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D e f «H it r u n.
Nr. 30.
in der merkwürdigeil Aengstigung, daß man de» Romancier in deut-
- scheu Landen ans den Namen „Mainz" hin für einen Inden halten
könnte. „Das wäre auch kein Unglück gewesen," fügt der
Dichter hinzu, wenn er diese Episode erzählt. r Eine Lehre für viele
/ - Inden, die um keinen Preis durch ihren Namen ihre Abstammung
;; verraten möchten. /■;/,•
Jüdische Beduinen. Es .dürfte für die Leser nicht
liuiutercffdnt sein, zu erfahren, daß in der Rahe Mckka's ein
jüdischer Noinadenstamin existiert, der genau die Lebensweise
der arabischen Beduinen führt. Sein Haupleinkoinlnen ist
— die Brandschatzung der Mekka-Karawanen, die sich, wenn
sie nicht ausgeplündert werden wollen , von ihm loskaufen
müssen; genau fy, wie einst die Kaufleute von den Raub¬
rittern. Mehrere gegen diesen , Stamm- gesandte türkische
Armeen wurden mit blutigen Köpfen lwimgeschickt, daher
unsere nontadisierenden Stzmnmesgenossen auch das Privilegium
' -genießen, keinen Tribut gn die Regierung zahlen zu brauchen,
/- wie die anderen Beduiüenstänune. Die Leute bezeichnen sich
selbst als „Jahudim" und, werden auch von. ihren arabischen
/Nachbarn so genannt, daher ihre jüdische Zugehörigkeit ohne
Zweifel ist/ / . v '//.-.»./ . ' • . . ''
x: Le livre des cbrätiens et le. lirre des Jnlfs
des pucbesses d’Autricliö par 8. Sfcbweinburg-Eibep«»
schitz. Der Verfasser /$ ein ./•unermüMi$er .-in
. alten Skripturen und fördert aus dem Meere der Vergangen?
heit dann und wann für den- Historiker, für den Rlltionat-
ökoiromen und, für den Kulturhistoriker /wertvolle/Perlen
herauf; bringt aus dem Wust staubiger Archive 'so manche
interessante Momente an das Licht drs'Täges>Zhtes'dttz:LKsÄag<
- so man^er Rätsel ermöglichen.
«. In der obenftehenden. Arbeit führt er uns zwei alttzttüm- -
- liche /„Grundbücher: : das Puech (Buch) der Christen" und
„das .Puech her Juden" vor, wie dieselben im 14.,. 15'.. unk
- 16. Jahrhundertin Wien geführt wurden. - Die beiden -
, . Bücher dienten zur Eintragung von Hypothekardarlehen-/;
"/ Später liehen auch die Christen, ja selbst Klöster Geld auf
- Zinsen, mitunter auf recht wucherische.
.-Da nur Christen Grundbesitz erlangen durften, so wurde
. den H y p 0 t h e k a r s chulden besondere Aufmerksamkeit ge¬
schenkt,, damit ja kein Immobil einem Juden zufalle. /-
IN dieser. Broschüre sind 'folgende Daten besonders inter-,
. effünt: Jm,13.—iMgJahrhundett waren die.Gemeinden von^
Wiener-Neufta.dt un.d^ Krems' die. größten, da in den dortigen
Synagogen die Mtlichen Erlässe publiziert wurden. Außer¬
dem' gab ..es .yoch in. Wien, Mödling Und' Klosterneuburg
Synagogen. / < . ... / •' ••• , . v
In den hälachischen Gutachten (nyiMt aus dem
13., 14. und 15. Jahrhundert werden öfters ? die Wiener
.Rabbiner ooti 'osn)'erwähnt, doch hat man sich vergeblich
bemüht, auf diesen Umstand bezügliche Dokumente zu finden,
weil Kreuzfahrer die österreichischen Gemeinden geplündert
und zerstört haben. Blos die Korrespondenzen des Jsaac den
Mosche, Rabbiner zu Wien (yvn tix), seines Sohnes Chaim
(lvpn piit in«) und einige Sammlungen von Minhagim des
Abraham Klausner und des Jsaac Tirnau, sowie endlich die
Werke des Jsserls aus Neustadt, das Maharil und Rabbi
Jakob Weil bezeugen in etwas unvollkommener Weise, daß
die jüdische Wissenschaft in Oesterreich Vertreter hatte.
Abraham Klausner und Meier halewi werden in diesem
„Jud«ipuech" sehr oft zitiert. In dem „Judenpuech" ist vor
' der Eintragung ein polnischer Jude mit einem Beile und
Amtiichk
4ln der irr. Waisenknüben-Anstalt
zu Posen ist die Stelle emes
AufpelUors zu besetzen) die Vakanz
tritt spätestens am 1. April 1895
ein. Vorbedingungen sind laut § 52
des Status: • - /
„daß der Anznstellende sowohl
als seine Ehefrau einen reli¬
giösen sittlichen Lebenswandel
führen, daß beide Eheleute bei
Besorgung des eigenen.Haus¬
wesens Umsicht wie Sinn für
Ordnung und Reinlichkeit an
den Tag gelegt haben, und daß
/ . Beide vollkommen gesund und
rüstig seien, auch das mittlere
Lebensalter nicht überschritten
haben usw."
. Geeignete Bewerber, welche zu¬
gleich pädggygisch geschult sind, im
mittleren Lebensalter stehen und ver¬
heiratet sind, wollen ihre Meldung
wie den Nachweis ihrer Onalifikation
an dix Adresse llnscres Vorjitzenven,
de« Herrn Rabbiner' Dr..,B l 0 ch
richten.. '
P oft», de» 5/ Juli 1894. ;
pir Mrekliilt
der isr. Wajsk«Knabkv-A»ft«lt.
Tie Stelle eines.
WKchKmll
ist zum...1/ ScptembE auch, schon
früher,' in, der hiesigen Gemeinde
vakant. Gehalt 75« M.' u. freie
Wölumng. - 1 v . s ; :
' Bewerber wollen sich unter Ein¬
sendung ihrer Zeugnisse an den Vor¬
stand zu Regenwaldc wenden.
Die.hiesige
p«.
ist sofort zU besetzen. Gchalt4»00 Mk.,
freie Wohnung u. Nebeneinnahmen.
Reisekosten werden nur dem Ge¬
wählten erstattet.
M r 0 t s ch e u, d. 4. Juli 1894.
Der Korporatious - Borsteher:
M. Casparius.
h . Die Kantor- n. S. Rcl.-Lehrer-
' stelle (Kore: Tokea u. mögl. auch
Mohel) ist mit einem Gehalt von
Mk. 1500 zum 1. Januar zu be¬
setzen. Sem. geh. Bewerber,
d. Die Schächtcrstclle verb. mit
Synag.-Dienst ist zu dcms. Ter¬
min zu besetzen- Gehalt 900 Mk.
n. Ncbcneiunahmen. Bewerber
müssen an Wochentagen vorbeten
können.
Vorstand der jüd. Gemeinde
i» Könitz Wpr.
ür die bevorstehenden Feier¬
tage wird Engagement als
in einer Gemeinde Ostpxeiißcns, wo¬
möglich in der Nähe von Königs¬
berg, gesucht, von wo aus auch fas.,
sondere .Empfehlung durch' Herrn
Kantor Belkin erfolgen kann.
Gefl. Offerten unter B. % 100
a n die Exped. dies. Blattes erbeten .
Die Stelle eines
Schächter»
soll neu besetzt werden. Gehalt
2000 <Dit. Bevorzugt werden solche,
die als HilfSvorbctcr und Kore
amtieren können. Bewerbungen an -
das Gemeinde-^Sekretariat, Popa-
gopenstr. 3.
Der Vorstand der Hochdeutschen
Israelit. Gemeinde in Altoua.-
3 um 1. Oktober, spätestens zum
1. Januar ist die Stelle eines
Elementartehrers, Vorbeters und
Schällsters zu besetzen. (Die Stelle
ist staatlich ».. Aufaugsgehalt 800 M.
nebst freier möblierter Wohnung mit
Bett und Bettwäsche und freier Hci-
zung. ^
Diepholz, 15.. Juli 1894/
I. Jaeobsohu,
Vorsteher.
Kimisr-, Kchächiw,
Kare-«. WkaW.«-
700 Mk., Nebeneinkommen 300 bis
400 Mk. und freie Wohnung) ist
sofort zu besetzen.
Der Korporations-Vorstand zu
Neustadt a.,W. (Pr. Posen).
9 ie Lchrerstelle au unserer Schule
ist bis September b. I. yeu zu
besetzen. Aufaugsgehalt M. 12(ff>.
'Meldungen an unseren Vorsitzenden
Herrn Julius Ettlinger.
Ma.nnhcim, 3. Juli 1894.
Verein zur Förderung
das israel^Relig.-Unterrichts.
Für die hiesige Snuagogcn-Ge-
meinde werden tüchtige Chorsänger:
- ix'*. Tenöre,
1 tiefer Bast,
zum sofortigen Antritt gesucht.
Monatsgehalt, je nall, den Lei¬
stungen, bis zur Höhe von
60 WM.
Musikalische länger wollen sich
Melden bei
Cd. Birnbaum,
Erster Kantor d. Syn.-Gemdc.
Königsberg (Pr.) .
Weidendantm 17.
Ein Rel.-Lehrer u. Kantor wird
zum 1- Oktober gcs. Gehalt MD
bis 1000 Mk. n. rr. Wohn.
Rheda, Westfalen.
. Der Vorstand
der Synag. - Gemeinde.
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