Die beiden Ben - Ascher und die Masora . 3
geblieben wäre , sprechen noch Bleek und Schräder von
diesen beiden Masoreten mit derselben Datmnangabe , wie
der Vers , des Tiberias . Der Erster « ( Einl . im alt Test .
S . 337 ) macht Ben - Ascher zum Zeitgenossen Jehudah
Chajug ' , ohne auch nur in Betracht zu ziehen,daß die erste
wissenschaftliche Grammatik des Vorhandensein einer abge -
schlossenen Masora voranssetzt . Der Letztere , welcher die
achte Ausgabe des de Wette ' schen Lehrbuches der Einl . neu
bearbeitet ( im Nov . 1869 vollendet ) hat , spricht von Ben - Ascher ,
als wenn bisher gar nichts Neues von ihm bekannt gewesen
wäre ( S . 215 ) . ״Ahron ben Asche und Jakob Ben - Naphtali ,
jener ein Palästinenser , dieser ein Babylonier , beide vielleicht
Vorsteher von Akademien , nach Gedaljah um ' s Jahr 1034 " .
Dazu werden noch gelehrte Citate herangezogen : Buxtorf trao -
tatus äs punct . antiq . Walton prolog . dann daß Maimonides
eines von Ben - Ascher corrigirten Bibel - Codex erwähnt , llnbe -
kannt ist diesen Jsagogisten geblieben , welche Wichtigkeit gerade
Ven - Ascher in der Masora erlangt hat , daß er wahrscheinlich
ein Karäer gewesen ist , und daß die masoretische Thätigkeit viel -
leicht mit dem Karäisurus zusautmenhängt . Nicht einmal Delitzsch '
Wink wurde beachtet , welcher der 25 . Orientalisten - Versammlung
( 1867 ) ein Bruchstück der Masora Ben - Aschers vorgelegt und in
den Eingangsworten dessen karäisches Bekenntniß adoptirt hat .
In Herzog ' s Neal - Encyclopädie sucht man vergebens einen Artikel
oder eine Notiz über Ben - Ascher und Beu - Naphtali .
Es dürfte daher an der Zeit sein , diese Studie anzuregen
und vor Allem einen festen chronoligischen Punkt zu gewinnen ,
um von demselben aus sich rückwärts und vorwärts bewegen zu
können . Ist das Jahrhundert festgestellt , in dem Ben - Ascher
gelebt hat , so kann man weiter ermitteln , welche Vorgänger er
hatte , welches Material ihm Vorgelegen hat , und wie er dieses
ntasoretisch bearbeitet hat . Dadurch läßt sich auch feststellen ,
welches Verhältniß zwischen der sog . großen Masora und dem
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