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4. Juni IW?
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Nächste Woche
JUH
J<adU>:
Sonntag, den 9. } u n I t
20.05 Uhr WIEN (506,8 m): ,JDer Schwan",
Lustspiel von Franz Molnar.
Montag, den 10. Juni:
14.15 bis 14.45 Uhr NATIONALPRO¬
GRAMME, ENGLAND (1500 m): Der
Pianist Arthur Schnabel auf Schall¬
platten.
19.50 Uhr POSTE-PARIS1ENNE (312,8 m):
Schall platten. Nr. 2. Der Tenor Joseph
Schmidt singt italienische Lieder.
21.10 bis 22.15 Uhr BERN (539,6 m): Die
Insel Tulipaton, komische Oper mit Mu¬
sik von Offenbach.
Dienstag, den 11. Juni t
11.30 Uhr NATIONALPROGRAMME,
ENGLAND (1500 m): Der Pianist Horo-
tcitz auf Schallplatten.
Mittwoch, den 12. Juni:
13.30 Uhr REGIONAL PROGRAMME,
ENGLAND (342ff m): Der Violinist
Mischa Elman auf Schallplatten.
18.30 bis 18.50 Uhr POSTE-PARIS1ENNE
(312,8 m) : Religiöse Sendung von der
Voix d'Israel.
19.15 Uhr BRÜSSEL, franz. (483,9 m):
Nr. 2. Drei hebräische Lieder von Ravel,
auf Schall platten.
Freitag, den 14. Juni:
Siedler der Zukunft
Ein Tag im Vorbereitungslager der Jüdischen Jugendhilfe in Rüdnitz
11.45 Uhr RADIO-PARIS (1648 m): Sen¬
dung von der r ,Voix d’Israel.
20.30 Uhr BRÜSSEL (französisch) (483,9 m):
Nr. 4. Drei hebräische Melodien von
Paul Gilson.
Sonnabend, den 15. Juni:
20.00 Uhr BRÜSSEL, franz. (483,9): Jü d i -
sehe Musik. Wunschkonzert auf
Schallplatten. Kol Nidrei von Max Bruch.
Al chet von Rosenblatt. Kvakaas von
,Rosenblatt.
Fragen des Sports heraus, wie es beispielsweise
vor kurzem erst der RjF. mit dem ausgezeich¬
neten Leitfaden des Sportlehrers Edwin Halle
getan hat. Daher erwies es sich als notwendig,
daß man denen, die der jüdischen Jugend und dem
jüdischen Sport ihre freien Stunden opfern, für
wenige Pfennige eine ausreichende, auf un¬
sere besonderen Verhältnisse zu¬
geschnittene Anlei ung verschaffte.
Dabei hat man es sogar verstanden, aus der Not
eine Tugend zu machen. Denn beide von uns er¬
wähnten Schriften haben die gute Form eines
wirksamen „K u r z l e h r g a n g s" gesunden. Die
Sportler, fiir die diese Broschüre geschrieben ist,
sollten den Mut der Herausgeber anerkennen und
sich die Merkchen zu Eemllte führen!
Sonnenüberglänzt liegt der verträumte kleine
Bahnhof von R ü d n i tz da. Neugierig stecken die
Passagiere des einfahrenden Zuges die Köpfe
aus dem Fenster, um festzustellen, ob tatsächlich
jemand an dieser unwirklich-idyllischen Station
aussteigt. Auch der Beamte, Zugabfertiger und
Kontrolleur in einer Person, ist sichtbar verwun¬
dert darüber, datz an einem gewöhnlichen Vor¬
mittag gleich zwei Fremde auf einmal den Zug
verlassen. Leicht befremdet blickt er den An¬
kömmlingen nach die fröhlich losmarschieren und
bald darauf im Birkenwäldchen verschwinden.
Gleich hinter dem Gehölz soll dos Ziel der An¬
kömmlinge liegen, das Vorbeitungslager
der Jüdischen Jugendhilfe. Verfehlen
wird man es sicher nicht; denn wo 35 Jungen
und Mädchen beisammen sind, wird es kaum leise
zugehen.
Die tiefe Stille, die das weitzgetünchte Ge¬
bäude an der Wegbiegung umgibt, macht die
Fremden zunächst stutzig. Aber bald findet man
des Rätsels Lösung. Es ist nämlich gerade Früh¬
stückspause. Auf der Miese hinter.dem Haus
hockt die ganze „Belegschaft" im Kreise. Bald
ist der Kontakt hergestellt und es dauert nicht
lange, da kennt man die ganze Gesellschaft.
Da ist der jüngste der Gruppe, Seppl, noch
nicht 15 Jahre. Er kommt aus Bayern und sein
unverfälschter Dialekt begeistert alle Lager¬
insassen. Sogar die Berliner versuchen — aller¬
dings vorläufig noch ohne Erfolg —, bayerisch zu
sprechen. Augenblicklich sieht Seppl noch etwas
ramponiert aus, da man ihn zur Strafe für eine
unbekannte Schandtat mit Hilfe einer Schachtel
Schuhkreme über Nacht in einen Neger verwan¬
delt hatte. Nach energischen Reinigungsversuchen
erinnert er augenblicklich noch an ein Zebra.
Neben ihm hockt das sanfte Dorle aus SUd-
deutschland, ihr Nachbar ist ein Junge aus Kiel,
„Kieler Sprotte" genannt. Adi, der „Berliner",
unterhält sich mit dem Ehawer aus Elberfeld,
der „Königsberger" hat sich mit dem „Leipziger"
angefreundet. Alle sind bester Laune, nur
„Steppke" ist leicht beleidigt, denn man hat ihn
zum Kartoffelschälen abkommandiert. Die Früh¬
stückspause ist allmählich zu Ende gegangen, und
der Lagerleiter ist dabei, die Gruppe in sechs
verschiedene Arbeitsgruppen einzutcilen.
Eine Abteilung besorgt die Hausarbeit, putzt
Gemüse, schält Kartoffeln, macht Holz klein, zwei
Mädchen waschen. Andere Gruppen graben
Land um, jäten Unkraut, hacken und pflanzen.
Vier Jungen arbeiten bet Bauern in der Um¬
gebung, ein Mädchen geht täglich zu einem Bau¬
ern, um dort die Kühe zu melken. Für Arbeit
ist jedenfalls reichlich gesorgt. Der Boden, der
umgegrgben werden mutz, ist Brachland. Er ist
mit Unkraut bewachsen, das sich zäh in den Boden
geklammert hat, und nun mühsam herausgerissen
werden mutz. Ein ansehnlicher Steinhaufen in
der Nähe beweist, datz man nicht gerade idealen
Boden bearbeitet. So mancher Schweißtropfen
rinnt vom Gesicht, der Rücken schmerzt, aber ein
hebräisches Lied bei der Arbeit, das man vor
sich hinsummt, hilft über die Ermüdung hinweg.
Wenn dann der Lagerleiter oder sein Stellver¬
treter das geleistete Pensum mustern und ein Lob
erteilen, fühlt sich jeder zu neuem Eifer ange¬
spornt.
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Zlir fl ©fl« Beachtung I J B 4 el h)«rant«r folgenden Rufcrfkw Mmm umm Iieaar Aren fenrandtaa md
Fremden ron solches bereretehendea Familienfeiern Kenntnis geben, auf die ii Form ron Inseraten im Anzeigenteil eiaea
Blatte« hinanweisen nicht baw. nicht allgemein üblich ist. Die Veröffentlichung erfolgt kostenloa. Einsendungen für diese
Rubriken müssen spätestens 10 Tya vor Stattfindaa der betreffenden Familienfeier bei uns eintreffen. * Babnrts-, Ver-
lobnnga-, Vormihlnng»- and Todan-Nachrlchten werden nur in der Rubrik „Familien-Anzeigen" und gegen Entgelt
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Dessau. Albrechtstraße 19, 14. 6. 35: Emil Salomon und
Frau Hedwig, geb. Pollack.
Bevorstehende HO«, 70., 79. «i. 80. — 100.
Geburtstag i>:
Berlin, Gr. Frankfurter Straße 62. 11. 6. 35: Salomon
Reich. 70 Jahre.
Berlin N 24, Artillerieftratze 31, 11. 6. 35: Joseph
Bukofzer, 75 Jahre.
Berlin 910 18, Kniprodestratz
Löwenthal, 60 Jahre.
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Berlin NW, Bochumer Straße 15. 9. 6. 35. Frau Frieda
Fraustädter, 89 Jahre.
Berlin NW 21, Birkenstraße 12. 10. 6. 35: Louise Grün-
berg, geb. Jacobi, 80 Jahre.
Berlin-Charlottenburg, Schlüterstr. 36. b. Friedlander,
7. 6. 35: Ottilie Speyer, geb. Eichelgrün, 80 Jahre.
Berncaftel-CueS, 13. 6. 35: Frau Eva Thal, geb. Josef.
97 Jahre.
Breslau, Viktoriastraße 47, 15. 6. 35: Frau Berta Ring,
«eb. Wendriner. 75 Jahr«.
X
Wie sieht der Arbeitsplan in diesem
Vorbereitungslager a»s? Zunächst mutz man
berücksichtigen, datz es sich ja nicht um eine Hach-
fcharah handelt, sondern um ein ausgesprochenes
Vordereitu ngslcrger, in dem die In¬
sassen überhaupt erst emunal eine Art von Eig¬
nungsprüfung durchmachen sollen. Ist ein
Jugendlicher völlig ungeeignet für die Land¬
arbeit, so kann man das hier unschwer in den
ersten Wochen feststellen und verhüten, daß er
einen falschen Weg einschlägt. Allerdings kommt
es selten vor, datz man einen Insassen des
Lagers nach Hause schockt. Die Bünde, in denen
die meisten Jugendlichen, organisiert sind, haben
da wertvolle Vorarbeit, geleistet. Sie sorgen
dafür, datz sich die Jungen und Mädchen recht¬
zeitig über ihre Fähigkeiten und Neigungen klar
werden.
Die körperliche Arbeit im Vorberei¬
tungslager nimmt nur den halben Tag in An¬
spruch. 6.15 Uhr beginnt der Tag mit Gymnastik
und Sportübungen; von %7 bis 7 Uhr werden
Betten gemacht und die Zimmer in Ordnung
gebracht. Eine halbe Stunde dauert das Früh¬
stück, dann wird von %8 bis %11 Uhr gearbeitet.
Nach einer kurzen Pause wird die Arbeit bis
%1 Uhr fortgesetzt. Noch einer gründlichen
Reinigung unter der Pumpe geht es zum Mittag.
Danach ist bis 4 Uhr Freiheit, die meist im Gar¬
ten verbracht wird, wenn man nicht gerade
Briefe zu schreiben hat. Von 4 bis %5 Uhr ist
Vesper, daran schließt sich der tägliche Iwrith-
Unterricht, und von 6 bis 7 Uhr wird noch ein¬
mal Sport getrieben. Um s48 Uhr gibt es
Abendbrot. Zweimal in der Woche findet eine
Ssidiah statt, einmal ein Singeabend, bei dem
neue Lieder gelernt werden. Den Höhepunkt
der Woche aber bildet der Oneg Schabbath.
Es ist bedauerlich, daß weder Acker noch Vieh¬
bestand vorhanden sind. Da jedoch jede Gruppe
nur vier Wochen in Rüdnitz bleibt, fehlt es nicht
an Veschäftigungsmöglichkeit. Viele der Jugend¬
lichen kommen direkt von der Schulbank, andere
stehen bereits im Berufsleben und benutzen ihre
Ferien dazu, im Vorbereitungislager zu arbeiten.
Da ist eine junge Verkäuferin, aus einem großen
Warenhaus, ein Reklamezeichiner, der für Licht¬
spieltheater arbeitet, ein Fahrstuhlführer; kurz¬
um, es gibt Vertreter aller Berufe.
Dem Besucher, der an dem gemeinsamen
Mittagsmahl teilnimmt, wird es warm ums
Herz, wenn er sich an dem hufeisenförmig gedeck¬
ten Tisch umsieht. Wohin, er blickt, überall be¬
merkt er eine blühende, bewutzbe jüdische Jugend.
Wohl ist sie nicht so sorglos wie frühere Gene¬
rationen. Aber die Jungen umd Mädchen sind
heiter und zuversichtlich wie eben junge Men¬
schen, die wissen, daß sie sich ihr einfaches, saube¬
res Leben im eigenen Land ausbauen und später
auf eigener Scholle planmäßig weiterführen
werden. Gemeinsam singt man vor dem Essen
mehrstimmig hebräische Lieder, bis vor jedem dex
gefüllte Teller mit der einfachen, kräftigen Kost
steht. Später, in der Freizeit, hat man nochmals
Gelegenheit, mit dem einzelnen zu sprechen. Von
diesen hier — soviel weiß man — wird keiner
als „untauglich" zurückgeschickt werden. Und man
versteht es, wenn einer der Ac-Iteren zum Ab¬
schied sagt: „Glauben Sie mir, erst die Eha-
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meines Lebens bewiesen. Früher war
ich ein Einzelgänger, fetzt habe ich den Weg zur
Gemeinschaft gefunden. Jetzt weiß ich, wo¬
für ich lebe,und das machtmich glück¬
lich !“ S. Ascher.
Zu unserer sozialen Arbeit
Ein Vorschlag
Wenn man die Arbeit der Bünde betrachtet,
sieht man immer wieder die soziale Frage in den
Vordergrund gestellt. Sozial — ein Wort, das
den betrüblichen Anschein erweckt, Schlagwort zu
werden. —
Die junge Generation sucht einen neuen
Lebensstil, und es wäre gerade in der Frage der
sozialen Arbeit am notwendigsten, eine
neueArtderBetätigungzu finden. Wir
wissen, datz von den Institutionen der Gemeinden,
Hilfe und Aufbau und anderes mehr vorbildlich
gearbeitet und Enormes geleistet wird; wir
glauben aber, daß neben der wirtschaft¬
lichen Not die s e e l i s ch e eine weit größere ist.
Und hier helfend einzugreifen, ist, so glaube ich,
Aufgabe der Jugend.
Ich denke daran, datz es möglich ist, sich von
den Gemeinden aus Kranke oder alte Fa¬
milien, Menschen die wirklich hilfs¬
bedürftig sind, anweisen zu lassen und diese
dann zu betreuen. Aber nicht nur, datz man dafür
sorgt, datz diese Menschen zu essen und zu trinken
haöen, sondern daß man sich mit ihnen beschäftigt
und in jeder Weise um sie kümmert. Nicht aus
Mitleid, sondern aus einem Verant¬
wortungsgefühl der Gemeinschaft
gegenüber, nicht um sich einer sozialen Tat zu
rühmen, sondern um eine eigene innere Be¬
friedigung zu haben.
Ich weiß, datz man entgegenhalten kann, dieser
Weg sei pädagogisch gesehen nicht der richtige, da
bei den Helfenden, um sie einmal so zu bezeichnen,
irgendwie ein Ueberheblichkeitsgefühl
herangezogen werden könnte. Ich bestreite dies,
da ich es für unmöglich halte, datz es in der
heutigen Zeit Jugendliche gibt, die kein Ver¬
ständnis für Menschen haben, welche nicht durch
eigenes* Verschulden "in Rot und Elend leben.
Nein, diese Jungen und Mädchen müssen und
werden empfinden, wie wenig sie bisher getan
haben, und wie groß die Not noch ist.
Es gibt noch viele andere Wege der sozialen
Betätigung. Ich glaube aber, gerade an dem An¬
geführten zwei erfolgreiche Seiten zu sehen. Ein¬
mal die praktische Verwirklichung so¬
zialer Arbeit, andererseits die Erziehung unserer
Menschen zur sozialenVerantwortung.
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