825
Felix Halle : Ueber die Notwendigkeit einer Genealogie jüdischer Familien .
826
LEO BAKST .
Terror antiquus .
( Auf der Brüsseler Weltausstellung mit der Goldenen Medaille ausgezeichnet . )
ST . PETERSBURG ,
Durch die verwandtschaftlichen Beziehungen der Fa¬
milien , Verschwägerungen , sowie durch die Uebersiede -
lungen ergänzen sich die Bände . Jahrgänge würden
sie allmählich vervollständigen . — Weitere Teile des
Gesamtwerkes müssten die Genealogieen der jüdischen
Familien der anderen Länder enthalten .
Es ist Zeit , mit der Verwirklichung unserer Idee
zu beginnen . Noch sind die Ortswechsel des letzten
Jahrhunderts im Gedächtnis der lebenden Familienan¬
gehörigen und die Auffindung älterer Urkunden durch
die Kenntnis des Wohnorts der Familie zur Zeit der
Emanzipation erleichtert . Es wird daher in vielen
Fällen möglich sein , bis zunr Anfang des neunzehnten
Jahrhunderts lückenlose Stammreihen zu - erhalten , eine
Arbeit , die in späteren Epochen sehr erschwert , oft
aber unausführbar sein würde . Wenn künftig — an¬
geregt durch das Erscheinen des genealogischen Hand¬
buches — tamiiiengeschichtliche Aufzeichnungen vor¬
genommen werden und mit den vorhandenen älteren
Notizen durch Abdruck gegen den Untergang geschützt
bleiben , so muss das jüdische Geschlechterbuch mit der
allmählichen Vervollständigung eine Personalchronik
der angesehensten jüdischen Familien werden und bei
der Bedeutung dieser Häuser einen dauernden Wert
behalten .
Nicht zum geringsten ist schliesslich die moralisch¬
pädagogische Wirkung anzuschlagen , die der Besitz
eines solchen Buches auf die heranwachsende Jugend
der aufgenommenen Familien ausüben muss . Die Lektüre
der Familiengeschichte erweckt oder verschärft das
Zugehörigkeitsbewusstsein , und aus diesem erwächst
wiederum ein verstärktes Verantwortlichkeitsgefühl
gegenüber der engsten Blutgemeinschaft . Die Kenntnis
der väterlichen Vorarbeit spornt zur Nacheiferung an .