men worden, und eine für den Werth desselben am besten zeugende,
weite Verbreitung gefunden hat. —
ES erübrigt daher nur bezüglich der vorliegenden ungarischen
Uebersetzung zu bemerken, daß dieselbe nicht blos correct ist, sondern
daß die dem Katechismus insbesondere gebotene Rücksichtnahme in
der Ausdrucksweise auf die Fassungsfähigkeit der untersten Elementar-
scküler auch in ihr gewahrt, und das Streben nach Präcifion und
Einfachheit glücklich und ׳gewissenhaft beobachtet worden ist. — Wir
zweifeln nicht, daß Herr Ziltz den Dank vieler Lehrer und Schul-
Männer sich erworben, und wünschen nur, daß unsere Schulen sich
bald im Besitze auch noch anderer geeigneter Lehrbücher in vater-
ländischer Sprache sehen mögen. -a.
vermischte Archuchten und Iotizen.
© Agram. In den hiesigen Gemeinderath wurde auch
rin Jsraelite, Herr Jacob Weiß, gewählt.
Losoncz. Einem Privatberichte zufolge hat der dortige Rab-
biner, im Vereine mit den Rabbinen in Preßburg und B. Gyarmat
das in der Pester Walzmühle bereitete ״Peßach"-Mehl als Ch o m ez
erklärt. —
-X- Von den als Urheber und Theilnehmer am viclgenannten
Trebitscher Judcnkrawall Angeklagten sind 18 wegen res Ver-
brechens der öffentlichen Gewaltthätigkeit, 5 wegen Diebstahls ver-
urtheilt, die übrigen 9 freigesprochen worden. —
w. Das Anathema, welches unser Landsmann, Herr G. F. in
Ctublweißenburg in einem hebräischen Pamphlet gegen das Werk des
gelehrten vr. Z. Frankel: Hodegetik der Mischnah. so
wie gegen das Breslauer Rabbiner-Seminar geschleudert, und
welchem der Chorführer der modernen Zeloten in seinem ״Jeschurun"
größere Verbreitung zu geben keinen Anstand genommen, hat bekannt-
lich einen energischen Protest gegen das ganze Gebaren der romant.
Neuortbodoren, sowohl von Seite des vr. Landau. Rabbi in DreS-
den, als auch des hochgeschätzten Gelehrten vr. Beer hervorgerufen,
welch' Letzterer zugleich alle conservativgefinnten, aber die Wissen-
scha ft ehrenden und achtenden Rabbinen und Theologen ausgefor-
dert, daß sie seinem Proteste sich anschlirßrn und zur Ehre der Reli-
gion und rer jü'iscben Wissenschaft gegen das Streben der modernen
Finsterlinge sich erklären mögen. — Dieser Aufforderung haben auch
außer dkm gelehrten Rabb. Fasset, im ״B. CH.", bereits mehrere
deutsche Rabbinen in der ,,A. Z. d. I.' entsprochen. DaS jüngste
Heft der ״Archivcs JSraelites" bringt auch einen energischen Artikel
gegen die Hirsch'sche Inquisition von Prof. Lelio della Torre
in Padua. —
© In Hamburg ist der erste Jsraelite, Herr Möhning,
zum Senator gewählt worcen. —
s. Eine französische Zeitschrift macht auf den. Wortlaut eines
Dankschreibens aufmerksam, welches die syrischen Bischöfe an den fran-
zöschen Clerus gerichtet, ,für die brüderliche Liebe, zu welcher u wr
die Kirche ihre Kinder zu begeistern vermag.'" — ״Wer hat
aber" — fragt unser franz. College — ״die englischen und franzö-
fischen Israeliten begeistert, die an 150,000 Francs übersandt ha-
den?" —Euch in rem Schreiben der syr. Christen an das Unter-
stützungs Comils in London geschieht mit keinem Worte der Juden
ErwäbnuM, Biawobl der Mann, welcher in England den ersten Im-
puls zu diesen Unterstützungen gegeben (Montesiore), ein Jude ist.
' - (Jew. Chron.)
s. Warschau. Um die Theilnahme an den jüngsten Ereig-
nissen als eine allgemeine und einmüthige erscheinen zu lassen, wird
hier jetzt jedes Vorurtheil gkgen Juden bei Seite gelegt, und die
Heranziehung derselben zu den ostensiblen Schritten und Manifest--
tionen besonders gefördert. Auf der Adresse an den Kaiser ist auch
Rabb. Mk ps'l unterfertigt; eben so erschien derselbe mit den Rab«
binatsmitglirdern bei dem imposanten Leichenzuge. Bei anderer Gele-
genheit wollte der Probst sich keines Wagens bedienen, um neben
dem richt-christlichen Geistlichen einhergehend; dem Volke ein Beij-iel
brüderlichen Einklanges geben zu können. Juden werden zu allen
Comitö's beigezogen. — Die Israel. Gemeinde hat ihre Armen mit
Trauerflor versehen, damit auch diese in Trauer erscheinen konnten.
Wochen-Sslender.
Freitag 15. März — 4. Nissan.
Sonnabend 16. שבת פ׳ ויקרא ״ . 5 — ״ ;
Donnerstag 21. ״ . 10 —י ״ Haft-Jes. c. 43, v. 1 - v. 31.
Geschichtliche Gedenktage.
19. März 1782: M en d e l s so h n's Vorrede zu Manassc b. Jsrael's:
״ Rettung der Juden."
21. 1807 ״ : Starb Ebajcm Jos. Dav. Asulai (aus Jerusalems
in Livorno.
TrauunM im isrnclitisrbtn Eultu;-Ttmxel zu Pest.
6. März: F. Calharina Oblatt — H. Kalmann Leitner.
7. ״ F. Neity Springer — H. Philipp Fuchs.
10. ״ L. Netto Weiß — H. Wilhelm Klein.
F. Paniine Rosner — H. Anton Schüler.
F. Iosrfine Fischer — H. Ignatz Fischer.
F. Bertha Lichtenstern — H. Daniel Grünbaum.
Offene Correspondenz der Redaction.
Hr. Dr. P. in S a : Wird nächstens abgedruckt.— Hr. Sl-f P-k in G. W.r
Wir bitten um das Versprochene. — Hr. p. K. in Wien: Bisherige Einsendun-
gen wurden alle benützt; die letzte bedarf reiflicher Prüfung ; eben so die fraglichen
Gedichte, welche wir übrigens erwarten.
(Eingesendet.)
vr. Jos. Rözsay, Primararzt der Filialabtheilung des Pester
städt. allgem. Krankenhauses in St. Rochus, und Präses des 12״-
raelita mag^ar e§ylet» wird nächsten Samstag, den 23- März N.
M. 5 Uhr, in- einer außerordentlichen Sitzung der kön. Budapester
Gesellschaft der Aerzte (JoscphSplatz Nr. 81 eine Gedächtnißrede hal-
ten über den so früh verstorbenen vr. Ignatz Schlesinger,
der als prakt. Arzt als med. Schriftsteller und als Jsraelite im besten
rühmlichsten Andenken steht. — Wir beeilen uns dieses Gedächtnißfest
den zahlreichen Freunden und Verehrern des Verstorbenen bekannt
zu geben mit der Bemerkung, daß sie dieser Frier recht zahlreich
beiwohnen mögen. —
Ligeuthümer, «erautworilitrr Redakteur uud Herautgcber, Jo»ef B&rmum.
INSERATE.
.
Zum herannahen-. פסח (Ostern)
empfiehlt sich
mit feinsten Chocoladen, Magrouen u. Mandelgebäck,
» Kistchen 5 Pfd., mit Zucker- u. Dunstobst, so wie feinstem
nach französischer Art zuberriteten Damen-Wein
Adolf Eger,
4 —2 Zuckerbäcker in Pest» 3 Kronengaffe Nr. 5.
Im Verlage von
M. J. LÖWY’s Sohn
Buchhandlung, Königsgaffe in Pest,
ist erschienen und daselbst zu haben:
הגדר, של פסח
mit einer treuen ungarischen Ueberseyung, unter dem Titel:
Elbeszöles az Izraelnöpenek Egyptomböli ki-
menetöröl, a Husvät k£t elsö estväi szämära.
Preis 50 Nkr. 5-1
Pest 1861. Druck von Emil Müller» Dorotheagaffe Nr. 12.