sm
Jbtt 17 Konsrel^RürkWck an- fto$WW“
Herr Dr. Marti« RofeublLth, i« Breslau von seine«
frLhere» wiederhelte« Rede» beka«»t, «i««r der führe«de«
deutsche, Ztouifke«. ttftatttu a» letzte» Mittwoch oer de»
' ' " — ' ' ' ^ fchast»bericht über
|t Zia»ißifche
i «i»e a»dere,
mb 9UA«m Sokolo« geführte, ersetzt «erde«. Der Kongretz sia»d
i« Zeiche« schärfste« 0«xieitamofe» »«& »»ch Herr Dr. Rosen-
blüt» selbst, al» iierjenater Vertreter de» re»»«» Neizmann,
JUrpf, «ah« ri»e «Uspreche«-e Stell»»« er». Sr stellte
die» gleich i« »er Einleitung w seiBer. i« der ih« eige»e«
nchiOtB. aber deshalb Nicht weaiger fesselnde« Darstellung de»
KoBgieKverlaufe» ,»d der ih» beherrsche«»«« Probleme, fest ««»
«ah» für sei»« Ausführung«» de» Sharakter absolater Ob-
feAivität »icht i» Anspruch.
Air die Broblewhastigkeit de» KoBgretzergebnisse, sei sei«e
bioerglereWde veurteilnng r,«erhol» der verschied«»«» varteie»
selbst bel»»der, be^ichne«». W« Lichthei» pm Beispiel fit die
reGistaa'sti s che EinsteÜBng aas eise Roihe >« ihre» Si«ne u»
wenrRde Sr-ebmfie Hinweisen zu Snnen glaubt. da rieht
Jgbotiusk, ei« vollständig »egatioe» Fnzit oo» L»sa«, bi« zum
S»de. während Grokuea«« -wische» diese« beide« «i«e ver-
»ittel«d« »uffossu«- b«r»»det. Die gleich« Erschein«»« ist bei de»
Lrbeiter». de» allgeweiBe« Zi»»iste». «ach bei der sogenannten
Trappe A a«d de» Radikale» sestzastelle». Los keiaer Seite
zeigt sich eia« einheitliche V«ar1«il»»g.
Aür de« Lahe»stehe»de» bat die Tatsache ei« »»lösbare»
Rätsel, dag e» für diese» Kongretz. i» eiaer Zeit schwrrster Sr.
! zentrale» Proble« gebe« ko»»te: die Araa« de» .
De» Eingeweihte« »»ar jedoch di« Lösung de» Rätsel» klar: alle»
war aas de» Star; Deiz»a»»» berechnet. Wobei «ar die
Reoistoaist«» glatte Lada hatte«: ihr Handel« war klar »«d
folgerichtig: e» daat« sich aaf absoluter Regatio« a,f. Alle
a«dere» Partei«« aber war«« geknebelt. Hatten sie ja doch
Weizma«» Politik selbst witgemacht. Dank PZeiMann tonnte» di«
Dinge bi» za« Kongretz fortgeführt werde».
Die Erörterung de» Endziele» war aber krine»w«g» ei» «ar
«tische« »ad harmlose» Beginnen. S< handelte sich un «in«
st reale Frag«, e« handelte sich a« die Lraberfrag«. Diese
Tatsache kam de» Delegierte« «ach lange« -i« and Her kratz and
scharf za« Dewafttsei«, al» a« entscheidenden Tag« die Tele-
gro«»e aa» Balastina einzntreffen begannen. die st« wie aa»
eiae» Traum heraa» ia die DirklicMett uerückriefe«. Di« Tele»
gra««e waratr» vor radikale» Beschlutzfassnngen. Der „End*
ziellp,k hatte damit sei» S«de aefnnden-. Die angr,o»«e»e
Resolution hatte «in« harwlos« Fassung gefunden. doch für da»
t ruvtztel. de» Star; Weizma»»». braucht« ma« sie i» dieser
Hase »icht «ehr. Da» besorgte da» Interview.
So» «»tratet vedeutnng sei die Erklärung. die Den»«»«
vor dr» Konaretz z» diese» Interview abgegeben hat. Gleich«
Rechte i» Palästina für deid« Völker »ha« Ratylcht aaf «amerisch«
Stärk«. Absolut« Parität! Da, sei di« «i«,tfl« Möglichkeit J*r
Reolifierurw de« zionistsichen Progra««, ,»d da» sei »ach seiner
«»»erste« llebergeuaung für di« z»o»rstische» Zwecke vollkommen
«»«reichend. Dr. Rosenblüth hält diese ErNLrung. historisch g«.
sehe«, für da» wichtigste Ln' " ' ~
a »Herde« wohl Dr.
chtigste Aktiv»« de» Kongresse». Ei« wuä»e
, Kongretz al» »nznreichend erklärt ,»d zam
»»»itteÜaren Lnlatz z» DeizMaan» Ausschaltung genommen.
. Der Redner schilderte da«» die bi»her präzeden^of« Tattik
bei der Wahl der »eae» Leilaag, di« oo» alle, Partei«» dabei
bewiesene Inkonsequenz «ab stellte die Tatsache fest, datz die oo«
«»gewählte» Führer Rahm» Sokolow ab^ebea« progra«».
matttzche Erklärung Satz für Satz »»d.P»»kt für P»nkt di« so oft
m WetMann a»fg«stelltt» und oertreteve» These» wmderholte
und di« «a» bi»her so scharf bekämpft hatte. Di« Sieger brachte»
" " . Veizmann z» Fall, um aber ei»e neue
' ' " ^^'""a gehe». Eie
:üm i» allen
r Beurteilung
de, Kongresse» bei alle» Partei«».
Wa» ist »u« aber sei» Ergebnis? Die Lösu»g sei kein«
Lösung. Die Au»«iaa»d«rsetz»»g hatte kein Ergebm, gebracht.
Sie wird »nd soll i« Jneress« der endgültige« Klärung weiter¬
gehe». E» matz ei« Entscheiduna zwischen Revision,»mn, und
realpalitischer Richtung herbeioeführt werde«. Di« äußeren
Fattore» drängte« ans eine smch« E^scheidung hin. Für de«
Ziant»«», sei eine wohlwollende Attaosohär« unerlahttch. Er
stellt de» letzten «v»lä»fer der nationalen Bewegung rm lv. Zahr-
»d«N dar. ober die Welt drangt »eile darüber hmau».
. .... — L---Parolen.
ch gegen di«
der zionisti«
>ch»» II»! «id«». «hi» »ie «ich»»» »h«. «>»>
«»Ilchcid»», «»!>« »h«r «»ch »»» imm« Sii»b«ii fantn. Dem
i»HHche» «olle >««» «eth»»e» »»» De»!!«» de, «e»Pm,i,m»,
mteatfremb »ich e» »er*« fte ablehiie».
De. Rchenblich («#* M >» i«>»-° >»»j»h-»»-en mitn mit
k» «e»Mo»t»m»» »»«e!»-»»ei. dehe» P-litil m>» «-»>»>.
taktik n al» »aeeal »nt »»»«^«esie» di»h-lli. JIM* ga»]t «e>
ng»! »iderleh« sich he« ei^atliche» «el-»»ler» der Jade,.'
Der Xctiut aia» bau -»> ei«ltl»c tm «onsirt
«elchjflr ci». tat Ac d-i°»d«re S«»«lu** der P i > ° - t -
iaitiatiae Heraar. der jetzt mehr »»smelksamkert aejchea»
«erden lall, «r mir« a»I di« »der»»» jchmer« ziaaa^atz« der
z»»ijh T*e»c, di», jamie aas die «tzdiatzt« x^aeadi^ml der
jafsrriae» llasdri»«»»» »»» ItzStzi» ?f»»d i» Wetze eine» de-
Io»deren Xetapset«. am di« krjarderiiss« ,» Zasamm-atza-p
«it de« «i-aeleil-te» Ad da» i, der VrW»>sa>>« »»d i» P-latzma
decke» ji Uaae» »ad um jeder die Zelt di» »»» »ich»-» »ad«-t.
j-hre d»rch»»k»Ma>«»
Di. Xajeablüth ,,»» zam Schlad »ach kar, e»i de» »Aa«-
dlick". die »achtz« S»t»i«»»tz im Zieaiem»» «i». Iratz d«k »a<
aehearra schmerea Sagt j» der ,aaze» Z»d«»d«il m»tz. »»d mir»
tu meiterarhe» 5« deitzt immer neue Säer,,«, »»» sich Hera«
ia die «e»e,»m> leite». 3» Palätzma , e H I e» «*itn — DJ»»
»icht mit. da»» ah»e Der sch»» s«Ischir,te»d« Hase-,da»
ja Saisa. die Antmickl«», der Iadastrie. dm ttugtittUU XmIi-
IMnu der zrotze» Pljia« im »ordrre» Orieat — dar« »ehmr» di«
Dia« dereit» eiae »i^»e»I»ickl»»tz »»d r» lies* fl* kn 3»de»,
dadd« sich »icht ohne sie „» gni* sie ntmickel». «»ncheldend
iftoi« lat. xiadilrsi»r»tz» arm »-»Ich«, »ad Kapital, Srsällaa,
de, tagtätzllche» Arbeit. Xach immer »ilt da» Wart Herzl«: .Mear,
mir « » N « ». I» mir» e» lei» »ärchn sei»".
rähr»»« I» vieler
Aa sehlt« »irnral
Vertrete« der eeaislaaitzische,
schrldrlte sich «»I die Adchlte
ichtaatz. Herr
eiaer karzea PraMKertldraatz zege»
• In LOUIS ALT
» t» L m 4m C«1n«lnl*
manche Leuherungen de» Redner», di« er für die Revifioaiste« al»
beleidige«» empf»»de« hat. Der rhythmisch« Ahla»f der Ding«
»achteHch auch hier grltead. Rach einer Periode heihea Kampfe»
tritt Stille ein. Ruh« ist allerdings allein di« Atmosphäre, in der
austaaende Arbeit geleistet »»erden kann. Sh. H.
Das KtSen-treffe« bet Oberntgk
Am 28. Augtzkt veranstaltete der Ortsausschuß der jüdischen
3»gendver-ande «in Jugendtreffen in der Umgebung von Oberntgk.
Trotz der unbeständigen Witterung hatten sich mehrere hundert
J»»g«n» und Model», ha^tfächlich Mitglieder der Kameraden
de, Lritb.Haolim. Bar-Kochba Hazair. Ssra und Zli. aber auch
einzelne unorganisierte eingefunden.
Di« Deranstattuna begann mit sportlichen Wettkämpfen der
einzelnen Gruppe» und Bunde, bei denen besonder» die Kam«,
rade«. auch der Bar-Kochda Hazair heroortralen. Danach ver¬
anstalteten für di« Jüngeren-Sruppen aller Bünde die Kameraden
ei« Geländespiel, die mitteleren Jungen» und Mädel» ttafen
stch bei einer Arbeitsgemeinschaft über die Frag« der Proletari-
sterung der jüdischen Jugend unter Leitung von Adolf Talaloy
tLrit^Haolim). «ährend für die Aelteren Jranz Meidner lJli)
eine Arbeitrgemeinschast über da» Thema: „Ist eiae Wirtschaft.
,1-“.. der .—
liche Selbfthis
iUden i» Deutschland möglich- veranstaltete.
Aufruf!
Ww Wh w» M R»sch-S«sch«Kck
«Kol Jisrael «rewia m I«3*p.“
•HÄ« Juden stnd für einander ver«»t»»rHich."
AlljShelich vor de» Rosch--«sch»»»h-A«ste richte» «vir »» di«
Vre»la»«e Ge»ei»de»ltgli«der di« Mah»»»g. i« dies«. Tage»
der Seldstbest»»»»g stch der alte, »»d »e» wieder erste he »de«
Heimat «»seer» St»««e» z» eri«»er«, z» ihre« A»fba» d»rch Er-
werb »«« Bode» al» ewige« Sige»t»» de« jüdische» Bolle» bei-
z«te»ge«, ««d vor «Le» di« Beträge, die saust für Slückwü»sche
a» Fre»»de »»b B«ka»»t« ver„»g«bt werde«, dieseM Mer,»
Zwecke «»tzbar M Mache».
Wir richäe» auch he»te dies« Vitt« a» Sie t« der Ueber-
ze»g»»g. datz dt« gesteigerte» wirtschaftliche, Schwierigkeit«»
hte«z»la»de Sie »icht «bh»lte» werde». «» »»serer Arbeit >«teil
z» »ehwe». Dt« schwierig« Sag« der t*«*« Welt zwi«gt »»ch ui
r» de» grätzte» A»stre»g»»ge». »« »»serr A»fg»be der Ber-
wehr»»» de» Bede «besitze» z»» Zweck« ,«,er Si»w»»der»»g »»d
»uGedl»«, i, Palästi«» fortzufühee». Wie bitte« Sie sehe, »«s«r«
N»stre»gu»ge, d«ech eiue Spe»b« z» »«terstütze».
Dieser Beitrug ist gleichzeittg »l» AblSsu«, ber v«rse»d»»g
ve» Glückwünsche» zu R»sch--«fcha«ah gebucht, erspart Ihne» als«
U»koste, »och dieser Seite.
Wie wäre, Ihme, sehr da,tb»r. we». Sie »«» Ihre Ab.
l-f»ug»spe»d« fthe» i, de, «ichste» Tage« überweis«, würbe»,
damit «ttr für eiae» rechtzeitig«» L»»^i» i» »er »Jüdische»
Zeit»»g für Ostde»tschla»d- S«rge trug«, k仫e».
lleberweisNUge, stu» erbett« «uf Postscheckke«t« Bresl«» 8lS 71.
Lokalk»«itee de« Keren Kajemeth Lejisrael
^ippmann Bloch. Llud.-Rat Dr. Willy Cohn. Oscar Fluhr.
San.-Rai Dr. Wilhelm Groß. Professor Dr. I. Heinemann.
R.-A. Max Jacobsohn. Hugo Lesser. Dr. Joseph Prager. Dozent
Dr. I. Radin. Dr, Hugo Schachtel. Rabbiner Dr. Simonsohn.
Frau Stadtrat Wiener.
Verband jüdischer Frauen für Paläftinaarbeit
Dr. Lilli Berg-Plalau. Dr. Lotte Prager. Hilde Wolfs.
In den nächsten Tagen werden sich unsere Mitarbeiter er¬
lauben. bei dettjenigen unserer Freunde, die ihre Spende noch
nickt überwiesen haben, vorzuiprechen. um persönlich di« Rosch-
Haschanah-Spende in Empfang zu nehmen. Unsere Freunde
werden un» sehr helfen, wenn sie ihre Spenden bereit Hallen
und dadurch unseren ehrenamtlichen Helfern eine Wiederholung
der Besuche spafen.
2» ____
sei und eine dementsprechende Propaganda nur zu unserem eigenen
Schaden a««lquken könnte: kurz, daß e» für die besondere
j » v i s ch e Wirtschaftsfituation innerhalb der Gesamtkrise entweder
“* " Mn» f*i*, .r«(;..fr. _w __ w.t f_•!
. . „ .. .lfe. Beschäfti
gestellter bei jüdischen Firmen etc. — diese Propaganda nur dann
in größerem Matze erfolgreich und werbend sein könne, wenn ste
>w Zerche» einet umfassenden Sesamtkozeption erfolgen würde, die
die spezifische jüdische Wirtschaft,not nicht nur in ihren lokale.,
Au»wirk»ng«n. sondern, an ihrer Wurzel bekämpft. Dieser Ge
Sicher wird mancher
Anssprache angeregt
cht,punkt zu unt«ha?ten.
Ergebnislosigkeit dieser
unter diese»
grade durch die „ ..
»«ben sein, den ganzen Ftagenkamplex wieder ^inma^ von
ne»e» zu durchdenken.
Rach Sport und Spiel fand man sich schließlich zu einer
aemeiasawen Feier zusammen, in deren Mittelpunkt das Wett-
sinae« der einzelnen Bünde stand. Den Schluß bildet« «ine kurze
Ansprache von Edgar Fre»nd. in der etwa folgende» ausoeführt
l 0 «rd«: nDenn sich beut, Menschen vvn verschiedener Gesinnung
»ab«», f« geschah «« nicht in der Absicht, di«
LielfäUrgkeit ihrer Ansichten zu verwischen, oder die Schärfe der
palitikchea Gegensätze zu wildern. Dies« sollen und werden unter.
-mck»der auvgqfochten «erden Der Ä»» dieser Zusawwenkunst
ist ei» «»derer. U», eiut ^ unser schicksalhafte. Judesein da, »n»
grade t» dieser Rotwft zu besonderer Solidarität mahnt »nd be-
londer» al» j»»g« Mensche» eint un» die blondere Art innerhalb
utzserer oerschiMie« Gruppen zu wirken. Dir wissen gemeinsam
datz da, schönste politisch« Programm und der best« Weg einer
Partei «icht» Gert ist. wenn er nicht in der rechten Weise bmmngen
wird »o« «e^Ken, di- au» der «nwittelbarkeit ijjn, geistigen
Erlaben» die
Erte»«t«isse»
twUitüt. die ,
sich jede« A»we»blick bewutzt sind. ^
Dieser Gedanke gibt unserem Z»fa»n»ensein Sinn?
Rach deri Feier fuhr wa» gemeinsam teil, «it dem Last,
att», teil» wm der Eise«bahn üach Breslau und e» hat wohl
jeder eine» fchst««» Eindrvck mit «ach Hause genommen.
gestalte» suchen, die sich nicht wir
nicht i» die Sphären der Jntellek-
«nschaft salbet, fliehen, sondern die
atz Geist zor Tat
verpflichtet.
Berfafftmgckfett«
»er Whifchr» Schale«
Am 11. August fand i» Musiksaal der neuen Schulhause«
di« für beide Jwische Schulen gemeinsame Gedenkfeier der
Weimarer verfassuna von 1818 statt. Die Feier wurde et«.
geleitet durch den Thorak .Mir treten zum Beten-, worauf «o»
einige« Schülern der Volksschule Gedichte vaterländischen *" * '
voraetragen wurden. Hierauf hielt Fräulein Sludiea-
Helft von der Höheren jüdischen Schule die Festrede. Sie kl
an di« Feier an. di« vor kurzem a« dersewe» Stell« dem —.
denken de» Freiherrn vom Stein gewidmet war und wie» auf
die enge innere Beziehung zwischen diesen beiden Gedenftoaen
bin. An die bedeutungsvollsten Tatsachen de, innerpolitischen
Leben» in Deutschland seit der letzt«« Lersassungrseier vom
Jahre 1830 erinnernd, betonte di« Rednerin gerade ongeficht»
dieser Tatsachen di« Notwendigkeit der heutigen Berfassuug. Eie
versuchte dann den Schülern da» Werden und Wesen der
Weimarer Verfassung durch «in Beispiel au» ihre« eigenen
Leben»krei» nahezubringen. Daraus skizzierte die Redneria die
Verhältnisse im Jahre 1919: di« Schwierigkeiten damal» seien
besonder» groß gewesen, infolge der immer mehr ia de» Vorder¬
grund tretenden Demokratie. In der Weimarer Verfassung sei
den Bürgern «in dauernder Einfluh auf da» Staat»leb«n durch
die Wahl der Reichstagsabgeordneten zuertannt worden. Früher
habe der Bundesrat. da» hei^' "
liche Staatsleitung in der
ja in der Untersekunda di« .
gesoielt, wobei jeder Schüler «ine der grohen Darteiea vertreten
habe. Die Reichstogswahl selbst sei viel schwieriger al» in
früheren Zeiten: an Stelle de» eigenen Erscheinens aller freien
Männer wie in der athenischen und spartanische» Volk».
Versammlung oder im germanischen Thing sei beut« der Grund¬
satz der Vertretung vieler durch wenig« >m politischen Leben durch-
geführt. Auch da» paffio« Wahlrecht zum Reich»tag»abgeordnetrn
wie die Ernennung zu allen Aemtern innerhalb der Reichs¬
regierung seien nach demokratischen Grundsätze» geregelt. Die
Rednerin betonte dann sehr stark die Verantwortung, die sich
au» dieser Beteiligung am Staatsleben für den einzelnen Bürger
ergebe und insbesondere die Pflicht der Schüler, sich zur Vor¬
bereitung. auch unabhängig von der Anleitung de» Lehrers,
gründlich mit der heutigen Verfassung zu beschäftigen. Auch den
Idealen und dem Religionsgesetz de» Judentum» entspräche e».
dem Wohl de» Staates zu dienen. Der „Untertan" von früher
Hab« dem „Staatsbürger" von heute Platz gemacht, aber dem ver¬
mehrten Recht entspräche auch die vermehrte Pflicht de»
Einzelnen. Die Rednerin erinnerte die Schüler an ganz ent-
gEgengesetzte Auffassungen von der notwendigen Zurückhaltung
des Bürgers im Staatsleben aus den Zeiten zum Beispiel de»
athenischen Tyrannen Peifistvatn», Friedrichs des Grohen.
Friedrich Wilhelm» U. Rach der heutigen, letzten Ende» auf den
Freiherrn vom Stein und seine Mitarbeiter zurückaehe»d«n Auf¬
fassung Hab« e» der Einzelne nicht etwa leichter al» früher, aber
er sei freier, und feine Stellung im Staate bereite ihm mehr
Freude, genau so wie den Schülern «in selbstgewählter Aufsatz
oder «in solcher Ausflug immer lieber seien als vom Lehrer ihnen
zudiktierte Arbeiten und Veranstaltungen. Abschliehend knüpfte
die Rednerin an da» Epo» der großen mittelalterlichen Dichters
Wolfram von Elchenbach „Parzival" an. diese dichterische Ver¬
herrlichung der Selbständigkeit und eigenen Verantwortung de»
Menschen. Eie ries die Schüler auf. tätige MittrSger der
deutschen Verfassung zu werden, di«, unabhängig von jeder er¬
zieherischen Beeinflussung, sich eine eigen« politische Ueberzeuguvg
erkämpfen und handelnd vertteten sollten.
Rach der Red« wurden wieder einige Gedichte von Schülern
der beiden Anstalten aufgesagt („Ein Hoch dem Deutschen Reich"
von Scheffel und „Nicht nach doopelfarbigen Schranken" von
Lenau), dann schloh die Feier mit dem Gesang de» Deutschland-
liede» durch di« Schüler beider Schu^n unter Leitung von
Herrn Hein.
Arbeitsnachweis
jüdisch«» Organisatione» Schlefie»», Srtflan II,
Schweidnitz»» Stadtgrxt«» 28, Telefon: 28888.
Poftjh«k.«o»to: 288 VS
Teppichklopfer, Aushilfsarbeiter »sw.
für die bevorstehenden Feiertage bitten wir v
tele,
I*
bei un» anjujorbcin (26863). "Bei der auherordentlich Kratzen (Er
werbslosigkeit find auch kleinere Aushilfsarbeiten für dre^jnüischen
Arbeitslosen drin^
dem Geldmarkt h
Jahre besonder» _ _ _ o _..
Aroeitslolen schon im August sehr zugenommen hat.
Wir suchen dringend Stellen für Elektrotechniker.
Schlosser. Chauffeure. Bauarbeiter und ungelernte Arbeiter
jeder Art.
Die Zahl der stellenlosen Angestellten hat gleichfalls wieder
zugenommen. Bei Neueinstellungen zu Beginn der Herbst- und
Wmtersaison bitten wir alle jüdischen Arbeitgeber, ssch an den
jüdischen Arbeitsnachweis zu wenden, damit auch jüdisch« Be¬
werber bei der Neubesetzung der Stellen in Konkurrenz treten
können. Wir werden stets nur geeignete Bewerber zur Vorstellung
veranlassen.
Geübte Stenotypistinnen» Kassiererinnen,
sowie Aufsicht-personal, auch für aushilfsweise
Beschäftigung, können wir jederzeit auf telephonischen An.
rur hin vermitteln.
Geburt
Der Vorsitzende der Bre»lauer Arbeilogemeinschaft für die
Jewish Agency. Herr Rechtsanwalt Dr. Alfred Wolfs und
Frau Hilde, geb. Weih, zeigen die Geburt «mer Tochter an.
Unser sehr geschätzter Mitarbeiter, Herr R«gierung,.Assessor
Dr. Fritz Foerder und Frau Hermin«. geb. Markowicz,
Hamburg, .zeigen di« Geburt eine» Sohne» au.
Wir sprechen unsere herzlichste» Glückwünsche au».
Das indische Kind
tn die tätliches Schule
Wie afljthrttdi enftriden dk Laer der
/Odteben Zcttang Air OsJdeulKfeiaDd ihre
Glückwünsche
SU NeaJihr 3«*2 «Den fw*— mm FMm *an 8.00 Merk
durch ein berd In sollender OrOliit
Alka Vttwaadtac, Fiwadac aed Bafca&nka Wdkfcrt
•oron N2iv nstf?
pMÜta A. niB«r
Bmlw VQdork*tim8a 100
Dok&unfcn bk 0 .