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Anmerkungen
1) Gen. 38, 8 f. Vgl. Ramban z. St., der auch auf die Erzählung im Buch
Ruth verweist, Ibn Esra zu Deut. 25, 5, Ritba und Meiri zu Jebamot 5b.
2) Rengstorf, Einl. zur Mischna Jebamot (Gießen 1929), S. 41; vgl.
auch S. 30, wo auf Wellhausen verwiesen wird.
3 ) Mekhilta Bachodesch 7, Sifre Deut. 233. Die Angaben Rengstorfs S. 30
A. 5 und S. 40 sind unrichtig, da die angeführten Stellen mit dem an¬
geblichen Widerspruch nichts zu tun haben; vgl. noch Anm. 8.
*) Vgl. zuletzt Aptowitzer, Hebrew Union College Annual IV 232 ff.,
V 289 ff. Im übrigen versteht man unter Vcrwandtcnehe die Ehe zwischen
Blutsverwandten, nicht aber eine solche mit der Schwägerin.
*) Jos. Ant. IV 8, 23, Mat. 22, 24 und Parallelen.
6 ) Vgl. J. Klausner, Jeschu Hanozri, Jerusalem 1922, S. 252.
7 ) Mischna Jeb. 115 ist „ben" nur Zitat aus der Thora. Talmud
b. Baba Batra 109a: „Da in bezug auf die Schwagcrehe Sohn und Tochter
gleich sind." Im Halakhot Gedolot (ed. Warschau 110b, 119a, cd. Berlin
271, 28S) wird ein Derasch aus einer B a r a i t a für diese Gleichstellung
angeführt; vgl. dazu Or Zarua I 612. Diese Baraita stand im Sifre und
wird noch als solche von Mizrachi (16. Jahrb.) zu Deut. 25, 5 zitiert.
Ebenso war sie im Sifre des Kommentators R. Soliman und des Verfassers
des Midrasch Hagadol (Midr. Tannaim S. 165). Sie ist die Quelle des
Lekach Tob und Raschi zu Deut. 25, 5 und Maimunis, Jibbuin I 3. Zu der
Parallele in der Thora (Num 27, 8) wird sie auch im Talmud Baba Batra
115a. angeführt.
8 ) In Jeb. I 1 wird dieser Fall nicht erst gelehrt. Es ist hier viel¬
mehr geineint, daß die Frau zuerst den Bruder mütterlicherseits und
nach dessen Tode den Bruder des Schwagers vom gleichen Vater gehei¬
ratet hat. In diesem Falle befreit sie auch die Nebcnfrauen von dec
Schwagerehe, obwohl diese nur mit dem Bruder väterlicherseits ver¬
heiratet waren. Wären aber die Frauen nur mit dem Bruder von der
gleichen Mutter verheiratet, so könnte die Mischna nicht von Frauen und
Nebenfrauen sprechen, da sie alle aus dem gleichen Grunde von der
Schwagerehe befreit wären. Dies gegen Rengstorf z. St. (Anm. 13), nach
dem übrigens die Mischna das Verbot Lev. 18, 16 „nur auf die Frau
des Bruders mütterlicherseits" deute! Danach würde die Frau des Bruders
vom gleichen Vater, auch wenn er Kinder hinterließ, erlaubt seinl
9 ) In den Testamenten der 12 Patriarchen, Zebuion 3, wird die Chaliza
in Beziehung zum Verkauf Josefs gebracht. Dem ganzen liegt Arnos 2, 6
zugrunde, und die Deutung ist reinster Midrasch, wie wir ihn z. T. auch
Tanchuma Wajescheb 2 und Pirke de R. Eliezer 38 finden. Daß das
Gebot der Chaliza hier aus der Schrift Henochs zitiert wird, beweist nicht,
„daß mit der Sitte längst keine praktische Verbindung mehr bestand";
vgl. zur Erklärung dieser Stelle meine Schrift Das Buch der Jubiläen
und die Halaoha S. 5. Ebensowenig hat das Schweigen Philons über die
Schwagerehe zu bedeuten, da er auch manche andere noch jetzt ge-
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