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’etiltflfte,.Don mehreren Seiten veranstaltete Umfrage beziig-
,Häuptling Ihres Herrn Lehmann, daß der „Israelit"
mehrere Abonnenten und viele Leser habe, hat
folßMde THatsache ergeben. Es werden in der vielumstrittenen Stadt
gelesen: Brüll's Monatshefte in 1 Ex., Ztg. d. Indent, in 8 und
Ieschurun in 42 Exemplaren; außerdem hat die „Laubhütte" einige
unfreiwillige Empfänger. Vom „Israelit" wird dort, im Nord-Osten,
kein Hauch verspürt. Und so hat denn Herr Oscar Lehmann, der das
„Zentral-Organ für das orthodoxe Judentum" verantwortlich zeichnet,
hier öffentlich und wider besseres Wissen die Unwahr heit be¬
hauptet. — Womöglich noch bezeichnender ist die Art, in der Herr
Lehmann sich Kenntnis über die „Antezedentien" des Herrn „Redak¬
teurs" in Tilsit zu verschaffen suchte. Der Biedermann las oder hörte
irgendwo, daß ich Knall und Fall mein Amt quittiert habe. Wenn
dem Reinen alles rein, so ist einem — andern alles unrein; und so
witterte denn Herr Lehmann allsogleich etwas Geistes- oder — man
verzeihe den ungewöhnlichen Ausdruck! — Charakterverwandtes und
wollte in der ebenso unbesiegbaren wie unverdienten Liebe, die er nun
einmal für mich Armen hegt, doch gar zu gern etwas recht Genaues
und recht Pikantes erfahren. Durch die Vermittelung eines Wein-
l eisenden ans Frankfurt a, M. namens Gruskal gelangte er in den
Besitz mehrerer Adressen in Tilsit und beehrte.einen Herrn Eilberg
mit der Einladung, für den „Israelit" Berichte zu schreiben und ihn
namentlich möglichst gut, d. h. wohl möglichst schlecht über mich und
meine Amtsniederlegung ztt informieren. Herr Eilberg, ein litterarisch
völlig unbescholtener Mann, antwortete ablehnend, und nun hatte Herr
Lehmann die erforderlichen Informationen, um über die „Antezedentien"
des Herrn „Redakteurs" schreiben zu können! Daß Herr Lehmann
die Nummer mit der wohlinformierten Briefkastennotiz an fast sämt¬
liche Mitglieder der Tilsiter Gemeinde gesandt hat, in der Erwartung,
es werde dieser oder jener neubegicrig sein, die erschrecklichen EnGüllun-
gen über den Herrn „Redakteur" zu erfahren und den „Israelit" be¬
stellen, » dies sei ihm verziehen, dem: der Mann ist — wie drückte
sich doch gleich die „Zephirah" ans? — „litterarischer Krämer", und
„Geschäft ist Geschäft" Heißt eS in Händler-, und: „der Zweck heiligt
die Mittel" — in Jesuitenkreisen. Aber was ihm nicht verziehen sei,
ist die Thatsache, daß derselbe „Israelit", der in Nr. 57 Herrn Leo¬
pold Landau „verrissen" hat, in Nr. 64 eben diesen Herrn in den
Himmel hebt, nm — das ist der einzige Grund — dem Blatte einen
zählenden Leser zu erhalten. Wäre ich ein Optimist, wie der Redakteur
der „Zephirah", ich würde im Namen deS jüd. Journalismus an
Herrn Lehmann appellieren, von diesem Schmvcktum zu lassen; allein
bezüglich dieses Mannes unheilbar peffimistisch, bleibt mir nach dem
Niederschreiben dieser. Zeilen nur eines übrig: das Händewaschen.
■ A. L.
August
1894.
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Krettag . . .
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Sonnabend .
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Donnerstag .
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Die Stelle eines
Borbeters, Schächters
und Friedhofuttfsehers
ist zu besetzen. Einkommen ca. 800
bis 900 M. und Wohn.
Wachenheim a. H., 14. Aug. 1804.
Der Vorstand
des Synagogenansschusscs
Kitz.
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Gesucht wird für die hiesige Ge¬
meinde ein .
N 7 S 7 ' 7 V 2
welcher am
2'" rnnty
bordeten soll. Gezahlt wird Mark
>>0 nebst 10 M. Rciseentschädigiing.
Offerten an S Cohn, Kantor,
Woldenberg R.M.
^ür die bevorstehenden Feier¬
te tage wird Engagement als
Kilfs-Uormn
in einer Gemeinde Ostpreußens, wo¬
möglich in der Nähe von Königs¬
berg, gesucht, von wo aus auch be¬
sondere Empfehlung durch Herrn
Kantor Belkin erfolgen kann.
Gest. Offerten unter B. T. 100
an die Exped. dies. Blattes erbeten.
Zum baldigen Antritt suche«
wir einen seminaristisch "gebildeten
Lehrer, der. gleichzeitig Vorbcter
ist und in BehmderungSfällenX den
Schächter vertreten könnte; ferner
einen Gchächter, der gleichzeitig
Schammes ist und an den großen
Feiertagen als Hilfsvorbeter fun¬
gieren kann.
pet Tßorflanb
der Sy«ag.'He«el»de r« Gokverg.
tt. Lervbarclt, Vorsitzender.
ff
44
Bersicherunasbestand Ende Juli 1894:
177,174 Policen mit . . . . 484.9 Millionen Mk.
Kapital und Mk. 1,746,7«« Jahresrentc.
Neu beantragte Versicherungen vom 1./1.
bis 81. 7. 1894: . . .... . . 28.4 Millionen Mk.
Jahreseinnahme an Prämien und Zin¬
sen 1884: I . . . 2« L Millionen Mk.
Ausgezahlte Kapitalien, Renten re.
seit 1857: . . 143.9 Millionen Mk.
VemöMMM Ende 1893: ISS? """ Mark.
Die mit Gewinnanteil Versicherten, welchen 28,271,852 Mk.
sei 1871 als D i v i den d e überwiesen wurden, beziehen den voll en
Jahresübcrschuß aus ihren eigenen Versicherungen Und sind statuten¬
mäßig auch Teilhaber am Reingewinn aus den übrigen Geschäfts¬
zweigen. — Bezug der ersten Dividende bei Zahlung der 9.IahreS-
pränsie, der zweiten Dividende bei Zahlung der 4. Jahresprämie
ms. f. .
Dividende nach Plan B seither alljvhrlich um 4 o,o
steigend, d. i. 42 bezw. 45 äo der Prämie in 1894 und 1895 für
den ältesten Jahrgang.
Zur weiteren Verteilung von Dividenden an die nach Plan
B Versicherten Ende 1893 zurückgestellt 8.7 Millionen Mark
K a n t i a.n s d a r l e h n e an Beamte, Nebernahme der Kriegs¬
gefahr und Mitversicherung der bcdingungsgemäßen Befreiung von
weiterer Prämienzahlung sowie der Gewährung einer Rente im Falle
der Invalidität des Versicherten infolge Körperverletzung oder Er¬
krankung.
Keine Police-Gebühren und keine Kosten für Arzt¬
honorare.
Liberale Versicherungsbcdingungen und Unverfall¬
barkeit der Police im weitesten Sinne.
Prospekte und jede weitere Auskunft durch:
R. Dreskarr, H. E. Prinz, Sahm & Wedel,
Agenten in Tilsit. General-Agenden in
- - ' Königsberg i. Pr.
C. Witt, Direktions-Beamter.
k^ie Stelle eines Lehrers, Kan-'
tors und Schochets ist per
bald zu besetze».
Der Vorstand der isr. Religions-
Gemeinde Hungen.
B. Stern.
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CJLiir- die Synagoge)) - Gemeinde
O Hülö bei Krefeld wird zum
15. September ein Rcligionslchrer
und Kantor gesucht. Gehalt 700.50}.,.
freie Wohnung, Licht u. Beheizung.
A. S. Davids, Vorsteher.
Die hiesige
KMsdtMknstkllt
bei einem jährlichen Eilikonimen von
900 Mk., soll besetzt werden durch
unverhcir. Bewerber, »velche rcichs-
angehörig und imstande sind, Reli¬
gionsunterricht zn erteilen.
Der Vorstand der Synagogen-
Gemeinde in Bernstein.
^ür die Gemeinde Schweins-
'O Haupte« wird ein Religions¬
lehrer (unverhcir.), der auch gleich¬
zeitig die Funktion als Vorbeter
und Schächter übernimmt, gesucht.
Gehalt 450 Mk., für Schechita ca.
150Mk., Nebenverdienst ca. 100 Mk^
Entschädigung fiir Beheizung 40 Mk.
Nur seminaristisch Gebildete.
Seligman Lippstädter.
In einer Großstadt Süddeutsch¬
lands wird von mehreren Familien
ein tüchtiger, lediger
Lehrer
gesucht, der auch imstande ist, er¬
wachsenen Knaben HöH - Unterricht
zu erteilen.
Offerten unter H 74 an die
Expedition des Jeschnrnn.