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sität za glänzen. Die wichtigste» Umrisse, Perioden
und- Fakta wurden auf eine erfreuliche Weise von den
Kindern dargestellt; und es ist außerdem gewiß zu lo¬
ben, daß hierbei auch Gelegenheit genommen wurde,
die Kinder mit Manchem bekannt zu machen, was
nicht gerade Faktum ist, aber doch in einem wichtigen
Bezüge zur Geschichte steht, z. B. mit dem Wesen der
Zeitrechnung u. s. w.
(Schluß folgt.)
Anzeiger.
In demselben werden Annoncen aller Art gegen l^Ngr. (iGgr.)
Gebühren für die gespaltene Zeile aus Petit-Schrift oder deren
Raum sowie literarische merkantile u. a. Beilagen ausgenommen.
Die Verlagshandlung.
Israelitische Feftgebete 3 Bände
oder
Syuagogal - Gebete (Alrrobsur) der drei Feste
(Polnischer Ritus)
Sucotk (LaubhHM k j pM
Leliebuot einer neuen hoch¬
deutschen Übersetzung zunächst für Frauen von
Dr. I. Heinemann in Berlin.
Preis für jeden Band einzeln 'auf Druckpapier Thlr.
auf Schreibpapier 2 Thlr. alle^ 3 Bände zusammen auf
Druckpapier 4 Thlr. auf Schreibpapier 5 Thlr. auf fein Ve¬
linpapier 6 V Thlr.
Seit den frühesten Zeiten hat ev Uebersetzungen des soge¬
nannten Machsors gegeben; diese sind in neuerer Zeit, — als
die Kenntniß der rein deutschen Sprache unter den Israeliten
allgemeiner wurde — in so weit verbessert worden als man
an die Stelle der veralteten Ausdrücke und der grammatischen
fehlerhaften Konstruktionen bessere und richtigere wählte. Alle
aber, von den Heidenheimischen an bis auf die neuesten Aus¬
gaben haben den Zweck der Bearbeitung durchaus verfehlt,
denn erstens haben sie die Hauptgebete (die sogenannten
alltäglichen) ganz unübersetzt gelassen, und die Hebräisch-Un¬
kundigen, insbesondere die Frauen, vermißen den wesentlichen
Theil des Machsor in deutscher Uebertragung — wenn sie sich
nicht hierzu anderer Exemplare der übersetzten Gebetbücher
bedienen wollen, was aber große Unbequemlichkeit hat, da
man die einzelnen Stücke, wo sie im Machsor Vorkommen,
erst aufsuchen und Zusammentragen muß.
—. Zweitens haben sie die s. g. Pijutim fast wörtlich über¬
setzt, da doch diese in den Festgebeten durchaus nur frei
übertragen werden dürfen, wenn sie verständlich sein, und den
Charakter der Erbauung an sich tragen sollen. Heidenheim
hatte vieles ganz unübersetzt gelassen, konnte sich indeß von der
alten Manier, aus guten Gründen nicht losmachen; daher alle
wirklich übersetzten Stücke dem Kenner mißfallen und den Un¬
kundigen ohne Kenntniß von der Tendenz lassen. WaS nützt
eine solche Arbeit? Für wen ist sie bestimmt? Da ich in die¬
ser Beziehung auf meine Vorrede zum ersten Band (8ucot)
verweise, so bedarf es hier keiner ausführlichen Erörterung.
Unparteiische Sachkenner haben sich darüber ausgesprochen,
daß mein Bemühen nicht fruchtlos bleiben könne, und daß na¬
mentlich den Frauen ein großer Dienst in dieser Bearbeitung
geschehen sei.
Dr. I. Heinemann.
Den Vertrieb der vorstehenden Festgebete, die ich in je¬
der Beziehung empfehlen kann, habe ich übernommen,
und können solche zu den oben angegebenen Preisen durch jede
Buchhandlung bezogen werden. Privatpersonen, welche bei
dem Herrn Verfasser subscribirt haben, werden ihre Exem¬
plare durch diesen erhalten. ES ist die Einrichtung getroffen
daß, bei zeitiger Bestellung, jeder Band noch vor dem
Eintritt des betreffenden Festes in die Hände der geehrten Ab¬
nehmer komme, weshalb man damit nicht säumen wolle.
Berlin im Febr. 1841. Carl Heymann.
Bei B. S. Berendsohn in Hamburg ist so eben
in Commiffion erschienen und durch alle Buchhandlungen zu
erhalten:
Ueberfk-cht aller wohlthätigen Anstalten und
Vereine, so wie auch aller milden Stiftungen
der deutsch - und der portugiesisch-israelitischen
Gemeinde in Hamburg. Nebst 2 Tabell-n.
Geheftet 18 gGr. (22| Ngr.)
Die hiesige Israelitische Gemeinde aus 4 Mitgliedern
bestehend, beabsichtiget zum 1. Jjor d. I. einen Schäch¬
ter und Lehrer welcher nach deutscher Methode Kinder zu
unterrichten fähig ist, zu engagiren.
Nur solche, die sich dazu qualisi'ziren, belieben sichln
frankirtcn Briefen an Unterzeichneten zu melden, worauf
das Nähere erfolgen soll.
Treptow am Tollensee den 31. Januar 1841.
Haase. Cohn.
Druck von I. B» Hirschfeld.