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Redaktion und Verlag W 15, Mcinekcjtraßo 10. Erscheint
jeden Dienstag und Freitag. Bezugspreis bei der Expedition
monatlich 1,85 Goldmark, Vierteljährlich 5,25 Goldmark.
A1>«1»nd**bm>n«m»nl• w«rd*n i» dar WihrunS d«r •laialota Linder btrt:hn«l■
Nummer 59
Berlin, 25. VII. 1924
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כ״ג תמוז׳ תיס״ד
XXIX. Jahr«.
»er Zionismus ermtrobt für da« jüdisch« VoIR dtp Schaffung einer Orfentllih - rachtllch gaclcberlan NelmstäHo In Palästina. ״Baseler 'Programm.**
§ 1
■ Eine Ansprache Herbert Samuels
(Telegramm der ״Jüdischen Rundschau“)
London, 23. Juli. Der Oberkommlcsar von Palästina Heibort Samuel nahm heute an der
Sitzung des Zionistischen Aktlone-Comlld» teil. Nach der Begrüßung durch den Vora benden
hielt Herbert Samuel eine Ansprache, in der er »einer Genugtuung über den Fortschritt der Land«
wi issebaft und der ladustrlo in Palästina Ausdruck gab. Er stattete für die jildiacho Mitarbeit
am Aufbau des Landes den Dank ab und erklärte, daß er In der erweiterten Jewlsli Agency
einen wichtigen Faktor für eine gesteigerte Arbeit im Dienste der jüdischen nationalen Heimstätte
sehe. Herbert Samuels Ausführungen hlnterließeu einen starken Eindruck.
Das Konsolidierungs - Budget
Trotr aller Mahnungen der wirtschaftlich interessier-
teren Kreise nehmen die politischen Ereignisse noch immer
einen unverhältnismäßig großen Raum in der öffentlichen
Meinung des Zionismus ein. Auch bei der Diskussion
der Probleme, die die A. C.•Sitzung beschäftigen werden,
steht die Frage der Jewish Agency wieder allein im
Vordergrund. Nun wollen wir die Wjcht'gkc't dieses
Problems gewiß nicht unterschätzen, aber min darf nicht
vergessen, daß diese Sitzung des A. C. ohnehin nicht
zu endgültigen Beschlüssen kommen kann. Dagegen ist
unseres Wissens eine andere Frage noch so gut wie gar-
nicht öffentlich bchane’c't worden, trotzdem sic von
einer erheblichen Tragweite zu sein scheint, niimlich die
des Konsolidierungs-Budgets.
Vor einigen Wochen ging eine Meldung durch die
zionistische Presse, daß die in Palästina anwesenden
Mitglieder des Finanz- und Wirtschaftsrates, Arlosoroff,
Halpcrn und Kaplansky, einen Budget-Voranschlag in
Gcsnmthöhe von 3S10Ö0 £ ausgearbeitet hätten. Das
Prinzip des neuen Budgets sei, die bestellenden Sied-
hingen so zu konsolidieren, daß sie in absehbarer Zeit
keiner Zuschüsse mehr bedürfen. Dieses Prinzip aber
ist eine völlige Umkehr unserer bisherigen Budget-Politik,
ist eine völlige Umkehr unserer bisherigen Bu get Politik
und es lohnt sich daher wohl, diese Frage in der
Ocffcntlichkeit zur Diskussion zu stellen.
in dem im ״Hnolam“ erschienenen und in der ״Rund-
schau“ wicdcrgcgebcueu Aufsatz hat sich Robert Weltsch
mit dieser Frage beschäftigt. Er sagt, daß die Parole
einer ״Konsolidierung des Bestehenden“ zwingende Logik
habe. Aber, fährt er fort, die Vergrößerung unserer
Siftlluiig darf nicht aufgcha'tcn werde 1 und wir müssen
daher unsere Einnahmen über jene, aus den bisher er-
schlossenen Möglichkeiten geschätzten 38101)0 .C hinaus
auf eine Million Pfund erhöhen. Nun, auch die Losung
״eine Million Pfund“ ist nicht neu, sie wurde bereits auf
dem letzten Kongreß in den Mcimmgsknmpf hinein•
getragen und konnte natürlich nicht ciugchahcn werden.
Wir können nicht wissen, welche Realität dieser neuen
losung zukommt und wollen datier nicht versuchen, der
Kernfrage, um die es bei diesem neuen Budget-Vorschlag
geht, auszuwcichen.
Als Typus der Verteidiger der bisherigen Budget-
Politik, die besonders in Palästina selbst zahlreiche Anbau-
gcr hat, wollen wir die Prager ״Selbstwchr“ zitieren,deren
Leitartikler in einem Aufsatz, der die A C.-Sitzung bc-
handelt, wie folgt, schreibt:
״Vor kurzer Zeit kam die Nachricht aus Palästina, daß
der Finanz- und Wirisciiaftsrat, der sich jetzt dort wegen
der Vorarbeiten dieser Budgetvorlage versammelt hat, die
Absicht kuudgctau habe, in das neue Budget nur Posten
zur Stärkung der bestehenden Siedlungen und keine Beträge
ftir neue larniu iriscliafllichc Kolonisation aufninchmcn.
Während man mit Freude die Tatsache begrünen würde,
daß durch diese Absichten die Tendenz zum• Ausdruck
kommt, die landwirtschaftliche Kolonisationstätigkeit in ein
neues System zu bringen, langsam Siedlungen, die bereits
mehrere Jahre bestehen, derart zu stärken, daß sie in
abs'hbirer Zeit aus dem Budget verschwinden, so müßten
doch Bedenken entstehen, ob diese Absichten auf Kosten
der Neubildung von Kolonien realisiert werden dürfen.
Gerade auf di5״em Gebiete der Aufbauarbeit war die Ansicht
vertreten, daß man damit nicht kolonisiert, was man hat,
*omicrti damit, was man haben wdi. In den Grenzen des
״hat“ iinnd ״haben will“ pflegte man die Arbeitspläne
aiiszu,arbeiten. Nicht ohne besonderen Einfluß auf die
Einnahmen blich die Tatsache, daß trotz ungeheurer
Schwierigkeiten immer neue Punkte des Landes besiedelt
werden.“
Aus diesen Sätzen wird die Kernfrage deutlich: sollen
wir unser Budget nach den Mitteln, die uns zur Ver-
fügung stehen, einrichten, oder nadi den Bedürfnissen
der Kolonisation?
Die Methode unserer Finanzgcbahrung bestand leider
darin, daß wir auf Grund eines gewissen Budgets bc-
stimmte Arbeiten anfingen, und daß die Paiästina-Exc*
kufive dann gezwungen war, nachdem cs sich zeigte,
daß das Budget nicht eingehaltcn werden konnte, ent-
"־eder neue Schuldverpflichtungen einzugehen, oder die
in größerem Rahmen begonnenen Arbeiten mit unzuläng-
liehen Mit'eln fortzusetzen. Dieses Verfahren birgt na-
türlieh große Gefahren in sich. Die drei wichtigsten
Gefahr-Punkte sind, daß 1. die Schulden der Palästina-
Exekutive über die Grenze des Tragbaren wachsen,
2. bei der Verwendung der verfügbaren Mittel ein zu ge-
ringer Nutzeffekt erzielt " Ird, 3. das Kolonisationswerk
so groß wird, daß wir es mit unsem Mitteln nicht mehr
tragen können.
Heber den ersten Punkt sind weitere Ausführungen
fjicht mehr notwendig. Nur sei daran erinnert, daß die
Schulden der Palästina-Exekutive keine Staatsschulden
sind, die langfristig, mit billigen Zinssätzen belastet
und durch bestimmte Einnahmen, wie Steuern, Zölle usw.
amortisierbar sind. • Sondern unsere Schulden sind zumeist
wechselschulden, kurzfristig und teuer.
Am Dienstag, dem 22. Juli, dem 20. Todestage
Theodor llerzls, wurde die Tagung des Großen Ak-
tions-Coin itds in London eröffnet. Die Sitzung
wurde durch eine Hcrzi-Gcdäclitnisredc des Präsidenten
des A. C., Obcrrabb. Dr. Chajcs, eröffnet. An
erster Stelle stellt das Referat des Präsidenten der
Organisation, Dr. Cb. •Weizmann, über seine
Unterhandlungen in den Vereinigten Staaten betreffs der
Zusammensetzung der Jewish Agency. Ein wich-
tiger Punkt der Tagesordnung ist auch die Fest-
setzung des Datums des nächsten Kon-
grcsscs. Im Kreise der'A. C.-Mitgliedcr macht sich
der J.T. A. zufolge, eine ziemlich starke Opposition gegen
den Plan eines Winterkongresses geltend. Die
Palästina-Exekutive ist auf der Sitzung mit Ausnahme
von Cot. K i s c 11 vollzählig vertreten. Die Herren van
Vricsland und Sprinznk sind schon vor Beginn
der Tagung, Dr. Ru pp in und Pick erst Dienstag in
London eingetroffen. Bei Beginn der Tagung waren
folgende A. C.-MitglicJer anwesend': Dr, Ch. Arioso-
r o f f, Kurt B1 u m e 11 f c I d, Dr. C h a j c s, f I. F a r b s t e f n,
David Flore 11 1 in, Rev, J. K. Gotdbiocm, Dr. Na-
hum G o Id tu a 11 n , Dr. Artur H an tfcc, Louis Ltpsk y,
Leo Motzkin, Robert Stricker, Ussischkin,
Prof. Warburg, David Y eil in und Hillcl Zlata-
polski : die polnischen Mitglieder des Actions-Comitös
sind erst im Lauf des Eröffnungstages eingetroffen.
*
Dr. Weizmann gab eine Schilderung der poll-
tischen Lage, die er nach seiner Rückkehr aus Amerika
vorgefunden hat und einen Bericht über die Unter-
red 11:1 gen, die er mit Mitgliedern der Regie-
r u 11 g und mit hervorragenden Persönlich-
keiten des englischen politischen Lebens
gehabt hat. Er bezeichnet die gegenwärtige Lage
als günstig, da verschiedene Momente zu unseren
Gunsten gewirkt haben, vor allem unsere Arbeit in Palästina
selbst, die ihren Eindruck auf die öflentlichc Meinung und
auf alle cingcwcilitcn* Personen nicht verfehlt hat. Man
ist heute überzeugt, daß cs sich um eine ernste, reale
Sache handelt, die vorwärts schreitet, und daß die Juden
entschlossen sind, das Mandat in Buchstaben und im Geist
ernst zu nehmen und zu verwirklichen. Auch in England
hat man heute •erkannt, daß Palästina für dar. Weltreich
von großer Bedeutung ist und wir finden i m m c r
weniger öffentliche Angriffe auf die britische
Paläsiinapolitik. Wir können erwarten, daß wir in der
nächsten Zeit keine Störungen haben werden,
zumal auch die Regierung, wie sic bereits im Parlament
erklärt hat, an der Politik der nationalen Heim-
stätte fest hält. Allerdings wäre cs falsch, nicht zu
sehen, daß auch die gegenwärtige Position von Gctahren
bedroht ist, insbesondere von den verschiedenen a n t i s e •
mitischcn Tendenzen und Faktoren in der Weit, die
uns in wechselnder Gestalt in den Weg treten und die
wahrscheinlich noch aktiver werden werden, wenn unser
Erfolg größer wird. Aber im ganzen ist die Konjunktur heute
so, daß wir ein großes Stück vorwärts kommen
könne״. Dazu gehört aber eine große Anstrengung 11 n-
scrcrscits. Vor allem gehören dazu große Mittel. Dr. Wciz-
mann schildert nunmehr die finanzielle Lage, ins-
besondere die Resultate seiner Arbeit in Amerika. Er
betont, daß .cs in Amerika potentiell genügend Ocld
gibt, 11 m Palästina aufzubauen, es ist aber schwer, es heraus-
ruh ölen. Der Keren Ha jesaod war ein großer Er-
toir, aber er hat nur 10—15 «0 der Jüdischen Bc-
vöikcrung Amerikas crrcic 111. Es ist zu zweifeln,
ob unter den heutigen Umständen und mit den heutigen
Kräften erheblich mehr erreicht werden kamt, vielleicht eine
Steigerung um 5״/« jährlich, damit aber können wir nicht
Schritt halten mit den wachsenden Bedürfnissen 111 Palästina.
Daher stellt das Problem so, daß wir neue Kraftquellen
Der geringe Nutzeffekt rührt daher,•daß wir die
Versprechungen, die wir den Siedlungen und Betrieben
gemacht hatten, im allgemeinen nidiit und vor allem nicht
rechtzeitig eingehaltcn haben. Das hat zur Folge, daß
die drei Gruppen, wie Kwuzöth, Moschawe owdim
usw׳. nur einen Teil der Gelder zu wirklichen Investitionenj
verwenden konnten. Sic. waren, genötigt, Kredite aufzu-j
*nehmen und dafür zum׳ ‘Teil exorbitant hohe Zinsen zu
erschließen müssen. Wir müssen konzen rische Kreise ziehen,
um unsere Kraft moralisch, sozial und finanziell zu ver-
großem.
Dr. Weizmann schildert nun die Bemühungen zur Heran-
Ziehung der 11 i c h t z i o 11 i s t i s c 11 c n Juden in Amerika,
Ls handelt sich dort um drei Schichten: erstens die
Oberschicht, die durch das American jewish
Commitee repräsentiert wird, zweitens, d.c Mittel-
schiebt, die in den Friendly Socictics organisiert
ist, u.id drittens, die gut organisierte jüdische Arbeiter*
schaft. Die letzte Gruppe ist noch am weitesten von
11 ns entfernt, die ersten zwei Gruppen können tür praktische
Zwecke ah, eine Einheit betrachtet werden. Auch d'.e Ar«
bcitczscliaft kommt uns näher und wir hotten, daß sie bald
so nahe sein wird, wie heute die anderen Kreise, aber,
wir müßten mit der ersten Grunde infangcn. Dr. W> z 1 *׳ mm
belichte! übe. ־ die Kuder.n: vom Yl Fibraar m New Vark
und über die Arbeit der beiden Komitees für d e Investment
Corporation und Jcwir.l! Agency. Dr. Ruppin, mit dem er in
herzlicher Kollegialität i :1 Amerika zusnm n.n 1 \;׳ rh ־ het nat,
vermochte die Entwicklung der Investment Corpo-
rat ton soweit zu fördern, daß wir hotten können, daß
diese bereits in einigen Monaten in Palästina
arbeiten wird. Das Komitee für die Jewish Agcucv hat
erst am 2. Mai eine S.tzime abg'h.iltcn, in welcher die
Vorschläge der Zi ׳ m'sli«chcn Organisation nbg .*lehnt wurden,
weil die Herren der Ansicht warm, daß kein Lieber-
angsstadium geschaffen werden soll, sondern eins
cttnitlvc Form, bei welcher die Vcrantwiidui'g der
ganzen Kömersehaft rcstgesMJf wird. ,Demgemäß !11 יז ein
jewish Council aus 150 Mitgliedern ׳ gdi Llct werden,
der zur Hälfte aus Zionisten, zur Hälfte aus NiehUiomsicn
bestellt. Die mchUioiÜRtisclien Mitglieder sind von d:n
Jddcnechaftcit der einzelnen Länder zu wählen. Der Cr.incil
wählt eine Exekutive aus 18 Mitgliedern, gleich-
falls nach dem Prinzip 50:50 und diese Excku.ivc schafft
sich ihre Organe in Palästina.
Dr. Weizmann befürwortet die Annahme dieses
Planes und betont die großen Möglichkeiten, die sich daraus
ergeben würden. Die Erfahrungen der letzten Ja''re hahin
gezeigt, daß uic Zionisten bei Intensivierung der Arbeit
auch in Europa imstande sind, nocli viel mehr 7.1t
leisten als bis jetzt. Aber trotzdem sind wir aui einen
Punkte angekommen, wo wir ein Budget von etwa C UXHUK)
Vorschlägen. Die Exekutive wird entschieden dagegen sein,
dieses Budget durch Zusätze zu belasten. Aber
wir dürfen den Ernst der Lage nicht verkennen. Unser
Budget reicht für die künftigen Jahre gerade
dazu aus, die bestehenden Siedlungen zu
festigen. Um aber eine größere Einwanderung
und Ansicdlung durchzutiilmn, brauchen wir zumin lest
das Doppelte. Wir müssen vor allem von den Zionistcit
ganz andere Anstrengungen verlangen als bisher,
erst dann werden wir auch von den Juden in Texas oder
sonstwo größere Anstrengungen verlangen können. ״ Ich
hafte die Verwirklichung des n a t i 0 n 1 ו c n
Heims, wenigstens in seinen ersten Um-
rissen, in unserer Generation für möglich.
Dazu müssen wir ab ״ r den Zustand der Stagita'iou überwinden.
Ein Markstein auf diesem Wege ist die Jewish Agency.“ Die
Zionistische Organisation wird aus dieser Entwicklung ge-
stärkt licrvorgchcn. Sic wird zwar ihre Rechte aus dem
Mandat mit anderen teilen: aber sic bleibt die treibende
Kraft einer viel größeren Entwicklung und wird von dm
quälenden Lasten etwas erleichtert, um ihrer
eigentlichen Aufgabe dienen zu können.
Dr. Weizmann gibt sodann oin Bild dessen, was in Pa*
lästlna in der nächsten Zeit geleistet werden muß. um wirk-
lieh weiter zu kommen. Es müssen Möglichkeiten neuer
landwirtschaftlicher Ansicdlung geschaffen werden,
Bedingungen für die Entwicklung einer Industrie und
das große kulturelle Werk, die Universität. Dazu ist aber
auch erforderlich, daß unser administrativer Apparat In Pa-
iästina reorganisiert und gestärkt wird. Die Exekutive ist
heute oft in der Lage, daß sic die Dinge geschehen lassen
muß lind den Tatsachen nachhinkt. Infolgedessen wird die
Arbeit von Personen geleitet, die nicht die volle Ver-
a nt w oriung nach außen 11 in tragen, und dieser Zu-
stand ist för die zionistische Exekutive unerträglich. Dr.
Weizmann schließt mit dem Appell, das A.-C. möge die
Situation mit allem Ernst abwägen und den Weg gehen,
der die zionistische Sache wirklich vorwärts bringt.
Nach Dr. Weizmann ergriff Herr So ko low das Wort.
zahlen. Sic erhielten zugesagte Gelder zu spät und hier,
aus erwachsen oft gerade für die Landwirtschaft gewisse
Schäden, weil ihre Betriebsperiode über ein Jahr läuft und
das Versäumte erst nach einem Jahre nachgeholt werden
kann. Sic waren gezwungen, auf Kredit zu kaufen und
darum oft entweder zu teuer oder nicht erstklassiges Ma-
teri&l zu übernehmen. Auch daß ihre Vertreter ständig
nach Jerusalem t’ahreti mußten, um mit der Exekutiv«