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Lippmann Bloch;
Generaldirektor Sigfrid Haendler;
Dipl.-Ing. Wolfgang Mach;
Kommerzienrat Max Pinkus, Neustadt O.-S.;
Max Bibo, Glogau;
Stadtrat Dr. Landsberg.
Dieser konstituierenden Versammlung schloß sich an dem¬
selben Abend eine Werbeversammlung an; in die erste Mit¬
gliederliste zeichneten sich damals 10 Gründer mit einem
Betrage von je M. 500,—, 6 Stifter mit einem Betrage von
je M. 100,— und 31 ordentliche Mitglieder ein.
Um die Werbung von Mitgliedern in großem Umfange
in die Wege zu leiten, die Sammlung der sehr verstreuten
Leihgaben zu bewerkstelligen und endlich Geschenke zum Auf¬
bau der Sammlung zu erhalten, wurden drei Ausschüsse ge¬
wählt: ein Werbe-Ausschuß, ein künstlerischer und ein wissen¬
schaftlicher Ausschuß. Diese Ausschüsse bestellten zu ihren
Vorsitzenden die Herren Rechtsanwalt Dr. Bruno Zwirne r,
Wilhelm Per lh öfter, Dozent Dr. Isaak He ine mann.
In bereitwilligster Weise stellten uns viele Synagogen -
Gemeinden in Breslau und Schlesien ihre alten, zum Teil kost¬
baren Bestände von Kultgegenständen zur Verfügung, auch
Privatpersonen bewiesen uns ihr Interesse durch Uebergabe
von geeigneten Ausstellungsstücken.
Die rege Arbeit beweist am besten die Tatsache, daß
neben vielen Ausschuß-Sitzungen auch Vorstands Sitzungen am
12. April 1928, am 31. Mai 1928, am 4. Oktober 1928, am
13. November 1928, am 22. November 1928 und am 4. Juli
1929 abgehalten wurden.
Die Presse-Propaganda wurde in der Hauptsache durch
Herrn Studienrat Dr. Willy Cohn durchgeführt, und zwar
für sämtliche jüdische Zeitungen in Deutschland und in den
Nachbarländern, ebenso übernahm er auch die meisten Tages¬
zeitungen .
An Vorträgen wurden für unsere Mitglieder veranstaltet:
Am 13. November 1928 Herr Professor Dr. S. H. Lieben, Prag,
über „Aufbau und Entwickelung des Jüdischen Museums
in Prag“.
Am 9. Dezember 1928 Herr Universitätsprofessor Dr. Carl
Watzing er, Tübingen, über „Neues aus antiken
Synagogen“.