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M E N O R A H
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des Merzens und die Gediegenheit der Gesinnung
•unangetastet bleiben kann. Er schreibt seinem
Onkel, daß er seine wiederholte Einladung an¬
nehmen werde, um in Wien seine Studien zu voll¬
enden. Vor seiner Abreise verpflichtet er sich, nach
Ablauf von fünf Jahren sich von Mölly scheiden
zu lassen, falls diese dann noch darauf besteht.
Nun sieht man Rubcn in Wien bei ernster
wissenschaftlicher Arbeit, und wie er sich allmäh¬
lich in seiner äußeren Erscheinung der westlichen
Kultur angleicht. Molly und ihr Vater tauchen
auch in Wien auf, und es finden sich viele Ver¬
ehrer, die die reiche Amerikanerin erobern w ollen.
Molly zählt ungeduldig die Tage, die sie von
ihrer Freiheit trennen. Rüben hat Mollys Ankunft
durch seinen alten Freund Menaschc erfahren und
er versteht es, unerkannt in ihren Kreis zu kommen
und ihr Herz zu gewinnen. Am letzten Tag der
vereinbarten fünf Jahre läßt er Molly mit ihrem
Vater durch seinen Onkel einladen, damit bei
dieser Gelegenheit der verschmähte Rubcn die
entscheidende Frage an seine Gattin stellen könne.
Molly kann es nicht mehr erwarten, ihrem Gatten
das „Nein" entgegen zu schreien. Rubcn kommt
in einem langen schmutzigen Kaftan und unter
dem Hut hängen ihm lange Peics hervor und ein
langer Bart umrahmt sein Gesicht. Mit verzerr¬
tem Gesicht frägt er Molly, ob sie auf der Schei¬
dung bestehe, und da sie es eilig bejaht, über¬
reicht er ihr den Scheidungsbrief. Während sie
ihn liest, wirft Rüben rasch die Maske ab. Als
sie nun aufblickt und den eleganten jungen Ge¬
lehrten vor sich sieht, fällt sie ihm jauchzend in
die offenen Arme und will von der Scheidung
nichts mehr wissen. —o—
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Eigentümer, Verleger und Heraus^eher: Verlan der Monatsschrift „MENORAH", Wien, IX., Herzasse M Verantwortlich für die Redaktion: FRIEDRICH A\ ATZNER
Wien, IV., Raineifjasse 25. - Druck: ELBEMÜ1IL. Wien, IX., Belasse 31