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Zjar.
Und wenn wir — glückliche Enkel einer solchen Vergangen- :]
heit — nun bereits — Dank dem ewigen Lenker der Zetten — j
auch unsere Gedanken den entgegengesetzten Weg führen und die i
Bahn des ausgehenden Lichtes verfolgen können, den ganzen Ab- Z
stand des ״Einst" und ״Jetzt", den ganzen ungeheuren Fortschritt, |
den doch die Menschheit seit Jahrhunderten in Huldtgung der Mensch- ]
ltchkeit und des Rechts und in Beachtung der innern Gottesstimme Z
des Gewissens bereits gemacht, an dem Resultate zu ermessen ver- 1
mögen, das eine Vergleichung jener Zetten bietet, in welchen, wie i
unsere Sefirah-Seufzer klagen;
״Gutes hofften wir —
Und es ist Nacht geworden
Und Todesgestalten schrecken umher.
Zusammen beriechen sie,
Völker harten Angesichts, —
Und da stürzen über uns hin
Die Fluthen entfesselter Wuth.
Mit zürnendem Grimm haben sie unS lebendig ver- ;
schlungen,
Haben Kinder und Frauen wie Schafe zur Schlacht-
bank geschleppt,
Haben Knaben draußen, Jünglinge von unfern Gassen
gemordet,
Haben der Priester Antlitz nicht geachtet, Greise nicht |
verschont,
Und dieses lästernde Toben und diese Feindschaft und
Rache f
Sollte von dir uns trennen
Sollte zum Verlassen deiner Pfade uns führen-" •j
und unserer Zeit, in welcher der fanatische Raub eines Juden-
Knaben ganz Europa empört und zum Anwalt des Rechts und der
Menschlichkeit adelt: wie sollten wir da-nicht tmmerwieder und wieder
den Enthüllungen lauschen, die GottMn das geistige Vermächtniß
niedergelegt, das er seinen« Volke als den einzigen Stab und die ß
einzige Leuchte mit hinausgab, als er dessen Söhne fiir diesen Schick- l
salsgang sonder Gleichen in die ״Wüste der Völker" htnausstieß j;
und ihr htniediges Leben und Sterben aufTJahrtausende hin von