jede zweckentsprechende religiöse Unter*
Weisung und ohne jede wahrhaft jüdische
Beeinflussung heran. Was soll, was kann, ja was
muß auf natürlichem Wege aus der kommenden Genera*
tiort in religiöser und jüdisch*tnorälischer Beziehung
werden, wenn diese heutigen Töchter einst jüdische
Mütter werden und ihnen die Leitung eines jüdischen
Hauswesens und die Erziehung jüdischer Kinder anver*
traut wird? In keiner größeren orthodoxen Gemeinde
vielleicht ist es aber nach dieser Richtung so furchtbar
traurig bestellt, wie in Munkacs, wo der natipnal*jüdische
geistige Zersetzüngsstoff sogar in den chdssidischen
Häusern jeden letzten Rest religiösen Einflusses auf die
Töchter vollständig zerstört. Es ist deshalb um so mehr
zu begrüßen, daß sich gerade dort, wo das Uebel am
schlimmsten wuchert, endlich einige jüngere beherzte
Männer zu einer Tat aufgerafft haben, für die ihnen das
thoratreue Judentum des ganzen Lahdes nur Anerkennung
zollen wird. Es besteht die Absicht, im Sinne des von
den Frauen* und Mädchengruppen der Agudas Jisroel
propagierten, streng religiösen Programmes eine Religions*
schule für Mädchen ins Leben zu rufen, sobald geeignete
fromme weibliche Lehrkräfte zu haben sein werden. Am
bedauerlichsten erscheint, daß es sehr schwer und viel*
leicht sogar unmöglich sein wird, einen größeren Kreis
von Frauen oder erwachsenen ׳ Mädchen zu organisieren,
denen man die verständnisvolle Leitung einer solchen
einwandfrei orthodoxen Schule und die religiöse Aufsicht
über sie änvertrauen könnte. Eben darum, weil wir hier
das zuverlässige Menschenmaterial zu einer Agudas*
Jisroel*Frauengruppe nicht haben, ist die ״ Auswahl
passender und geeigneter orthodoxer Lehrerinnen von
entscheidender Bedeutung. Wegen Aufbringung der
nötigen Geldmittel hofft man auf eine reichliche
Unterstützung der Kultusgemeinde. In der
am 6. Dezember stattgehabten Sitzung der neuen Ge*
meinderepräsentanz wurde bereits von den Herren
Schlüssel und Kali sch ein Beitrag von 20.000 Kc
für diesen Z\yeck verlangt. Vorläufig hat man diese Sub*
vention wegen Mangels an Bedeckung nicht bewilligt. Aber
der Plan erfreut sich der größten Sympathien, so daß ein
späterer Erfolg sicher ist.
Frau Sarah (Rosa) Schienger ע״ה
Eine wahre, fromme jüdische Frau ist tatenreich
die Ewigkeit eingezogen. Frau Rosa Schienger
ihrem noch in Erinnerung aller fortlebenden Gatten,
Jecheskel Schienger זצ״ל , wenige Jahre nach seinem
inscheiden, in jdie Höhe gefolgt, wo ihre, Seelen wieder
vereint vor dem himmlischen Throne Fürsprecher für ganz
׳ Israel'seih werden. Sie war eine jüdische Frau, die weit
über das alltägliche Maß hinausragte. Unsere Generation
verfügt leider nicht über viele jüdische Töchter, die sich
gleich ihr durch Leistlingen in jüdischem Sinne, als
bewußt orthodoxe jüdische Frauen, Ver*
dienste von dauerndem und bleibendem Werte erworben
hätten. Unsere Zeit ist so furchtbar arm an echten
jüdischen Menschen, besonders an Frauen, die an die
Idealgestalten, wie wir aus der Vergangenheit auch nur
wenige kennen, heranreichen, daß es einem bange wird
ums Herz, wenn wir ihre dünnen Reihen sich lichten
sehen. Auch nach dem Hinscheiden dieser edlen א שח חיל
wird eine breite Lücke klaffen, ohne daß Ersatz in die
Bresche treten könnte. Sie hat ein langes Leben, Jahr*
zehnte hindurch, dagestanden als Wahrzeichen besten
jüdischen Frauentums mit der ganzen reichen Fülle ihrer
g*ttbegnadeten frommen Innenwelt, die ihre segenbringen*
den Leuchtstrahlen hinaussandte in einen weiten Um*
kreis, um überall Gutes zu stiften, wo sie hindrangen.
Wenn man Frau Schienger kannte und Gelegenheit hatte,
sie über die kleinen und großen Dinge jüdischen Frauen*
lebens und jüdischer Frauenaufgaben in der Gegenwart
sprechen zu hören, mußte man an Glückei von Hameln
denken, die in ihren berühmten ״ Memoiren“ das an der
Sonnenglut der Thora erwärmte Seelenleben, das in allen
Lebenslagen von felsenfester Glaubensstärke und innigem
G*ttvertrauen geleitete typische, echte jüdische Weib
ungewollt und unbeabsichtigt . unnachahmlich gezeichnet
hat. Wie Glücke! war auch die Heimgegangene in be*
glückenden und seelisch ungemein bereichernden Fa*
milientraditionen .verwurzelt. Sie entstammte einer Fa*
milie, in der Thorakenntnis und vornehme Lebenshaltung
die Richtlinie für Tun und Lassen vorzeichneten. Ihre
Ehe mit einem gleichgesinnten und gleichgerichteten
edlen ב | תורה gestaltete ihr Familienleben ebenso
wie ihr ausgedehntes gesellschaftliches Wirken zu einer
beglückenden Harmonie menschlicher und jüdischer
Erhabenheit, deren. Niveau von Gunst oder Ungunst
der Zeiten unbeeinflußt blieb. Kinder erziehen,
Verwandte ״ betreuen, Kranke pflegen, Waisen erfreuen,
Armen beistehen war ihr niemals anderes, als in lieben*
der Ergebenheit dem Schöpfer gehorchen und dadurch an
der eigenen Vervollkommnung arbeiten. Feiner natür*
lieber Takt und besonnene Klugheit erzogen sie zum
Vorbild der vollendeten Dame, deren Lebensinhalt an
den ■ Maßstäben der Thpr.a.und der altbewährten' jüdi*
; sehen Frauenmoräf geprüft und von ihr unabänderlich
bestimmt wird. Deshalb war ihr Sinnen und Trachten, ihr
;Schaffen und Wirken vielgestaltig und dennoch immer
durchwegs jüdisch. Sie war Vizepräsidentin des alten
orthodoxen Frauenvereines und pflegte dort mit beispiel*
loser Intensität das Gebiet der Wohltätigkeit. Als in*
folge der Agudabewegung auch in Bratislava das
.zielbewußte orthodoxe Leben ideell und organisatorisch
einen neuen Aufschwung erfuhr, war es selbstverständ*
lieh, daß Frau Schienger zur Präsidentin der Agudas
Jisroel*F rauengruppe auserkoren wurde. Sie
stellte sich begeistert in die vorderste Reihe der Frauen*
Aguda und wurde damit trotz ihres hohen Alters zur
Pionierin und Künderin• einer Bewegung, die sich in
allen slowakischen orthodoxen Gemeinden schon in
wenigen Jahren allgemeine Anerkennung erworben hat
und von der, wenn sie an ihrer programmatischen Linie
unerschütterlich festhalten wird, das orthodoxe Juden*
tum noch manchen Segen erwarten kann. In der Frauen*
Aguda gewann sie ein Betätigungsfeld, das ganz ihrem
Wesen, ihren innersten Herzenswünschen angemessen
war. Für jüdisches Wissen und jüdische Tat im Sinne
distinguierter Weiblichkeit und verwirklichter Frömmig*
keit zu wirken, erfüllte sie mit großer Befriedigung und
war ihr besonders in ihrer Witwenschaft Trost und Labsal
in ihrem Leiden. Im Alter vor 76 Jahren raffte eine
Krankheit die ehrwürdige Matrone mitten in der auf*
opfernden Arbeit für die Gesamtheit aus dem Kreise
ihrer Kinder und Angehörigen hinweg. Bei. der הלוו׳
gab Herr Rabbiner Hirschler in einem warmen Nach*
rufe dem allgemeinen Schmerze über ihren Heimgang
beredten Ausdruck und schilderte ergreifend ihr Wirken
auf dem Gebiete der Wohltätigkeit und der Frauenaguda.
Ihre Neffen, die Herren Dr. Tomaschoff und Dr. Fisch
verabschiedeten sie namens der Familie. Möge ihr An*
denken ein Segen bleiben חנצב״ה . J• J• B.
. IMMW I HimMllltm i MMMMM H WMIMMMMMlim
במקום הזמנה פרטית
5 < בעה״י. מחבבדים אנו בזה להזמין בקריאה של חיבה את =
= כל קרובינו ידידינו ומקירינו להשתתף בשמחת אפרק בננו 5
5 ■ הב׳ החתן המופלג |
I מרה בנימי] זאב המכונה וואלף שיחי׳ I
S עב״ג הבתולה הכלה הטיי; : ; ז ׳ '״ז =
5 טית ל תחי׳ I
= בת הנגיד כ״ה יצחה שיוארץ ני׳ מק״ק טשעשאוויטץ =
= שנחיג אי״ה בשטו׳ט ולמזל ביום• ד׳ ויחי י״ג טבת הבע״ל 5
= (. 23 דעצעמבער למספרם) בה״ק טשעש^וויץ יעיא־ =
= . = בשעה א׳ אחר צהרים
פישל סופר זוססמאנן = =
5 5 ריש דיינא דפה״י בודאפעסט יע״א׳ וזוגתו ת
5 Schwarcz, Scöovce דילוג רב על תן s
ב״ה, הנני מביעים בזה מקרב ולב את ברכתנו החמה
ברכת מזל טוב לכבוד הרב הנחל מוט׳ בתוי״ש וכו׳ טוה״ר מירכי
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Erklärung
Ich erachte es als Pflicht, der großen jüdischen
Oeffentlichkeit mitzuteilen, daß ich von der Firma Fellner,
Bratislava, nie koschere Därme gekauft habe.
LEOPOLD GOLDSTEIN,
orth. Koschere*Selchwarenfabrik,
KoSice — Kaschau.
"" בית דיז• צדה דמ״ה פ״ב יצ״ו
Rabbinat der orth. ־ israel, Kultusgemeinde, Bratislava.
Kundmachung - ר
Das gefertigte Rabbinat gibt hiermit bekannt, daß
die Selchwarenfabriken
Ignaz Rujder, Bratislava, Judengasse 53,
Moritz Lustig, Bratislava, Judengasse 32,
unter seiner Aufsicht stehen und die von ihnen in Ver*
kauf gebrachten Waren vom Standpunkte des בשרות
vollkommen einwandfrei sind.
ואין בהם שום חשש ופקפוק אף למהדרין ימן המהדרין.
Bratislava, 5. Tewes 5602, 15, Dezember 1931,
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Fellner, Darmhändler, Bratislava, die von der Kon*
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ausgenützt .werden, verweisen wir • unsere p. t.
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ehrw. Rabbinate veröffentlichte Kundmachung.
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105, .
Montag
11.
21.
106. , .
Dienstag
13.
22.
107.
Mittwoch
13.
23.
Pssatbim 2. ׳
Donnerstag
1.4,
24,
3.
Freitag
15.
25.
4.
Samstag
16,
26.
5,
Adas Jisroel (Schiflfschul).
Gebetstunden in der Zeit vom 8. bis 15. Tebeth 5693.
Freitag, den 8. Tebeth: Minehah 4 Uhr. ש״ק פרשת וינש *
Morgengebet 7,15 und 9.30 Uhr ׳־־־ Minehah 3.30 Uhr. ׳ל־
׳־ . 4.50 ס״ש״ק An Wochentagen: Morgengebet 6.40 Uhr*
Minehah 4 Uhr.
Eigentümer, Herausgeber, Verleger und yevantwortlicher Redakteur; Dr. Joel Pollak, Wien, IL, Leopoldsgasse 36,־- Für die Tschechoslowakei Jacob Joel Braun, Bratislava,
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