762
Diejenigen, wetche sich um dieses Amt bewerben
wollen, haben sich binnen acht Wochen bei den Unter¬
zeichneten Kommiffarien in portofreien Zuschriften zu
melden und sich auszuweisen:
1) über ihren religiös-sittlichen Lebenswandel,
2) darüber, daß sie mit einer Hattora versehen sind,
3) daß sie ein deutsches Gymnasium besucht,
4) auf der Universität dem Studium der Philosophie
obgelegen haben,
5) mit den Grundsätzen der Pädagogik bekannt sind,
und
6) daß sie zum Vortrage geistlicher Reden in deut¬
scher Sprache die erforderliche Tüchtigkeit besitzen,
und von sammtlichen hierüber sprechenden Zeugnissen be¬
glaubigte Abschriften beizubringen.
Den Bewerbern wird, falls sie darauf antragen, ein
Exemplar des Statuts für die kirchlichen Verhältnisse
der hiesigen israelitischen Gemeinden zugestellt werden.
Schwerin, den 2. Dezember 1846.
Müller, Geh. Kanzleirath, Meyer, Schul¬
rath, als landesherrliche Kommiffarien im
hiesigen israelitischen Oberrathe.
Dr. Marcus, als Mitglied des israelitischen
Oberrathes.
Erledigt. DkeLehrer- und Kantorstelle in Jeved,
Herzogthum Oldenburg. Gehalt 90Thlr. jährlich nebst
völlig freier Station. Etwas musikalische Bildung wird
gewünscht. Sogleich oder zu Ostern zu besetzen. Porto¬
freie Anmeldungen müssen mit hinlänglichen Zeugnissen
begleitet sein. Die Anmeldungen fkb einzusenden an
N. 3ö8echsler, Landrabbiner in Oldenburg.
Une demoiselle israelite, nee Beige, qui parle les
langues fran^aise, anglaise, allemande et hollandaise avec
la plus grande perfection et sait enseigner ä fond Fa*
rithmethique, la geographie et Fliisloire etc. desirerait
86 placer comme gouvernante ou dame de compagnie
dans une famille distinguee. Pour de plus amples in-
formations s’adresser sous les chiffres D. B. a la redac-
tion de cette feuille.
In Baumgartners Buchhandlung zu Leipzig ist
soeben erschienen und in allen Buchhandlungen zu haben:
Siloah
eine Auswahl von Predigten«
Zur Erbauung so wie besonders zum Vorlesen in Synagogen,
die des Redners ermangeln. Von 'Dr. Ludw. Philipp-
fott, Rabbiner in Magdeburg und Redakteur der allgem.
Zeitung des Zudenthums. 2te Sammlung. 308 Seiten in
gr. 8. broch. Preis 1 Thlr. 10 Ngr. (1 Thlr. 8 gGr.)
Die erste Sammlung kostet ebenfalls 1 Thlr. 10 Ngr.
(1 Thlr. 8 gGr.)
Berichtigungen. S. 726. Sp. 2. Z. 14 v. 0 . muß es heißen: „im Staub sich", nicht „Staube".
S. 727. Sp. 1. Z. 5. v. 0 . „daß der Strahl", nicht „die". — Die S. 712. Sp. 2. Z. 4. v. u. angegebene
Entfernung der Stadt und des Tempels von 17,560 Ruthen gilt vom Zentrum der Stadt bis zum Zentrum des
Tempels. Von der Außenmauer des Tempels bis zur Außenmauer der Stadt war die Entfernung nur 15,600
Ruthen (nämlich vom Tempel bis zur Levitengrenze 4750 R., der Levitendistrikt 16,000 R., von der Levitengrenze
bis zur Stadt 250 R., zusammen — 15,000 R.) Die Redaktion.
Zur gefälligen Beachtung.
Wir sehen uns zu dem höflichen Ersuchen veranlaßt, bei Einsendung von Anzeigen für
unsere Zeitung des Zudenthums, die Unterschriften der Namen und der Ortschaften
deutlich schreibe» zu wollen, indem im entgegengesetzten Falle leicht Zrrthümer, oder Unan¬
nehmlichkeiten herbeigeführt werden können.
Es ist jetzt öfters vorgekommen, daß dergleichen Unterschriften so undeutlich geschrieben
waren, daß die geübtesten Setzer sie nicht zu lesen vermochten.
Leipzig, im Dezember 1846.
Baumgärtners Buchhandlung.
Druck von I. B. Hirschfeld.
(Hierzu eine Beilage.)