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JÜDISCHE RUNDSCHAU
Nr. 63, 9 . VIII. 1932
Zur Lage in Deutschland
Diese Woche soll, wie verlautet, entscheidende Verhand-
Hungen bezüglich der Gestaltung der künftigen Verhältnisse
in Deutschland bringen. Der Wunsch, die National-
Sozialisten als stärkste Partei zur Verantwortung für
die Regierung mitheran/u/iehen, ist nicht nur beim Kabinett
Papen vorhanden, sondern wird jetzt auch aus republikani-
scheu Kreisen unterstützt, da man keinen anderen Weg sieht,
eine Mehrheit für die Regierung im Reichstag zu schaffen.
Neben dein Zentrum äußern sich auch führende demokratische
Zeitungen für eine Beteiligung der Nationalsozialisten, schon
damit diese mit der Last der Verantwortung auch etwas mehr
Realitätssinn bekennen. Die nationalsozialistische Presse hat
angekündigt, daß Hitler selbst den Posten des Reichs-
Kanzlers für sich beansprucht. Bisher gibt es aber keine
Anzeichen dafür, daß der Reichspräsident und die maß-
gebenden Personen der Regierung Papen bereit sind, auf ein
solches Experiment einzugehen. Dagegen lassen die Zeitungen
durchblicken, daß mit der Auslieferung des Reichs-
Innenministeriums an die Nationalsozialisten durchaus
zu rechnen ist.
Der ״Angriff“ wiederholt in seiner Montagabend-Aus-
gäbe mit aller Schärfe die nationalsozialistische Forderung,
daß ihnen die Führung der Regierung überlassen werde.
Ausdrücklich wird erklärt, daß die Nazis sich nicht in eine
,.Fachmänner“-Regierung ״hineinzichen“ lassen, es gebe für
sic nur die Alternative ״Führung oder Kampf“. Dabei
wird hinzugefügt, daß nur eine Nazi-Regierung dem Terror
ein Ende machen könne, denn in den Gewaltakten zeige sich
die Ungeduld der Nazi-Anhänger, die zur ״Selbsthilfe“ greifen.
Dagegen betont der Chefredakteur der ״D, A. Z.“ Dr. Fritz
Klein in seinem Leitartikel von Montag abend, daß man
der weiteren Entwicklung mit aller Ruhe entgegensehen
könne. Eine Kanzlerschaft Hitler sei abzulehnen. ״Hitler ist
als Führer der nationalsozialistischen Bewegung im natio-
nalen Sinne viel wertvoller als an der Spitze des Kabinetts.“ —
Demgemäß sprechen auch andere Blätter von dem Versuch
der Beibehaltung des Präsidialkabinetts mit Einbeziehung
״überparteilicher“ Nazis. Da aber die NSDAP, dies ablehnt,
ist die Lage noch recht undurchsichtig.
Die Nationalsozialisten haben inzwischen versucht, in
mehreren Ländern einen Teil der Polizeigewalt in ihre
Hand zu bekommen, indem die SA. als Hilfspolizei heran-
gezogen werden sollte. Auch in Berlin fanden schon Ver-
brüderungen zwischen Polizei und SA. statt. Zu gleicher Zeit
geht der nationalsozialistische Terror besonders
im Osten des Reiches weiter vor sich. Wieder sind eine ganze
Anzahl von Gewalttaten gegen Juden zu verzeich-
nen. Die Berichte aus kleinen Städten Ostpreußens sprechen
geradezu von Pogromstimmung. Nationalsozialistische
Hetzer verbreiten die Nachricht, Juden hätten mit Geld kom-
munistische Ueberfälle finanziert, und unter derartigen Vor-
wänden werden dann auch auf Juden, die völlig unpolitisch
sind, Angriffe verübt und Drohungen ausgestoßen. Die natio-
nalsozialistische Presse leugnet auf der einen Seite die Teil-
nähme ihrer Leute an Gewalttaten, auf der anderen Seite
erklärt der Völkische Beobachter, solche Attentate seien ״a 1 s
Ausdruck des Volkszorns“ verständlich und spricht
von der Volksjustiz, die in den ״Urinstinkten der Be-
volle erung“ verwurzelt sei. Man weiß, wohin wir kommen
können, wenn man solchen sogenannten ״Urinstinkten“, die
von Hetzern aufgepeitscht werden, einen Anspruch, sich aus-
zutoben, zuerkennt. Leider muß man sagen, daß weit über
die Kreise der NSDAP, hinaus sich heute in Deutschland die
Meinung hören läßt, bei öffentlichen Gewalttätigkeiten müsse
das Motiv und die Gesinnung des Täters berücksichtigt
werden, wobei man für ,,nationale Motive“, auch wenn die Taten
noch so ungerecht und unmenschlich sind, immer Entschul-
digungen übrig hat. Es wäre überaus gefährlich, w׳enn man
mit dem Gedanken des Rechtsstaates spielen wollte
und den Grundsatz der Gleichheit aller vor dem
Gesetz fahren ließe. Es gibt genug Fälle, wo man heute
in Deutschland bereits von parteilicher Justiz sprechen muß.
.Wenn man jedoch den Boden der Rechtsgleichheit verläßt,
dann ist gar nicht abzusehen, wo man landen wird. Mit Recht
hat die ״Frankfurter Zeitung“ kürzlich in einem an die
Adresse des Nationalsozialismus gerichteten Artikels darauf
hingewiesen, daß ״Deutschland sich nicht unifor-
micren läßt, daß es eine gefährliche Illusion ist, zu
glauben, man könne gegen die deutsche Arbeiterschaft, gegen
den deutschen Katholizismus und gegen die Länder in Deutsch-
land regieren“. Daß Deutschland sich nicht uniformieren läßt,
ist eine Feststellung, deren Konsequenzen auch auf die
Juden angewandt werden müssen. Auch die Juden haben
in ihrer Art eine Sonderstellung, die respektiert zu werden
verlangt. Es kann nicht dem Staate zum Heil gereichen,
wenn man mit der verblendeten Leidenschaft einer Krisenzeit
einen konstruierten Typus des Staatsbürgers zur alleinigen
Richtschnur im Staate erhebt und alle anderen Kräfte aus-
schließt. Die deutschen Juden jedenfalls müssen fordern, daß
sie unter Anerkennung und Respektierung ihrer Eigenart in
das deutsche Leben eingegliedert werden.
Tischa be'Aw im Lager
Von Fritz RosenthaL
״Wenn der Menich immer neue■ Feuer
auf den Altar »einer Seele trägt, ent-
flammt sich der Funke der einwohnenden
Herrlichkeit, der in ihm ist. “
Der Baal-Sehern.
Von einem Tischa be’Aw sonderlicher Prägung will
ich erzählen: nicht von einem, da die barfüßigen Frommen
vor dem nackten Schrein der Lehre sitzen und die Wände
• der alten Schul’ von ihren Trauerpsalmen widerhallen, noch
von einem, der sich in den Wutwellen des Pogroms schmerz-
lieh erneut.
Vom Tischa be’Aw in suchender Gemeinschaft junger
Menschen, die aus Sehnsucht neue Form gebären, will ich
berichten:
Der Tag mit seinen tausend kleinen Spielen und Freu-
den hat sich leise — eh man’s gedacht — aus dem Lager
geschlichen. Kühle, blaue Nacht liegt auf unseren Sehet-
teln, eine tiefe Wehmut schwängt; in den Lüften. Schwei-
gend starren die Zelte, die sonst voll silbernen Lachens
sind, zu den ewigen Sternen. In den Erlen am Bach, der
unsere Zeltstadt von dem nahen Gehöft trennt, wcjnt der
Wind die freudlose Nacht ein. Keiner der geläufigen Tun-
gens und der ausgelassenen Mädchen kann es recht benen-
nen, was sich dumpf um die Seele legt, den Kopf vor
Schwermut hingen macht.
Wir reden leise, im Flüsterton schier, miteinander —
keiner ist da, dem ein befreiendes Lachen über die Lippen
spränge. — —• —
Drüben im ,,Galgal“, dem Versammlungskreis, an dem
wir uns sonst dos Abends um Freudenfeuer scharen, Ctn
unsere Lieder, die von den Menschen und Tieren, den Aek-
kern und Wäldern im Neuland Israel reden, zu singen,
glimmt ein Holzstoß, kleiner und Ärmer, als in anderen
Nächten. — Die blau-weiße Fahne mit dem Magen-David
ist auf Halbmast gezogen. Müde flattert sie im Nacht-
wind, der das Feuer anfacht und an die Zeltwände pocht. —
Von der Lagerkommandantur, einem selbstgezimmerten
Bretterhäuschen, tönt die Trompete zum Zeichen, daß die
Versammlung beginnt. Klagend streicht die weh-alte Me-
lodie der Zioniden über das Lager hin. Die Nachtwachen
auf ihren Posten hörens und wissen: Tischa be’Aw ist ein-
gegangen.
Eng aneinander geschmiegt stehen und hocken wir um
das Feuer. Eine bleierne Stille lastet auf dem Kreis. Die
Leiber sind geduckt, als trügen sie ewige Last. Der Mond
sieht fahl, wie ein Totengesicht, auf die stumme Gemeinde.
Irgendwo löst sich der schluchzende Ton einer Geige aus
den schwarzen Reihen. Das Wimmern einer Flöte gesellt
sich ihm bei und die vereinte Klage steigt auf in die Nacht
— die mir heute Symbol geworden für die zweitausend-
jährige Nacht der Galufh. — Das Lied zerbricht.
Da: Eine Bewegung und ein Rauschen setzt ein, wie
Sturzbach und Orkan — ein schauriger Chor: ״Echa jaschwa
wadad hair rabathi am“ — ״Wehe, wie liegt sie so öd,
die Stadt, die voll Volkes war . . .“
Zu den schaurigen Akkorden ersteht der Sang ״Wehe“,
den einst Jeremia auf den Brandresten des Heiligtums
gesungen.
Ein Wissen und Erkennen wird wach in uns, wird
zum klagenden Rufe in den Seelen derer, die ums Feuer
hocken . , .
Noch einmal fährt der Wind in den Holzstoß, facht
die Flamme an, daß sie sich hoch aufbäumt — eine Stadt
und ein Volk stehen in der Lohe — dann stürzt der Brand
in feinem Funkenregen in sich selbst zurück.
Einer ist aufgestanden: Er tritt nahe an das Feuer
heran. Sein Gesicht ist übergossen von dem ersterbenden
Widerschein. Hochaufgerichtet steht er da, die Arme über
der Brust verschränkt. Eine fast spürbare Stille breitet
sich um ihn. In einer fernen Welt liegen die giebligen thü-
ringischen Bauernhäuschen mit den Storchennestern und dem
rotbraunen Fachwerke. Vergessen, verweht . . .
Der Sprecher am Holzstoß schickt sein Wort über
die Lauschenden hin. Erst leise, zagend, dann aber lauter,
mahnend, daß es weithin klinge über die vier Enden der
Welt, in die Ohren der einzigen Nation, die versprengt,
verfolgt und zerstreut unter den Völkern lebt.
Von jenen spricht er, die im Lande Israel fielen als
Wächter und Arbeiter — als ״Chaluzim“ — Gerüste einer
neuen, freieren Zeit. Das Wort des Gedenkens an diese
Getreuesten unseres Volkes, die Zoll um Zoll der alt-neuen
Erde in zähem Ringen erarbeiteten, — ist seine Rede —
ein Fernblick aber ist sie auch in das Kommende —
Neue, das ersteht aus solch heiligem Kampf.
״Lauschet in die hohe Stille über den judäischen und
galiläischen Gräbern; 80 werdet ihr den Hall der Schofa-
roth anheben hören, vor denen Jericho fiel.“ (Buber.)
Leise, wie er gekommen, kehrt der Sprecher zurück
an seinen Ort, Langsam verglimmt das Feuer, nur die
alten Sterne sehen auf die schlafende Zeltstadt.
Ein Weinen liegt in den Lüften, das kommt von Rama
her: Rahel weint in ihrer Gruft um ihre Söhne, und die
Gestirne weinen mit ihr. —
Vermischtes
Der Monatsausweis des KKL für Juli entfällt. Infolge der
Stimmung vor den Reichstagswahlen waren die Einnahmen
dieses Monats noch schwächer als es sonst in einem Ferien-
monat üblich ist. Die KKL-Kommission hält es daher für not-
wendig, neben anderen Einschränkungen auch diese Druck-
Spesen zu vermeiden.
David Pinski ln Berlin. Zu Ehren des jüdischen Dramatikers
und Novellisten David Pinski veranstaltete der jiddische Kul-
turklub ״Scliolem Aleichem“ in Berlin am 4. August einen
Empfangsabend. Nach einer Eröffnungsansprache von
E. Tscherikower schilderte der Gast den Entwicklungsgang der
jiddischen Kulturbewegung in Amerika. Pinski stellte fest, daß
die jiddische Kultur sich auf den zum großen Teile aus der
Arbeiterklasse hervorgegangenen Mittelstand stützt. Die Ver-
breitung jiddischer Sprache und Kultur in Amerika wird durch
ein Schuhverk, das heute etwa 20 000 Kinder erfaßt, gefördert.
Wenn in letzter Zeit bei den jiddischen Kulturinstitutionen und
insbesondere beim jiddischen Theater ein Rückgang festzu-
stellen ist, so sei dies nicht auf eine Schwäche der jiddischen
Kulturbewegung, sondern auf die Krise zurückzuführen, von
der auch das englische Theater in Amerika stark betroffen ist.
Von den 70 englischen Theatern New Yorks, die vor dem
Kriege bestanden, sind jetzt nur 26 geöffnet. Für die künftige
Entwicklung der jiddischen Sprache und Kultur in Amerika ist
nach der Meinung Pinskis ausschließlich Wille und Energie
der in der jiddischen Kulturbewegung Tätigen maßgebend. An
die mit großem Beifall aufgenommenen Ausführungen schloß
sich eine lebhafte Aussprache. Nachdem Daniel Tscharny die
Bedeutung Pinskis für die Entwicklung der jiddischen Literatur
und Kulturbewegung gewürdigt und J. Klinoff Erinnerungen
an eine vor kurzem gemeinsam mit dem Dichter und seiner
Gattin unternommene Palästina-Reise mitgeteilt hatte, hielt der
Vorsitzende E. Tscherikower das Schlußwort, in dem er der
Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen des Berliner jiddischen
Kreises mit Pinski Ausdruck gab.
Ausländische Staatsangehörige. Der ״Reichsverband ost-
jüdischer Organisationen in Deutschland“ schreibt uns: Wir
machen alle ausländischen Staatsangehörigen darauf aufmerk-
sam, daß es dringend erforderlich ist, daß jeder Ausländer
sich umgehend in den Besitz eines gültigen Passes oder Paß-
ersatzes setzt. Die ausländischen Konsulate haben Anweisung,
alle Gesuche im weitgehendsten Maße schnellstens zu erledi-
gen. Den ausländischen Staatsangehörigen stehen die örtlichen
und Landes-Organisationen des Reichsverbandes ostjüdischer
Organisationen jederzeit zur Verfügung. Im Zweifelsfalle ist
zu Auskunftserteilung der Reichsverband ostjüdischer Organi-
sationen, Berlin N 54, Rosenthaler Str. 55, gern bereit.
Der Deutsche Makkabikreis hält seinen 14. Turntag am
28. und 29. August in Berlin, in den Räumen des Beth Am,
Kurfürstendamm 61, ab. Nach einer vorbereitenden Ob-
männertagung wird der Turntag, am Sonntag, den 28., um
10 Uhr, eröffnet. Auf der Tagesordnung stehen die folgenden
Referate: Aufgaben der Makkabi-Bevvegung, Ref. Friedenthal,
Makkabi-Arbeit in Deutschland, Ref. Dr. Alfred Rabau, Sim-
menauer, Technik, Ref. Fritz Lewinsohn, Finanzen, Ref. Paul
Lewinsohn, Jugend- und Sportheime, Ref. Dr. Paul Holzer,
Jugendarbeit, Ref. Hans Marx, Berlin, Möglichkeiten der
Erziehung und Versuch einer Lebensgestaltung im Makkabi,
Ref. Dr. Edgar Marx, Hamburg. Der diesjährige Turntag ist
eine reine Arbeitstagung. Fast sämtliche deutschen Makkabi-
Vereine werden durch Delegierte vertreten sein. — Die erste
größere sportliche Veranstaltung nach der Makkabiah, die
Makkabi-Meisterschaften des Deutschen Kreises, werden am
11. September auf dem Sportplatz des Bar Kochba, Leipzig;
zum Austrag gelangen. Das Sportfest verspricht, eine glän-
zende Demonstration für den Makkabi-Gedanken in Deutsch-
land zu werden. Die Vorbereitungen sind im vollen Gang.
Zionistischer Jugendbund ״Nordau“. Dienstag, den 9. d. M.,
findet um 1/210 Uhr nach dem hebräischen Unterricht in unserem
Heim, Lottumstr. 9/10, ein Gedenken für unsere verstorbene
Chawerah Edith Sachsenhaus statt.
Hechaluz, Stam-Chaluzim. Mittwoch, den 10. August,
1/29 Uhr abends, wird eine Sichah über das Thema: ״Pinsker“
Auguststr. 15 stattfinden.
Dr. Ignaz Seipel, der österreichische Alt-Bundeskanzler,
der in der vorigen Woche in Wien verstorben ist, hat wieder-
holt auch zur Judenfrage Stellung genommen. Seipel war
ein Gegner des Antisemitismus, und unter seinem Einfluß ist
die antisemitische Komponente in der christlich-sozialen Partei
zurückgedrängt worden. Als frommer Katholik fühlte sich
Seipel besonders zum religiösen Judentum hingezogen und
hatte auch Verständnis für die überterritorialen Verbindungen
der jüdischen Gemeinschaft. Diese positive Haltung kam auch
in einer Begrüßung, die er seinerzeit dem Agudistenkongreß
zukommen ließ, zum Ausdruck. Auch über den Zionismus
hat sich Seipel mehrmals mit Sympathie geäußert. Als Gegner
des extremen Nationalismus hatte Seipel auch großzügige Ideen
über die Einordnung nationaler und religiöser Minoritäten in
den Staat, Ideen, die tragischerweise in der altösterreichischen
Zeit nicht mehr durchgesetzt werden konnten. Im vergangenen
Frühjahr hatte Seipel Palästina besucht und bei dieser Gelegen-
heit einen, wenn auch nur flüchtigen Eindruck von dem jü-
dischen Aufbauwerk erhalten.
Helene Bloch
Verlobte
Am 3. Aw ist uns unsere Cnawerah
Edith Sachsen haus
durch den Tod entrissen worden. Alle» die sie kannten,
wissen, mit welcher Liebe sie unser Streben unterstützte.
Wir werden ihrer stets in Treue gedenken
Zionistischer Jugendbund ״Nordau“
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