Itiid Beredsamkeit. In demselben muntere er seineRelrgionü-
vcrwandtcn zur Zicbe^gegen alle Menschen und zu Erfüllung
der Pflichten gegen das Vaterland auf. Das Mi'scben, wel¬
kes ibm seine Stelle verschafft, setzte ihn in den Stand, die
Absichten des Staate zu begünstigen, welche dahi/r gehen,
tic Juden ans die ländliche Arbeit und Betreibung der Kün¬
ste und Wissenschaften zu richten. Das tobenswürdige Bs^
tragen dieses Rabbiners streitet mir dem der meisten seiner
Cvllegen, deren Bizarrerie und intoleranter Despotismus die
Idee erwecken könnte, daß sie nicht zu unserm Jahrhunderte
gehören u. s. w.
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Pädagogische Notizen.
Berlin. Der hiesigen Jüdischen Freischule steht eine
verbesserte Einrichtung bevor, indem Hr. Lazarus Ben-
david zum Direkter dieser..Änstalt-ernannr worden ist.
D eßau. Häufige Tlnfragen, die in Briefen von Aus¬
wärtigen an mich ergeben: ob die hiesige jüdische
Hauptschule geeignet sey, auch Kinder aus¬
wärtiger Eltern als Pensionärs aufzunehmen,
veranlassen mich, hierdurch vorläufig bekannt zu machen, daß
die jüdische Cchuldirection gegenwärtig mit der Einrichtung einer
Pensionsanstalr für Kinder bemittelter Eltern beschäftigt
ist. Man wird alle mögliche Sorge tragen, diese Anstalt
aufs zwcckrm'issigstc zur Zufriedenheit gebildeter Ettern zu ar-
rangircn. Nächst dem Unterrichte m den Wissenschaften,
welche in der jüdischen Schule gelebrr werden, wird auch
noch besonders auf die moralische, religiöse und sitt¬
liche Bildung der Kinder, so wie auch auf nöthige Bequem¬
lichkeit und Ordnung ein vorzügliches Augenmerk gerichtet
werden. Eltern, welche ihre Kinder (die vom sten bis istm
Jahre angenommen werden ) dieser Anstatt anvertraüen wol¬
len, ersuche ich hierdurch, sich deshalb bis zum 14 . Januar
J8.o‘7 bei mir zu melden. Das Nähere hierüber künftig. \
David Fränkrl,
Direktor der jüdischen Schulanstalten.'