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auch dann nicht vom Platze weichen , erwies sich ruhigen
Vorstellungen völlig unzugänglich , und räumte , nachdem sich
durch sein Verhalten die Eröffnung der Versammlung geraume
Zeit verzögert hatte , das Feld erst , als man ihn sehr nach -
drücklich auf die praktischen und rechtlichen Folgen des Haus¬
friedensbruches aufmerksam machte . Wir können uns denken ,
mit wie freundlichen Absichten dieser „ Gast " erschienen ist .
Trotzdem haben wir sehr bedauert , dag wir ihm nach der
zwingenden Bestimmung der Satzung das Verweilen nicht ge¬
statten konnten : er hätte sicherlich besonders an der Debatte
über die jüdische Schule seine Freude gehabt .
Diese Debatte füllte , nachdem der Verbandsvorsitzende
Justizrat Or . Siegmann den Tätigkeitsbericht , der
Schatzmeister den Kassenbericht und die Rechnungsprüfer ihre
Berichte erstattet hatten , den gröhten Teil der für die „ A l l -
f emeine Aussprache über Ziele und Taktik
es Verbandes " bestimmten Zeit . Entschließungen z »
diesem Punkte wurden nicht gefatzt . Man kam zu dem Er¬
gebnis , das , die Schulfrage zuerst noch in unserem Mitteilungs -
vlatte eingehend erörtert werden soll . Unsere Leser finden
den Beginn dieser Erörterung schon in der gegenwärtigen
Nummer .
Im übrigen ergab die Aussprache eine völlige Ueberein -
stimmung der Versammelten über die Aufgaben des Verbandes
und die Taktik , die auch in Zukunft unter dem Zeichen stehen
soll : ' „ kortiter in re " und nach Möglichkeit . auch „ sunviter
in modo " . • !
Nachdem den sämtlichen Mitgliedern des Vorstandes ein¬
stimmig durch Zuruf Entlastung erteilt . war . l nahm unser
zweiter Vorsitzender Herr Or . S . Breslauer das Wort
zu seinem Vortrage : „ Eindrücke von einer Amerika¬
sahr 1 " . In zwangloser Form plauderte der Vortragende
über das , was er auf der Jungfernfahrt der „ New York " , an
der er als Vertreter seines Blattes teilgenommen hat . und
während des zehntägigen Aufenthaltes in New Port und
Washington an Eindrücken in sich aufnehmcn konnte . Inter¬
essant war besonders , was Herr Or . Breslauer über das
Loben der amerikanischen Juden berichtete . Eine Reihe wohl -
S ' euer Lichtbilder machte während des Vortrags die
. Einmütiger Beifall dankte dem > Vortragenden für
seine interessanten Ausführungen .
2 . Todesfälle . Unser Verband hatte inerhalb der letzten
Wochen wiederum den Verlust mehrerer , in weiteren Kreisen
bekannter und geschätzter Mitglieder zu beklagen . Es starben
i it ) ,
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es
Herr Bankdirektor Paul Bernhard ( Berlin ) . He
Kommerzienrat Albert Rosenwald ( Nürnbe
und Herr Schrift st e l l e r Alfred Holzbock ( Berli
sämtlich unserem Verbände seit seiner Gründung angehöpi
Für Alfred Holzbock finden unsere Leser einen bel
deren Nachruf aus der Feder des dem Verstorbenen , beim . .
nahestehenden Herrn Or . Breslauer an anderer Sb I
dieses Blattes . Wir ' werden den Entschlafenen ein ehren ' «
Andenken bewahren .
3 . Wien . Der Verband nationaldeutscher
Juden Wien hat seine Geschäftsstelle jetzt Wien II ,
P r a t e r st r . 34/22 , im 1 . Stock . ,
4 . Jungengruppe ( Berlin ) . Am 3 . Juli findet eine -
Fahrt unter Führung von H e i - n z Z e i m a n n statt . Tr « ff .
punkt Stettiner Vorortbahnhof 7 . 30 Uhr . Fahrkarte Birken -
werder . Rückkehr gegen 6 Uhr .
Ein Heimabend findet am 21 . Juni 1927 , abends
7 . 30 Uhr . bei Jacoby . Schwedter Straße 267 , stchtt .
Leitung : Ernst Jacoby .
5 . Rednerkurs . Während der Sommerpause - treffen
die Teilnehmer des Rednerkurses an jedem zweiten Hoir
abend zwanglos in einem Lokal in der Umgebung Berli i
Das erste Zusammentreffen ist für den JL . Juli 1927
Aussicht genommen . Näheres durch die Geschäftrste
° Der Vorstand
Briefkasten .
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Hirn » K . S . ( Jerusalem ) . Der Schriftleitungs - Aussckuh
hat sich zu seinem Bedauern nicht in der Lage gesehen » I ) r «
an sich sehr interessanten Ausführungen über die „ Z ioNisten -
wirtschaft " zum Abdruck zu - bringen . Di « , von Ihnen
durch eine Reihe von Vorkommnissen belegten Mitzstäxde
sind im ganzen in den Kreisen unserer Leser bekannt »
ein paar Einzelheiten mehr oder weniger kommt e » nicht
Im übrigen erlegen wir uns in der Wiedergabe folijer
Einzelheiten , die wir nicht bis ins kleinste nachprüfen können ,
grundsätzlich die größte Zurückhaltung auf . denn die Erfahrt ng
lehrt ( siehe den Fall Peiper ! ) , daß die Erörterung stets
auf Nebengleise gerät , wenn man sich in Einzelheiten verli rt .
Die Schriftleitung
t . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
. . . . . . . . . . . . . .
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Moderne
Wachskunst
G . m . b . H . '
Berlin SW 19
- Seydelstr . 12 Merkur 5186

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Künstlerische *
Schaufensterwachsfiguren
Vitrinenpuppen
i Teepuppen
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