V. b. b
- ־ ' fc&raktfbn'ü. Ädminfejrätioh 1 Wi.6n, II,,Leopolds-
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ב״ה ויענה־פרעססבורג ר טבת תיפ״ה, 1925 wiDn-Bratislaira, 2. Jänner . '•׳■־'•:
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'1e1nja,rs1)aaT^e«rt;1cu,^jyu juk; y^is^uimisc ״ u&1 ״“״״׳,*.״״
;Ifep-edLulM ״־ rdes%\V;aad *Holr Haasc 11kenasd-“
־ yoSi^rvBeSläti&u&;des palästinensÄchcn" Gcntehulege ־
setöegf' rn^Bfftraoht- gezogen wer-den'würden. Atmery .,er-
' ־ wfderWpersöiiliölj,'-'dass -a|l!ie 'interessierten, Teile der/ jü'di ׳־ ■
1k1 ״ fvr,\ ׳ Anf.1* state ״׳־ ■r.Ar.Htu'r
ruva' '^uituj.umviUM’avo .■uiur1> xuwiuwLnwi...■ , huv« *j w4 vvm: .m ־ *v
16 it begönner ־ Tagte, tibef : d1^ Lage ' 711 ־ der ־ Bewegung. Er
״ sagte ״ dfe'Ärib'eiir'der* Xguida gewinne in der ganzen ׳ Wdt
tnrm'er'lrfediT■ ;aiV Ausdehnung, 'die Agudah sei ein isbeiis ־־
'\ 5 ^Cörö®e ׳ r’ Faktor ״ Im, politischen uHd ״ religiösen - Leben des
Dr, Cohn safte,,. er ־ sei inr Aufträge des
^Zentnäiqätes dier; Agaildah rnf Zusarnimenliang. mit der pa!Tä-
jrtmeWsehen jüdischen 'Gelnie'ilrdep-rdmmg nach ׳ -London ge-
Ikdhuiwi. 7 Seine Aufgabe ׳ ist 1 es,” ae&emi'ber den zuständigen
Autoarftäfen^und^den parlameritarisafien Kreisen cton Stand-
punkT d^>ünabhä11ig ׳ iÄeh^6rli1od0xen ^ Judentums י in der
.FraSe. ״־ der,-' Gerriieinideotidtnung-iu vertreten ׳:־ -Er' sei* ii
Dr. Pftiehas Cohn zTtterte zum Schluss die Aein^e/tm einer
aufcoraflven britischen Persönlichkeit die ihm sagte:
״Grossbritamien gründet' seine Macht auf dem Schute der
Minderheiten und nicht a׳uf religiöser Undiddsaink.dit.“ —
Uschi sc 11׳k in äusserte si-oh einem Korrespondenten
über die Agudas Jisroel wie folgt: ״Die Aigudas Ji׳s-
roel und ihre Anhänger ■sind zwar bittere Feinde der 210-
nistüschen Organisation, aber, wie ich bemerken konnte,
nicht des Aufbaues Erez Jisroels. Für sie ist hebräisch
lediglich eine lieilige Sprache. Sie gefährden unsere natio-
naie Organisation, aber sie haben ein starkes Interesse an
diesem Lande und ich bin sicher, dass sie zu seiner Ent-
Wicklung in ein jüdisches Land viel beitragen werden•“ —
Seit 1919 haben sich in Erez Jisroel 50.000 Juden nieder-
gelassen. 58 Prozent der Einwanderer waren im Besitz
genügender finanzieller Mittel, 53 Prozent der bemittelten
Emigranten kamen aus Polen. — Die polnische Regierung
hat beschlossen, alle. Konzessionen a!ui Monopolartikcl zu-
rückzuiziehen. Diese Verordnung tröfft die jüdische Bevöd-
kerung besonders schwer und rief eine gewaltige Bester-
zimg hervor. — Das Organ der Palä stIDnensüsch-arahischen
Exekutive ,,Felestin“ sowie das Organ des lateinischen
Patriarchen ■in Palästina ״Rakib Sion“ veröffentlichen beide
am 21. Dezember Artikel, in denen vor dem Anschluss an
die vor kurzem gegründete Freimaurerloge gewarnt wird.—
Von dum obersten Gericht der Vereinigten Staaten wurde
ein Vienhör über die Verfassungsmässigkeit der vom Staate
New York eingeführten Kaschruth-Verordnung׳ angestellt.
Diese Verordnung stellt unter Strafe, wenn ein Fleisch-
lüindfer Fleisch nichtritue-ilcr Schlachtung als ״koscher“
verkauft. Fünf New Yorker Kaufleute protestierten gegen
das Gesetz, indem sie durch ihre Anwälte geltend machten,
dass das Wort ״koscher“ in der Praxis nicht mir die Be-
deutearg rituell, sondern auch eine zweite Bedeutung, näm-
lieh refei, frisch, einwandfrei hat. Die Verordnung des
Staates New York sei eine ungesetzliche Einmischung in
innere kaufmännsdehe Verhältnisse. Der Vertreter der Pro-
kurafuf verteidigte das Gesetz, indem er erklärte, das Ge-
set^beschütze die Interessen unzähliger Bürger New Yorks,
die sehr aui Kaschruth achten. Es sei die Pflicht der
Staatspolizei, alle diejenigen, die sich vor einer Gewissens^
Sünde hüten, vor jenen zu schützen, die sie zu täuschen
versuchen. Das Wort ״koseher“ habe jedenfalls eine allgc-
: mein feststehende Bedeutung, nätnffioh rituell. — Aus Kiew
. wlind gemeldet, dass sich dort unter dem Namen ״Mach-
sikd Hadass“ eine Austrittsgenrejinde‘ gebildet habe, unter
;Vorsitz des Herrn Aron Hornstein.. Die Gemeindemitglielder
׳zailiileri an׳ dlie Hauptortsgeime'inde keinerlei Steuern, weil
, die religiöse Führung dieser Gemeinden sie nicht befrie-
digt. -T- Vor einigen Tagen wurde ein Abkommen
: zwischen dem Joint und der Sowjetregicrung in betreff
der Landansiedittng von Juden in Russland unterzeich-
net:;;— der Hauptstadt Portugals, ist so-
eben ein Altnänach erschienen, aus dem hervorgeht, dass
in Portugal rund 12.000 Juden• leben. — Der Rabbiner
von Moskau, Jakob Mase, ist dm 19• Dezember nach
längerem Leiden im 64. Lebensjahre verschieden. Die
Bestattung fand in Moskau, am 21. Dezember statt. —
Am 20. Dezember verstarb in Wien Kommerzialrat Sa*
' muel Rosenzweig im Alter von 68 Jahren. Er war der
Water der Frau Änitta Müller. Er erwarb sich um die
, jüdischen Flüchtlinge grosse Verdienste. — Der Oberrab*
biner von Bulgarien Dawid Pipano ist in Sofia im hohen
Alter gestorben. An der Bestattungsfeier nahmen Ver*
; trct'er des Königs, der Regierung, des heiligen Synods,
.der türkischen Gemeinde, sowie zahlreiche Provinzabord-
nungen teil. — Der berühmte Dermatoiog, Hofrat Prof.
S. Ehrmann in Wien wurde 70 Jahre alt. Aus diesem An*
lasse fand am 1S. Dezember im Allgemeinen Kranken*
hause eine Feier statt. — Das Präsidium des Verbandes
der orthodoxen israelitischen Kultusgemeinde des König-*
reiches S. H. S. hat anlässlich seiner jüngsten Sitzung
Herrn Oberrabbiner Moses Deutsch, Subotica, zu
seinem leifen'den ׳Präsidenten gewählt. — Die Keren Hu-
thora-Zcntrale hat soeben ein zweites Heft in hebräischer
Sprache mit einer kleinen deutschen Beilage herausge-
geben. Sie veröffentlicht hier zum ersten Male wert*
volle historische Materialien über die Jeschiwoth in
Litauen (Woloschin, Slonin und Mir, Radin, Slobotka,
Telschia usw.), auch über das Netz der von Rabbi Josef
Horowitz begründeten Nowogrodker Jeschhvali. Das Heft
enthält ferner wertvolle Aufsätze von rabbinischen Auto־
ritäten der Jetztzeit über den Gedanken des Keren Ha*
thora, so vom Chofes Cliaim, Rabbi Chajirn Oser
Grodzenski, Rabbi Sonnenfeld u. a. Die dritte Abteilung
bringt ausführlichen Bericht bei der Krakauer Tagung
über Keren Hathora. Referate, Debatten, Beschlüsse, Sta-
tuten und Spendenverzeichnisse. Besonders hervorzuhebe«
sind einige beigefügte Kunstblätter der Grundsteinlegung«־
feier in Lublin. Das Heft macht nach seinem Inhalt und
nach seiner Ausstattung einen vorzüglichen Eindruck.
Man will in New-York eine K’hilloli gründen.
■■■■' Endlich• beginnt die amerikanische Juden-
Jahren ei-folg-
reicher und .segensreicher Tätigkeit für die Gesamt-
heit :möchte die amerikanische Judenheit nun das
eigene Haus !bestellen. Das klassische •Land 1 der Or-
ganisation besitzt nämlich noch ■immer nicht die
älteste lind dem jüdischen Wesen angemessenste Or-
ganisation, die Kehilloh. Die jüngste Konferenz der
New-Yorker Organisationen, d-ie im ״Amerikanisch-
Jüdischen Kongress“ vertreten sh kl; hat• mm einen
Kat eingesetzt, •um endlich die Gründling einer
Kehiilloh in New-York, die wohl von Dr. Magnes vor
acht Jahren angeregt wurde, der praktischen Verwirk-
lichung näherznbringen. Die grossen׳ amerikanischen
jüdischen Zeitungen !beschäftigen■ sich selbstverständ-
lieh in ausführlichen !Artikeln mit diesem wichtigen
Problem. Sie alle sind der Ansicht, 1 dass ■dem pa-
pierenen Zeitalter der Proteste und' Symipathiekund־
gelbungen ein Ende zu machen sei. Auch •die goldene
Periode ist vorbei, wo die amerikanische JmJenheit
hauptsächlich !für die Brüder in anderen ׳Ländern
gewirkt ■hat, Die amerikanische Jaidenheit hat die
dringende ׳Aufgabe, sich mit den eigenen Notwendig-
keiten zu befassen. ■Dieses ins Jüdische übersetzte
Monro׳eprinzip hat selbstverständlich , keine feindliche
Spitze gegen die ausseramerikanisdie Judenheit.
Kann doch die Arbeit der grossen sozialen und
philanthropischen ׳Dachorganisationen nur dann
dauernd ׳bestehen, falls ein gesundes, tragfähiges
Fundament für sie vorhanden ist. Dieses Fundament
ist eben die jüdische Kehilloh. Die erste und allge-
meinste Forderung, cl'ie •von der Oeffent'Jichkeit in
bezug auf diese KehiJJloh erhoben wird, ist die der
unbedingten Demokratie. Was ist nun der Sinn dieser
Demokratie?
Wenn die amerikanische Judenheit darangeht,
in New-York, wo ungefähr 1,5 Millionen Juden woh-
neu, eine Kehilloh zu gründen, ist anzunehmen, dass
sie nicht neue Experimente versuchen will, sondern
für den alten jüdischen Geist in der neuen Welt eine
Heimstätte zu schaffen gedenkt. Amerika ist übersatt
an hypermodernen, te clinisclumechaniseben Korpora-
־ tiörreii und! Institüdonvn. . Amerika empfindet tiefe
Sehnsucht nach ׳ wahrem jüdischen Geist, nach auf-
richtiger Frömmigkeit. Hoffen 1 wir, dass der .Wunsch
nach einer ehrlichen Demokratie unsere Brüder i«
Amerika bewegen wird ׳ , eine jüdische Kehilüioh zu
schaffen, die alle Gruppen des jüdischen Volkes, auch
jene, die der Thora und Tradition unverbrüchliche
Treue bewahren, in sich zu schiiieasen vermag. Ist
das der Sinn ׳ des grossen Versuches, so wird ׳ Amerika
nicht nur für -die eigene Zukunft, sondern auch für di'e
jüdische Gegenwart ausserhalb Amerikas Grosses
leisten. Die amerikanische Judenheit bleibt, selbst
wenn sie sieh nunmehr der Lösung der eigenen Pro-
b'terne zuwendet, ein bedeutungsvoller Faktor für die
osteuropäische Judeiiheit und die Entwicklung der
Arbeit in Erez Jisroel. War man bis jetzt gewohnt,
von Amerika wirtschaftliche Methoden und tecli-
irische Organisationen zu erwarten, so wird man
׳ lernen ׳ müssen, auch geistige Beeinflussung von jen-
seits des Ozeans zu empfangen, ln einem Zeitalter,
wo in Europa die religiöse jüdische Kehilloh, alljseits
»bedroht wind 1 , in einer Periode der leidenschaftlichen.
Versuche, den alten Charakter der ״ heiligen Ge-
meinde“ zu verändern, ׳ damit sie der nationalistischen
oder sozialistischen ״ V0>'|ksgemei11de“ Platz schaffe,
kehrt Amerika ernüchtert von den ״ modernen“,
״ volkstümlichen“, ״ nationalen“ und» ״ sozialen“ Orga-.
irisationen zmn Kern jeder jüdischen Organisation,
zu der alten jüdischen Kehilloh zurück. Dies kanVi
nicht ohne tiefste Wirkung auf Osteuropa bleiben.
Es ׳ ist ferner anizunehmen, daiss in! dem Augenblick,
w0 ׳ New-York eine jüdische Gemeinde auf ehrlichen
demokratischen Grundlagen, .also mit weitgehender
Berücksichtigung der Thora und Tradition schaffen
whl, alle Versuche des Waad Leumi, in Erez Jisroel
der jüdischen Bevölkerung eine Gemeindeordnung
aufzuzwingen, die sowohl der jüdischen Traditio*
wie jeder demokratischen Auffassung hohnspricht,
scheitern müssen. Die thoratreue Judenheit der
ganzen Welt hat ein elementares Interesse an der
Bevor Sie eine Perücke kaufen, versäumen Sie es nicht
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