aus den anderen Ländern (Vorjahr: U. S. A. 61.291, andere Länder 2G6.002, $J'\
zusammen: 327.293 Pfund).
Keren Kajemeth.
Eingänge. Vom 1. Oktober 1930 bis Ende September 1931 (5691) 222.2868
Pfund (Vorjahr 271.511). Palästina selbst trug 12.940 Pfund bei, die Ver¬
einigten Staaten 64.190, Polen 29.668, Südafrika 22.000 Pfund.
The Palestine Development Cy, Generalversammlung. Diese fand am 25. Ok¬
tober in Jerusalem statt. Dem Bericht des Direktors entnehmen wir folgende
Ausführungen:
Das Jahr 1930 war ein Jahr starker Erschütterungen für den Jischuw, die
auch auf die Tätigkeit der Gesellschaft Einfluß hatten. Auf dem Hauptarbeits¬
gebiet der Gesellschaft — Ankauf neuer Böden — war das Rechnungsjahr
nicht sehr ergiebig. An ländlichen Böden wurden gekauft:
Für K. K. L. 4688 Dunam für 27.952 Pfund (gegen 39.941 Dunam für 154.900
Pfund im Jahre 1929); für Private 2225 Dunam für 10.686 Pfund (gegen 11.397
Dunam für 65.600 Pfund im Jahre 1929); Summe: 6913 Dunam für 38.638 Pfund
gegen 51.838 Dunam für 220.500 Pfund im Jahre 1929).
Unter den Bodenkäufen im Jahre 1930 war jedoch einer von besonderer Wich¬
tigkeit, nämlich der Ankauf einer Fläche von einer Viertelmillion Ouadrateilen
zur Erweiterung des Stadtviertels Rechawia. Dieses Viertel hat sich in den
acht Jahren seines Bestehens große Beliebtheit in den verschiedensten Be¬
völkerungskreisen erworben. Es wurde mit über 60 Häusern bebaut und •wird'
von 15 Straßen durchzogen, die jetzt nach und nach asphaltiert werden. Die
nationalen Institutionen haben hier ihre Häuser errichtet. Neben den Ge¬
bäuden des Gymnasiums und des Hauptbüros des Keinen Kajemeth wird dem¬
nächst der Waad Leumi hier zu bauen beginnen und laAich der Keren Hajessod
und die Jewish Agency haben sich Bauplätze gesichert. Die ursprünglich ge¬
kaufte Fläche bot Platz für 140 Häuser, aber ee bestand Gefahr, daß man nach
Verkauf dieser Plätze der großen Nachfrage nicht mehr würde nachkommen
können. Diese große Nachfrage setzte besonders nach den Unruhen 1929 iein^
als die Jerusalemer Bevölkerung das Bestreben hatte, aus der Altstadt und
den mit Arabern besetzten Stadtvierteln auszuziehen. Plätze in Rechawia
wurden insbesondere auch deswegen gesucht, weil das Viertel mit den anderen
jüdischen Vororten durch gute Straßen verbunden ist und dabei doch meinen
Teil der Stadt selbst bildet, nahe der Eisenbahnstation und dem Handels¬
zentrum liegt und unmittelbar mit der King Geofrgestr., einer der wichtigsten
Straßen, welche die Hauptverkehrsader der Stadt, die Jaffastr., durchschneidet,
verbunden ist. Unmittelbar anschließend an Rechawia stand ein Terrain zum
Verkauf, das seine natürliche Fortsetzung bilden konnte, aber in Gefahr stand,
für immer dem jüdischen Besitz verloren zu gehen. Im Hinblick auf die große
Kauflust des Publikums erwarb die P. L. D. C. dieses Terrain, das für wei¬
tere 180 Häuser Platz bietet. Auch in dem neuen Viertel macht stich die
Baulust geltend — bei Mietshäusern rechnen die Käufer auf eine Verzinsung
von 15. Prozent. An städtischen Grundstücken verkaufte die P. L. D. C. 1930
für 32.000 Pfund und an ländlichen Grundstücken für 32.375 Pfund. In diesen
Zahlen spiegelt sich der allgemeine wirtschaftliche Niedergang und die schäd-»
liehe Wirkung der verschiedenen Regierungsreporte. Während der Wert der
von der P. L. D. C. bis jetzt erworbenen städtischen Böden zirka eine Viertel-