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Bekannt
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adiungr!
Die Stelle eines Landrabbiners für die Regierungsbezirke Aurich und
Osnabrück, mit dem Sitze in der hiesigen Gemeinde, soll neu besetzt werden.
Der Gehalt beträgt an feststehendem Einkommen M. 4200;
an feststehenden Gebühren M. 300;
an bisher regelmäßig gewährten Zuschüssen aus Provinzialfonds M. 450;
nebst freier Amtswohnung.
Bewerber, welche Angehörige des deutschen Reiches sein müssen, haben
ihren streng religiösen Lebenswandel, und ihre Befähigung mittelst zweier von
anerkannten Autoritäten ausgestellten Bescheinigungen (Hattaroth Haraoh), sowie
ihre academische Bildung nachzuweisen, auch die Leitung der Gemeindeschule und
Unterrichtsstunden in der Religion und im Hebräischen zu übernehmen; schrift¬
liche Meldungen sind unter Beifügung der erforderlichen Zeugnisse dem Unter¬
zeichneten Vorstande portofrei einzusenden. (1311
Emden, den 14. Februar 1893.
Der israelitische Cultusvorftand:
Jacob Wels.
Jeder Abborrnerrt des „Israelit"
kann auf Verlangen je ein Exemplar einer Lieferung des vom Verein zur Abwehr
des Antisemitismus herausgegebenen
Antisemitenspregel
AVÄktV utttr franko
erhalten.^ Weitere Exemplare a 10 Pf. auch in Briefmarken. Dieselben eignen
sich vorzüglich zur Verbreitung in christlichen Kreisen.
Convenirend wolle man beifolgende Karte benutzen.
Krpedition des „Israelit"
Mainz.
Ein Wittwer, 50 Jahre alt, in guten
Verhältnissen einer Großstadt lebend, mit
erwachsenen aber außer dem Hause gut
versorgten Kindern, wünscht sich mit einer
streng religiösen, kinderlosen Wittwe oder
älterem Mädchen von 40—45 Jahren zu
verheirathen. Vermögen erwünscht. Beste
Referenzen stehen zur Seite. Discretion
Ehrensache. Vermittler ausgeschlossen.
Nichtanonyme Briefe mit Beifügung der
Photographie sind unter Ll. L. 1342 an
die Exp. d. Bl. zu richten.
Ein j. Kaufmann in Amsterdam, In¬
haber eines wohlbek. Engros- und bedeu¬
tenden Detailgeschäftes, sucht, gestützt auf
feinste Referenzen, deutsch sowie hol¬
ländisch, auch von ersten Bankiers, passende
Parthie mit einer vermögenden Dame.
Mitgift nicht unter M. 40,000. Osierten,
am liebsten ohne Vermittler, sind unter P.
18 an I. Laguna,
1330) Kerkstraat 380, Amsterdam
zu richten.
(^>ie israelit. Synagogengemeinde Ober-
Wesel a. Rh. sucht per 1. April einen
Religionslehrer, welcher auch Vorbeter ist.
Offerten mit Gehaltsansprüchen bei freier
Wohnung erbitte bis 20. März an den
Borstand der iSrael. Synagogenge-
1285) meinde Oberwesel a Rh.
Grngegangene Spenden.
Für die Armen des hl. Landes:
Gebr. S. in Biebrich 50 M. — Emma S. in Biebrich 10 M. — Frau Lina Levinger in München, Chalogeld 5 M. —
N. N. in Reifungen 5 M. — Lehrer Roßmann in Gersseld 18,75 M. — N. R. für R. M. b. h. 0,50 M. — Eduard
Grödel in Friedberg, am Jahrzeit s. sel. Vaters für Jsr. Waisenhaus, Hospital, T. Th.-Schule in Jerusalem u. T. Th.-Schule
in Hebron je 5, zus. 20 M. — Amalie Hirsch in Mannheim. Chalogeld 8 M. — Bei der Bris-Miloh des Söhnchens von
Oscar Lehmann und Frau in Mainz, gesammelt durch Herrn Rabb. Dr. Bondi 28,72 M. — Lehrer und Vorsänger Schle¬
singer in Karlsruhe 1,42 M. — N. N. für Talmud Thora in Jerusalem IM. — Ungenannt 3 M. für R. M. b. h. —
Sara Fuld in Frankfurt a. M., Chalogeld 8 M. — Wwe. Gabriel M^x und Kinder in Felleringen 6 M. — H. Sulzbacher
in Breidenbach 2 M. für R. M. b. h. — R. N. für R. M. b. h. 1 M. — Js. Levy in Waldeck 5 M.
Für die unglücklichen russischen Glaubensgenossen:
Js. Levy in Waldeck FM. — N. N. in Bückeburg 5 M. — Durch David Friedmann in Crailsheim: Carl Badmann 2,60,
Mar Ball 0,20, Löw Bär 3,50, Jakob Essinger 4, M. H. Falk 5, S. Falk 1, Otto Freundlich 1, David Friedmann 2,60, M.
Friedmann 1,20, V. Friedmann 1,20, W. H. Goldstein 2,50, L. H. Goldstein 1,70, Jeidel Goldstein 2,20, Bertha Goldstein 2,
Bernhard Goldstein 0,50, W. Goldstein sen. 5, M. Grünsfelder 0,50, Jakob Grünsfelder 0,50, Hermann Grünsfelder 0,50,
Lazarus Heinssurter 1, S. Heller 2,10, S. Heß 1,70, Lehrer Königsberger 0,50, Baruch Levi 3, Jesaias Levi 3, Samuel Mez-
ger 6,30, Samuel Mezger zur Jahrzeit der sel. Mina Mezger 10, Wolf Mezger 4,50, A. Reinemann 0,50, M. Ries 3,50, Jsak
Rosenfeld 3, Eduard Rosenfeld 1, D. Rosenthal 1, Samuel Stern 2,50, I. B. Stein 5,70, Adolf Stein 0,90, B. Bamberger
0,20, Hirsch Mannheimer aus Bikart 3, vom isr. Wohlthätigkeitsverein 25, zus. abz. Jncasso 115,10 M.
Diverse Spenden:
Ignatz Hönig in Brünn 5 M. für die Jeschiba in Ulanow. — Durch A. Elsberg in Hamm 60 M., wovon je 30 M. für die
Jeschiba zu Preßburz und Ulanow. — Für nj: I. M. B. in Brieg 3 M., S. P. in Schwerin 3 M.
Verantwortliche Redaction: Oscar Lehmann in Mainz. — Expedition des „JSraelit", Schottstraße Nr. 2, Mainz.
Druck und Verlag der Joh. Wirth'schen Hofbuchdruckerei-Actien-Gesellschaft in Mainz.