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JÜDISCHE PRESSE
Nr. •47/48
Lehren des Ch׳a:sam Sofer richtunggebend
sind.
Berichtigung einer Predigt über das jüdische
Palästina.
•Ueber eine Predigt, die Rabbiner Dr. F u n k am
ersten Chanuka-Abend im Preßburgcr Neologen-Tempel
hielt, waren in Preßburgcr Lokalzeitungen unrichtige Be-
richte erschienen. Herr Rabbiner ,Dr. Funk legt Wert
darauf, daß diese Stelle seiner Rede nicht mißverstanden
werde. Er ersucht uns ;daher, den Wortlaut dieser Stelle zu
veröffentlichen. Sie lautet:
,yNahum Sokolow hat einen Löwenanteil an der
Mandatsbestimmung über Palästina. Tief bedauerlich ist es
aber, daß er vermöge seiner hervorragenden Kenntnis der
jüdischen Volksseele nicht bestrebt ist, den Löwenanteil an
der religionsgcsetzlichen Ausgestaltung aller Institutionen
des Zionismus in der ?Galuth und in Palästina zu ge-
winueu. Die Krise des Aufbauwerkes liegt in der Tat-
saclie, von deren Erkenntnis die Zionistische Organisation
sich verschließt, daß die großen religionsgesetzlich orien-
tierten ׳Massen ffir das Aufbauwerk nur- dann zu gewinnen
sein werden, wenn das indische Gemeindewesen aus-
schicßlich auf Grund des S.ehiilchau Aruch errichtet wird
!!!solange dies nicht geschieht, wird der Äguda stets die
berechtigte Waffe in die Hände geliefert, mit welcher diese
das Aufbauwerk bekämpft. Wäre das Aufbauwerk wahr-
liaftig ׳jüdisch, wären die großen rcligionsgesetzlichen
Massen nicht abznlenken.“
Briefkasten
Prämie. Das Werk wird, sobald es die Druckpresse
verlassen hat, allen neuen Abonnenten, die ihre Abonne-
mentgebiihr bis 1. Jänner 1928 entrichtet haben, zuge-
stellt. Die erste Ankündigung war eben nicht ganz präzis.
P. P., Wien. Sie glauben, daß es vernünftiger ge-
wesen wäre, über R. f. F. Arak zu Lebzeiten einen Artikel
zu schreiben. Sie haben recht; aber es ist besser später
als nie. Dies gilt auch für jene, die ihrer Schuld und Pflicht
Rabbiner Arak gegenüber noch nicht nachgekommen sind.
Gegner. Sie finden unseren Nachruf für lieblos. Es
ist sehr schwer, über Gefühle zu disputieren. Wir waren
bestrebt, den toten Cliajes bei aller Hervorhebung der
vorhandenen prinzipiellen Gegensätze gerecht zu würdigen,
wie wir dem lebenden Oberrabbiner immer mit der ihm
gebührenden Achtung begegnet sind. Daß unser Artikel
nicht so sehr ungerecht war. sie's glauben, läßt sich
mühelos durch Aeusserungcn Ihrer Parteifreunde belegen.
So schreibt Dr. Harry Torczyner in der jüngsten ׳Nummer
der ״Jüdischen Rundschau“, Berlin: ״War Chajes, dessen
kritische Stellung zu den Problemen der biblischen Wissen-
schaft bekannt war, nicht eine Gefahr für die Einheit der
Wiener jüdischen Gemeinde, in der eine starke Partei an
dör Arbeit war, sich wie in Deutschland als Trennungs-
Orthodoxie zu organisieren.“ Dann würdigt T. seine Wirk-
samkeit als Wiener Oberrabiner wie folgt: ״So konnte
Chajes im Tempel der Wiener Innern Stadt, der Hochburg
des liberal-assimilatorischen Gedankens das Gebet für
unsere Pioniere in Palästina einführen. So konnte er die
Kanzel, die Stätte agadischer Träumerei, •umwände!!! zu
einer Vortragsstätte über die lebenden wirklichen Bediirf-
nisse und Bestrebungen des jüdischen Volkes. So konnte
er, statt als Oberrabbiner sich in der Sphäre der Heilig-
keit vor dem profanum Vulgus abzuschließen, hinaustreten
in die Versammlungslokale aller Art. . . .“ — Dr. Robert
Welsch läßt sich über Chajes als Politiker in derselben
Nummer der ״J. R.“ folgend vernehmen: ״Dieses große
politische Temperament, das nach Meinung vieler Freunde
oft zu weit ging, war nur zu erklären, durch seine etwas
naive Auffassung der Politik, deren unvermeidliche Schaf-
tenseiten und Unreinheiten er überhaupt nicht sali.“ Also■
so lieblos waren wir doch nicht! —
Die Redaktion überoimmt keine Verantwortung bezüglich des Kaschrns im Annoncenteile nnd ist es Sache der Leser, sich zu informieren.
במקום הזמנות
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מתכבדים בזה להוריע כי בעהשי״ת הגיע תור כלילת בננו
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עם ב״ג הכלה הבתולה המהוללה
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Subotica (Jugoslawien). Präses des Orth. :Gemeindebundes,
richten.
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tischen Gemeinde eröffnet den Konkurs zur provisorischen
Besetzung eines Lehrerpostens an der israelitischen
Volksschule für sofortigen Eintritt.
Konkurrieren mögen dieplomierte Lehrer oder Lehr-
amtskandidaten, die der literarischen slowakischen und
deutschen Sprache vollkommen mächtig und außerdem zum
Unterricht in der Religionslehre befähigt sind.
Gehalt wird im Uebercinkommen festgesetzt werden.
Gesuche sind bis zum 28. Dezember 1927 an die
Schulkommission der israelitischen Kultusgemeinde Sered
nad Vahom — mit Zeugnissen belegt — einzureichen.
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einen ordentlichen! jungen Mann zu verheiraten בת ת ״ ח
׳ המאורשת לת״ח jedoch fehlen ׳ ihm leider die Mittel z ׳ u
einer bescheidenen Aussteuer. Edelmütige Glaubensbrüder
und -Schwestern, die die Wichtigkeit der מצות הכנסת
כלה zu schätzen wissen, werden iherzlichst gebeten,
ein Scherflein hiezu beizutragen.
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slava. Gaben nimmt entgegen ׳ und quittiert öffentlich die
Expedition dieses Blattes in Bratislava unter Chiffre
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die Handelsschule ׳absolvierter, aus sehr achtbarem Hause
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jüdisches Haus einheiraten. Selber ist seit längerer Zeit in
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Redaktion.
mit Universitätsstudien sucht Einheirat in achtbare
konservative Familie, am liebsten Wien. Zuschriften unter
״Jüdisches Leben“ an die Bratislavaer Administration.
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mitzuübernehmen befähigt sind, wollen ihre Zuschriften
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englische Sprachkenntnlsse besitzt. Offerten an:
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erteilt pädagogischen Unterricht in
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In streng religiöses !Haus wird eine
die auch •in der häuslichen! Arbeit behilflich ist, aufgenorn-
•men. Zuschriften unter ״Häuslich“ an •die Bratislavaer
Administration dieses Blattes.
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Aibert MATZEER, 8., Btohlmessei'g. S׳
Die nachfolgende Rubrik ist für Anzeigen solcher Betriebe nnd Geschäfte reserviert, welche unter der rituellen
Aufsicht des elirw. Rabbinates der Adas Jisroel stehen.
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die unter Aufsicht des Rabbinates
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übernimmt Aufträge für סעח־ות׳ בר מצוךן
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Unter Aufsicht der Adas Jisrqel (Schiffschul)
Eigentümer und Herausgeber: Dr. Joel Pollak, Wien, II., Leopoldsgasse 26. — Verantwortlicher Redaktehr: Otto
Stern, Wien, II., Haäsgasse 8. — Für die Tschechoslowakei: Heinrich Schwarz. Bratislava. — Ijpick: Druckerei- und
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3.
27.
62.
Mittwoch
4.
28.
63.
Donnerstag
5.
29.
.־ 64
Freitag
6.
30.
65.
Samstag
7.
31.
66.
Adas Jisroel, Wien. Gebetstunden in der Zeit vom
29. Kislew bis 6 Tewes'5688. Freitag, den 29. Kislez Mincha
12-30 uhr, 4 קבלת שבת u1!r, 410 לכו נרננה Uhr. ־ש״ס חנכה
Morgengebet 7 und 9.30 Uhr, Minchah 12.15 und 3 30 Uhr.
4.45 :מוצש״ה Uhr. An Wochentagen Morgengebet 6.40 Uhr.
Minchah 4 Uhr. An jedem ש״ק , mit Ausnahme wenn im
Bethause eine ירשה ist, hält Se. Ehrwürden Herr Ober-
rabbiner Fürst im Beth-Hamidrasch der Adas Jisrol um
11.30 שיעור Vortrag.