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Katalog nicht nur vollständig vergriffen ist, sondern daß man
ihn heute antiquarisch zu erwerben sucht, weil man hierin
eine vorbildlich wissenschaftliche Grundlage für die jüdischen-
schlesischen Altertümer erblickt.
Während dieser Ausstellung hat dann auch unser Verein
Einladungen zu einer Tagung an die Leiter jüdischer Museen
und ähnlicher Körperschaften ergehen lassen. Ihr ist man mit
Begeisterung gefolgt; wir sahen Vertreter von Kunstsamm¬
lungen, Archiven und Bibliotheken aus Deutsch-Oesterreich,
Tschechoslowakei, Polen und aus allen Gauen Deutschlands
bei uns. In dieser hochwichtigen Tagung wurde die „Arbeits¬
gemeinschaft für Sammlungen jüdischer Kunst und Alter¬
tümer“ gegründet, deren erstjährigen Vorsitz unser Verein
übernahm.
Allen denen, die uns bei unserer Sache geholfen und uns
mit Rat und Tat zur Seite gestanden haben, wollen wir nicht
verfehlen, an dieser Stelle unseren Dank abzustatten.
Der gleiche Dank gebührt auch Herrn Professor Dr.
Hintze, dem wir die vorläufige Unterbringung unserer
Sammlung in den Räumen des Schloßmuseums verdanken,
wo wir die Gewähr für sichere Aufbewahrung und museal -
pflegliche Behandlung der Sammelgegenstände besitzen.
Zum Schluß haben wir noch eine traurige, aber ehren¬
volle Pflicht zu erfüllen. Am 13. Mai 1929 starb der Delegierte
der Synagogen-Gemeinde, unser hochverehrtes Vorstands¬
mitglied Herr Justizrat Felix PI ir schberg, der ein warmes
Herz für unsere Idee hatte, und mit all seinen Kräften unsere
Sache förderte. Wir werden dem zu früh Verlorenen stets
ein ehrenvolles Andenken bewahren.
Der Vorstand.
Th. Schataky AG., Breslau 5