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ara (McbM wird.' Mit DeeJscUand bee teert es* 19M ein errechntuiaeabkoBiinen.

.' Entsprechend den «igen Handels- und Kinanzbeziehun- gea zu England ist jetzt das englische Pfund die wahre Basis de* Pepierpeso. Die Zentralbank setzt eh den offiziellen Kurs rar den Ankauf wie für die abe von Devisen fest. Seit Anfang 1934 beträgt der leihe Kurs, zu dem die "autorisierten. Stellen Devisen ankaufen, 15 Papierpesos für 1 Pfd. Sterling, aber der Abgabekurs ist, ebenso wie der Kurs auf dem freien Markte. Schwankungen unterworfen. So betragt der offi­zielle Abgabekurs jetzt {September 1988) 18 Papierpesos für 1 f, nnd rlwr Kurs des freien Marktes etwa 18,87 Pa­pierpesos. Der Kurs derfreien" RM. belauft sich zur Zeit auf etwa 1,77 Pesos, also 1 Peso fc. 0,56 RM.

Die Differenz zwischen den beiden offiziellen Korsen, näm­lich dem Ankaufs- und dem Abgabekars, stellt einen Buch- gewinn der Zentralbank dar, der zum großen Teil zur direkten and indirekten Unterstützung der landwirtschaftlichen Unter­benutzt wird.

Der Wirkung nach ist der Goldpeso also abgeschafft und der Papierpeso ist die Währungseinheit, obgleich keine neue gesetzliche Goldparitat bis jetzt festgesetzt ist.

S. Wirtschaftsentwicklung

der letzten Jahre

Die Wirkungen der Weltagrarkrise, die allenthalben Preis Zusammenbrüche auf den Rohstoffmarkten zur Folge hatte, hat Argentinien verhältnismäßig schnell überwun­den. Im Verein mit der allgemeinen Besserung der Welt­lage leitete die Abwertung des Peso einen Kon­junkturanstieg ein, der wahrend des Jahres 1935 anhielt und sieb bis in das Jahr 1987 fortsetzte.

Jedoch setzte dann eine Krise ein, die teils auf den schlechten Ausfall der Ente des Jahres 1937 zurück-

rhrt wird (wodurch die Ausfuhr verringert und dadurch Kaufkraft des Binnenmarktes geschwächt v-irde), die zum andern Teil aber auch in einer zeitweiligen Ueber- produktion der einheimischen Industrie begründet sein soll. Sollte, wie man annimmt, die Ernte 1938 besser ausfallen, so. durfte eine Wiederbelebung des Binnenmarktes etwa zu Beginn des Jahres 1930 zu erwarten' sein. Infolge der schlechten Lage der Wirtschaft hatte, die Regierung zeit­weilig die Einwanderung gesperrt.

Zusammenfassend kann gesagt werden, daß die zu­künftige Entwicklung des Landes optimistisch beurteilt werden muß.

IV. Lebenshaltung und Lebenshaltungskosten

1. Wohnweise, Ernährung und Kleidang

Die Wohnweise in Argentinien weist naturgemäß starke Unterschiede zwischen den ländlichen Siedlungen und den Städten auf. Die Wohnstätten der Siedler zeigen jede Bauart, je nach der Lage des Ortes, dem Geschmack und Vermögen dee Siedlers, und, nicht zuletzt, dem ver­fügbaren Baumaterial. Dagegen ist für die städtische Wohn weise, insbesondere in der Provinz, das Erd­geschoß-Hans mit flachem Dach, charakte­ristisch. '

Die Straßenfront bietet gewöhnlich nur Raum für die Fenster des nach der Straße gelegenen Zimmers (das des Salon des Hauses darstellt) mit einem kleinen Balkonaustritt. Alle übri­gen Räume gliedern sich um den offenen Innenhof, bzw. bei größeren Häusern um die Innenhofe. Auf diese Hülfe münden die Türen sämtlicher Zimmer des Hauses. Sie haben keine Fenster nach außen und erhalten ihr Licht vom Hofe, über dem sich der Himmel wölbt Auf diesen mit Fliesen bedeckten Hofen versammelt sich an heißen Sommerabenden die Familie

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Dem geschilderten, aus Spanien Hausertyp hat die arabische Bauweise zum

V-TLUa giisst Das Es»; Vf*rt sein eigstitliffkss Geeicht nach innen, dem Hofe zu. Es ist nach außen schmucklos.

Mit dem Emporblühen der Großstädte und dem Steigen dar Bodenpreise sind in Buenos Aires und größeren Pro- viasetedien IIüubci aüt «in, zwei und mehr OVrjMeÜnwn entstanden, in Buenos Aires auch viele Wolkenkratzer und viele' palastähnliche Villen. In das Provinzstädten Sber ist das Erdgescboßhaus, jdas immer nur von' einer Familie bewohnt wird, allgemein.

Die Räume argentinischer Häuser-sind hoch und luftig, aber sogenannterletzter Komfort", d. h. fließendes war- - Wasser, eingebauter Frigidaire, eingebaute Schränke in Wohnräumen und Küche und dergleichen mehr sind Luxuseinrichtungen, die es nur in wenigen Großstädten gibt, und die sehr teuer bezahlt werden.

Auch Waschküchen gehören nicht zu den Einrichtungen eines Hausee. In der Stadt läßt man viel eeßerhalb dee Hauses waschen, wobei bemerkt sei, daß ausgezeichnet gewaschen wird. Wäscht man im Hause, so laßt man die Wäsche zumeist nicht kochen, sondern wäscht sie kalt anf dem Patio, dem bereits geschilderten Hof, in einem Holzbottich, wobei man ein Waschmittel, wie Lux u. dgL, benetzt, and trocknet die Wasche dort -ha Freien.

Auf einfache Badegelegenheit und elektrische Beleuchtung kann man wohl mit Ausnahme abgelegener Gegenden überall rechnen.

In modernen Stadtwohnungen gibt es Ga*s- und elek- trische Herde, aber in den älteren Häusern gebraucht man die euch auf dem Lande überall üblichen primitiven, aus Ziegelsteinen gebauten Herde, -mit einigen offenen Kochlochern und eventL einer Bratröhre. Man feuert auf dem Lande meist mit Holz, auch mit Petroleum, bzw. Spiritus, in der Stadt-mit Holzkohle. Das FefleT dee Kuchenherdes wird oft den ganzen Tag unterhalten *-(bei Holzkohle durch Aufschütten, -»ton Holz- koklenetaub, wie bei Grade, bei Holzfeoerung durch Ein­legen von Haidstücken in die Kochlöcher). Auch derBrasero", ein eiserner Dreifuß, der beliebig transportiert werden kann, "l Auf diesem Brasero hält man in auf dem Lende stete Wasser wa

dient als Kochgel primitiveren Häi

Zentralheiz und luxuriösen Bau Heizung, ha txoleumöfen.

gibt ee nur in den ganz modernen Hauptstädte, sonst meist gar keine Kamine, elektrische, Gas- oder Pe-

Die Ern äh run [s weise in Argentinien ist absolut europäisch. In den i tädten kann man Speisen- aus aller Herren Länder beko amen. Alle Zutaten, die eine Haue-, frau für ihre Art zu kochen benötigt, kann sie erhalten. Milch, Eier, Butter, C emüse, Fleisch, Fisch, Obst sind sehr billig. Das Klima erfordert keinerlei beson­dere E rn ä h r u n g Es ist üblich, zwei warme Mahl­zeiten am Tag einzt nehmen: ein dem englischen Lunch entsprechendes zweit« i warmes Frühstück und eine warme Hauptmahlzeit abends,

Dee traditionelle H luptgericht ist der Pucharo, ein Ge­richt, das etwa dem B rUaerRindfleisch mit Brühkartoffeln'' entspricht, nur daß auler den Kartoffeln die Zugabe zu der sehr reichlichen Fleied portion aas vielerlei Gemüse besteht, darunter Maiskolben, K Orbis, verschiedenen Kohlarten, Rüben, Erbsen, Bohnen usw., d ie in der Brühe mitgekocht werden. Auf dem Rost und am Spieß gebratenes Fleisch, ohne Soßen, Wird ebenfalls viel gegwsen.

Einen leichten, billigen Landwein trinkt fast jeder zu den Mahlzeiten. V 'ie in allen warmen Lindern, so ist auch in Argentinien von starkem Alkoholgenuß sehr abzuraten. Wer sich an Mate, d. h. Paraguay- Tee, statt dee Teee oder Kaffeee gewöhnt, trinkt ein sehr billiges und bekömmliches Getränk.

Was die Woh-n-unaseinrichtung angeht, so ist dem Einwanderer das. Mitnehmen von Einrich- tungsgegenständarn, soweit ihm unentgeltlicher

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.WILHELM GRASSOW

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