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Nr. 3/21. Z«nuar 1932
Boykotterklärung erfüllt sei. indem die Beklagten nichl
den Weg der Belehrung und Ueberredung gewühlt,
isvudern in aller Form zur Verrufserklürung aufgefordert
hätten. ' r
In der Begründung heißt es weiter, die Verrufs¬
erklärung werde darin erblickt, daß die Beklagten jeden,
der sich unterstehen sollte, ihre Aufforderung zu nkiß-
achten, als Verräter am deutschen Volke brandmarken.
Der in Frage stehende Boykott ist besonders
verwerflich und ohne weiteres unerlaubt,
weil er deutschen Staatsbürgern die Existenzberechtigung
auf wirtschaftlichem Gebiet aus keinem anderen Grund
als dem abspricht, daß sie der jüdischen Rasse an¬
gehören. Eine solche Verrufserllärung verstößt in
gleichem Maße gegen das Sittengesetz wie pegeu den
Geist der deutschen Reicl-sverfassung. Mit einen! sach¬
lichen Kampf gegen Auswüchse des Wirtschaftslebens
hat diese Art des Vorgehens nichts gemein. Auch sei
ohne weiteres ersichtlich, auf wen die Verrufserklärung
gemünzl war: auf jüdische Geschäftsleute der Stadt
Coburg und Umgebung.
Bei der Hartnäckigkeit, mit welcher die Beklagten
ihre Spekulation auf die niederen Rassen-
instinkte der Massen zur Förderung ihrer
politischen oder geschäftlichen Zwecke be¬
treiben und bei der Größe des Schadens, der den Ver¬
rufenen durch die Handlungsweise der Beklagten unter
Umständen entstehen kann, sei eine hohe Strafe am
Platz.
Si« adgelehittes GMStttteevdot
In der Stadtverordneten-Versammlung zu G ü -
strow (Mecklenburg) wurde ein von den National¬
sozialisten eingebrachter Antrag gegen das Schächten
a b g e l e h n t.
Schon im Oktober vorigen Jahres wurde seitens
des Tier- und Vogelschutz-Vereins sowie einiger Haus¬
frauen eine Hetze gegen die Schlächter entfacht, die
Koscher-Fleisch zum Verkauf brachten. Auf Grund dieses
Boykotts sahen sich die Fleischermeister gezwungen, das
Schächten und den Verkauf des Ko scher -
Fleisches ein zu stellen. Schließlich kam es zur
Behandlung eines entsprechenden Antrages in der Stadt¬
verordnetensitzung.' Der Stadtverordnete F o e r st e r
(bürgerl.) führte aus, daß auch sonst beim Schlachten
nicht immer die Garantie gegeben sei, daß keine Tier¬
quälereien Vorkommen. Der Sprecher der Sozialdemo¬
kraten. Stadtverordneter Ortmann, der der De¬
zernent des Güstrower Schlachthauses ist, vertrat die
Meinung, daß der Antrag nicht gestellt werde, um das
Vieh zu schützen, sondern um einen Teil der Einwohner¬
schaft zu treffen, der anderen Glaubens sei. Nach seiner
Meinung sei das Schächten keine Tierquälerei,
außer wenn es von nicht fachmännisch geschulten Schäch¬
tern vorgenommen wird. Wenn man das Vieh wirk¬
lich schützen wolle, müsse man eigentlich grundsätzlich ab¬
lehnen, Fleisch zu essen. Daß Tierquälereien beim Nieder¬
legen Vorkommen, sei ebenfalls zu verneinen. Man könne
neuere Methoden anwenden, um das Legen der Tiere
noch mehr zu erleichtern. Das Schächten von Tieren
käme auch sonst in der Landwirtschaft vor, wobei bife
Schmerzen gewiß viel größer seien als die beim rituellen
Schächten,
Geftiev Lvee Suso DeeßL^
In einer. Zeit, in der die alleinige Inanfpruchnahnce
des Wortes national durch die Rechtsparteien in
nichts krasser den Tiefstand ihrer geistigen Grundhaltung
und die bewußte Verkennung der fruchtbaren Kräfte
aller im Dienste des Gesamtwohls zu gedeihlicher Zu¬
sammenarbeit gewillten Parteien zum Ausdruck brachte
-uls in allmählichen Herabwürdigungsoersuchen eines mit
überwältigender Mehrheit der Repräsentanten des
deutschen Volkes zum V e r f a s s u n g s werk erhobenen
Staatsgrundgesetzes, an dessen Zustandekommen der von
maßgeblicher staatsrechtlicher Seite als genial bezeichnete
Jude Hugo Preuß entscheidenden Anteil hatte, ist
eine Anerkennung der wahrhaft nationalen Gesinnung
des Juden Preuß von dieser Sette gewiß nicht zu
erwarten.
Um so angenehmer berührt es, wenn Männer der
Politik, deren Worte Geltung besitzen, mag inan im
einzelnen zu ihren Ausführungen noch so verschieden
stehen, diese auf nationalistischer Seite nur allzuoft
vermißte Eigenschaft des verstorbenen Mitschöpfers der
Weimarer Verfassung anerkennen.
In seinem vor nicht langer Zeit erschienenen Buche
„Die Träger der Reichsgewalt" (1931, Hanseatische Ver¬
lagsanstalt) führt der frühere Reichswehrminister Ge st¬
ier über Hugo Preuß aus:
„Mit der Ausarbettung des Entwurfs für die neue
Konstitution hatte der Rat der Volksbeauftragten den
Theoretiker des demokratischen Volksstaates. Professor
Hugo Preuß, beaufftragt. Er wird deshalb sowohl von
seinen Verehren: wie von seinen Feinden als deren
Schöpfer gepriesen oder beschimpft. Beides halte ich
nicht für gerechtfertigt. Hugo Preuß ist sicher ein bedeu¬
tender Staatsrechtslehrer, und seine wissenschaftlichen
Arbeiten haben hohen Rang und Wert. Das
gegen seine Widersacher. Aber das Werk von Weimar
ist in der Hauptsache ein Werk des Kompromisses
zwischen den verschiedenen Kräften und Mächten der
deutschen Geschichte, zwischen der Koalition und Opposi¬
tion in Weimar. Was an den Gedanken von Hugo
Preuß schöpferisch war, steht wesentlich nicht in der
Verfassung. Was an dem Werk von Weimar uns be¬
sonders mißfällt, stammt im allgemeinen nicht
von Hugo Preuß. Was ihn in jenen Tagen
heraushob, war sein unerschütterlicher
Glaube an den nationalen Sinn des
deutschen Volkes. Ob er darin unrecht hatte,
wird erst die Geschichte lehren."
Lideeettes Judentum in sottuad
In diesen Tagen ist in Amsterdam eine Orts¬
vereinigung für das liberale Judentum als Zweig der
holländischen Vereinigung für das liberale Judentum
begründet worden. Zum religiösen Berater der Ber¬
einigung wurde Rabbiner Dr. I. Norden aus
Elberfeld, zum Rabbiner der Vereinigung Dr. A.
Friedmann gewählt. Dr. Friedmann, der in Ungarn
geboren wurde, und an der Jeschiwah in Frankfurt a. M.
seine Ausbildung als Rabbiner erhielt, wandte sich später
dem liberal-jüdischen Gedanken zu. Zur Neligionslehrerin
der Vereinigung wurde Frau S. Rotbarth aus
Wien ernannt. Am Freitag, dem 14. Januar, fand in
Ainsterdam der erste Sabbath-Abendgottesdienst der
Vereinigung statt. Es wurde beschlossen, ein libe¬
rales Gebetbuch in holländischer Sprache und
eine Zeitschrift der Vereinigung herauszugebe».
Ah, uHseccJltttc!
In der nächstwöchigen Hummer unserer Romanbeilage beginnen wir mit dem Abbruch von
A. Ucrf&ects JloH*au
„DecTa# des Dokioe Boas"
Wir vermitteln damit unseren Lesern einen Zeitroman, wie er ähnlich lebensvoll und zu¬
innerst wahr nur ganz selten im deutsch-jüdischen ttutturkreis entsteht. Vas Sujet ist vielfarbig
unä doch einfach: Her Hruch zwischen aufgezwungener gesellschaftlicher Stellung und
jüdischen Impulsen. Her Hintergrund - interessant: Lin Hervensanatorium, genannt das
Scheidungs-Sanatorium, in dem es von halben, haltlosen, hysterischen, bemitleidenswerten
Menschen wimmelt. Hie handelnden Personen: Her Chefarzt Br. Boas, seine „deutsche
Srau“, ein längst verschollener Treund, ein frommer frankfurter ttommerzienrat, eine
Gesellschafterin, eine geschiedene §rau. Hie Handlung: In den §ortsetzungen selbst nachzulesen.
DU RedaUUto*.
«sine deutfdte Dudvlneetuguns
Da infolge der Schwierigkeiten der Gegenwarts¬
lage eine allgemeine Generalversammlung der „Ver¬
einigung traditionell-gesetzestreuer
Rabbiner Deutschlands" sich nicht ermöglichen
ließ, tagte der Vorstand der Vereinigung unter Hin¬
zuziehung der benachbarten Rabbinen in Jugenheim
a. d. B. Den Vorsitz führte an Stelle des leider
erkrankten ersten Vorsitzenden, Dr. I. Wohlge¬
mutst, Berlin. Rabbiner Dr. Unna, Mannheim. Es.
wurde zunächst die geplante Neuregelung der
preußischen Iudengesetzgebung erörtert und
mit voller Einstimmigkeit die Notwendigkeit einer ge¬
setzlichen Fundierung der autoritativen Stel¬
lung und tätigen Mitarbeit des Rabbiners an der
religiösen Führung und an der allgemeinen Entwicklung
der Gemeinden betont.
Dann wurden die Maßnahmen besprochen, die zur
Abwehr der immer gehässiger werdenden A n t i s ch ä ch t -'
agitation erforderlich geworden sind. Gegenüber der
um sich greifenden Mischehe und der Vernachlässigung
der jüdischen Ehegesetzgebung wurde die Pflicht treuer
Wachsamkeit und kräftiger Gegenwehr durch alle In¬
stanzen der Gemeinden festgelegt.
Einen breiten Raum nahmen auch die Besprechun¬
gen über die Mißstände ein, die sich in der Frage der
Sachverständigen für jüd ische Angelegen -
heilen vor den Gerichten herausgestellt haben/
Es wurde hier ein solidarisches Vorgehen aller Rabbiner-'
verbände gemeinsam mit den Zentralinstanzen des deut¬
schen Judentums'verabredet.^ .
' v; Für die innere Arbeit innerhalb der Vereinigung
! MrWDLWloffE doch: AmftighiiftfLr chie'MWtisfung^mnd<
t F-rtbilhung der , Verbandsmitglieder Bezirks-^'
tagüngen veranstaltet werden sollen, in welchen:
lediglich wissenschaftlich-pabbimsche Themen besprochen
werden sollen, daß ferner der'apologetischen und päd¬
agogischen Kommission der Vereinigung größere Mittel
, zur Verfügung gestellt werden, um die rabbinische Arbeit
auf diesen Gebieten zu erleichtern.
Die Tagung war erfüllt von dem Ernst der Gegen¬
wart, die dem Rabbiner die doppelte Verpflichtung auf¬
erlegt. in den ewigen Werten der Religion den ringen
den Menschen Halt und Zukunftshoffnung zu geben.
Giae Lvagödie in NumSuten »
Sechs jüdische junge Leute von rumänischen Grenz¬
gendarmen ermordet und beraubt
Ein grauenerregender Fall von Massenraubmord er¬
eignete sich in vergangener Woche in Rumänien. Fünf
jüdische junge Leute und ein Mädchen im Alter von 16
bis 20 Jahren, Kinder angesehener jüdischer Kauf¬
leute in Soroca in der Nähe der bessarabisch-russischen
Grenze, wurden von Grenzgendarmen aufgegriffen, an
die Grenze geschleppt, dort durch Schüsse getötet und
beraubt. Es wurde dann die Meldung ausgegeben,
daß fünf Kommunisten und ein Schmuggler, der sie
über die Grenze nach Rußland bringen sollte, von
rumänischen Grenzgendarmen erschossen worden seien,
als sie über die Dnjestr-Grenze nach Rußland ent¬
fliehen wollten und auf den Anruf der Grenzgendarmen
nicht achteten. Es hatte sich dann herausgestellt, daß
die Erschossenen durch einen Schmuggler, der im Ein¬
verständnis mit Grenzfunktionären handelte, an die
Grenze gelockt wurden und auch in die ihnen ge¬
stellte Falle gegangen sind. Für die Grenz-
gendarmen wäre es ein Leichtes gewesen, die jungen
Leute, wenn sich diese wirklich etwas hatten zu schul¬
den kommen lassen, zu verhaften, da an dieser Stelle ein
Entweichen nach Rußland gar nicht in Frage kam. Eines
der Opfer lyat nach seiner Auffindung noch 14 Stunden
gelebt und war in der Lage, dem ihn vernehmenden
Staatsanwalt wichtige Mitteilungen zu machen. Aus
seinen Aussagen geht hervor, daß die jungen Leute tat--
sächlich in eine Falle gelockt worden sind. Tzichinowski
erzählte, er wie seine ermordeten Kollegen, die arbeits¬
los waren, hätten sich auf die Arbeitssuche begeben
wollen. Ihnen näherte sich ein Schmuggler und sagte
ihnen, sie mögen Geld mit sich nehmen, er werde sitz
über die Grenze führen, wo sie Arbeit finden werden.
Papusoju setzte sich mit einem Korporal der Grenz-
endarmerie in Verbindung. Beide hatten sich offen-
ar verabredet, die jungen Leute an die Grenze zu locken,
sie dort zu erschießen und zu berauben: als dann die
jungen Leute sich der Grenze näherten, wurden sie für
verhaftet erklärt, in ein Autzenviertel der Stadt Soroca
geführt und aus einer Entfernung von etwa
5 Metern beschossen, wobei auch einige
Handgranaten geworfen wurden. Das Geld
war ihnen voriger abgenommen worden.
Daß es sich nicht um eine Erschießung auf der
Flucht, sondern um ein beabsichtigtes Massaker handelt,
geht schon daraus hervor, daß fast sämtliche Schüsse
Brustschüsse waren. Noch als die sechs jungen
Leute auf dem Boden lagen, wurde auf
sie geschossen, weil man verhindern wollte, daß
etwa ein tteberlebender noch Aussagen mache. Tzichi¬
nowski'hielt man für tot, sonst hätte man ihm aus der
Stelle den Rest gegeben. ,
König Carol Äat den Gouverneur von
Bessarabien, General Rifchcanu, zur Berichterstattung
über den Fall zu sich befohlen.
Die Erregung über die sechsfache Mordtat in der
Stadt Soroca selbst ist so ungeheuer, daß der Be¬
lagerungszustand über die Stadt verhängt
worden ist. Der jüdische Deputierte für Bessarabien,
Dr. Michael Landau, hat einen Aufruf an die Be¬
völkerung erlassen, die Ruhe zu bewahren. Der Ober¬
rabbiner für Bessarabien und frühere Senator Zirelson
besuchte den Minister für Bessarabien, General Risch-
cann. Minister Rifchcanu bat ihn, den Angehörigen
der Opfer, sowie der Judenschaft von Soroca das
Bedauern der Regierung über die Mord¬
tat auszusprechen. Das Justizministeritun in Buka¬
rest entsandte einen eigenen Vertreter zur Führung der
Untersuchung.
Auch in Bukarest hat das Massaker ungeheures
Aufsehen erregt. Die Presse kritisiert scharf die Zu¬
stände an der Grenze, wo untergeordnete Personen über
Leib und Leben der Zivilbevölkerung nach Willkür
schalten können. Senator Jov, Mitglied der Regie¬
rungspartei, schrieb im „Adeverul": „Alle anstän¬
digen Menschen müssen aus das schärfste gegen das
Massaker 1>et Soroca protestieren. Die sechs Morde
am Dnjestr-Strom find sechs Schandflecke auf dem
Antlitz Rumäniens."
Das Begräbnis der sechs Opfer gestaltete sich
zu einer erschütternden Trauerkundgebung der Juden¬
schaft von Soroca und Umgebung. Zehntausende
schritten hinter den Särgen. Während der Trauer-
> Der und der Gestaltung /waren alle Geschäfte her,
Stadt geschlossen. Der Militärkommandant verlangte
vom Ortsrabbiner die Garantie dafür, daß während
der Bestattung die Ruhe aufrecht erhalten bleibt. Der
Rabbiner lehnte eine solche Garantie ab. Es kam jedoch
zukeinerleiRuhestörung.
Dev Satt weiftvevgev
In Prag möchte man einen jüdischen „Fall Horak"
konstruieren
Nach dem Freispruch des Sergeanten Hvrak, der
bekanntlich sieben Juden erschossen hatte, stellte man in
Prag einen jüdischen Großhändler und ehemaligen Gen¬
darmen unter Anklage, unter der Beschuldigung, im
Jahre 1918 als Gendarm zwei Bauern erschossen zu
haben.
Weißberger wurde 1915 als Landsturmsoldat ein¬
berufen und der Gendarmeriestatiön in Straßke zu¬
geteilt, wo er seinen Dienst bis zum 26. Oktober 1918
versah. An diesem Tage lieferte er seine Ausrüstung
ab und kehrte in seine Heimat Michalovce zurück.
Anfang November kam es zu Unruhen in der Gegend
von Michalovce, die damals noch unter ungarischem
Regime stand, da die tschechoslowakischen Soldaten erst
im Januar 1929 einmarschierten. Während der Un¬
ruhen entsandte das Gendarmeriekommando in Sator
Ujhel ein Lastauto mit 20 Gendarmen und 2 Maschinen¬
gewehren nach Michalovce, wo Plünderungen und Ge¬
walttätigkeiten an der Tagesordnung waren. Diese
Straferpedition besuchte zahlreiche Dörfer und erschoß
verschiedene erzedierende Bauern, darunter auch am
10. November 1918 die beiden Bauern Kucik und
Jurca in Zbinec, die als Rädelsführer der Gewalt¬
tätigkeiten in ihrer Gegend galten, wenn auch nicht fest-
gestellt werden konnte, welche Schuld sie tatsächlich
hatten.
Dieser Vorfall wurde nun doch der Denunziation
Weißberger zur Last gelegt. Die Untersuchung der
Leichen hat jedoch einwandfrei ergeben, daß Wei߬
berger nicht der Schütze sein konnte, und die inzwischen
vernommenen Zeugen haben ausgesagt, daß Wei߬
berger jener Kolonne, die die Bauern erschoß, nicht an¬
gehört hat. Weihberger wurde vorläufig gegen eine
Kaution auf freten Fuß gesetzt.
Dev Gavvattffttftvatt im Seßttge«
Lande
Der Vorsitzende des Weltverbandes Schomre Schab-
bos, Herr Dr. S. Grünberg, hatte in Berlin eine
ausführliche Besprechung mit dem Vorsitzenden des
Maccabi-Weltverbandes, Hertn Dr. H. L e 1 e w e r,
wegen der vielumstrittenen Sabbath-Fußballspiele im
Heiligen Lande. Es wurde eine prinzipielle Ueberein-
stimmung über die Notwendigkeit, den Chillul Schabbos
im öffentlichen Leben Palästinas zu unterbinden, fest¬
gestellt. Herr Dr. Lelewer legte dar, daß die Schwierig¬
keit allein dadurch zu beheben sei. daß die Arbeitgeber
den Arbeitnehmern im Laufe der Woche die notwendige
freie Zeit für ihre sportliche Betätigung gewähren mü߬
ten^ Im Verlause der Aussprache wurden die ver¬
schiedenen Möglichkeiten einer anderweittgen Regelung
der Arbeitszeit erörtert. Herr Dr. Lelewer verspricht
seinen persönlichen Einfluß dahin geltend machen zu
wollen, daß die Fußballspiele am Sabbath
unterbleiben.