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15. Deztiiivm 192?;
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Albert Einstein als Geigenkünstler.
Jn einem Konzert zugunsten der Berliner „Jüdi-
jchen Altershilfe" trat zum ersten Mal Professor Albert
Einstein als Geiger vor di^ Oeffentlichkeit. Man
w"ßie, daß der geniale Physiker und Mathematiker eine
große Liebe zur Musik hat; niemand ab'- ahnte bisher, daß
er es auf seiner Geige zu einer solchen Meisterschaft
bei allem Abgewendetsejn von jeglichem Virtrlosenlum
gebracht hat. wie sie sich in seinem Spiel offenbarte,
schnell entfachter Beifall jubelte ihm p; ein Beifall, der
sich den ganzen Abend über auf der gleichen Hohe hielt.
Unter den Zuhörern waren Künstler. Wissenschaftler
und Kaufleute vertreten. In der ersten Reihe saß Prof.
Max L i c b ermann.
Wilhelm Bnzfonyis Porträt im Budapester Museum.
Die Stadtverwaltung.Budaoest beschloß einstimmig.
" rsft
ein von Philip Szenes geschaffenes Porträt
Wil¬
helm Vüzsonyrs für das hauptstädtische Museum zu er-
werden. Die Hauptstadt hatte nämlich unmittelbar nach
dem Ableben Vazsonhis geplant, das Porträt, des berühm¬
ten demokratischen Führers m a lenzu fassen. Als man
aber po», der. grAartigen Schöpfung des Malers Philip
Szenes Kenntnis eichiekt, die M.ge Monate vor dtim
Ableben Püzsanyis entstanden war, zog man es vor, dies
Porträt dem Museum einzuyerlelben.
Das Schicksal einer Kriegswaife.
Als im Jahre 1916 die Russen das kleine galizische
Dorschen Velz besetzten, .wurde von ihnen unter vielen
anderen Juden auch eine Frau Sandberg getötet. Nach
dem Abzug der Russen kam der Gatte dieser Frau, Simon
Sandberg, von der Front heim, begrub seine Frau und
brachte seine beiden kleinen Töchter in Wien unter. Die
sechsjährige Esther kam iinein Flüchtlingsheim, wo ste
bis zum Umsturz blieb. Nach dem Jufammenbruch suchten
alle die Heimat zu erreichen,' täglich gingen ungezählte
Züge mit Flüchtlingen nach Polen ab. Hierbei gingen
vielfach die Listen verloren, und als wieder einigermaßen
Ordnung herrschte, war die kleine Esther' v e r s ch w u n -
den. Niemand konnte sich an das arme Judenmqdchen
erinnern' niemand wußte, wohin ste gekommen war. Simon
SandVerg, der auf den Trümmern feiner Wohnstätte sich
ein neues Häuschen gebaut hatte, lief jahrelang ver¬
gebens von Behörde zu Behörde, in Oesterreich, in Polen
und Ungarn. Seine Tochter blieb verschwunden.
Durch Zufall kam jetzt eine ehemalige Pflegerin des
Flüchtlingsheims Ungarifch-Hradifch nach Troppau, wo
sie einen ihrer früheren Pfleglinge fand; hier erfuhr sie
Esther Sandbergs Aufenthalt und teilte ihn dem Vater
mit, der inzwischen durch Zeitungsaufrufe versucht
hatte, zu feinem Kinde zu kommen. Esther Sandberg lebt
letzt in Olmütz. sie ist sine junge Dame geworden und
studiert Kunsttzsswerbe. Sie war 1917 nach Ungarisch-
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Klaue C. m. b.
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Hrahisch in ein Heim für Flüchtlinge gekommen. Beim
Umsturz wurde sie zusammen mit ihren Leidensgefährten
verjagt, Ruch den größten Entbehrungen war Esther
schließlich in einem Ol mutz er Waisenhaus gelandet.
Ein Ehrenmal für H. D. Nomberg.
Der. Staatspräsident von Warschau, Ing. S l o -
minski, teilte dem polnisch-jüdischen Schriftsteller- und
Journaltsten-Berein mit, daß die Stadt einen der präch¬
tigen G r a n i Ist e i n e , die sie seit der Abtragung der russi¬
schen Denkmäler in Warschau in Verwahrung hat, und die
für Grabdenkmäler Polnischer Schriftsteller bestimmt sind,
für das Grab des vor kurzem verstorbenen jüdischen Dich¬
ters und Politikers H. D. N o m b e r g zur Verfügung stelle.
Eine Jskael-Zangwill-Stiftung.
Unter der Präsidentschaft von Marquis Reading
und unter Mitwirkung von Frau Za ng will wurde
eine den Namey Israel Zangwills, des verstorbenen her¬
vorragenden englisch-jüdischen Dichters, tragende Stif¬
tung ins Leben gerufen. Das Stiftungskapital beträgt
ItzM) Pfunds.vovoq. IMst Pfund^bereits aufgebracht fiM
, Die Stiftung soll dazu dienchi. hilfsbedürftige jüdische Ge¬
lehrte und Schriftsteller in der ganzen Welt zu unterstützen.
Dem Komitee gchören außer Marquis ReadiNg u. a.
noch an: Sir Israel G o l l a n c z,' Philip Gue d a l l a,
Gyrus L, Sulzberg e r (Amerika), Lucien Wolf und
Frau Israel Zangwill.
Das jüdische" Palästina.
Das Jerusalemer Oberrabbinat -legte Protest ein
gegen den Polizeihauptmann Ibrahim Ahbech. der den
jüdischen Polizisten befohlen hatte, am Jaum
Kjppur zu arbeiten. Die H a i f a e r Eifenbahndirektion
bestand darauf, die Monatsgehälter an die Beamten
am 2. Raufch Hafchonoh - Tage auszuzahlen, unge¬
achtet der Tatsache, daß die jüdischen Arbeiter und Be¬
amten die M e h r h e i t bilden.
So also wird der Sinn des „Jüdischen Nationalheims"
aufgefaßt? Die Verwaltung Palästinas nimmt auf das
Judentum weniger Rücksicht als irgendeine andere Regie¬
rung der Welt.
Ungeheure Vermehrung der Zahl der Synagogen
in Amerika. * .
Seit dem Jahre 1925 find in den Vereinigten Staaten
annähernd 70 Mell. Doll, für den Bau von Synagogen aus¬
gegeben worden. Noch im Jahre 1919 betrug der Wert
sämtlicher damaliger Synagogen Amerikas in der Gesamt¬
zahl von 874. im Ganzen 30 Millionen Dollar. Seit 1924
wurden in den Vereinigten Staaten 27 4 neue Syn¬
agogen erbaut, davon im Staate New Port 77, in Pen-
^sylvania 30,.in.New Jersey za, in Illinois iff. „ i n Masts-
"chufets 17.. Die Synagoge hat heute in AmeMa eine
besondere Funktion im jüdischen Leben; sie ist nicht allein
Andachissrätte, sondern auch K u 1 t u r z e nt r u ,n.
Theater, Kunst und Literatur.
Der jüdische Geiger Hugo Kolbe r g (Franksurr a. M.)
wurde von einer amerikanischen Konzertdirettion auf fünf
Jahre zu alljährlichen Tournees durch die Großstädte der
nordamerikanischen Staaten verpslichlet, in
denen der Künstler in eigenen Abenden anstritt und ütI
großen Symphoniekonzerten solistisch milwirkt,
*
Die Jahresversammlung der (5er ssenschast bildender
Künstler der Steiermark verlieh dem bekannten jüdi¬
schen Maler Jehuda Epstein die große goldene Staats-
medaille als Anerkennung für feine künstlertfchen Leistun¬
gen. Epste-n weilte in diesem Jahre mehrere Monate in
P a 1 ä st i n a und schuf eine Anzahl Merke nach Motiven
aus dem heiligen
O^ätselerke^
chenden 39 Hilben sind 13 Morte zu bilden,
;«MtabeK «»n oben isach hüten gelejen ein
ergeben, '' ' ^ ''
Eilbenrntfel.
Aus nachstehenden 39 J
dereii AtzfangsmM
jüdisches Fest ergel
u. u, a, chttl, <tä< dah, da«, discb, e, pl, er, fei,
ga, ge,- gu, hag; .has, hi, him, jis, fca, kad, ko,
iis, lo, lo, ne, ra, ram, rl, rie, ro, ro, s>a, sta, taj,
. ii, ver.
Die Worte bedeuten: 1. Volksstamm. 2. Gebetbuch,
3. Jüdisch-orthodoxe VeretntgÜIg, 4. Römischer Kaiier,
5. Mdifches Theaterstück, 6. Wärmeeinheit, 7. Totengeoei,
8. Sagengestalt, 9. Syrischer König. 10. Frucht, 11. Gottes-
namc, 12. Stammutter. 13. Gebetmantel. B. C
»
Auflösung de» Silbenrätsels aus »origer Nummer.
Steinach, Suinn cuique, Sumatra, Poet, Rerssäkt«.
Triumph, Efau, Arhab, Eliefer, Leah, Standuhr, Raserei.
Gfliilah, Theseus.
- ' ' numeru« ciftiistiS,
Wochenkalender.
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Freitag
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Sabbatb-Avkana
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Der Weg zun Cltttfc
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Der Weg zum Reichtum
führt durch die
Hamburger Staats-Lotterie
Von 85000 Losen werden in 6 Klaaaen 88800 mit Gewinnen gezogen, ferner 8 große
Prämien, »0 daß die AUMlCh! auf GeWilltt SeBrOflBStü. Zur Aoatoanng gelangen
Eine so snnstlfe fieltinlieftt, tfnrdi diese Geldlotterie
acnoell zu vermögtll ZN seiaaaaa, Bollte - gerade in heutiger Zeit - niemand versäumen.
Lospreis für 1. Llasse nur:
Km.
L6 — für '/,
Los
Km.
10.- für Vf
Los
Km.
5.— für Vi
Loa
Km.
2.50 für V,
Los
ferner für Porto u.
Liste
H5 Pfe.
Höchstgewinne und Prämien Mark
500000 70000
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ISOOOO 50000
lOOOOO 45000
80000 40000
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