RuMch - jü - ij » e Peobttme
Der bakannte amerik nn isch e Pchelftstisser Elt « » T ob en kin ist
ans » er Rückreise « u , Sowjetrnßlayb . wo er p $ K 9meie lang
m * Arsche Telegraphen . « geutur » erttete » hü . t » London ei » ,
getroffen . M » di « drei Hauptproblem « . » er bene » die Jede »
Knßinnb » gegenwärtig stehe » . bezeichnet « Herr Tobenkin i » einer
Unterred « , « mir de « Leiter de » Londoner IIA ^ Vüro » den
R » n > « tti » « » , . die jüdische latartctyWtlkfe Kolonifttioa « « »
di « Viedererringnn - der bürgerlichen Rechte für di « Deklassierten ,
Der Antiftmiti » » » » . führte Herr Tobenkin « « « . nimmt i »
Rußland allmählich di « Formen « » , » ie er si « i » Veutjchlanb
« » d i » eine « gewisse » K « » » she auch in de » vereinigten Staate »
Heißt . Der Jude wird heute i » Rußland nicht » rehe al » inserier
rerachiet . ( fr ist melmehr » ff « « der Stellung , die er einnimmt ,
» er da hl . Seine Fähigkeiten dringe « ihn überall i » dt « vorderste
- leihe , - leid und Eifersucht , di « dadurch nnvermeidlicherweife
erweckt » erd « » , machen da » Lebe » der jüdischen veamteu und
» er jüdische » Arbeiter i » den Fnbrike » recht » ndehaglich D «
iedach dt « Regie rung » it eiserner Land dnrchgreift » n » Zurück «
sennng auf chrund von rassenmäßigen oder nationalen Er «
» agnn ge n al « Verbreche » betrachtet » kann der Lm » ftmiti » mu »
i » - tnßlnnd » ie « ehr al » ei » Una « » eh » lichkeir « erde « : politische
Möglichkeit « » Hot er nicht . Di « Zudem werden sich an ihn zu
gewöhnen heben di » - u der Zeit , da da » russische Volk über ihn
yiaanogewachftn ftin wird — nnd e » wirb auch noch über so
» anch « andere Mangel in Erziehung und Kultur hi » au » » och,en
« üsieu .
Zur Beiprechuug der jüdische » Kolonisation i » Rußland
übergehend . erklärte Herr Tobenti » , seiaer Meinung nach habe
« ,n von dieser Seche ui » iel Aufheben » g « « « cht . Die jüdische
Kola » if » ti « n ändere nicht de » Jude » , doch sei auzuerkennen , dah
durch sie au » gezeich » « te Arbeit zugunsten der deklassierte » Juden
geleistet worden ist . Sie war htz diese eine Art letzter Zu ' lucht .
Der deNossierte Jude , der ans » Land ging , hat sich bürgerlich
« habilitiert . Dar auch sei » eigene » Lene » i « Grunde » erspielt ,
so hat er doch dadurch , dag er auf de « Lande siedelte , seinen
Kinder » i » eine « neuen rechtliche » Stete » » erholfen . » er ihnen
die Miglrchteit ja Unterricht » nd Anstellung erschloß . Mit dein
vegin » der Kollektivierung der Landwirtschaft hat di « jüdische
Kolo » isati » n » be » eguRo eine » ernsten Kuckschiaa erlitten . Der
Zu de war seine « Desen nach Individualist . So lange er sein «
Ernte in seine eigene Scheuer einfüheen konnte , hatte er ei »
Gefühl der Sicherheit . Jetzt aber , da er seine eigene Ernte gar
nicht zu sahen bek « n « t . ist sein Interest « an der Landwirtschaft
- geschwunden . Tie ist ihm nur nach Mittel - u de « Zweck , au »
eine « Deklassierte » zu eine « Vollbürger - » » erden .
Dt « verhiltniste , unter denen di « Inden in der Krim
arbeiten , sind bei weite « schlechter al » di « Verhältnisse , unter
denen Pioniere der Landarbeit jemalg in A « erika oder iy irgend
eine « nnderen Lande gearbeitet habe » . Der Hanptarund hierfür
ist . dah « an i » Kuhland nicht weih , wofür » nd für wen man
nrbeittt . Der LOstlÜT ? . da » Organ der Regierung . da » die
jüdische Keloaisarioa leitet , hat ein Interest « daran , zu zeigen ,
doch die Juden « in a » « gezeichnete » Menschenmaleriol für de »
Ausbau de » sozialistischen Staate » find . Diese » Ziel aber läßt
di « Leute kalt , ihr Vnnsch ist e » . sich eine wirtschaftlich « und
Politische Position zu sichern . In » ielen der jüdische « Dörfer
gab e » kein Vaster , di « Lente « uhten « eilenweit gehen , um
Vaster i » bekomme » . Dir Sowl ' etbeamten hatten zwar wieder -
holt versprochen , datz dies « Verhältnisse ge Hessen « erden würden ,
e » ist aber alle » bet « alten geblieben . Den einzigen Lichtstrahl
in dieser Lag « bildet die Arbeit de « Ioint Distribution
Lowmittee , da » mit einer ganz » nrnsffschen Exaktheit orbeiter .
Anch der « ORT " leistet der jüdische » Bevölkerung beträchtlich «
Dienste .
In de « letzten Monate « , erklärt « - en Tobenki » zum
Schlug , har di « Sowjerregiernna oersucht , da » REP - Stzftr « in
einem gewisse » Umfang wiederberzustelle » , hatte jedoch hierbei
keinen Erfolg . Tanftnde von Inden , dt « sich mit Kleinhandel
befahr hatten , waren , « b wa h l diese Tätigkeit al » legal erklärt
worden war . in die Kategorie der Deklassierten eingereiht
worden . Vettere Tausend « waren r » Gefä » g » i,strafen oernrreut
worden , » eil sie nicht in der Lage waren , dt « hohen Stenern
zu entrichten , die ihn « « » ft von R « giernng » bea « te » willkürlich
^ e ge jchrteben wurden . An » diesen Erfahr » » - « » haben di « Inden
gelernt nnd walle « sich daher nnr solche » Beschäftigungen zu -
wenden , di « unzweifelhaft behördlich « gelosten sind , wenn sie
auch für solche Arbeit wahre Hungerlohne erhalten . St « wollen
lieber im Gefühl der Sicherheit hungern , al » in einem gemiffea
Dohlstaud leben nnd dabei fürchten müsse « , dah plötzlich eine
Aendernna der Regierung » Politik « inttitt , die für sie Kerker
oder verbau » » » - noch Sibirien bedeute , könnte .
« Rtirelifttafc ProPNG — Visto ,
mexUn t , KafeUat csf Staaütast « »
Der Bund der Gottlose « har die « o » kauer Zentrale der
jüdisch - tomMnnistischen kulturelle « Arbeiterorganisationen ans «
gefordert , eine Anzahl von Mitgliedern dieser Organisationen
namhaft zu machen , die an der Montaner Universität « « gebildet
werben sollen , um später al » autireligiöse Propagandisten nnier
der jüdischen Bevölkerung tätig pe fein . Die jungen Lentt » erden
an der Universität al » ordenttiche Hörer inskribiert « erden und
i « Genest derselbe « Rechte stehe « « ie die Hörer anderer Fakul «
täten . Die Sowjetregieruno wird die Kosten ihre « Unterhalte »
während ihre « Studium » bestreite « .
„ Sit habe « » icht » ja nertteren "
Ijilltsch « IwMikm aaf de » « ege » ach Birv - Bidftha »
Die erste Gruppe der vom Vorstandsmitglied der
Lzet , I . Aaschke » , in Litanei für die jüdisch « Siedlung
in Liro - Bidlcha » aageworbeuev Arbeiter ist am
lg . August in Mo « kau eingettoffen . Die Au » wanderergruppe
bestehe au » 30 Erwachsenen und LS Kindern . Während ihre »
kurze » Aufenthalte » in Moskau hatten di « Mitglieder der
Grupp « eine länger « Unterredung mit de « jüdisch - kommunistifthe »
Führer Merefchln . De « Mostauer ITL . - Vertteter gegenüber
erklärte « - ie Auswanderer aas die Frage , wa » sie veranlagt habe ,
nach Viro - Bidschan au » zu « andern : » Wir habe » nicht » zu ver¬
lieren nnd könnten dort immerhin etwa » aewianen . Wir suchen
nicht » al » die Möglichkeit einer Existent . - - lach wenigen Stunde »
setzt « der Tran » port die - leis « nach Sibirien fort . In Moskau
werden dieser Tage noch einig « andere Gruppen ausländischer
Arbeittr für Biro . Vidjchan au « verichiedenen Ländern « rwarttt .
nicht 4000 jttische Seele » i » Bira - Bidschan
Rach den letzte « Feststellungen leben heute in Liro - Bidscha »
WH - jüdische Seelen , von denen die Mehrzahl in staatlichen Land -
wirtschaftrkollrttioen . die übrigen in handwerkliche « Produktions¬
genossenschaften beschäftigt sind .
Ei « Teil der Ernte ist de » jüdische » Kolo » ie « der Krim
verlöre »
Wie äu » der Krim « itgeteilt wird , sind im Durchschnitt
15 Prozent der Getreideernte in den jüdischen Kolonien der Krim
al » Folge de » kurz nach dem Schnitt eingetretenen - legen » ver¬
loren gegangen . In einigen Rayon » beträgt der Ernteverlust
sogar 40 Prozent .
Im jüdischen - layon Kalinindorf wurde di « Ernte durch
die - legenfälle unterbrochen . 63 Prozent de » Getreide » liegt noch
auf den Felder « : bei anhaltendem Regenwetter ist mit deren
Verlust zu oechnrn . Bi » zum 15 . August haben die jüdischen land¬
wirtschaftlichen Kollektiven der Krim etwa 130000 Zentner Brot¬
getreide bei de » Staatssperchern eingeliefert . da , find 47 Prozent
der Gettetdemenge , die sie in diesem Jahre überhaupt ab -
znliefern haben .
Schwere Strafe für Dstldnng de » Veschneid » » g » akte »
Die Lehrerin an der jüdischen Schule in Krementschuk ,
Kremenizka , hatte sich vor dem . Klub der Rott » Lehrerschaft " zu
verantworten , weil sie di « Vollziehung de « Beschneidungsakte «
an ihre « neugeborenen Söhnchen geduldet hat . Sie verant¬
wortete sich dahin , dass ihre Eltern ohne ihr Dissen den religi¬
ösen Akt vollziehe « ließen . Die » wurde ihr nicht geglaubt , « nd
sie werde wegen „ Duldung eine » barbarischen Akte « " für lech «
Monate au » der Lehrerorganisation ausgelchlossen . Da »
Bildu » g » ko « missariat wurde enucht . si « für di « gleiche Zeitdauer
vom Lehrdienst z » suspendieren . Der Mnfikantenklub . dem ihr
Later , ein Musiker , anstehört , wurde ersucht , auch seinerseit , gegen
da » her Vollziehung eine » „ blutigen Ritual » " schuldig « Ritzned
entsprechend vorzugehen .
Wtsrachi « mb » ie Fußballkämpfe
» « Sabbattz in PalSsti, »
In der Frag « der Veranstaltung von Fußballspielen am
Sabbath in Palästina hat sich , wie der Jüdische « Telegraphen -
Agentur mitzsettilt wird , die Zentrale de » Mi » rachi in Iernsalem
an de « Präsidenten de » Makkabi - Deltverbande » . Herrn
Dr . Lelewer - Berlin gewandt und dessen Intervention erbeten .
Der Misrachi schlägt vor . den Freitag nachmittag al » Spiel -
und Vettkampfzeik zu erkläre » . Entsprechend der durch di »
Wo « kendb » wogung in oaropäifchen Ländern für Sonnabend
nockwi ttag erreichte « Arbeil » beendig » ng soll « durch ver¬
einbar « » g « it b « iüdischeu Arbeitgebern i « Palästina erzielt
werbe » , dotz AngoGwtte , bereit » von FreitagMittag an « rbeit » -
frei feien . Da » Peisstdtu » de , Makkabi - Welwerbande » wird
» » » » e - r eingretf » » nnd versuche » , auf diesem Wege den Konflikt
zu löse « .
Das jü - ifche « « rrika in Ziffern
Der Leiier der statistischen Abteilung de » „ Iüdisch - ameri -
konischen Eommiree » " . Dr . CH . S . Linfield . gab vor kurze « « in
Buch herau » . da » di « Organisation de » öffenilichen jüdischen
Leben » in Amerika rum Inhalte hat und « ohl wen ist . datz
darau , manche interessante Ziffern hier angeführt werben .
Rach Dr . Linfield befinden sich zurzeit i » den vereinigten
Sloaten 4 228 000 Juden die in 10000 Xiederlgssuugen wohnen ,
in Grohftädten . Landstädten und Dörfern . Davon leben 4 077 00 »
Menschen in 871 Hauptgemeinden , von denen j,d « mindestens
ein vethau » hat . 151 000 Juden wohnen an verschiedenen
Punkten zerstreut , die nicht in der Loge sind , ein Btthau » zu
unterhalte « . Um diese Ziffern der öffentlichen Organisation der
amerikanischen Juden zu würdigen , erscheint es nötig , darauf
hinzuweisen , datz gegenüber den heute bestehenden 871 jüdischen
Gemeinden in den vereinigten Staaten vor 20 Jahren 426
Gemeinden und vor 10 Jahren 580 Gemeinden bestanden haben .
In den Süd - Staaten befindet sich nur « ine einzige organi¬
sierte lüdisch « Gemeinde ; in den nördlichen Staate » bestehen 15 .
in den westlichen 22 Gemeinden .
Die Juden der vereinigte « Staaten verfügen über folgende
Anstalten : 3116 Synagogen . 7140 oerlchiedene in Verbindung mir
den Synagogen bestehende Anstalten , die mehr oder weniger
religiösen Charakter haben . 6760 örtlich « Anstalten , die sich selbst
erhalten . 50 städtisch « Bereinigungen . 146 nationale Organi¬
sationen .
Gegenüber den heute bestehenden 3118 Synagogen ist
interessant zu bemerken , datz vor etwa 50 Jahren , und zwar im
Jahre 1877 , nur 278 Synagogen . 1890 533 , 1907 1769 und im
Jahre 1917 1901 Synagogen bestanden haben . Di « Synagogen
in den Vereinigten Lmaten haben im Jahre 1927 für normale
Ausgaben sowie für die Ausführung neuer Bauten 33 390 002
Dollar , obu 8,19 Dollar auf jeden jüdijchen Kopf ( Männer .
Frauen und Kinder ) ausgegeben
1750 Synagogen unterhalten eigen « Rabbiner . E » bestehen
5 Rabbinervereinigungen . deren Mrtgkiederzahl zusammen 925
betragt . *
1754 Vereine unterhalten Erziehungsanstalten für
Anfänger , wovon 1490 neben den Synagogen bestehen . 450
Vereine unterhalten Wochenragsschulen . 451 verein « nur
Sabbathschulen .
Annähernd 250 000 jüdische Kinder besuchen die Anfänger -
schulen , davon ungefähr 200 000 . die in Verbindung mit den
Synagogen bestehenden Schulen .
In den vereinigten Staaten bestehen 5 Rabbiner -
semiuarien . in denen 65 Lehrer 575 Zöglingen Unterricht geben .
Im Lauf « der letzten Jahre beendeten in diesen Anstalten 117
Schüler ihre Studien .
E » besteht ein « Anstalt , da » Dropsy - College für Judaistik
in Philadelphia , die da » Recht hat . den Doktor - T ' tel für
Philosophie zu erteilen .
Die in ben vereinigten Staaten erscheinenden jüdischen
Zeitungen erreichen die Zahl 111 . davon 65 in englischer . 41 in
liddischer . 3 in hebräischer Sprache , noch 2 in anderen Sprachen .
39 jüdisch « Gemeinden geben außerdem eigen « Zeitschriften
Er bestehen annähernd 3000 öffentliche , nationale und
wohltätige Vereine . 66 Prozent davon find mit den Synagogen
verbunden . j
Mehr al » die Hälfte dieser Gesellschaften find national :
die Gesamtzahl ihrer Mitglieder beträat 825 000 .
E » bestehen mehr al » 4000 wirtschaftliche Vereine , davon
50S Darl « tzen » - Verein « . 2367 Vereine für gegenjeitige Hilfe .
1342 Chewrorh - Kadischa , 27 Schutzvereine . 1800 aller dieser
Vereine stehen in Verbindung mit den Synagogen .
E » find 61 jüdische Krankenhäuser vorhanden , die sich in
2S Gemeinden befinden , davon 7 für Tuberkulose . Außerdem
bestehen 44 Waisenhäuser . 43 Altershouser und 6 Wohltätigkeit » -
verein « für ausländisch « Juden .
20 verschiedene Organisationen befassen sich mit den Auf¬
gaben für Palästina : sie haben 1550 örtliche Filialen mit
120 000 Mitgllerrrn .
Dr . Arthur Snkheim gestorben
Im Alter von 44 Jahren verstarb in Berlin nach kurzer
schwerer Krankheit der bekannte Schriftsteller und Dramaturg
Dr . Arthur Sakheim .
Ein christlicher Zadenstaaüer ln Schleflen
In dem iutrrestante » Werk « ^ Zur Vorgeschichte
Zr » m « m » « " von JL M . Gelber wird anch da »
Treiben de » „ Kömg , von Iernknl « « " . K . F .
G . Senfart . behandelt , sowie seine Au » wirkungen
auf Oesterreich nnd Polen . Auf Gr » r > d eine » im
vreoloner Staotoarchtv vorhandenen Aktenstücke «
( Rep . 14 ? A D 49 Ä werden » nn di « bisher nn .
bekannt gebliebene « Auswirkungen diese » Mieden ,
könia, " in Schlesien dnrgestellt . Hierdurch wird die
Darstellung bei Gelber i » manchen Puntten ergänzt .
S ebener Staaten ein gewisse « Anfstche » . Seyfatt . ober , » ie er
aas seinen Flugschriften und Aufrufen nannte . „ Siegfried
sin » I . " hatte im Jahre 1830 mit tze « versend von Aufrufen
» * ft Flngschriften begonnen , dir uuter den Juden für di « Wieder -
Herstellnng « ine » monarchistisch regierte » jädtschen Staate » werben
sellten . 1832 ' versuchte Seyfart . in Krakau mit de « polnisch ,
jüdischen Zentrum ln Verbindung z » kommen . Er wollte dort
leine Propogandaschriften drucke » lassen , scheint aber dabei auf
Ablehnung » eiten » der zuständigen Aeusnrbehörd « gestoßen zu
sein . Er » erließ nun Krakau und scheint sich dann in Breslau
kurz « Zeit aufnehnlten zu habe « , da er dort i « Jahr « 1633 seine
AftenMcke ( al , Propaganda » aterial ) veröffentlichte .
Ueber seine » eiteren Verhältnisse unterrichtet un » « in
Schreibe » de » Vürgermeister » von Görlitz . Demiani da » dieser
am 13 . Oktober 1837 der Regierung zu Liegnitz übersnndtt :
- Der Destillateur Setzfarr au » Berlin kn « i « Juni 1884
nach Görlitz und trat » it de » Pachter de » städtischen Smnkellerei -
Monopol » ( dem Kaufmann Pap « ) i , ein « Geschäftsoerbindung ,
wonach er al « Dianstbeamter de » letzteren einen Liquenr . und
Vrnndweinansfthnnk verwaltett . Im Mai 1836 geriet er in potizei -
ttche Untersuchung , weil er sich eigenmächtig und ahae Concefflon
eine » Vrandmeinverlage » « » maßte nnd im Sanft derer er » egen
Beleidigungen der Poiizeibeamren Zur fiskalischen Untersnchnng
denunziert » erde . Er ftlbst nahm Yiervo » Gelegenßeft ja einer
Beschwerde gegen di « hftstge Pall - riverwaltnng . we l che durch
tzohe » Reglern « » reskrtpt vom S . September 1836 entschieden
wurde . Inzwischen erging da » Gerücht , der Seyftrt sei bereit »
für blödsvinig erklärt und uutoa Kuratel gestellt worde » . Auf
dievfällige Re güistti aa eawwuaiztat , da » hiesige ( Liegnitzer )
Laud - und Stadtgericht die Akten de » Gerichtsamie , von Carpzow ,
waran » heruoraing . daß Eeyfart wirklich einmal al » Blödsinniger
unter Kuratel gestellt worden war . wogegen neuere Unter¬
suchungen da » Resultat geliefert hatten , daß er gesunden ver¬
stände « sei : Hierauf ist auch , soviel un » bekannt , die Kuwttl von
de » Land - nnd Stadtgericht hierselbst aufgehoben worden . Die¬
selben Akten enthalten viele Tatsachen , welche mit den neuer «
ding » ap den Tag gekommenen Uattrnehmungen de » Eevsatt in
genauer Verbindung stehen . Schon früher hat er Denkschriften zu
dem Zwecke der Gründung eine » neuen , für die Bekenner aller
drei Hauptteligjonen bestimmten Reich « , ia ^ ftrusalem verbreitet
« nd sich dabei der Firma Sieaftied Iustu « L , König von Jerusalem ,
bedient . Hierüber sowie , daß er selbst nach Konstantinopel geriet
und dorr ftr seinen Zweck tätig gewesen , endlich aber nach Hause
geschafft worden ist , geben dies « dem Land - und Stadtgericht
znruitgestellten Akten vollständige Rachricht . "
II .
Im Jahre 1836 hatte dieser für blödsinnig erklärt gewesen «
Seyfart ferne Laitation von neue » begonnen . Seine Beschafti »
f uug mit „ geistigen " Getränken scheint ihn vollauf nicht be -
rievigt zu haben . Und so erließ er im Jahre 1886 wieder Auf -
ruft an die jüdischen Gemeinden und Rattiner , in welche « er die
Zeit für die Rückkehr de » jüdischen Volke » nach Palästina für
gekommen anlah . Auch legte er Aufruf « , di « zum Vau « ine »
Tempel » i » Jerusalem auftordern sollten , bei . Diese Agitation
veranlaßt « die gegen alle » Reue immer mißtrauis « he österreichische
Etaat » polizei zu großen Untersuchungen über ihre etwaigen gr -
fähelichen Auswirkungen auf die Inden .
Aber auch di « preußische Polizei war nicht minder tüchtig .
3 » Mai 1837 erhielt di « Glogauer jüdische Gemeind « mehrere
rew ^ are eine » ^ Zion . den 6 . Mai . Anno VM " datierten und
M « Siegfried Iustu » unterzeichnet « « Auftnf » . der Mr Mitglied -
schaft ny eine « ^ Verein zu « Reudau eine » Tempel « " in Iernsaftm
austoederie . Die au » diesem Aufrnf Hervorgeht und wie man auch
an anderen Orten bereit » bemertt « . find Eeyfart » Bemühungen —
safer » wo » bet ihnen von einem ihnen ia Grunde liegenden
Zrel sprechen kan « — nicht so sehr auf die Gründu » » eine «
indischen , ftnder » « ine « un,verfalr « ltgiSsen Staate « gerichtet , zu
vessrn Gründung die Juden am » eisten beittagen sollten . Der den
Gl og nntt Irch « « ältesten übersandte Aufruf vlädlett dafür , „ dem
Gott de » Frieden » und der Liebe . . . namltch de « gemeinsamen
Vater der großen Familie der MrrAchbett eine » neue » Tempel
ta , errichten , worin alle Völker , Gefchlechter nnd Menschen ohne
An letzen der Perfan . der Religion , de » Romen » oder
der Fnrb « . . . ihn durch Glanb « nnd Liebe . . . verehren und in
dieftm prattischen Gottesdienste . . . ihr « wahrhafte Seligkeit ,
Kraft ( - - ttaft ? ) der Vergebung der Sünden und de » heiligen
Geiste » f ! f > erlangen können . "
Sobald der Magistrat zu Glogau hiervon erfuhr ( vielleicht
von den Iudenältesten selbst , die in den verdacht der Teilnahme
an geheimen Verbindungen zu kommen befürchteten ) , beschlag .
nahmt « er di « Flugschriften . Er überreichte sie der Abteilung des
Innern an der Kgl . Regierung zu Äegnitz und fragte an . wie e »
sich mit den Fluglchriften weiter verhallen sollte , , . da uns nicht
bekannt ist , daß diesem Unternehmen die Erlaubnis der Staats¬
behörden erteilt worden ist . "
m .
Jetzt wurde diese Sache zur Slaatsaftäre . Di « Abteiluna des
Innern an der Regierung ru Liegnitz überließ pflichtgemäß dis
Entscheidung in dieser so wichtigen Sache dem Königl . Preußischen
wirklich geheimen Staatsminrster de » Innern und der Polizei ,
von Rochow . den man — da man wohl von vornherein eine ab¬
lehnende Antwort voraussah — sogleich fragt « , ob und welche
Schritte zur Unterdrückung der Flugfchrrftenoervreitung zu tun
seien , da sie sicherlich auch ander » wo verbreitet würde » . Dos
Ministerium antwortet « zwar ( am 29 . Juni 1837 ) , dah « » nicht zu
befürchten fei . daß di « fraglichen Aufforderungen Lnklang finden
- J - v — • - - — * ' i -
juol
^ ung und Tendenz . „
bekannt war . vorsichtigerweise di « Zirkulation der Derbeschreiben
di » auf weitere » zu untprsagen und die vorhandenen Exemplare
zu konfiszieren . Auch erbat er Mitteilung , ob nicht an anderen
Otten ähnlich « Aufforderungen eingelaufen seien .
Dieftr Bescheid entfacht « de « Feuereifer der Liegnitzer Re¬
gierung . Abteilung de » Inneren . Der Magistrat von Glogau —
dessen wachsame Handlungsweise man bereit » vorher schriftlich
gebilligt hatte — erhielt nun di « Anweisung , sämtliche nach Glogau
gelangt seien . Letzter « Anfrage , ob etwa auch bei anderen *
gemeinden ihre » Bezirk » dieft Flugschriften zirkulftrten , Übenandte
die Regierung zu Lregnitz übrigen » an famtftche Ortt mit Iuden -
gemeinden . mit der Lnweisung . sie . fall » sie irgendwo vorhanden
wären , sofort zu beschlagnahmen und « » ihr « itzuteilen .
Der Magistrat von Glogau übersandte sämtlich « in Glogau
eingettoffen « Exemplar « de » Aufrufe » de » König , von Zion , und
bemertt « dabei , baß di « Iudenälttste » wa Glogau . Oie Adressaten
jene » Aufruf » , nicht wüKen , ob auch an ander « Iudengemeinden
derartige Aufforderungen oerftndt ftien . Die e » sich für de «
Liegnitzer vezirk heranostellte . war ' Glogau di « einige jüdisch «
Gemeind « ftne » Ve - irk » gewr » « » . die von Siegfried Instn » alla »
Seyfart al » Trassat erwählt warben waren . ( Die » verdankte si «
wohl dem Umstande , daß dft Gemeind « Glogau fowahl dm Niest «
al » anch die größt « und berühmtest « Gmaeinde dich « BeHittn wa « )