gesandt Dageg» Mak rieh «ffa erabtache Pmm sehr «in-
gehasd teh ran Braigntaran In Syrien mä uwaftawrikhl Ar-
t&«|p fci 4mam sta 4m Bytopathta md dar SoUdarkM odt dar»
syrtariten Adiührei» Aradrwck «Le.
Dar Oberrabbtaer das hritiedten Rdchse. Dr. J. R Harts,
hat von da» Vorataeend» des ÄJkg. dantacinn Fshhiusrrar-
band» and PrteUraten dar Rdcira »trat»mg dar Jüdin In
DestochlaaA RafaUnar Dr. Lao Baeek, folgend« B ots c haft
e rhalten: Bo tat mir sin Bafftafnia, « Ihn» a an (Sprechen, wie
innig aadl dk Jaden in Deutschland die tiefe Trauer emp¬
finden, von der alle Juden im Britischen Reich letzt erfüllt rind.
Oie ganze Welt beklagt den Heimgang von Könw Georg V,
durch dessen Person sich alle Gebiete and alle Mens ch en kt
(hart groben Reich geeint wußten, and der überall ab die Ver¬
körperst* da»an »Stand, «h seit Alte» «dai, gut and stark
im englischen Volke lat Sein Andenken lat gesegnet
In der Warschauer Groden Synagoge in der Tlomacki-
Straßs fand am 28. Januar rin Treuer- md G oriärh tntaflT i tt r»
dienst für König Georg von England statt Die eindrucksvolle
Trauerfeier, der auch dar eaghache Botschafter beiwohnte,
wurde von Qberrahhcner Senator. Prof. Sdmrr galahat
ix Syrtaa
MMm
Dia Pal äs tina - Regierung trifft energische Mainahmen zur
Verhütung einet Uebergmfens der syrischen Unruhen nach
Palästina. Obwohl es bis her in PaBariia ni r g e n ds zu Ruhe-
stfirungen gekommen ist, haben die Vorftlle in Serien doch
- Anlai -zu Besorgnis gegeben. Die Regier u ng hat eme scharfe
Warnung an tue Führer der arabischen Jugend vor Kund¬
gebungen für die syrischen Aufrührer g e richte t . Zur Ver¬
stärkung d» pa l i li tinenstsch-sy ris c h an Grenzschutzes sind
vierzig Urins ftBhürsutos <nd vier armierte K r af tw a gen an
die Grenze daywytri
In Nablus fand eine grobe Kundgebung der Istaklel-Partei
statt, an dar Delegationen aus ganz Palästina teil nahmen. In
einer Resolution wurde die b ritische Politik in Palästina und
die französische Politik in Syrien verurteilt. An die Könige
der arabischen Reiche und an eine Reihe arabischer und inter¬
nationaler Körpers ch aften w u rden Piotatoletag i uinme anlöblich
der Unruhen m Syrien gesandt. Es wurde beschlossen, Sym¬
pathiekundgebungen für die syrischen Araber zu veranstalten.
In Jaffa wurde durch das Gerücht, es seien in Chemikalkn-
Hhsem. die für eine jüdische Fabrik bestim mt waren, Waffen
gefunden worden, starke Erregung hervorgerufen. Die Regie¬
rung hat amtlich bekenn fgegeoen, dafi das Gerücht falsch ist.
Man ist allgemein der Ansicht, dai das Gerücht von ara¬
bischer Seite absichtlich in provokatorischer Absicht in Um¬
lauf g e setzt wurde.
Der High Commisetaoer hat die arabischen Führer zu
einer weiteren mündlichen Aussprache über den Legislative
Council ein geladen. Die arabischen Führer traten am Mitt¬
woch zu einer Beratung zusammen,, um über ihre Haltung im
Hinblick auf^ta Unruhen h Syrien schlüssig zu wer d en».
Zerti-
Die Jewäh Agencv for Pa läs t ina gft* bekannt, dai ,
“ * bis aut weiteres keine Bewerbung
1. Februar an tue auf wetteret keine Bewerbungen
Siete für Angehörige in Palästina labender Juden mehr ent¬
gegen nimmt, mit Ausnahme von Anforderungen Ange¬
höriger aus Deutschland, dem Jemen und Rußland.
— Gleichzeitig wird bekanntgegeben. daS die Palästina-Regie¬
rung die Annahme von Gesuchen um die Gbwinderang von
Familienangehörigen am geschränkt hat.
McfcsMtarwaHtr Hiilnl ftfetv (MltclM
In der »Schlesischen Tageszeitung*' wird ein Interview von
Reichskulturwalter Hinkel über die jüdische Kulturarbeit
veröffentlicht. Nach einer Schilderung der Entsteh «rar dsr
jüdisch» Kulturbünde und der Arbeit des Th aste» das Ber¬
liner Kulturbundes wird mitgeteilt, dai in efeter halben Spiel¬
zeit in Berlin bereits 523 611 jüdische Besucher bei den Ber¬
liner Veranstaltungen gezählt worden seien. Der Reichsver-
bend dar jüdischen Kulturbünde, so hribt es weiter, der bis in
alle Einzelheiten fachgemäß durchgegbedei t ist, wurde ah*
sichtlich unter zionistische Führung gestellt uqd euch
im Vorstand vön der orthodoxen Jadenbewegung durch¬
drungen, da jede Möglichkeit einer Offerten oder getarnten
Assimilation verhindert werden soll. Die kulturelle Arbeit
*
auch der Joden I» Rrich werde von diesen Gesichtspunkten
har weitestgehend gefördert- In Berlin genehmigte Programms
kioite» ausnahmslos' h» der Provfos gospirit werden. Noch
Anführung einer Aeuberung von lateMani Dr. Kort Singer
über d» Vecblkids der Ueberwai/hw igshsh thden zor jüdischen
K uhorsib ri t Mt » zum Schlui daß die zen¬
trale Lritimg der jüdischen Kultorbftodo zieh ta» allgemeinen
rinrichtsvotT verhaut* Ja, dai ris dta Forderungen noch
schärfwem Schutz d» deutschen Vdhdoms und seiner Kultur
anerkenne und rieh tat allgemeinen mit der Pfleg» des jüdisch-
völkischen Kul tu rg utes begnüge. Reichskulturwalter Hinkel
habe bewubt der zionistischen Bewegung stärksten Einfluß auf
dla künstlerische und geistige Gestaltung hn jüdischen Kultur¬
bund « » eben, da die Zionisten alz völkische Juden zumindest
formal Gewähr für eine faire Zusammenarbeit geben. Dai durch
die jüdischen Kulturbünde im steigenden Maie die Möglich¬
keit zur Betätigung »d Erwarb für jüdische Künstler gegeben
werde, erleichtere mit die Aufgabe, das deutsche Kunst- und
Kulturleben von zerstörendem Einfluß einzelner Assunfiations-
joden zu bew a hren.
MdMMslBr Wff. Mdt Ulf tasstpoWk
Im neuest» Heft der ^Zeitschrift der Akademie für
deutsch» Recht" m a cken u. a. Reichsinner minister Dr. Flick
»md Reichzminister Kerrl Aufführung» zur Rnasepolitik. Dr.
Frick betont, dafi von der Rrinerhastwng der Rasse der Be¬
stand des Volkes und des Staates und »ine Kultur abhängig
sei. Jede Vermischung mit artfremden» Blu* sei Rasseverderb
und bedeute auf die Dauer gesehen den Untergang von Volk
und Staat Von diesem Standpunkt aas sei dis Angliederung
fremder Volksteil# nicht mehr als etas Stäikung, sondern als
eins Schwächung dsr Volkskraft zu betrachten. Dr. Frick be¬
tont sodann, das die» von der Ras» ausgehende Auffassung
kein Werturteil über die verschiedenen Völker der Erde
und Bure Rassen bedeute» Es werde vielmehr nur festgestellt,
dai sie verschieden geartet seien. Und da sie so kraft des
göttlichen Schöpferwillen» geartet seien, sei es nicht Menschen-
sache, innerhalb der Wehordnung diese verschiedenen Rassen
gleichsam In eine Wertskala eins «fügen.
DffeatHche Mliln u JMIsch* Nnaea
Wie „Der Deutsche Unternehmer'* meldet, weist der
Reichs- und Preußische Wirtschaftsminister in einem Bo*
scheide an die Auftragmteilen «herauf hin, dai die Frage, ln
welchem Umfange jüdische Firmen Öffentliche Aufträge er¬
halten können demnächst neu geregelt werde. Vorläufig
gelten die Richtlinien des Reichakabinetts von» 14. Juli 1933.
Mc Zahl ier IHMh Sdixtklader la Preaflea
Der Reich»* und Pre u ß is che Eraehunnminister veröffent¬
licht Ergebnisse statistischer Erhebungen, die im Oktober 1934
und im Mai 1935 über das öffentliche und private Volks- und
Mtaetachuheeoen Preußens vor genommen worden sind. Es
gab zu Beginn de# Schuljahres 1935 in den von der Zählung
erfaßten voDtrachutati 14 537 Kinder jü «Äschen Glaubens,
gegenüb e r 16 33l im Oktober 1934. Die Zahl der in privaten
Schulen unterrichteter» Kinder jü dis c he n Glottaens betrug 7276
gegenüber 4865 » Oktober 1934. 43 Schulen wurden als is¬
raelitisch bezeichnet, <L h. eine weniger ab im Oktober 1934.
Es gab we i t e rhin im Mai 1935 28 israeHtiache private Volks¬
schulen gegenüber 25 vorher.
Tasaafl ta Z a at ra t w b a ai M Jüdischer
Htadwsrhar Pea t stM aad i
In ier Hwttwnlinil—tnf de« Ve^ulo wurden nach
einem Referat des Vorsitzenden Louis Wolf!, Berlin, zur Frage
der Heranbildung ein» geeigneten Nachwuchs» eine Resolu¬
tion angenommen, di« im Hm ßffc ß auf dis A»Wanderung der
Jugend nach Palästina und anderen Ländern eine gründ¬
liche handwerkliche Ausbildung der jüdischen Jugend
fordert Eine sogenannt« Kurzauabädimg sei ungeeignet; die
et forderliche Auswan de nmgsreife könne nur durch eine gründ¬
liche, den allgemeinen handwerklichen Vorschriften angepaßte
Berufsausbildung in Einzelbetrieben Ausbädungsstätten,
Schulen uevr. erreicht werden. Der Verband fordert ferner,
bei der praktischen Durchführung dieser Aufgaben im stärksten
Maße heran gezogen zu werden
Unter dem Vorritz d» —~
miniaters Ogden L Mills fand ta W.
ta New Tort ein Bankatt ririt bri dm
DoQar-Driv# zugunsten dar Jod» Pose n #
Haupt r edner war Ogden L- Miß* der •* •»
nicht ruhig Zusehen, wenn «gandwojzwri
lieber Wesen hungern. Man müz» fltaen , ■■■;. m
an die Anwesenden den Appell, che jetzt ringmritete Samm¬
lung aufs kräftigste zu unterstützen.
Der Direktor der Executive des Verband» polnischer
Juden in Amerika, Selig Tygel, entwickelte einen fünf Punkte
umfassenden Hilfsplan. Der erste Pknkt dies» Plan» sieht
eine unmittelbare Nothilfsakdon vor, ßer zweite Kredil
rang an Kleinkaufleute und Handwerk
mit dem Ausbau von Handwerkeracb
Hilfe für diejenigen, die Palästina-Ein _
sitzen, und der fünfte mit der Förderi
Er richtete
_ _ditgewäh-
, der dritte befaßt sich
> der vierte mit der
<J*r Hkl i» r K «fi UiuL
B U i taW late» be ste » skb
Die Fester Israelitische Retigioosgemainda hat in den
hauptstädtischen Bezirken «Le Organisierung der retifiöeen Für¬
sorgearbeit in Angriff genommen. Es wird Kampf gegen
religiöse Gleichgültigkeit und Fahnenflucht, Arbeit für die
Hsflighaltung des Sabbats und der Feiertage, sowie für die
Einhaltung der Zeremomalgesetze weitgehendst propagiert
werden. Auch gegen die Ehescheidungen und gemischten
Ehen richtet sich die Aktion der Religions-Fürsorgeateilen.
Nach einer gemeinsam» Konferenz des Rabbanatz, dta Reli-
gioöffehrer, der Jiqpendgruppen und Distriktsargantaetionen
wurden <be Füraorge-Ausschüate konstituiert. Die Delegierten
des Rabbinats, der Religionslehrerschaft und der Jugend¬
gruppen gehen von Haus su Haus und legen einen Kataster
des jüdischen Familienlebens an. — Es erscheint uns aller¬
höchste Zeit zu sein, daß die Juden h» Ungarn zur Besinnung
kommen, wenn säe sich als Asien näetvt selbst aufgeben
wollen. Die hier genannten Maßnahmen sind gewiß gut, aber
sie werden nicht ausreichen, selbst wenn sie was leider be¬
zweifelt werden muß, in richtigem Geist durengeführt werden.
I N ALL ER KÜRZE
Der Reidisausschuß für Ehegen ehmigungw\ der In Voll¬
zug der Nürnberger Gesetze beim Reichsmmiaterium des
Innern gehfldet worden ist, hat nunmehr den Namen „Reichs¬
ausschuß zum Schutze des deutschen Blutes" erhalten.
*
Die Frankfurter EisengroBhandluag Hirsch & Co. hat ihr
Geschäft an eine neuzugründende Gesellschaft verkauft, deren
Anteile sich im Besitz der Vereinigten Stahlwerke A.-G. Düssel¬
dorf befinden.
Infolge <i»r andauernden antisemitischen Ausschreitungen
in Stadt und Kreis Lodz ist «Le dortige national dem okratische
Partei behördlich aufgelöst »vorden. Alle Büros der Partei
sowie die der ihr angeschlossenen Arbeiter-Organisationen
wurden von der Polizei geschlossen und versiegelt Es ist
dies der zweite Fall ein er amtlichen. Auflösung der antisemi¬
tischen nationaldemokratischen Partei durch di« Behörden.
Die erste Auflösung wurde in Kattowkz und anderen Ort¬
schaften Polnisch-Oberschlesien« vor einigen Wochen vor-
genommen. Der Lodzer Wahlkreis gehört zu denjenigen, in
dem die Nationaldemokraten am stärksten sind.
*
Der Senator William K. King aus Utah befaßte sich
kn amerikanischen Senat mit «ier Lage der Juden in Deutsch-
und forderte, nun soUe diesem „Volke d» Geistes", nicht
den Rucken kehren, sondern Auswanderern au# Deutschland
in den Vereinigten Staaten eine Zuflucht gewähren. Senator
Kmg verlas größere Abschnitte aus dem Rücktrittsschreiben
des Oberkommissar, James G. MacDonald und trat für eine
entsprechende Abänderung der amerikanischen Einwande*-
rungabestimmungen ein.
Im Alter von 65 Jahren ist der bekannte jüdisch-ameri¬
kanische Philanthrop Solomon Lamport in New Xork
Frier des BreslMer RäMtaersMriMrs
. In der überfüllten Seminarsynagoge fand am 26. Januar die
traditionelle Frier zu Ehren d» Stifter* Jon» Fraenkel,
der nunmehr 90 Jahre tot tat, atatt, die mk der Entlassung
der Rabbinrimkandidsten verbunden war. In seinem Jahres¬
bericht betonte der Vorritzende des Do een te nh oß eg s u m». Do¬
zent Dr. Lewkowitz, <B# schwierigen Staualionen des Be¬
richtsjahr» die durch den Tod von Dr. Speyer b"St und
durch die lieben»edluny d» Semsns iia bbmer z Dr. Rabin nach
Palästina entstanden seien, <fie eher «tank der Ifife der in das
Dosen tenkolUgium eingetreten» Herren, «1» komm »»arischen
Seminarrebbinen Dr. O c h a sowie der Rahfcmer Dr. Wahr¬
mann und Dr. Urbach heb» überwunden werden können
Br erinnerte an eine ähnliche Situation vor 15 Jahr» und
«tankte insbesondere Stadtrat L R. Lei, «kn er ata Ehren¬
kurator d» Seminars einführte. «Ier gemeinsam mit R.-A.
Dr. Alfred Klee (Berlin), der der Feier be i wohnte, »md Arnold
Wiener (Beuthen) den Kampf um dta Erhaltung des Semi¬
nar, erfolgreich geführt habe. Nachdem Dr. Lewkow i tz den
turnusmäßigen Vorsitz an Prof. Dr. Hein ernenn abgegeben
hatte, hielt di e ser den Feetvortrag über „Neae Wege in
der Wissenschaft das Judentums", der etwa fol¬
gend» zum Inhalt hatte:
Der Einfluß d» Wandels der Lebenmanstände der Juden-
heit seit der Emanzipation auf dta Wissenschaft vollzieht zieh
olJftiählKh. Der Druck der Au ß enw el t auf die völlta* abgs*
schlosse ne, eben andersartige Judenhrit hatte eins Bejahung
des G he tto , zur Folge gehabt, d» rieh bewußt auf dta autark«,
d. h. eigenkulturelle Lebersgestaltung beschränkte Itaa J.er-
n e n" lediglich jüdisch-religiöser Stoffe bot in dieser großen
Geschlossenheit «he Kraftguefie Di« Aufklärung zerschlägt
die Mauern der Autarkie, rie bricht die Schranken «md läßt
damit den Willen zu möglichster Angleichung an die Umwelt
wach werden. Das Schrifttum erse he «« kn Btlde wissenschaft¬
licher Meßstäbe. Dta Wtasenachaft sucht dta sprachw im e n -
schaftiichen und philosophischen Wechselwirkungen von der
und auf die Umweh (z. B. Gabirol) aufzuzeigen. An die
Stelle des feststehenden Bilde, tritt das BÜd der Entwicklung.
Zum rechtfertigt die Predigt durch Erforschung der
„gottesdienstlichen Vorträge" in alter Zeel, Abraham Geiger
rieht ta den PWuiaärm Vertreter (taa Gedankens der Ent¬
wicklung »md Plnrnnriff. Hermann Cohen zieht die echten
Vertreter des Judentums m »tan (nach Weflhauaen) noch nicht
an das Gesetz gebundenen P rophe t en tatd wetatz die Spuren
ihr» irtäsi lun nnlii i wJiwiii« kr den taknudtachen Neben An
und in der Philosophie Mabaonta noch. Und weit 5/ treib en
den Gedanken einer bis zur uferloser, 1 Bßtaen Asaimüafion
gehenden Entwicklung die Leugner des Jsoantinnr. weiche
von der nidttjüdtechen Umweh ata dta eigentfichen Vertreter
jüdischer Geistes angesehen airdito Halscha, Kabbala,
Natiooalismus weichen dem unhtatortachm Ratienalhmaa.
Eine Theologie hat das fernen" ahgeiöet verbanden mit
einer vagen Hoffnung auf Glrii hhem» bligimss und innere und
ä ußer e Stärkung. 9 )
Die jüdische Gegenwart greift auf das Vota und seine
arteigene Entwicklung zurück. Die Außenwelt lehnt der raticx*
asiatisch»', auf! Beenden Jwtan ab, der Jude beginnt an dem
Wert der rationalen Frömmigkeit zu zweifeln. Br gibt sich
der Geschichte hta <a>d bejaht da, Volk: atdtarrcffgiöae Ver¬
bände, Palästma, Zionisnu, schließen eine Kette um den seine
Eigenart bekennenden Juden. Das Ost Judentum mit seiner,
sich besonders kt der Musik e mp rügenden, Mentalität gibt
etaen An st o ß , eine Verbindung mit dem Boden schaffen Werke
von Bialik, Tichemichowski uaw., ein neu» jüdisch» Ehr¬
gefühl wecken Rosenzweig, Akhed Haem usw. Eine Juderw
tomskvfldf der Gegenwart hat dta eenonzipetorische Theo,
tagte verdrängt. Netie Aufgaben erwachset» der Wissenschaft
in dem bei aller Wechselw i rkung selbständigen Einblick in
dta Eigenart jüdischen Wessis. Mystik und Owiaädhmns
finden Beachtung, die Sprache als Trägerin der Kontinuität
jüdischen S em ^ Kunst, Literatur, soziologische G e e ch i ch ts-
betrAchtung (Didmow) sind Faktoren, die <i» Bekenntnis zu
«tan Ewigkeitswerten des jüdischen Volk» mit seinem Segen
und Leid zu eher geschichtlichen Selbsterkenntnis und
damit zur Selbsto ehe apt u n g bringen. Schabbos, Goiua
und Lernen wurden erst su Sabbat, Diaspora imd Wissen¬
schaft, alsdam zu Schabbat, Gahtth, Judentuxnakunde — ein
Weg der Wandlung zur Selbstbehauptung
Nach dem reetvortrag richtete ttmbbiner Manfred
Lubliner namens der Entlassenen Abschiedsworte an Do¬
zenten. Kurator» und Hörerschaft. Komm. Seminarrabbtner
Dr. Ochs entließ mit eindringlich» und leidenschaftlichen,
sich an das Gewi»» der hmg» Rabbiner wendenden Wort»,
in deutscher und hebräiacfcer Sprache die Herr» Dr. Joseph
Herbst, Selomon Herbat, Manfred Lubliner und Dr.
Hermann M. Singer (z. Zt. Amerika).
Kantor Wartenberger (am Harmonium: Erich Schiffer)
umrahmte die würdige Feier mk ttuaikaUsch» Darbietung».
Fritz Günther Nathan.
*) Diese Epoche behandeln eingehend Werke und Schrif¬
ten von Seminardozent Dr. Lewkowitz.
Ii««t Max SroSs 4ramatisi«rt«n Roman
BBabaal, pOrst dar Judan
Es tat auße r ordentlich erfreulich, daß der Kulturbund uns
in Breslau dies» Vortragsabend bes c her t (am 6. Februar kn
Freunitasaaf). Max Broda Roman „Räubern"* tat uns wohL
bekamt. Der berühmte Dichter machte hier «tan genial» Ver¬
such, ein» Ju dentyp zu schaffen, der nicht anknüpfend an die
Tradition der Judengasse, sondern anknüpfend an dta Freiheit
der in Arabien lebend» jüdischen Stämme das zerstreute Volk
Israel sammeln und nach Palästina zurückführefv w3L Max
Brod läßt sein» Heid» aichf kn frei» Arabien gehör»
sek», er stellt Rtubeni alz ein» „edlen“ Betrüger dar; haut#
rri»rn wir, daß Räubeni m Wirklichkeit ein Abkömmling der
arabisch» Wüsten jwtan g e w esen tat und daß also der Dichter
gewta»raaaß» spätere Forsch eng» vorahnend sein Werk ge¬
schrieben hat. Räubeai mußte ach eit e rn , wall dta Zrit noch
nicht reff war «md besonders die Jude» jener Epoche, der
R»ai—nenrait, ihn nicht b egriff »
Dieser Roman hat nun dramatische Form gefunden. Max
Brod konnte sich nicht selbst entschließen, aus Mangel an Zeh
die Dramatisierung vorzunehmen, aber Gerhard Walter-
Rosenbaum hat die Dramatisierung in engstem Einver¬
nehmen mit «tarn Dichter geschaffen, und Max Brod hat jede
einzelne Phase überwacht und seine bessernde Hand angelegt.
Otto Bernstein hat im Kölner Kulturbund die Regie
geführt. Er ist der berufene Interpret dies» Werkes, das er
nunmehr in Breslau zur Verlesung bringen wid. Dieser Abend
verspricht ein ganz groß» jü<Üsch» Erlebnis zu werden. Es
steht zu hoffen, «faß die Mitglieder d» Kulturbund» den
Freundesaal bis auf «tan letzten Platz füllen. Aber auch an
diejenigen Teile der Breslauer Judenheit, die dem Kulturbund
bisher noch nicht angehörani ergeht der Ruf, ihm beizutreten
und durch «tan Besuch dieses Abends zu beweisen, daß sie
an derartigen Veranstaltungen interessiert sind. Dann werden
solche Abende öfters wiederholt werden.
Es sei noch darauf hin g ewi e sen, «laß vor einigen Jahren
Max Brod anläßlich einer Veranstaltung der Jüdischen Volks¬
hochschule in Breslau am Vortragspult erschien und uns also
kein Unbekannter ist. Gerade er hat schon vor Jahrzehnten,
als weite Kreise des Judentums noch in assimilatorischen
Gedankenkreis» lebten, um «Üe Erneuerung ein» national-
bewußten Judentums gek&jnpft. Neben «tarn -Räubern“ ist es
besonders sein „Tycho Br ah» Weg zu Gott', der in weitere
Kreis« gedrungen ist. Wir kommen auf «tan Abend noch ein¬
gehend zurück. W. C.
Dta «oHstlndts« dXMtttJi* Übertragung
da« B abyton U c h an Talnud«
von Lasaru« Qol dictm Udt
D ies e s z wölkbändige Monumental werk, an dem Lazarus
Goldschmidt sät dem Jahre 1896 arbeitet, steht jetzt vor dem
Abschluß. Soeb» gelangte der 11. Band d» Werkes, das der
Jüdische Verlag, Berlin W. SD, trotz der Ungrost der
Zeit ohne jede Unterstützung von anderer Seite herausgibC
zur Ausgabe. Er enthält «fee Traktate ChuÜn, Bechoroth und
Arschin. Der 12. (SchhA-) Bond, mit dem diese erste und
einzige voltatfindsge Uebersetzung da, Babytaraschen Talmud
in eine europäisch« Sprache zum Abschluß gelangt, erscheint
voraussichtlich sch» im Frühjahr 1936. Damit ist nicht nur
das Lebenswwk Lazarus Goraadunidts vollendet, sondern
auch eine der schwersten verlegerisch» Aufgab» «taa Jüdi¬
schen Verlags durchgeführt. — Gerade kt unserer Zeit ist dis
Vollendung dieses Werk» doppelt za begrüßen. Jetzt braucht
«tar Talmud für niemand» mehr ein „Buch roh sieb» Siegeln“
zu sein, »d Juden und Nichtjud» haben die Möglichkeit» «tan
Charakter und «tan Inhalt «taa Talmud einwandfrei kenn» zu
tarn».
Als neu» Werk der JBV kommt demnächst «las Buch von
Arthur Elossser »Vom Ghetto nach Europa“ (Das
Jud»t«n kn Geisted eben des 19. Jahrhunderts) zur Ausgabe.
B o esaci ist «tan m Deutschland lebenden Juden als hervor¬
ragender Literarhistoriker md Theaterkritiker bekannt