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in Haus, Gemeinde und Schule.
begründet üoii SlNttsoil Mphact Hirsch, iiaßCincr 11. ^srnefififdien Jiffiijioitsjffflfftfmfl 311 frmißfiid a.Ä.
Nerre Folge.
Erster Jahrgang.
Hcransgegcbeii u»Nr Mitwirkung des Bcgriittders und bewährter Genossen von Asnac Kirsch.
Diese Wochenschrift erscheint jeden Donnerstag milrdestenS 2 Bogen stark. — AbonneinentSpreis bei allen Postanstalten
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gey ״ Wir cvimicnt au rechtzeitige Er-
ueneruug des AbonuemenLs, uamentlich bei
den Postaustalten, vor dem I. Oktober.
Die C-xpedition.
Tcschi! ?tnilj.
את היל ירם פקדרת Der große Tag der Prüfung,
.des Gerichts in seiner hehren Erhabenheit ist gekommen,
und mehr denn in anderen Zeiten des Jahres erscheint'
Israel als die einheitliche GotteSgemeindc vor feinem
Herrn nnd König. Die Tempel vermögen kaum die
Schaar der ״ Andächtigen" zu fassen, denn mit nur
geringer Ausnahme kommen sie Alle, Alle, auch Die-
jcnigen, welche im Laufe des JahreS nidu die Zeit
finden konnten, sich zu erinnern, daß auch sie voll ver-
Pflichtete Angehörige des BolkSstammes sind, welcher
unter den Flammen des Horeb Zeuge der Offenbarung
Gottes au die Menschheit gewesen, um fortan, in
seinen spätesten Enkeln noch, Verkünder dieser Offen-
barung und treue Söhne des geosscnbartcn GotteS-
willens zu sein. Und der lang gedehnte, schwellende^
schmetternde Ton des Schofar zieht durch den Raum.
Es ist der Ruf. de.S Königs, welcher seine Uuterthanen.
um sich sammelt, es ist das Signal des Richters, der
zum Gerichte ladet, es ist die Stimme des Vaters,
der seine Kinder geleiten möchte zu dem Ziele hin, wo
ihnen Heil und Segen winkt. Es ist der Schofar,
welcher am Sinai hallte, als das unsterbliche Gottes-
voll sein ewig denkwürdiges געשה 1 גשםע seinem Gotte
entgegen jubelte; cS ist daS Horn, an jene hehre,
einzige Stunde erinnernd, da die Ahnen dieses Volks
das Beispiel des vollendeten Gehorsams gegen Gottes
Willen vollzogen; cs ist der Ton, an jenen ״ Schofar-
und Tcrnah-Tag" mahnend, welcher dereinst als der
יום ד׳ הגמל , als der große GotteStag über die Wett
hereinbrechen wird, sic in allen ihren Wesen vor den
Nichtcrstnh! dcö Allerhöchsten ladend; eS ist der Ruf,
welcher a!u Ende der Tage ergehen wird an alle
Zerstreuten und Vertriebenen, sich um Gott wiederum
anbetcnd zu schaaren auf dem heiligen Berge, in Jeru-
salem; eS ist der Schofar, welcher dann die Grabes-
hülle sprengt und die Entschlafenen zu neuem Leben
weckt; und cS ist auch der von Jirmijahu vernonunene,
die Zerstörung des HeiligthnmS auf der ZionShöhe
ankündigendc Schofar, welcher in unserer Seele die
Worte aller, von Gott gesandten Männer zum Bewußt-
sein bringt.
Ward er also begriffen nnd verstanden und be-
herzigt überall in unseren Synagogen und Tempeln?