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Washington, 4. Februar. Präisi'derrt Coolidge hat
Ungeordnet', daß W ilson ein Ehrenbegrabn is
auf StaatSkcften erhalte, an dem Kontingente von Heer
und Flotte teilnehmen werden.' Alle öffentlichen Gebäude
flaggen auf Halbmast. Die Leiche Wilsons wird in der Ro¬
tunde des Ka pi t o l's feierlich aufgebahrt werden. Die
Beerdigung, deren Tag n-och nicht festgesetzt ist, wird wahr¬
scheinlich in Arlington stattfinden. Das nähere hängt
von den Wünschen der Witwe Wilsons ab.
In beiden .Häusern des Kongresses wird der Tcd
Wilsons in feierlicher Weise verkündet werden. Im Senat
wird Senator Lodge, im Repräsentantenhaus der Abge¬
ordnete Pongworth, beide Führer der republikanischen
Partei, die offizielle Mitteilung dom Ableben des Präsi¬
denten machen. Es wird dabei dem Parlament eine Reso¬
lution zur Annahme unterbreitet werden die inhaltlich
mit derjenigen überein-siimmen wird, die beim Tode
R o o s e v e l t s von beiden Häusern der Kongressts ange¬
nommen wurde. Präsident Covlidge hat angeordnet, daß
alle öffentlichen Gebäude auf Halbmast flaggen. Bon seiten
der Heeres- und Marinederwaltung sind Anordnungen zur
Erweisung militärischer Ehren ergangen. Das Begräbnis
wird auf Staatskosten erfolgen.
In einer Proklamationandasamerlkani-
sche Bol! widmet Cooli dge dem Verstorbenen fol¬
genden Nachruf: Wilson hat mit seinem hohen Idealismus,
niemals versagt hat. unser Volt in den Weltkrieg ge¬
führt. Er hat den Bestrebungen der Menschheit mit einer
Beredtsamkelt, die die Aufmerksamkeit der ganzen Welt
erregt hat. Ausdruck verliehen und den Vereinigten Staaten
einen neuen, unerwarteten Einfluß auf das Schicksal der
Menschheit gewährt.
Das Beileid des Völkerbundes.
Genf, 4. Februar. (Schweizerische Depeschena^enkur.)
Der Präsident des Völkerbundrates B r a n t i n g hat an
Frau Wilson folgendes Telegramm gerichtet: „Ich bin
gewiß, den Gefühlen aller meiner Kollegen im Völkerbuud-
rat Ausdruck zu geben, wenn ich Sie unserer tiefen und ehr¬
erbietigen Sympathien anläßlich des schlveren Schick¬
salschlages, der Sie betroffen hat. versichere. Der Völker-
bu n d wird stets-dessen eingedenk sein, daß Präsident Wil¬
son der Urheber eines h.ohen Ideals für die
friedliche Entwicklung der Menschheit war und daß er
mehr als jeder andere zur Gründung dieser Organisation
für internationales Zusammenarbeiten und für Versöhnung '
beige tragen hat. Die Erinnerung an ihn wird immer voll
Liebe und Ehrerbietung sein."
In der Völkerbundkommission für Beschränkung der.
Rüstungen, die heute nachmittag zu einer öffentlichen
Sitzung zusammen trat, sprach Lord Robert Cecil das.
Bedauern über den großen Verlust aus. den die ganze
Menschheit durch das Hmschelden Wilsons erlitten
habe.
Ae amerikanischen klnwandernngr-
sesetze.
Eine Protestseffion des amerikanisch-jüdischen Kongreffes.
— Der amerikanisch-jüdische Kongreß gegen die Ein-
Wanderungsgesetze. — Die Republikaner gegen das Gesetz.
Rew-Aork, 30. Jänner. Wie'die Jüdische. Telegraphen-
Agentur aus zuverlässiger Quelle erfährt, soll am 10. d. in
Philadelphia eine Sondersitzung des amerikanisch-jüdi¬
schen Kongresses über das Einwanderungsproblem
beginnen.
Es wurden bereits Vorbereitungen getroffen, um zu die¬
sem Zeitpunkt eine' gemeinsame Sitzung des Exekutivkomitees
und einer Landeskonferenz vdn Delegierten aus Pennsylvanien,
Delaware und New-Jersey in Philadelphia abzuhalten. Man
will den Rahmen der Konferenz bis zu dem Maße erweitern,
datz alle Delegierten des amerikanisch-jüdischen Kongresses an
ihr teilnehmen können.
Der Kampf gegen'den Entwurf des neuen Einwanderungs¬
gesetzes wird lebhaft geführt. Das Kongreßbureau hat an die
Delegierten in allen Teilen des Ldndes Zirkularschreiben mit
der Aufforderung gesendet, gegen das projektierte neue Gesetz
der Einwanderungsbeschränkung zu protestieren. In den ver¬
schiedensten Städten sind bereits Protestversamlungen abge¬
halten worden.
Das jüdische Mitglied des amerikamschen Kongresses
Perlman hat unter den republikanischen Führern des
Staates New-Uork eine intensive Propaganda gegen den
neuen einschränkenden Einwanderungsentwurf, die sogenannte
Johnson-Bill, eingeleitet, vor allem, da das Gesetz eine Be¬
vorzugung der westeuropäischen gegenüber den osteuropäischen
Einwanderern bedeuten würde und eine Spitze gegen gewisse
Nationalitäten hat. Der Vorsitzende des republikanischen
Komitees des Staates New-Aork, Mr. Morris, hat sich
auch bereits in diesem Sinne ausgesprochen, daß die Repu¬
blikaner gegen die geplante neue Bill auftteten müßten.
Er hat eine Konferenz mit republikanischen
Führern anderer Staaten Unberufen, auf welcher Herr
Perlman referieren wird.
Dar Zentralkomitee des amerikanischen Rabbiner-
Verbandes hat sämtliche Rabbiner der Vereinigten Staa¬
ten aufgefordert, eine Protestaktion' gegen die geplante
neue Einwanderungsbill zu veranstalten, sowie an sämtliche
Kongreßmitglieder und Senator>en ihrer Staa¬
ten Protestresolutionen zu senden.
Einspruch der Katholiken.
Rew-Vork, 80. Jänner. (Tel. der „Wiener Morgev-
zeitung".) Die National Catholic Wellsare Conference ließ dem
Kongreß in Washington ein für den Einwanderungsausschuß
Wiener Mnraenßeilunn. ^"
bestimmtes Memorandum überweisen. In diesem Memorandum
protestiert die Katholische Organisation gegen die Bestimmungen
der Johuston-Bill, weil die in ihr enthaltenen Einwanderungs¬
beschränkungen den amerikanischen Grundsätzen widersprechen,
da sie offenkundig gegen bestimmte Nationen und
Staaten gerichtet sind. Besonders scharf wendet sich das
Memorandum gegen die Absicht JohnstonL, der künftigen Fest¬
setzung der zulässigen Quote für die Einwanderer das Bolks-
zählungSmaterial vom Jahre 1890 zugrunde zu legen, wodurch
die in Aussicht genommene Quote von 2 Prozeß für einzelne
Nationalitäten — in erster Reihe der jüdischen und der italieni¬
schen — praktisch auf kaum 1 Prozent der nach der Volkszählung
vom Aahre 1910, wie es die Gegner des Iohnston-Antrages
verlangen, herabgedrückt würde. In der Denkschrift wird auch
die Forderung aufgestellt, daß Angehörige von Personen, die
bereits zwei Jahre in Amerika wohnen, auch außerhalb
der Quote zu gelassen werfen sollen.
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3de aistrumpf
I. TRAT! NERHOf 2 (Gnhtn
tzlne Kanserenz der amerikanischen Jude«
über die gewish-Azenktz.
Rew-Aork, 1. Februar. (I. T. A.) Der Vorsitzende des
amerikanisch-jüdischen Komitees, Louis Marsh all, hat in
Verbindung mit den Verhandlungen Dr. Weizmanns mit den
Führern des amerikanischen Judentums an eine große Anzahl
einflußreicher Juden Einladungen zu einer am 17. d. im Hotel
Astor zu New-Aork abzuhalterwen Sonderkonferenz er¬
gehen lassen. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem die
Frage der Teilnahme des amerikanischen Judentums an der
Iewish Ägency und die Errichtung einer Jnvesti-
tionsbank für Pal äst in a.
Auglo Frwish Association and Frwish Agency.
. London, 2. Februar. (I. T. Ä.) In dar letzten Ver¬
sammlung der Anglo Jewvfh Association wurde der 32. Jahres- .
bericht vorgelegt. Dieser verzeichnet zunächst eine Besserung
der politischen Lage. dcr„ Juden- iw-i^rr nougeschaffenen Staaten
dank der ihnen durch die ^Friede ns- und Minoritäts-
vertrage gssicherten Rechte. Der Rat entsandte, wie in
dem.Bericht ausgeführt wird, auf Einladung der Zionisti¬
sch e n O r g a n i f a i i o n zu der Konferenz über die Zusam¬
mensetzung der Jöwish Agency (deren Bildung m Artikel 4 des
Palästina-Mandates vorgesehen ist) .den Präsidenten der Asso¬
ciation und das Mitglied des Rates Sir Robert Valey Cohen.
Die Verhandlungen sind aber noch nicht abgeschlossen.
Wber die Tätigkeit des Joint Foreign Comit-
tees wird in dom Bericht gesagt: Die Spannung in der
internationalen Politik und die 'damit kit Zusammenhang
stehende Verschärfung des wirtschaftlichen Niederganges hoben
in vielen Ländern ein Anwachsen des.Anj.isemitis-
mus zur Folge gehabt. Gleichzeitig machte sich bet den ost¬
europäischen Regierungen der Kamps gegen die
Minoritä'ienrechte bemerkbar.' Selbst Rumänien,
das den Juden dolles Bürgerrecht zu gewahren vovgaib, war
nicht geneigt, die Verträge in die neue Verfassung mit einzu-
beziehen, Estland Md Lettland haben sich gewoigert,
ähnliche Minoritäten-Deklarationen anzuuehnren, wie es
Litauen getan hat, das jedoch trotzdem den Minorrtäten-
vwtrag nicht anerkennt.
Uober Bulgarien erwähnt der Bericht, daß die
dortigen Juden in Anbetracht der durch das Gesetz scheinbar
nicht erfaßbaren willkürlichen Maßnahmen des mazedoni¬
sche n Revolutionskomitces in eine schwere Lage geraten
sind. (Ueber diese Vorfälle berichten wir an anderer Stelle.
Die Red.) Besonders hat sich das Joint Foreign Committee
m it der, Flü cht >l i. ngsfrage m Ru mä in-ien und Polen
befaßt und gewisse Milderungen der «»gedrohten
schweren Maßnahmen der Regierung durchgesetzt.
Dem Minovitätenkomitee des Völkerbundes wurde für
die Wwjvolle Arbeit zur Verteidigung der Minoritätenrechte
während der vierten Tagung des Völkerbundes dankbare An¬
erkennung ausgesprochen.
Dar framWche kmöchttgungssesetz.
(Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung".)
Paris, 4. Februar. Die Kammer hat heute nachmittags
die Beratungen über den Artikel 1 der Finanzvorlage der Re¬
gierung, eröffnet, worin die Regierung die Ermächtigung
verlangt, auf dem Verordnungswege eine Milliarde
Ersparungen in der staatlichen Verwaltung vornehmen
zu dürfen. Die Diskussion, für die sich 18 Redner gemeldet
haben, dürste drei Sitzungen in Anspruch nehmen. Der Kom¬
munist Ernst Lafont ergriff als erster das Wort und erklärte,
die vorgesehene Verordnungsprozedur sei verfassungswidrig.
P o i n c a r e.erklärte, daß er den Antrag des kommu¬
nistischen Redners a b l e h n e unb die Vertrauensfrage
stelle. Der Antrag Lafont wurde in der hierauf erfolgten Ab¬
stimmung ab gelehnt.
Sozialisierung ta Frankreich.
‘ Parks, 4. Februar.. (Wolfs.) Nach dem ,Matin" hat die
an den Allgemeinen Arbeitsverband angeschlossene Gewerk¬
schaft der Glasärbeiter im Einvernehmen mit den unabhäw-
" 8. Februar 1924 Nr.' 1786 .
gißen Gewerkschaften beschlossen, heute um 8 Ahr vormit¬
tags die Glaswerke von Albi. die seit langem durch eine
Sonderstellung ihrer Belegschaften gegenüber der Werk¬
leitung sich vor allen anderen französischen Betrieben aus¬
zeichneten, völlig in den Betrieb zu überneh¬
men. Ein Direktionsausschnß von sieben Mitgliedern, von
denen fünf der alten und zwei der unabhängigen G-swerk-
schaft entnommen sind, soll den Betrieb nach aÄen Richtun¬
gen durchführen. Arbeiter und A n g e st e l l t e sollen
sich an dem Unternehmen beteiligen können. Es
wurde ein besonderer Kontrollausschuß gebildet, der etwa>ige
Sabotageakte untersuchen und bestrafen soll.
Re Sadj'ieriffinftinett in Berlin.
Berlin, 4. Februar. (Wolfs.) Der Unterausschuß für
die Währungsfrage beschäftigte sich heute weiter mit
den Vorbereitungen zum Plane einer Goldn o t e n-
b a n k. Der Unterausschuß für das B u d g e t hat heute den
deuffchen Haushaltplan für 1924 geprüft, von der deutschen
Regierung weitere Auskünfte hierzu verlangt und soll mor¬
gen mit Staatssekretär Fischer und anderen deutschen
Sachverständigen die einzelnen Einnahme- und Ausgaben¬
posten durchgehen. Der zweite Ausschuß, der überhaupt nur
einige Tage in Berlin verweilen wollte, hofft, Ende dieser
Woche mit den Arbeiten in Berlin fertig zu werden. Er
wird höchstwahrscheinlich Ende der kommenden Woche wie- '
der in Paris zusammentreten.
Neuerliche Herabsetzung der polnischen
Kohlenpreise.
Warschau, 4. Februar. (Tel. der „Wiener Morgen«
zeitung") In einer Konferenz der polnischen Minister¬
präsidenten mit den Repräsentanten der oberschlesi¬
schen Kohlenindustrie wurde die Herabsetzung
der Kohlenpreise um weitere 20 Prozent beschlossen.
Zusammen mit der Herabsetzung der Kohlensteuer um
10 Prozent beträgt somit die gesamte Preisherabsetzung der
letzten Zeit 30 Prozent. Im Zusammenhang damit wird
auch die Herabsetzung der Preise anderer Ar¬
tikel erwartet.
vtthastnuor» in Sstgaiizien.
Degen antipolmfcher Tätigkeit der Ukrainer.
Lemberg, 5. Februar. Vor einigen Tagen hat die Lern»
berger Polizei unter den Mitgliedern der ukrainischen sozialisti¬
schen Partei zahlreiche Verhaftungen sowie Haus¬
durchsuchungen in dem Redaktionen der ukrainischen sozialisti¬
schen Blätter vorgenommen. Verhaftet wurden unter anderem
der Vorsitzende des Hauptausschusses der sozialistischen ukraini¬
schen Partei Mas K a l i c y n s ki j und der Sekretär des Aus¬
schusses Anton Czerny. Die Redaktionen der sozialistichen
Blätter „Wpered", „Zemla", „Wola" und „Nowa Kultura"
wurden amtlich versiegelt. Gegen den Chefredakteur
sowie den verantwortlichen Redakteur des Blattes „Wpered"
wurde die Strafanzeige wegen Hochverrates erstattet. Wie
die polnischen Blätter dn Lemberg behaupten, wurden die Ver¬
haftungen wegen Feststellung antipolnischer Tätigkeit der
ukrainischen sozialistischen Partei und dieser Blätter vorgeuotn-
men. Die in der sozialiistischen ukrainischen Presse in der letzten
Zeit ev'chienenen Artikel hätten nach Aeußerung der polnischen
Presse unter anderem die Lostrennu n g Ost g a l i z i e n s
von Polen und den Anschluß an die Sowjetukraine pro¬
pagiert.
Sie hebrSischeu Schulen in Polen gefährdet.
Dieser Tage fand in Warschau eine gemeinsame Konferenz
von Vertretern der hebräischen Knlturorganisation in Polen
und jüdischen Politikern statt, in welcher die Maßnahmen zur
Behebung der finanziellen Schwierigkeiten, mit denen das
jüdische Schulwesen in Polen zu kämpfen hat, beraten wurde.
Die Redner führten aus, daß die hebräischen Schulen in
Polen sich abermals in verzweifelter finanzieller Lage befinden.
Es gibt jetzt 246hebräischeSch ulen mit einer Gesamt¬
zahl von 3 2.0 0 0 S ch ü l e r n, 137 Abendschulen für Lehrlinge,
3 hebräische Lehrerseminare und 140 Volksbüchereien, die durch
die hebräische Schulorganisation Polens unterstützt werden.' Der
Bestand aller dieser Institutionen ist jetzt gefährdet. Die
Summen, die teils durch Sammlungen in Polen selbst, teils
durch auswärtige Hilfsorganisationen aufgebracht wurden, sind
jetzt erschöpft. Infolge der schwierigen wirtschaftlichen Lage
der jüdischen Bevölkerung in Polen sind weitere Zuwendungen
schwerlich zu erwarterr.
Es wurde beschlossen, sich an die Juden Englands und
Amerikas sowie an die verschiedenen auswärtigen Hilfsorgani¬
sationen zu wenden, damit sie das hebräische Bildungswcrk in
Polen unterstützen.
* Die polnischen Behörde» gegen die jüdische Sprache.
Eine Interpellation des Jüdischen K'rbs im polnischen Sejm
befaßt sich mit dem systematischen Krieg, welchen die polnflchen
Bchördsn, insbesmcdcre in Galizien, gegen den Gebrauch ter
jüdischen Sprache bei Versammlungen, Vorträgen u. dgl.
führen. Unter den angeführten E'onzelfällcn, wo die Behörden
sich über die S r a a t s a r u n d g e s e tz e, welche den einzelnen^
Nationalitäten das Recht ruf Jieien Gebrauch ihrer.
Sprache gswährlieisten, unbekümmert hinweAetzen, hebt die
Interpellation hervor, daß dem Senaror Dr. Rot ton¬
st re ich, als er bol einer jüdischen Volksversammlung^ in
S a m b o r m j ü d i s ch e r Sprache eure Rode halten wollte,
dies vom Bezirkskommissär verboten wurde. Eine Inter¬
vention beim Bezirkshauptmann blieb erfolglos. In
Sniatyn wurde o!n jüdischer Bürger, der in einer Ver¬
sammlung sich der jsidiischen Sprache bodiente. vom Bezirks¬
hauptmann in administrativem Wege zu drei Tagen
A r r e st verurteilt. Die Interpellation fordert das Ministermm
des Innern zum strengen Einschreiten zwecks Wahrung der den
Minderheiten durch die Verfassung gewährleisteten Rechte aus
Gebrauch ihrer Sprache M,