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JÜDISCHE RUNDSCHAU
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Nummer 10 | Berlin. 4. II. 1930
Redaktionsschluß Sonntag und Mittwoch nachmittag.
ו׳ שבט׳ תר״צ | xxxv.jabrg.
per Zionismus erstrebt für da» Jüdigche Volk di« Schaffung einer Öffentlich «rechtlich gesicherten Heimstätte In Palästina. ״Baseler Programm.»
Jüdische Gemeinde Berlins
Drei Jahre neue Aera
Die Hauptaussprache zum Etat 1930
Ein Schritt vorwärts
Berlin, den 2. Februar 1930.
Mit Worten des Dankes nahm• der Vertreter der
iberalen, Rechtsanwalt Stern, den Bericht zur Kennt-
is, den der Vorsitzende Kareski in seinem einleitcn-
den Referat zum Etat 1930 erstattet hatte. Dieser Bericht
war eine Bilanz der dreijährigen Tätigkeit der neuen Oe-
meindemehrheit, in der die Zionisten den führenden Ein-
fitaß besitzen. Tatsächlich ist das Geleistete ganz respek-
tabel und kann sich sehen lassen. Zahllose Institutionen
sind geschaffen, das Arbeitsgebiet der Gemeinde erfuhr
eine wesentliche Erweiterung, die Verwaltung ist orga-
nisiert, das Schulwesen verstärkt und die Finanzen sind
geordnet, was um so mehr ins Gewicht fällt, als in der-
selben Zeit Reich, Staat und Berliner Stadtgemeinde arge
Defizite aufzuweisen haben. Rein verwaltungsmäßig ge-
nommen, ist das bisher Erreichte alles Lobes wert. Aber
damit ist, wie Rechtsanwalt Klee, der Sprecher der
Zionisten, im Einvernehmen mit seinen Fraktionsgenossen
erklärte, erst ein Anfang gemacht, und nur ein Schritt
nach vorwärts getan. Wohl ist die Bahn für weiteres
Schaffen frei, nachdem es gelungen ist, den Apparat der
Gemeindeverwaltung auszugestalten und die Finanzen auf^
eine gesunde Basis zu stellen, aber es bleibt noch sehr
vigl *u. •wie Klee betonte, in der■
Berliner' JfJdl'sclWh Gemeinde ath A n f a h g t einer Chi- '
Wicklung und die erstrebten Ziele, Umwandlung der Ge-
nieinde in eine Volksgemeinde, Verlebendigung der Ber-
liner Juden-im jüdischen Sinne und inniger Anschluß an
die Jüdische Wcltgemeinschaft, sind noch lange nicht er-
reicht Der Vorsitzende der Gemeinde Kareski hat selbst
auf die 90000 indifferenten Juden hingewiesen. Uns
scheinen auch die andern 90000, die jüdisch interessiert
sind, in einer beträchtlichen Zahl noch weit von jenen!
jüdischen Geiste zu sein, den wir meinen. Gewinnung
der Indifferenten, auch stärkere Aktivierung der Inter-
essierten, das ist die Aufgabe der nächsten Zeit.
Immerhin muß man den Männern in der Gemeinde-
Verwaltung, die führend die Geschäfte in den letzten
Jahren beeinflußt haben und mit ihrem Elan auch die
Gegner mit sich rissen, Dank zollen. In dem Berichte
Direktor Kareskis, der als überparteilicher Chef der Ver-
waltung sprach, sind eine Fülle von Einzelheiten er-
wähnt. Dabei hat sich Kareski noch eine gewisse Zurück‘*
haltmig auferlegt; er hätte darauf hinweisen können, daß
die Gemeinde durch die Delegierung eines zionistischen
Vertreters in die ICA wesentlich zur Demokratisierung
jener Institution beigetragen hat. Er hätte mit Stolz ver-
merken können, daß die Jüdische Gemeinde Berlins offi-
ziel! in der erweiterten Jewish Agency vertreten ist. Er
I hätte allerdings auch mit Bedauern feststellen müssen,
daß es nicht gelungen ist, die Berliner Jüdische Gemeinde
zu einer regelmäßigen Beitragsleistung für den Keren
Hajessod zu veranlassen. Was für den Geist eines wer-
benden Judentums innerhalb der Jüdischen Gemeinde
Berlin getan wurde, ist auch nicht voll und •ganz im Be-
r icht zum Ausdruck gekommen. Wesentlicher als alle
Leistungen in Anstalten, auf dem Gebiete des sicherlich
noch sehr reformbedürftigen Wohlfahrtswesens und auf
dem Gebiete der Verwaltung, scheint uns die Geistes-
Wandlung, die sich allmählich in der Berliner Jüdischen
Gi inschaft durchzusetzen beginnt. Auf den neuen
Geist kommt es an, und wir Zionisten werden uns für
alles einsetzen, was eine Verlebendigung der jüdischen
Gemeinschaft bringt. Daß wir bisher auf dem Gebiet der
Verwaltung, das die Liberalen stets als ihre Domäne
betrachteten, den Befähigungsnachweis erbracht haben,
schafft die Voraussetzung für künftige fruchtbare Arbeit,
Die Liberalen klatschten, als Kareski seinen Bericht
schloß, und Rechtsanwalt Stern fand Worte des Dankes
für den Vorstand. Wie lange diese Dankbarkeit der Libe-
ralcn Vorhalten wird, kann man nicht Voraussagen. In
Gingen Mu.!aten wird der •Wahlkampf für die neue Re-
Präsentanten - Versammlung einsetzen und dieser Kampf
wird mit aller Entschiedenheit geführt werden müssen.
Die Hauptaussprache am 30. v. Mts. ist in gewissem Sinnt
die Einleitung dieses Wahlkampfes gewesen. Es ist nicht
zu leugnen: die Zionisten haben einen guten Start gehabt.
s. n.
Der Bericht des Vorstandes
In der Repräsentanten-Versaiumlung der Berliner Jüdischen
Gemeinde fand am 30. Januar (abgesehen von der Erledigung
einiger kleinerer Angelegenheiten, der Bewilligung von Bei-
hilfen, u. a. an den Hilfsverein der Deutschen Juden, an den
Verband ostjüdischer Organisationen, den Verband russischer
Juden und das Ahawah-Kmderheipt, der Wahl von Dr. Lilie n -
t h a 1 (liberal) zum Mitglieds des Gemeindevorstandes, während
Prof. S c I i g m a n n Stellvertreter im Vorstand wurde)
die erste Lesung des Etats
für 1930 statt.
Die Generaldebatte wurde durch einen sehr ausführlichen
Bericht des Vorsitzenden des Gemeindevorstandes,
Dir. Kareski
eingeleitet. Aus seinem fast zweistündigen Referat sei nach-
stehendes wiedergegeben:
Der Etat ist in diesem Jahre bereits, zum erstenmal recht-
zeitig,_ am 20. Dezember der Repräsentauien-Versammlung zu-
gegangen. Es wäre wünschenswert gewesen, daß die Reprisen-
tanz die Beratung schneller begonnen hätte. Für die Zukunft
ist es erwünscht, daß die" grundsätzliche Debatte zu-
erst erfolgt und die Ausschußberatungen erst nach ihrer Durch-
führung beginnen. Der Etat hat sich bedeutend vergrößert und
beträgt auf der Ausgabe- und Eia'natuneseite fast je 12 Millionen
Mark. Daraus ist schon ersichtlich, «jaß die Arbeit der Gemeinde
weit über das ^ ׳׳׳־'•־
״י—
Die Jüdische Gemeinde kann sich dem Dfängen der Verhältnisse
nicht verschließen. Insbesondere hat das Kapitel ״ Wohl-
fahrt" außerordentlichen Umfang ■angenommen. Die Aus-
gaben hierfür betrugen 1928: 2,8 Millionen Mark, 1929: 3,2
Millionen Mark, und 1930 sind :3 ,ft Millionen Mark in den Etat
eingesetzt. Trotz alledem können noch bei weitem nicht alle
Bedürfnisse damit gedeckt werden. Im Vorjahre hat man
24 »/8 der Mittel für Wohlfahrt ausgegeben, und 1930 sollen es
27,3 ׳ <>h sein. Dabei muß man berücksichtigen, daß auch in
anderen Posten des Etats !Subventionierung von Vereinen usw.)
noch Mittel für Wohlfahrtszwecke enthalten sind.
Die Ursache für diese Erscheinung liegt in der w 1 r t -
schaftlichen Lage, die heute in Deutschland so ungütt•
stig wie noch nie ist. Für uns Juden kommen noch eine Reihe
verschärfender Faktoren hinzu. Die Schichtung der jüdischen
Bevölkerung bringt es mit sich, daß wir wenig Handarbeiter
haben, die schließlich doch Beschäftigung finden. Diejenigen
Branchen, in denen die Juden besonders stark vertreten sind,
sind in den letzten Monaten teilweise gänzlich hinweggefegt
worden. Der Konzentrationsprozeß in Handel
und. Industrie mit seiner teils gewollten, teils ungewollten
Folgeerscheinung des wirtschaftlichen Antisemitismus ist
für die Juden besonders gefährlich. Trotz all dieser Schwierig-
keifen waren die Steuererträge im Jahre 1929 ausreichend, um
die Ausgaben zu decken, es dürfte sogar ein geringer
Ueberschuß bleiben. Dieses Resultat muß als durchaus
befriedigend bezeichnet werden.
Für 1930 müssen wir aber außerordentliche Besorgnisse
hegen. Die Flut der wirtschaftlichen Zusammenbrüche und die
Proletarisierung des Mittelstandes wird unsere Steuereingänge
beeinflussen.
Rücksichtslose Sparsamkeit
ist daher erforderlich; auf alle Zweige der Gemeindeverwaltung
wird durch monatliche Kontrolle ein Zwang in der Richtung
ausgeübt werden, daß sic den Rahmen ihrer Etatsmittel nicht
überschreiten.
Bei alldem taucht die Frage auf:
kann der bisherige Steuersatz der Gemeinde genügen?
Man hat diese Frage ernsthaft geprüft. Eine Steigerung der
Gebühren für die Leistungen der Gemeinde wäre sehr gefähr-
lieh. Vielleicht ist das Gebührenproblem jetzt nicht mehr um-
stritten, nachdem sich die Liberalen auch dahin geäußert haben,
daß sie Gegner der Gebühren sind. Wir sind es gewiß und
würden ihre Abschaffung begrüßen; das aber mußte eine mehr-
prozentige Erhöhung <jer Steuerquote nach sich ziehen, was
untragbar wäre. Eine Erhöhung , der Gebühren kommt also
keinesfalls in Frage. Eine andere Frage ist die Erhöhung der
Steuerquote. Es kann eventuell der Fall eintreten, daß wir in
diesem Jahre dazu gezwungen sind, dann nämlich, wenn das
Steuererleichterungsgesetz des Reiches Tatsache wird. Unsere
Einnahmen würden durch dieses Gesetz automatisch fallen, so
daß nichts anderes übrig bliebe, als den Steuersatz zu er-
höhen. Kommt dieses Gesetz nicht zustande, so wäre rein
vom fiskalischen Standpunkte aus ebenfalls eine Steuererhöhung
erforderlich, da sich die Einkommenbasis ohne Zweifel erheb-
lieh verringert hat. Wir haben jedoch von dieser Steuererhebung
abgesehen und glauben, daß wir gerade, weil die heutige Lage
so außerordentlich schwer für unsere Zensiten ist, eine Er-
hohüng nach Möglichkeit vermeiden müssen.
.Ist es nun auch m$j$icb, ohne diese Erhöhung auszukoin-
men? Wir antworten darauf mit einem: Ja.
Die Gemeindefinanzen sind gesund.
In der letzten Zeit sind eine Reihe von Investitionen aus lau-
feftden Mitteln vorgeiioippen wprifea, wozu inan in der Regel
die‘ Hilfe von Anleihen in Anspruch nimmt Eine Anzahl von
Grnndstückskäufen usw. haben der Gemeinde weit über 44 י Mil-
lionen an Vermögenszuwachs gebracht Dazu kommt
noch die Salingersche Stiftung, so daß die Gemeinde insge-
samt in den letzten vier Jahren einen Vermögenszuwachs von
etwa 6 Millionen Mark gehabt hat. Wir haben also eine spar-
same Finanzpolitik betrieben. Es ist durchaus richtig, einen
Teil dieser Reserven in Zeiten der Not zur Erleichterung der
Lasten im Interesse der Gemeindemitglieder zu verwenden. Wir
rechnen damit, daß die vorgesehenen Einnahmen im Jahre 1930
nicht restlos eingehen werden; es wird aber tragbar sein, wenn
wir unsere Reserven im gewissen Maße heranziehen. Insbeson-
dere ist die große Sorge wegen der Erweiterung des
Friedhofs in Weißensce von uns genommen, seitdem
wir das Bötzowterrain erworben und alle behördlichen Gcnehmi-
ungen für die Erweiterung des Friedhofs vorhanden sind. Der
riedhof wird dann noch 20 bis 25 Jahre für die Bedürfnisse
der Berliner Gemeinde ausreichen.
Während also die Finanzlage der Gemeinde durchaus
günstig ist, kann man von der Kassensituation nicht unbedingt
das gleiche sagen. Wir sind für Unsere laufenden Geschäfte aut
Kredite angewiesen und sind daher von der Lage auf dem inter-
nationalen Geldmarkt abhängig. Wenn wir also gewisse be-
willigte Arbeiten verzögert haben, z. B. den Bau der Synagoge
Klopstockstraße, der Mitte des Jahres beginnen wird, so fit
der Vorwurf der Sabotage von Beschlüssen nicht am Platze;
wir wollten eine Erleichterung des Geldmarktes abwarten, um
der Gemeinde nicht unnütze Zinsausgaben aufzubürden.
Nach Durchführung unseres Bauprogramms wird die Ge-
raeinde etwa 3>/ s Millionen Mark Schulden haben.
Das ist nicht viel, 44 א » ithln der י,..״״... ־ ^■ ׳ ,
Vermögenszuwachs ungefähr fl Millionen Mwt
betragen wird. Ferner wird es möglich sein; das Terrain in
Buckow (160 Morgen) und den Hauptteil des Geländes in
Weißensee (150 Morgen) zu verwerten. ,Dadurch wird die ge -
samte Schuldenlast wieder getilgt werden.
Nicht berücksichtigt ist bei all diesen Berechnungen der
Bau eines Ledigenheimes, weil die Mittel für dieses aus anderen
Quellen kommen. Wir haben das Grundstück Spandauer Straße
für 600 000 Mark verkauft, und da diese Summe für den Bau
des Heimes reichen wird, entsteht keine neue Be-
lastung. Ein solches sonst nirgends vorhandenes Institut ist
außerordentlich wichtig und wird das Ansehen der Gemeinde
steigern.
Beim Bau der Svnagoge Prinzregenten Straße
hat man sehr gut kalkuliert. Trotz des vergangenen strengen
Winters und verschiedener Streiks, wie auch der Lohnerhöhun-
gen, werden die vorgesehenen Baukosten höchstens um 8 bis
10 0'n überschritten werden. An der Synagoge Kaiser-
Straße sollen in Einlösung einer gegebenen Zusage in diesem
Jahre die notwendigen Reparaturen vorgenommen werden. Eine
dringende Aufgabe ist die Verwendung unseres Grund-
Stückes in Pankow. Dort soll ein Asyl entstehen und
daneben ein Gemeindesaal für die Bedürfnisse der Pänkower
jüdischen Einwohner. All das erfordert nur 70 000 Mark Kosten,
die gewiß gut angelegt sind.
Das
Schulwesen der Gemeinde hat sich erfreulich fortentwickelt.
Während Anfang 1927 in den Volksschulen der Gemeinde in-
klusive der Schule Rykcstraße 361 Schüler waren, werden zu
Ostern 1930 über 1200 Schüler vorhanden sein, obwohl
keine neuen Schulen entstanden sind. Der Besuch
unserer Mittelschule ist gegenüber dem Vorjahre nicht gesun-
ken, hat aber immer noa! nicht den Stand von 1927 erreicht
Der Besuch der Religionsschulen ist etwa der gleiche geblieben
und beträgt zirka 3500 Schüler.
Außerordentliche Bedeutung messen wir der
Jugendarbeit der Gemeinde
bei, da in ihr allein die Zukunft der Gemeinde und des Juden-
tums gesichert ist. Wir haben daher in konsequenter Steigerung
für Jugendpflege wachsende Mittel bewilligt. 1928 waren es
25 0Ö0 Mark, 1929 schon 50 (KM) Mark und für 1930 sind 75 000
Mark eingesetzt. Der Gemeindevorstand will auch in Zukunft
große Opfer für die Jugendarbeit bringen. Die Hauptschwierig ־
keit ist für die Jugend stets die Raumfrage. Die Schuleder
Jugend soll in der Lützowstraße mehr Räume erhalten. Die
Zahl der Jugendheime ist zu verstärken; es ist beabsichtigt,
d re i neue Jugendheime zu schaffen, u. a. in Verbin-
düng mit der Synagoge Prinzregentenstraße und mit dem Ledi-
genheim. Besonders erfreulich ist in letzter Zeit die Entstehung
eines Jugendklubs beim FriedenstempeL Den dort
arbeitenden Männern gebührt der besondere Dank der Ge-
meinde. Es muß die Anregung gegeben werden, derartige Ver-
suche auch an anderen Synagogen zu machen. Der Gemeinde-
Vorstand ist entschlossen, mit aller Kraft dabei zu helfen. Auch
das
Studium des Hebräischen
ist sehr gut vorangekommen, teils durch das Wirken unserer
Sprachschule, teils mit Hilfe anderer Vereinigungen. Die Re-
sultate dieses Unterrichts sind gegen früher viel besser ge-
worden.
Pie eigentliche Jugendfürsorge untersteht dem Wohl-
fahrtsamt. Dieses ist von uns reorganisiert worden; wir können
schon jetzt sagen, daß die neuen Satzungen durchaus zweck-
mäßig sind. Allerdings sind sie noch nicht vollkommen leben-