torMfteäMng v«d GirGamuel
Di« betde» jüdisch»! Mitzistnr i« atne» «»Altsche» JUiiMtt,
Leetz Re«di»g wm$ Sir Herbert Sa«»«l. gehöre» zwerfevo»
M fc** bede»t«»dtze» pvlitische» Xiffn he» h urt ig «» po kiffs ch« »
G»gl8»b Ihr» iß Mnkt« fix k« «mßevenglffche
Iadenllw t» «ehr «1« ri»e« Bettacht «cheroedeattich kwdtw*
«ttt Wir g ebe « tofcr ni beide» jüdischen ML»»er», di« nicht
*«t m Wm Pevdlemen ihre» Sa»des. so nd er » n4 a» de»r» de«
allgemeine» I»de,tnm» harte» LnloU »ehmea, «m tut# Lebe»».
(!i||C. — Inwiefer» die L»»«1,»hei1 Lord Neadivg» »»d Sir
Sontii i« der Negieru»- sich für de» «eitere» PaMi»a a,fb a»
a»»witte» «ird. w»d »o» der" L«be»»d»uer de» »e»e» Kabinett»
sami« oov beste» Gesamrpolitik obh ä ngen. Sie »ird jedenfall» rl»
Gewähr gegen ei»e i« jüdische» Ei»« vegativ« Eatwickl»»- a»f
M«f*m Gebiet« angesahe» »»erde» dürfe».
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«argni» «f Xeadi», («tffri»»lU| Xafn» D»»i«l Isaaeo).
kl kn JU*tn«t der nationalen ZUsammenarbeit- nl» Außen-
»inisttr «»gehört, iß ei»rr der pop»lärsten Staat»«änu«r de»
British Empire. 1880 »l» Soh» ei»e» wenig bemtttelte» jüdische»
Kanfmakne, i» Lmtdo». gebäre», betrieb er Et»die» Verschiedener
>rt i» >L«ndon. Brust«! »»- Hannover. »»rde mit 1« Jahre»
Schiffsjunge und kam als Serma»» »« di« Haid« Leit. Spater
»»rde «r Gehilfe eine» Londoner Rechtsanwalt». lieh sich da»»
selbst als Anwalt »jeder »»d «»rde ei»er der berühatteste» «»--
ttlchen Juristen. 1^04 trat er al» liberaler Abgeordneter für de»
Wahlkra» Neading in da» Parlament «i» »»d »»rde 1910
Solicitotz General. La» 1910 di» 1913 »Mi er Xtt*r»C9*4fe««tal
lGen«ralstoat»an»alt). erhielt 1912 «1* erster ltt»n*e*.®««eral
«ine» Sitz i« Kabinett »»d stieg z»m A»rt de» Lord C hie f Iustice
oa» England auf. da» er 19ls di» 1921 iuuebatte. 1915 begab
er sich «l» Präsident der englisch.franzö«che» Aaleihekomnnssio».
1917 ah» «ußersrdentlicher britischer Gesandter »»d 1918 «l»
britischer erster Bevollmächtigter »nd außerordeatlicher Gesandter
»ach de» Bereinigte» Staate». 1914 erhielt er di« Pe«r»«ürde
mit de« Titel Lord Neading. 1918 de» Titel «in«» Li»cv»»t.
1917 «grde er Earl «s Neadrug. 1928 »ach jeinur Rückkehr a»»
Indien Margni». 1421 «»cd« er r»« vizetönig »»d General«
inMiRtiir »m Indien ernannt. ;» ei«er Zeit, «l» infolge der
Xnchkri«g«n»wälz»ngen ,, Indien n»ae«ähnlich« staatvmünnische
Begebung erforderlich «ar. »« der Suoatrv» gewachsen zu sei».
Er führte de» Xefvrmplan fär die Selbstverwaltung i» Indien
durch. der durch Edwin S. Monragn. Staar»s«kretär Hu 2«&t«*,
«denialls «ine» 3»3«o. a«»gearbeir«t «ord«» «er. Der Erfolg,
de» Lord Neading i» Indien bi» z» sei»«« 1928 erfolgte» Rück,
tritt «rqa»«, hat ih« «im «rste» Platz »»t«r be» BizekSaigen
rn Zayie» gesichert. Z» sei»«r «rste» Nade bei seiner Ankunft
in Indien »re» er ans sein« jüdische Lolk»z»gehörigkeit al» ans
eine seiner Eigenkchasten hi», die ih» für da» »ber»o«m«»« Amt
befähigten.
Marqui» of Neading ist a»ch nus jüdische« Gebiete her,
oorgetrete». Er «ar bi» 1921 Vizepräsident der Angl» Iewish
EslÄatjo». Da» Erscheine« der Balsonr-Deklaration (1917) be»
g ifck m al» «in ..große» Licht i» Israel". 1928 «»rde er Dar,
«nder.de» Direktor»»«» *•» Rnthenberg» Palestine Electric
irpvration. In der Folg^eit hat er wiederholt die Iewish
Agency in ihre» politiichen Vemiyavae» bei kt englischen Xe.
aieruun \ untrrstütsi. besonder» energisch »ach he» llnrnhen i»
Palast,wa n» August 1929 und «ich Erschei»e« de« Pagfield.
Veihbiiche» i« Herbst t»30.
Sei» Sah». Bi«co»»r Erlaigh (Gerald Xnsch» Zlaa«) «ar
Merter »»«alt der Iewish Saenc, hei der ll»teP»chung der ll».
nche, ist Palästi»«. Al, Schwiegersohn de» o«rst«rhe»e» Lord
Melchet» verwaltet er dessen «»»gedehnte» l»gd«irtschaftliche»
Betrieb in Palästina.
! Gtr S«r»«t «»»»«>
^ Sit Herbert Saennel. »er in da» »cac KabhteU al» 3»»nu
Minllkr «intritt, gemehr »nter der «»Ollsche» BtVöll«r»»D «be».
kl« «dhe Wapnünitar. Die Bllltter berichte», dast «r. »l» er
LchVuiraLt sar de« Miaf*»«.?«** «»»Weg. mMjiii
X m»i«fti[ bei« König )» begeben, von der «»aesm»melre» «enge
sehr »ar« bearSht^»rd«. *
Sir Herbert Santa«! ««rde 1870 in Liveraapl gebaren, «ar
1902 bi» 1918 liberaler Lbgeordneter für Barkshire. von 1905 bi»
1909 U»t«rstaat»se1retar i« Ministerin« de» I»»er» n»d Mit«
glied de» Kabinett» »nter Lsgnlth, »a» 1910 bi» 1910 Post,
«inister, ISIS bi» zu« Stnrze Lsqnsth Minister de» Inner».
Ist» mm n Präsident der Kanal Statistik Sacxt^ 1919 Special
L«»»Üst«wr für Belgien. «» Innenminister trat er für di«
HeiWmühnng der r»NSchen Inden i» Enala»» z»m Kriegsdienst
gt»; dabnrch wurde »re Schaff»»- der indische» Legion sehr ge.
fördert. I» Seltkr ieg »Lherte er stch anck der ^«risttsche« Be-
««WtUU »»d stWgste BmO-ender eine» jüdische» WlstgtsH» bi«
ZiaiöstHche L e Ünng t» Englend schnf. 19S0 «»rde er M« Hiab
C>«»W«>tr für PälLstina für W»f Jahr« «»«»1. »n er sich
n« dw Pagifiernng de» Landes Etnsthrnng einer »irtiilw.
tootknm KnkkVer««lt»»g n»d EUt w Enn g des Land«» »nrch
Eis«nOnchW«>. veae. Sch»le«. La»d»irtschofi»kr«d1te. Lbba» der
tü rksi che » Perwaüsna»« »nd Zollgefetzr »stv. immi, Ll» t»
folged« ll»rnhe, ISLI die Fra» de» ISdische, Xatio»alh«t«s
«iester «Ufne ro üt «nrd«. »nd eine heflwe anti^onistchche Hg»,
pagne i» Ukgland einsestte. entwarf Samuel dt« »nter de«
Namen „Weizbuch" berühmt gewordene Interpretation der
Vatfonr.Deklaratio». di« oo« K»t-»te«»l»ist«r tznrchi» i»
Innl 1922 de« Parlament »orgelegt wurde. I« Lngnft 1922
g»h er Palästina «r»« verfasinng. di« «inen Gesetzgebende» Xat
»orsaL jedoch «egen de» Widerstande» der Lraher »icht in
^Mttti»» trat. Nach Ablanf seiner >«tt»;eit veröffentlichte er
eine, zniamchenfaNend«» Bericht, der i« englische» Staat»verlag
«Ächiene» ist. Nach seiner XÜLKHr w»rd« Samnel oaa der eng.
lisch«» Xegierung ^nm Vorsitzenden der Kommission znm Stndinm
der Berhaltniste r« K ohl en d e raban ernannt. Später «ar er
OrganistUionVvoMender der Liberale» Partei »nd wurde 1929
wieder in da» llgrerha»» gewählt. Für die jüdisch« Palästina.
Benw gn n a fetzt« er stch ««»tarhin aktl» «in und »ah« »nch an
der Gest»d»»a»ko»fer«ü der ««eiterte, Iewish Agenc, in Zürich
lSlngnst 1929) teil. Er Veröffentlichte mehrere grundlegende
Schriften Über Liheralisma».
Samuel» Pvlitik al» High Tommiffioner für Palästina
wurde Vv» judijchrr Seite oft scharfer Kritik unterzogen. In
seine» Bestreben^ die Balsonr»Deklaration loyal durchzuführen,
enilaltete er eine! nachgiebige BraberpoMik. Vor ollem stieh die
nach den blutigeä Unruhen verfügte Einschränkuna der jüdische«
, Etn«a»d«r»ng sch In»i 1921) aus entschiedene Gegnerschaft oer
Inden. Such die Araber Palästina» beaegneten ihm. dem Zio.
niste», «it Misttranen. Seine llnparteiltchkeit »nd administralive
Fähigkeit «nrde aber »v« keiner Seit« ernstlich Lezweifelt.
Sin« mterefsante Diskussion
B»ste»frage» uni Lmrsteshär-erfchRft i» PRläfti»M
G«»s. 28. Aügust. (ITX) A»« dem ProiVtvü »her dt« Juni»
tagnaa der Marchalrkommrsno» sind folgend« bemerken»wen«
E,»-elheiten heroorzuheben:
I« Verlaus der Lusfprache über den Landentwickluag»plrn
gab der stellvertretend« Vorsitzende der Kommission, van Xe«»,
seine« Erstaune» .darüber »»»druck, daß der Hauptzweck de»
Plan» die Diedevanfiedluug der durch jüdische Lanvtäufe oer»
drängte» Araber sei» soll, und forderte, datz zuaächft sestgeftellt
»erde, ob diese Araber da» von ihnen früher besetzte Land frei»
willig geräumt habe». Da» Kommission»mitglied Gareia er,
klärt«, er verstehe »icht. war»« der A»»druck >eposi«dierle
Araber" gebraucht werde, da doch die Juden da» Land durch
nonnolen Kauf «a sich gebracht haben. Er wie» darauf hi», daß
di« schwierig« Lage der arabischen Lauern nur zum Teil darauf
zu rückgeführt werden könne, dah durch die jüdisch« Eimoander»»-
Bade a ln a ppheit entbanden sei, und forderte di« englische Xe.
gierung aus. die MoglichSeit. neuer Land in Kultur z» n«b»en,
m untersuche» und -um Zweck der Lösung de» Palästinaprotte«»
die Agrarreform aurzudehnen. van Xee» betonte, dah auch
arabisch« Grotzgründbesitzer Pächter von ihre» Loden entfernt
hoben. Auf diese Bemerkungen erwidert« Unrerstoarchekretär
Dr. S h i e l». die Xeaierung habe sich nur verpflichtet. Personen,
die infolge der. jüdische» Kolonisation ihre» Lode» oerluftrg ge»
gange» sind. Laad zur Verfügung zu stellen und fügte hinzu, datz
di« Iewish Agency noch große urwerwertet« Landreserveu besitze.
Auf ein« Frage Prof. Xappnrdr bezüglich der AnfteUung der
Sioalsländereien, erklärte Dr. §hiel». di« Vorstellung, dah
Stoai»l«nd«reie» i« größeren Ausmaß zur Verfügung stehen, sei
falsch; zu den Zielen de« Landenl»i«ll»ng»progra«m» gehöre
aber auch di« Ermögltchung einer dichter«« jüdischen tziedlur^
Ein interessante» völk«rechtlich«V Problem wurde vom stell»
Vertretenden Lvösitzendeu der K»««isiion. »an Xee» aus.
gerollt. Er beklagte e», daß da» palästinensische Landesdürgec'
sthaft»gesetz die Juden nicht erwähne und ihrer -«sonderen
Stellnng in Palästina nicht Xechnnng trage. Dr. Shirl«
erwidert«, die Jude, kamen »ach Patästi« nicht al» Jude»,
sondern al» au»lan-isch« Bürger. Da» Lolkerrecht kenne keine
jüdische Nationalität. Diese Antwort wurde von van Xee» mit
der Lemerkuaa ausgenommen, die Ansicht Shiel» entspreche zwar
de« oölkerrechtlichen. Bestimmungen, aber Balfour^eklaratio».
Mandat »nd T«ißbnch haben zugunsten de» jüdischen Volke»
«inen n«uen Begum in da» VÄkerrecht eingeführt. Dr. Shiel»
oerkprach. dieser Frag« sei» Augenmerk zuz»wenden.
Auf di« Lffchwerd« von van Xee». daß di« Iewish
Agency nicht in die Lage versetzt worden sei. jene wichtig« be»
ratende Nolle zu spielen, die die Urheber de» Artikel» 4 de«
Mandat» in Auge hatten. Versichert« Dr. Shiel», die Palästina.
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bereit, MHltct nnk Weiten» MfieMn Mc KitfHcMr Mt «an.
nitfiM Me «»bischen Zeitnwen MWt In, ilMigcn sei Me
e re b i s ch e Presse Io tenMnM». Mtz sk Mmn euch genommen
»«Mn könne. 3« Sinne der Lnmührnngen Lord LugorM be.
Ichlotz die «onunichon, ans Me Boünge ein« Ptelseibechcht
mnftighin zn «rgichlen.
klahrzril eines MärtyeerS
Zeh» Jehee »«ch ster Erfchieh»», 9 Um
I» Pl«I
Anläßlich de» zehnten Iahrertaae» der standrechtlich». Er«
schießuua Xabbi Sch«»ir»» ur Block »erSffentlicht die jüdische
Preffe Polen» Rrtttel. ln denen an den Märtyrertad- de-
Nabdiner» erinnert und seine Nehabilitieruna durch Wieder,
aufnahme de» Versätzen» gefordert wird. Nab bi Schapiro war
im Jahre 1921 nach Befreiung der Stadt Plock von der bollch«.
wistsichen Iuvasio» pan «ine« paluischen Militärgericht vnrer
der Beschuldigung der Spl««age zugunsten Cowjetrußland» »nd
der Verständigung mit dem Feind« zum Tod« durch Erschießen
uuverummerr um otc nmtartw*» worgange in seiner Stube
verrichtet«, irrtümlich al» Signal« für di« feindlichen Truopen
„Moment". liegt Xädbi Ehaim Schapiro nunmehr i^göÄe.
e» ist. al» ob noch immer sein Schrei zu hören wäre: „Erde, decke
nicht mein unschuldige» Blut!" Sie ei« Zacharjahaf »ird dar
Wut de» Märtyrer, von Plock nicht ruhen, e, fordert Gerechtig.
keit und Sühn«; denn Über seinem Grab« schwevt noch immer die
Beschuldigung de» Verrat», vou der ihu noch kein Gericht ftei»
gesprochen hat. Die Märtyrer unserer Vergangenheit have« sich
nicht darum bekümmert, was di« Völker über ihre angeblichen
Verbrechen dachten. Nabbi Akkiba fragte nicht danach, ob die
Welt ihn von der Anklage, derentwegen er zum Tode geführt
worden war. freisprechen werde. Di« letzte» Wort« a»f seinen
Lftwen waren: ^ör« Urael". nicht „Höret, ihr Völker." Aber
der Märtyrer »o» Plock forderte wenig« Minuten, bevor die
Ezekutionsabtetluna ihr Werk tat, feine Verwandten auf. für
die Xevifio» des Verfahren», gegen ihn und die Verkündung
seiner Unschuld Sorge zu tragen. Sein Bruder, ebanfnlls
Nabbiner, erzählt, daß er einst,'Jahre vor der bolsch«wistisch«n
Invasion in Polen, mit Nabbi Ehaim Schapiro über Märtyrer-
tum sprach, wobei dieser erklärte.' Glaube mir. Bruder, ich
wünschte zum unschuldigen Märtyrer für Seinen HeUiaen Namen
aurerwählt zu werden.^ Sein Wunsch ist erfüllt worben.
Bi» auf den heutigen Tag aber wurde sein« Unschuld noch
nicht gerichtlich festgestellt noch immer haftet, der Name Verräter
an feinem Angedenken. Al» die Tragödie von Plock sich er¬
eignet«. gj»a ein Aufschrei durch hl« jüdische Welt. Di« Judäa
waren in höchster Erregung, von »icht» anderem wurde damal»
gesprochen. Aber damal» «ar Krieg, «in Krt«a»gertcht hatte
eilig yod in rauher soldatischer Art arurreUt. Dawal» konnte
nicht, getan werden. Seithär find zehn Arhre verflossen. Die
jüdische öffentlich« Meinung muß verlangen, daß die politischen
Gerichte den Fall wied«r aufroll«», da» Beweisversahren revi¬
dieren und di« einzig möglich« Entscheid»», treffe», die Unschuld
de» Nabbi zu verkünden.
Tragischer Tod -»eier jüdischer Gelehrter I« Raakasuo
Einen erschütternden Eindruck wachte« hier di« au» d«m Kau,
tasu» eingetroffene» Nachricht«», daß dort die beiden jnngen
Moskauer jüdischen Gelehrte», der 24jährige Goldowsky unddär
25jährige Lewin. bei einer Klettertour im Kaukasuo^bebirge.
von einer Schneelawine erfaßt, in die Tiefe gerissen wurde» und
dabei de» Tod gesunden haben. Beide Gelehrte» hatte» sich »n>
geachtet ihrer 3»g«»d eine» «rohe» Name« al» Mathematiker
u»d Statiker erworben. Sie lehrt«» i« Moskauer Inßitttt für
Technik und Maschinenbau, sowie an der Moskauer Universität.
2» den kaukasische» Bergen, wo sie ihre» frühzeitigen Tod ae.
funde» habe», hielten sie sich dbenfall» zu wiffenschastlichen
Zwecke« aus.
Sin christlicher Zudenstaailer in Schlesien
\ a»» g<nrt)«> Br w tn» gtt üCT
(«IM».)
«intitecina de» Innen, in «erlin «Mt hatte
L »eitere » » » la fchn n ni n cnneiteflt. stxeie nie Die
I4c »Ogteenn, - M» • leiht Mr ?oti*iatniIiee
» — CttwMnnMn Met Mete» ibi ,efihe»ch «r-
i IietMn M» Köntne m Ziem bei Shriften nn» Inden
■* den anan nSkttilH W - M "' cteftere»'*-
ea« kt-t.loa 3aMt nn» 3Mc tickt ScknUaft
& M«e !>ch Mt ptntiMc *Hbrtnini(Ht S»*w
IN den Xegierungaprößdintt» m Merseburg v. Medin,
' nst « cw t ut d t , H« »« der Gich erhi i t e bed S rde der Stadt
-m 14 Intt l«7 dt« «kttckEnna erhiett. der a».
_Levollmachiigte dieser Gesellschaft, der Kausiaan» Earl
riedrich Gustav Seysan au» Girlitz »icht i» Leipzig wohn«,
«der, sich nnr dort «l. Fremder vom 28. April Li» KL Juni
1897 «ufaebalten Hab«. Gegen F. H. »rockhau» »erde, well er
die tnkrimriierte» Schrift«» ^y»e
ab«, «ine Untersuchung bei»
- '' ~ * * ' . keststell
gehörig« Eensur" gedruckt
bei« Leipziger Magistrat ßmtfi»be».
Utttersvch»»» seststellte. halt« Seykart seine sämttiche»
^ CsteaMH kt E«»snr bei Brockhan« i» Lmpttg
s»»b stlbst ncke Drnckkvste» g etv o» »». Di. Llizeibehöü«
IM Mm w«U « «h»e Z eMf n rgene hmignng gedrnckr
i d r^es tHn^n». v o^ d« KwvMeAchaft kein« Druck-
mehr okPpwehim».
i Potizeimtnister » Xochom. kt ur in der Mitteilung
* i de» Na me n nt »otzneet do» Arheber» brr Schriften,
t mm Görlitz, erfahre» hatte, tzeanftrogt« fosoet die Ling-
mi dieft» Seyfatt setbst üb« TmMenpen u.Verfaskn»,
m*vtbu zu vernehme». Di« Liegnitzer Negierung bettaute
ßygrrmeiDrr 9m GSrlch. Dv«ta»i. mtt dich« Aufgabe,
b« »icht ddttdffihre» kv»«tt. weil Sechart GKlitz. wccht,
«temwe» »ar. bereit» mied« «rlaffe» hat». A«
"er 1897 Hütte er eine» Patz verlanch. um i»
Angelegenheiten »ach de» österreichischen Staate»,
jänlrrich nnd der Schweiz zn reisen; »ieier Antrag w«be
ttanlchfnng de» GSelitzer Sand- »»d Stadtgeri
mmm il S» 9CtlM «t Görlitz «» 19. 6«»ttmh« Oh»« ’.
fH J4 seine Sache» nach Ztt—de» nnchi ind i n , wa » 1
JL Bttßewbtt dies«» Jahre» t» Gasthch ^b«, große Na» ..
awfhtelt. (1885 hatte er «ine» Patz vo» der Glitzer Polizei
z»r Kchft in »a» Ausland erhalte», kurz nachdem die K»ratel
am ick. Sebraar IM «»che-otze» worbe» war. In dichem Potz
hatte er sich al» Kaufmann und Agenten der Phöniz^chttlschaft
in Pari» bezeichnet.)
Damit hatte die A»geleqenkeit für die Negierung zu Liegnitz
beendet sein k»»«n. Und die Negierung «ar sicherlich ftoh. -daß
ihr wenigsten, dieser Albdruck einer Lerschwöruag der Juden
unter de« .JtöMif von Zion" genommen worden war. Die
preußische Negier»»- war — ebenso wie die österreichische — zu
der Ueberzpuaung gekommen, daß dieser ^»nig von Zio»" wohl
der ungefährlichst« Thronprätendent und Gegner war. der ihr
damals erstand. In de» jüdischen Kreisen hatte «t iiberhavpt
keinen Auklang gefunden. .
D»h«r konnte e» sich »ach die preußisch« Nmsierung leMe»,
die Untersuchungen gegen Seyfatt ernzustellen. Aber er ließ sie
nicht nnbehelligt. Am 17. Juni 1898 erhielt die Negierung zn
Liegnitz ei» Schreiben de» Kaufmann« Seyfatt au» Görlitz, m
de« er flehentlrch um Unterstützmeg. die er eventuell vom König
selbst erbitte» wollte, oder um dre Ausstellung eine» Emigration»«
pasie» bar. Da» Schreibe» diese» „KS»i« von Zion" ist so
charakteristisch für seinen vepwirtte» Geisteszustand und zeigt
. feine chttftlich-mysti>ch«n Bezrehnngen so auf. daß ich e» nicht
versage» kann-, e» hier wieder zu gebe» (zumal e, da» einzige
bekannte persönlich« Schreiben diese» .Königs von Zion" ist).
Hochlöbl. Negierung!
Seit meiner frühen Juge»d erhielten meine Geisteskräfte
dnrch innere und äußer« Eindrücke eine Richtung, »«lch« sich
bt» zu meinem 90. Iahe« zn einer Gewiffen ss oche «ntwtckelte»
nnd'momit ich bereit» 10 Jahr« älter geworden bi».
Dies« Gewffse»«sach« ließ mich t. X 1890 zuerst amtlich
und öffentlich zu Eonftantinopel in der Eigensch af t «l» B«voll-
«öch ti o er von Zio», der ich von Gotte« Gnaden bin (!!), für
bic EM« Gotte» nnd da» Hetl seiner großen Familie fÜ) aus¬
treten und wirksam werde». — Al» solcher »in ich denn im
Allgemeinen dnrch die Zeichen dvr Zeit und i« besonderen durch
die »amhofreste» Zeugen i» meiner hiesige» und heilsame»
Staattsache seit 8 Jahre» beglaubigt. Durch Vorurteil, ^rtümer
nl WiMetfünMile in Mt «eli «litt ich hietMI nie «Ile
»,chf»l,et Shtifti» (!!). Deiche He M, «eich ch-tt«
stritte». une rde n kkich« verfolgn na - n»d obgleich Niemand zweie»
Harre» di«»«» ka»n, s« mußte uh dennoch dem G«fttz« der Not»
»rnditzkckt Folg« leiste» «der »eben «einer h. Staatssoche dem
gemei n e» Br«darw«rb nochg«he». Dabei b«be ich kundaeta»,
doß ich i» der Ttt nicht «rbeitrfcheu bi», vielmehr zum ehrsame»
Forttommen in der Welt die reinsten, demütigste» Absichten
habe uud in meinen Bestrebungen wohl befähigt bt», einem
eigenen Hausbeftaud vorzuftehen. So oft ich aver mühsam ein
Gebäude zur Deckung meiner äußeren Subststanzmittel errichtet
harte, wurde e» mir durch die Vovheit der Mensche» wiederum
oreirgegeben't?) und eingerissen, wie mir solche» den» auch vor
längerer Zeit hier in Görlitz wiederum geschehen ist. Um »n-
oerdrosien aus» neue meine Arbeit zu beginnen, reiste ich im
vergangenen Jahre nach Berlin, wo mir durch die achtbarste»
Organe de» Kgl. preuß. hohe» Ministerium, die ernstNchste»
Vermahnungen an» Herz gelegt wurde», jetzt mehr al» jemal«
zu einem bürgerliche» Gemerbe zurückzukehre». Mein« An¬
gehörigen und namentlich mein Schwager, der Prediger Ideler.
verabreichte mir dazu ei» »och seine« aettngen vermöge» große,
Kapital, nämlich in barem Geld 500 Xtlr. und hiermit zog ich
nach Dresden, wo ich da» Glück hatte, »nter der Genehmigung
der Kgl. sächs Behörden al» Affoeiö in eine Deinhondlung
miteinzotreten. So eben aber mit «einer Ei»ttchtung vollständig
fettig geworden, »erve ich von Selten der Polizeibehörde befragt,
ob ich biefelbe Person sei, welche al» Bevollmächtigter von Zio»
bekannt geworden sei; und da ich dieses weder leug»r» konnte
noch wollte, so erhielt ich die Deffpng. iosott wiederum Dresden
zu »erlassen. Daß ich da»» ganz »«»«schuldet kam. beweise ich
durch beiliegende» mir entgegesgettagene« (!) Woylverhalte«»,
atteft der Kgl. sächsische» Behörde».
Bekennt bi» ich al» VevoSmöchttgter von Zion wahr¬
scheinlich (!) durch beiliegende, AktenVck. betitelt Jfm Mtan!«
mo . . ." (»»leserlich) «werde», welche» schon vor A»fheb»na
meiner Kuratel und fett länger al» Jahr und Tag der Kgl.
jöchf. Eeusurbehord« Vorgelege» hat. di« indes erweislich. . *
Hier bricht da» auffchlußreiche Schreibe» de» „ftfctip am
Zion" leider ab; di« Negierung zu Lteguitz gab darauf a»
22. Juni 1888 folgende Aatwott:
„Auf die Vorstellung vom 17. d Mt»., deren 9 Anlage»
Sie zurückerhaltea. eröffne» wir Ibne» hierdurch, daß e» nicht
i» unserer Befugnis steht. Sie von einer Gingab« n» des König»
Maj. oder an die betr. Ministerien wegen Bewilligung eine»
Varlehn» «der Ueberlastuna eine» Grundstück» zur Gewinnung
' Ihres nötiae» Unterhalts «^»halte».
Da» den ev. erbetenen ckmigratt»»skoUse«» betrifft, dessen
Gewährung »icht» entgegenstehe» dürft«, so habe» Sie sich die»,
fall» an de» dortige» Magistrat zu wenden "
So fettigre di« preußische Negierung de» .König von Zion"
ob. nachdem sie seinetwegen fast de» ganze» Ber«altu»g«apparat
in Bewegung gesetzt hatte, ver d w ft« Mann«, vor diese»
Nachfolger de» Sohne, des Zimmerwa»»». hätte sie sich wahrlich
nicht zu fürchte» brauchen. Wie «en aus seine» Schrekbe»
übrige», ersieht, sind sei»« Beweggründe rein chrWlich.
«jssionattscher Natur, so daß e« erklärlich ist. wieso die reichlich
aktive I»de»staat»pr»paga»da dich«» „König, von Zion" bei
de» Juden keine» Anvavg fand.