I.
Die Gottesstimme.
Drei predigten zum Neujahrs- und
MersShuungsfehe.
Von vr. S. Gronemann, Rabbiner in Strasburg W./Pr.
Text: Sie hörten die Stimme Gottes, des Ewigen,
wandeln im Garten in der Richtung des Tages
und es verbarg sich der Mensch und sein Weib
vor Gott dem Ewigen unter den Bäumen des
Gartens. Und es rief Gott der Ewige beit
Menschen und sprach zu ihm: Wo bist Du?
Da antwortete dieser: Deine Stimme habe
ich gehört in dem Garten, da fürchtete ich mich,
weil ich nackt war und versteckte mich. Er aber
sprach: Wer hat Dir denn gesagt, daß Du
nackt bist; hast Du etwa von den! Baume, von
dem ich Dir zu essen verboten, gegessen?
I. B. Mose Cap. 3, V. 8—11.
Predigt zum Neujahrsfeste.
•היום הרת עולם הי־ום יעמיד במשפט כל יצורי עולמים
״ Heute ist der Schöpfungstag der Welt, heute stellt der Herr
vor seinen Richterstuhl alle Geschöpfe der Welt." Diese Worte,
tu. a. Z., werden uns unter den erschütternden Klängen des
Schosar an diesem Tage entgegengerusen, daß wir tief bewegt
und ergriffen werden in unserem Innern und das Herz in
der Brust erzittert und erbebt.
״ היום הרת עולם Heute ist der Schöpsungstag der Welt",
der ganzen Welt, nicht der Schöpfungstag einer Nation,
nicht der Schöpfungstag Israels allein. Feiern sollte ihn nicht
R a h m e r , Israelitisches Predigt-Magazin III. Jahrg. 1. Heft. 1