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Kamdurg, 17. Mal 1917.
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Ae Inden in Gber-Gst.
Zinn ersten Male sind bei der diesinaligen
Debatte über die Verwaltung der besetzten
0) e b i e t e im H a u p t a n s s ch n ß d e s R e i ch s -
tag es an mehreren Tagen von den Vertretern der
verschiedenen Parteien auch die Verhältnisse der
I n d e n in diesen (Gebieten eingehender erörtert wor-
den. Es zog sich dnrch diese Diskussionen die allge¬
meine Erkenntnis, daß die gegenwärtige und künftige
Ordnung der Lage dieser Inden von mesentlicher Be¬
deutung sei nicht nur für die künftige (Gestaltung
d e s p o l n i s ch Ni S t a a t s w e s e n s , sondern auch
für das V e r h ä l t n i s D e n t s ch l a n d s zu diesem
neuen staatlichen (Gebilde. Wenn auch die Regie-
r n n g s v e r t r e t e r im Hanptansschnß es offenbar
absichtlich vermieden, näher ans diese Spezialsrage
einzugehen, so gaben sie doch in ihren allgemeinen
pvlitischen Darlegungen deutlich zu verstehen, daß sie
mit dieser Grnndanschannng einverstanden seien. Im
Hinblick darauf ist es jedenfalls besonder»:' bemerkens¬
wert, daß das polnische Mitglied ausdrücklich be¬
stritt, daß dch P ölen die I n d e n >i n terd r ü ck -
t e n. Bis znm Ende des 19. Jahrhunderts sei der
9lntisemitismns in Polen und Litauen unbekannt ge¬
blieben. Auch von k v n s e r va live r Seite trat man
für die „gleichmäßige Behandlung aller Bewohner"
in Russisch Polen ein, nachdem dieser Grundsatz dort
dnrch die deutsche Verwaltung proklamiert worden
sei. Stobst der Redner der Deutschen Frak¬
tion, in der die antisemitischen Reichstagsabgeord-
neten hauptsächlich sitzen, behauptete, eine unserer
ersten Pflichten sei die Besserung der Lage
der I ii den, besonders in L o d z. Freilich kam der
jndenfeindliche Pferdefuß unter diesem Humanitären
Mäntelchen bald znm Vorschein, als ein Vertreter
dieser Partei sich g e g e n j e d e E i n*w a n d e r n n g
p o l n i s ch e r I n d e n n a ch 'Deuts ch l a n d in
schroffster Weise anssprach.
Der Lage der jüdisch-polnischen A r b e i -
tex, namentlich in den Bezirken von Wilna und
Lodz, lvandte man im Hanptausschnß eine größere
Allfmerksamkeit zu. Die Z w a n g s a u s h e b n n -
gen jüdischer Arbeiter in Litauen wurden spezieller
erörtert. Ein Sozialdemokrat tadelte es heftig,
daß die Zwangsarbeit bei geringem Loh n
a n s s ch l i e ß l i ch die Inden betroffen habe,
obwohl auch von dieser Seite eingeränmt werden
mußte, daß diese rigorose Maßnahme in Wilna
ohne Zustimmung des dortigen Verwaltungschefs,
des ehemaligen Bürgermeisters von Tilsit, Pohl,
angeordnet worden seien. Der Träger des bisheri¬
gen dortigen Systems sei ja jetzt glücklicherweise ent¬
fernt.
Der Staatssekretär des Innern gab zu,
daß im Anfang bei der Verwaltung des betreffenden
Gebietes Härten nicht vermieden werden konnten,
d a s s o l l t e a b er jetzt besser werden, nnd
Ministerialdirektor Dr. L e w a l d ergänzte diese Aus-
führnngen dahin, daß der R e i ch s k a n z l e r an die¬
sen Vorgängen in Litanen ein erhebliches nnd allge¬
meines Interesse habe. Zwischen Reichskanzler Und
Oberster Heersleitung würden Verhandlungen ge¬
führt nnd die Bestellung eines ständigen
Be r t r e t e r s d e s R e i ch s k a n z l e r s werde
die Beseitigung der v o r g e b r a ch t e n B e -
a n st a u d n n g e n in die Wege leiten.
Von fortschrittlicher Seite regte man die
Gründung j ü d i s ch e r A r b e i t e r k o l o n i e n an,
damit die Inden dort ihrer rituellen Ernährung Ge¬
nüge leisten könnten. Das absprechende Urteil über
die litauischen Inden im allgemeinen nnd in ihrer
Gesamtheit sei ungerecht, wie einwandfreie Zeugnisse
belveisen. Es gebe dort viele beschäftigungslose, aber
arbeitsfähige nnd arbeitslvillige Juden, die man auch
ohne Zwangsanshebnngen haben könne, w e n n m a n
s i e n >'. i z in e ck m ä ß i g b e h a n d l e. In den ober-
schlesischen Hüttenwerken arbeiten russisch-polnische
Inden sehr zufriedenstellend, man lasse sie nur nicht
genügend nach Deutschland herein. Angenom¬
men wurde schließlich eine von allen Parteien mit
Ausnahme der Konservativen unterstützte Resolution
v. T r a in p c z y n s k i (Pole), den Reichskanzler zu
ersuchen, dafür Sorge zu tragen, daß sämtlichen
i m 9,' e i ch e beschäftigte n Arbeit e r n a n s
d e m b e se tz t e n Polen n n d L i t a n e n unbescha¬
det der polizeilichen Anslanderkontrolle im Verhält¬
nis znm Arbeitgeber gleiche Rechte wie den
einheimischen Arbeitern gewährt werden, ins¬
besondere das .stecht znm Wechseln der Arbeitsstätten,
nnd daß diese Arbeiter nicht behindert werden, nach
Ablauf des Dienstvertrages in die Heimat zurückzn-
kehren.
Außer diesen Arbeiterfragen wurden in der Aus-
schnßdebatte auch allgemeine Angelegenheiten der pol¬
nisch jüdischen Bevölkerung gestreift. So beispiels-
weise die Schul frage, in Bezug ans ivelche znm
Beispiel ein f o r t s ch r i t t! i ch e r Redner behauptete,
von den Inden der besetzten polnischeri Gebiete seien
90 Prozent eine indifferente Masse ohne sprachlichen
nnd nationalen Willen. Daher liege die Schnlfrage
bei ihnen sehr kompliziert. Diese Auffassung der
polnisch-jüdischen Verhältnisse ist jedoch in keiner
Weise 'haltbar.
Man kann zngeben, daß fast von allen Parteien
im Hanptansschnsse unseren unter den Kriegsnöten
schwer leidenden Glaubensgenossen in den besetzten
östlichen Gebieten ein reichliches Maß von wohlwol¬
lendem Interesse entgegengebracht wurde. Dieses
W o h l w o l l e n st and a b e r mit der erfor-
d e r l i ch e n g e n a n e n K e n n t n i s d e r e i n s ch l ä-
g i g e n des o n d e r e n V e rhä l t n i s s e n i ch t a u s
gleicher Höhe. Bei ernstem guten Willen lvird
aber mit der Zeit dieses notwendige Verständnis all¬
mählich znnehmen.
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Der Kbgeordnete Lohn-Norühausen.
In konservative n und antisemitisch e n
Zeitschriften wird neuerdings mit allerlei kleinlichen
Kniffen, wobei namentlich der jüdische Name
Eohn ansgenutzt wird, der Versuch gemacht, die
politische H a l t n n g des Redliers der Sozial-
d e in o k r a t i s ch e u A r b e i t s g e m e i n s ch a s t im
Reichstage, des Abgeordneten Dr. E o h n , welche im
schroffen Widerspruch steht mit der Kriegspolitik der
erdrückenden patriotischen Mehrheit des deutschen
Volkes und seiner parlamentarischen Vertreter, den
deutschen Inden in ihrer (Gesamtheit an die
Rockschöße zu hängen. Gegen diese unlauteren Agi¬
tationen wendet sich mit vollem Recht eine Zuschrift,
welche dem „Magdeburger General-Anzeiger" von
„sehr geschätzter Seite" zngeht. In dieser heißt es
zutreffend:
„Es sei hier mit allem Nachdruck feslqestellt, das; der'Abge¬
ordnete David sohn den Antrag Eohns auf Einführung
eines Ausschusses zur lioberivachnng der Kriettsfnhrung ad¬
le h n t. . . . Fch glaube, es ist nicht zulässig, bei dein Rainen
Dr. Eohn von der Sozialdemokratischen Ärbeiisgenieinschaft
den Tonsall ans „E o h n" zu legen. Roch iveniger ist es an¬
gängig. dies im Rainen des deutschen Boiles zu tun. R n r
als Vertreter der Svzialdeinokraitschen Arbeitsgenieinschaft
ist Eohns polnisches Borgeheii erklärlich, niag er nun heissen
wie er will, llnd wenn der Abgeordnete M n in iii von der
Deutschen Fraktion devi deutschen Volke ben Rat erteilt, den
Rainen Eohn-Rordhansen sich zu inerken und seine Gesolgsinün-
ner Anarchislen zu nennen, so »ehinen ivir ohne iveiteres an.
das; er nur die p o l i t i s ch e n F r e u » d e des Herrn Eohn
im Auge hatte. . . . Venn Herr Dr. Eohn Anträge stellt nnd
znrechtgewiesen ivird, so soll es bnmit genug sein. Als Fude
ihm und seinen Glanbensbrüdeni etwas Besonderes sa.gen
wollen, das scheint wir wehr als ll n r e ch t ,;n sein. Die
Masse der deutschen Fiiden steht fest nnd treu ans dein Boden
des Vaterlandes und dient dein Grun-dsatze der Bibel: das
Wohl des Landes, in deni sie lebt, ist ihr eigen Wohl."
Im übrigen soll es den hetzenden Judenfeinden
doch nicht vergessen lverden. daß es die K o n s e r v a -
tiven und die A ll t i s e nt i t e n geweseri sind, die
Herrn E o h u unter allen Umständen wider den
Fortschrittler Dr. Wi einer in der Stichwahl 1912
zum Siege verhelfen wollten. Das ist ihnen dem:
auch in einem erbitterten Wahlkampfe, in dein auch
die Kriegervereine für den Antimilitaristen Eohn
mobil getnacht wurden, gelitttgen. Die „Nordhauser
Zeitung" beweist das jetzt mit dem Zahlenmaterial
dieser eigenartigen Wahl.
^ (Z(Z
>
Die Zettgewinnung aus Soldatenleichen.
Im Reichstage hat der Staatssekretär Dr. Z i m -
mermann ans eine Anfrage des fortschrittlichen
Abgeorbneten Heckscher sich über die in der feind¬
lichen nnd neutralen Presse agitatorisch verbreitete
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