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-wie ein.Heiligtum. Und dann allmählich wich die. Zurück- ° sie schier' unüberbrückbar sei, und trotzdem hatte sie seinen
w, dann mit wachsendem Liebesschwüren gelauscht, seine Küsse getrunken und sich
Haltung, und erst leise und zügernk.
Entzücken löste das Geheimnis sich aus ihrem Herzen, ln seine starken Ärme geschmiegt,
und sie - erzählte mit schwärmenden Mortem was sich .. . /Eine ganz andere, trat sie am Morgen in den .Kreis,
zwischen -lhr und Macha zugetragen. . Me fic am oer- . der- Ihren. Aber- sie hvffte: datz .man ihr die iünere
hsngsnen Montag gegen Abend, als der Vater mit "Marjam Wandlung nicht ansehe. . . .... ...
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■«„xri ?t Lt? £' • out -bentenft 'habe, daß etwas Besonderes, mnt - ihr vor»
und mit ahnungsvollem Bangen «erfüllte«es sie»-daß in
allem» was sie empfand, worliber sie. sann, .doch nur eines
war:. Er! - Wie er kam und ging, wie et lachte und
sprach, was er tat und 'dachte. Bas.-^vai^der 2nhaft
ihres ganzen Denkens."Sie konnte sich mrr.iMr mcht täw
schen, und me rvollte es auch nicht, Venn sie. fand, daß er.
sie beglücke, so ganz nur in ihm zu leben. Und. niemand
ahnte und wühle es, denn es. hatte sich.ja- Nichts ge¬
änderte in ihrem Verkehr-. Es war so. wie es imstier spar.
ginM und dah ihr verändertes Wesen auch ' dem Vater
ausgefallen sei und er mit -ihr vorhin darüber gesprochen
habe. Sie wollte sie nicht beunruhigen und schert machen-
un^sagte dah« nur: . *
- . „.Samstag? Das ist heut.". , » *
Zitternd.und bangend schmiegtesich Recha au' sie.
Sie sah im Geiste, wie nach. Schluh der Fabrik Martin
zu ihrem Vater treten -würde, froh und sieghaft, ihrer
äußerlich, nur in ihr war es anders! Dort keimte und blühte. / Liebe »sicher. um' ihre Hand.zuE begehren und,wiH .
.und. sproßte ein köstliches, sonniges, duftendes Blüten-
teben. wie Paradiesesschönheit, wie Paradiesesseligkeib! Und
^alle diese Müt^kekkhe umschlossen nur einen zarten^ holden
Traum» die Liebe! Und wiederum sah sie nur.ihn, wie
er kam und ging, wie er lachte und sprach,' was er tat
und dächte . . und dann setzte sie sich auf eine Bank unter
Mit lautem Aufschkuchzen verhüllte sie ihr Antlitz.-
,',(£r wirb es niemals erlauben, . . .. niemals! Was habe
.ich getan? Was soll-daraus werden! Marjam! Marjam!"
• - Sie richtete sich.empbr und' blickte Marjam 'an. als.'!
diese auf ihre' Frage' nichts erwiderte, und was sie in . I
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einem mit Blütenirauben übersäten Äkazienbaum. Schwere.. sJ^n Augen fand, war-so trostlos, dah Zie aufs neue ihr
Me Duftwolken umwogten sie. Die Luft' war erfüllt W'fi.- l « ^ w r r T0 s Jelle schluchzte. Cs
von den betäubenden Gerüchen, die. der-blühende Gar-/- war . fürchterlich, bah. die -sonst fo frerdenkende, feinsinnige
ten .in den ~ ^ ^
die Augen
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. w >i* 4 ' **. . / “V.* .■’//.* C . ... Recha wußte, dah/ ihr .Schicksal.-be>siejzettfef,.-wettn.
' ' .,// ' ..;W r^V,' ■ • - r^uuv Iumg.!lWt--nM>m>m
Seines" Mundes
. Und sein« Rede.
. »Zwei' Arme Hattsv sie umschlungen, W glühen- ^ ^ des Bottes. ^
der Kuh :preW sich auf -ihre. Lippen .und dürchströmte -1
ihren 'Körper mit ungeahnter' Wonne. Sie hatte'die ESrfFiifSSr I
Augen, noch, nicht, geöffnet, als hielte ein herrlicher Traum« . '£« u SLS™ r SL£ tt dM^shr^G^»er. Auch
: gestreift hatten/- als sie von dem starken 'Armen-sö jöi«:-*;; Aamnr war ihrem .Lieblings so -Schweres - be-^
. sich empvrgerissckh fühlte, .und diese'Arme hielten'sie noch .° Weben?/ * ... •*.*' - * • - J , .'. . •-
' immer. Nun uülhte sie,-«dah es Wirklichkeit .war!'.Jetzt' . ' Änendliche . Betrübnis erfüllte .ihre' Seele, dann ab'er
kühte «.sie .crlif- die- Augem -Langsan,. innig,, als wollx kam es - wie - m stolzer Genugtuung - über sie.dah sie sich ]
« sie -wecken zu höchster. SetrgkeC, ^, als - solle ste - sehen m Recha . nicht getäuscht .hatte." Mb am richtigsten - schien.
' lernen, , dah. dle- Wlttlichkett schön.'Tev tt schöner 'noch als. ihr- jetzt/ Recha mit sich allem ringen zu lassen, mit sich '
der- Traum.- Und nun 'kühle er ste-noch ernmäl und sagte allein fertig zü werden . .' Nur Liebe wollte sie ihr geben. !
. ganz. einfach: Du bist mein! ' Lange sähen sie'dann, noch. grenzenlose, zarte, treue Liebe. Unermüdliche' Sorgfalt und
Hand in- Hand -m- wortloser- Seugkest, .bis. der 'nnd«-, Zärtlichkeit sollten sie umspielen, bis sie langsam, allmähAich
.steigende Ahend den. Gärten- m''nächtliches Dunkel zu ihr Leid überwunden haben würde; um-zu genesen.
d??' Ä^'' Ko sahen sie lange stumm nebenemander.. Sie muhten
3w 1 ' nicht, wie -spät es hi, aber der Tag verdämmerte bereits..
Der Vater.und Marmm muhten heimgekehrt fern . Noch und im.-Westen-blitzte der erste Stern auf. gerade, über-
einmal, umschlossen sle erne ArmL. mleder prehte. er .he. dem höchsten Schlot der Fabrik. - ' . . !
an sich und flüsterte leise: „Am nächsten Samstag übend
bitte ich deinen Vater um seinen Segen . .^-Danu drückte
er einen Kuh auf das Ohr, als wolle er. das Me. Geheim--'
nis> darin' verschliehen, und entlieh sie .aus feiner Um¬
armung. Sie eilte, dem Hause zu- in/- glückseliger Ver¬
wirrung. - - - / .- -
Die Nacht, - die diesem ' Abend folgte, verbrachte sie
„Der Vater: wird Habdala machen wo^dn//' sagte
endlich Frau Marjam.. - "
Recha erhob sich müde, wie zerschlagen von ihrem
niedrigen Sitze. Ihr. Blick,fiel auf den leuchtenden Stern,
der über dem Gebäude stand, in dem der herrschte, dem
ihr ganzes Leben gehörte. Langsam rollte eine Trane
die bleichen' Wanaea herab, dann richtete sie sich auf.
von der Herrlichkeit des
Es steht schon ein Stern
schlaflos. Noch einmal durchlebte sie im Geiste das Ent-. , und als nähme, sie Abschied
zücken der letzten Stunden, .dann' aber - schlich wie- ein uei- Lebens, sprach sie tonlos: „
.disches'Gespenst auch die Angst an sie hera.n^ Was. hatte - am Himmel . . ." ^
lÄlJnSf •tiXJ-®iwatn•.•#<«. neben sie geirrt«! und sah sie mit
tränenvollen Blicken an. Da raffte Recha sich auf wie zu
M »nd sagte mit Mer. j.tzt am
tun Israels,' fi«Jaste*» EwÄrand"nnmu"wNr' ' , werde meinem Bater leinen Kummer, Seiten.
Und er? -. . . Für ihn- galten diese'Sitten nicht.' denn ^ werde dem Glauben meiner Väter treu bleiben,
er .gehörtt nicht zu ihnen. ' Me in . bangem Schrecken . Wie ein Gelöbnis klang es hmaus m den stillen Abend
.durchdrang sie diese Vorstellung. . Fürchterlich, sie kannte des zur Rüste gehenden Sabbaths.
die Schranke, -die sie von' ihm trennte... sie wuhte,- dah - (Schluß folgt.)
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Vcrantwörllicber Redakteur Dr. Heinz Caspari. Druck und Verlag; M. Lessmann, Hamburg 36