Schule von den GestnnungS - und Amtsgenossen derjenigen
Olmiitz unterfertigt , welche belogt , „ daß sich diese jüdischen : Priesterkaste , welche , n der Hauptstadt der katholischen
Lehrer d ' . ni Clerus zu großem Tanke verpflichtet fühlen , i Christenheit jüdische Kinder ihren Eltern rauben ; doch
und daß sie die Verbindung , welche bislang zwischen den die jüdiichen Lehrer selbst kkgen ihr Veto ein ; ne wollen
isr . Schulen und deni Clerus bestand , auch fortan bestehend 1 lieber abhängig sein m ihrem Leben und Berufe von Brun -
wisicn wollen . " Sie sind in doppelt sonderbarer Weise " er und Genossen , als von den Rabbmen und jüd . Gemeinden .
Gegner der von der überwiegenden Majorität des deutschen 1 Jst ' s Wahrheit ? Jst ' s Täuschung ?
Lehrerstandes cngestrebten Emancipation der Schule von ‘ Wahxheit ist ' s , nackte Wahrheit , und wir können diese
der Kirche . Die jüdische Schule soll vom katholischen . Lehrer selbst noch nicht einmal verurtheilen , wir müssen erst
Clerus nach wie vor beaussichtigt werden . Der Staat , der ! ihre - Gründe anhören .