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den religiösen Glauben sehe,, zu welchem, ich mich bekenne,
daß ich zu demAmte, welches mir, anvertrauet worden, , auf
eine Weise erwählt Worden bin, die nicht nur mir Person-
lich zu großer Genugthuung, sondern auch dem Zeitalter,
in welchem wir leben, zu außerordentlicher Ehre gereicht.
(Lauter Beifall.)׳ Wir leben in einer Zeit, die sich nicht nur
durch ehrenvolle Werke des menschlichen Herzens und des
menschlichen Verstandes auszeichnet, sondern vor Allem
durch die Siege,, die sie über die Vorurtheile der, religio'-
scn Erziehung errungen hat.-!׳.׳) ■
Ich bin überzeugt, daß Mein individueller Glaube mich
von meinen Mitbürgern nicht trennen wird. ׳
Ich habe stets diejenige Regierung für Hie stärkste ge-
halten, welche die toleranteste ist, die sich in.die Gewissens-
angelegenheiten Anderer. nicht, rmmischtnMdeW. .nup,,be«
müht ist, die Wohlfahrt des Landes zu sichern; die gern
Allen gleiche Rechte einräumr, .und die vollen,,Vyrtheile,der
Constitution gewährt, wenn sie ihr nur dafür Bürgschaft
leisten, daß sie bloß die Beförderung des ,Gemeinwohls, vor
Augen haben." (Anhaltender Beifall.)
Der General-Anwald, Sir Z. Eawpbel, der dem
Diner beiwohnte, bedauerte es, daß die Cabinets - Minister
zum Theil durch Abwesenheit von London, zum Theil durch
Amtsgeschäste, wie namentlich Lord Palmerston, dem uner-
wartet vor zwei Stunden im auswärtigen Amte etwas in
den Weg gekommen sei, verhindert würden, bei dieser Feier
einer großen Epoche in den Annalen der Religions-Freiheit
gegenwärtig zu sein, die sie herbsizuführen das ihrige ge-
than, indem sie augenblicklich, als sie von den Hindernis-
sen gehört, die der Vereidigung des Herrn Salomons
als Sheriff von London entgegenständen, eine Bill ent-
worfen und dem Parlamente vorgelegt'hätten, die ohne
Opposition.durchgegangen sei und jene Hindernisse hinweg-
geräumt habe.
VIII. Jlchrg. t. Band.
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