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Verfasser, daß das jüdische Leben nicht nur ein
Martyrium war; es hatte auch seine Lichtseiten.
Seine Grundlage war das Familienleben in
seiner Reinheit zur Zeit allgemeiner Zügel¬
losigkeit, gehoben und veredelt durch die Weihe
des Sabbats und der Festtage, durch Studium
und sorgfältige Erziehung der Kinder.
Manche Züge hätte die Darstellung klarer
und vertiefter herausarbeiten können. So die
Vertrautheit mit der deutschen Literatur, die
vielfach auffallende Parallelität zu den all¬
gemein herrschenden Zuständen: fahrende
Schüler, das jüdische Tanzhaus (in Rothen¬
burg ob der Tauber): ebenso vermißt man die
Zeitangaben bei den meisten Illustrationen.
Aber trotz dieser Ausstellungen bedeutet das
Merkchen eine Bereicherung der geschichtlichen
Literatur. 8.8t.
Meine Chronik.
Max Arndt, Köslin, und Gattin begehen
am 26. Dezember das Fest der silbernen Hochzeit. —
Kürzlich feierten das langjährige Vorstandsmitglied
unserer Ortsgruppe Magdeburg, Dr. Otto 6imo n,
und seine Gattin das Fest der silbernen Hochzeit. Wir
gratulieren unseren Freunden herzlich st. — Die stell-
vertretende Vorsitzende des Vaterländischen Franen-
vereins in Liebstadt (Ostpr.), Frau I a c o b s o h n,
die dieses Amt jahrzehntelang hindurch mit großer Hin¬
gabe im Kriege wie im Frieden bekleidet hat, wurde
anläßlich ihrer besonderen Verdienste um den Vater¬
ländischen Frauenverem unter Belassung in ihren:
Borstandsamt zu dessen Ehrenmitglied er¬
nannt.
PreisarrKschreiven der Moritz-Marrheimer-
Stiftirrig.
Bearbeitung eines Themas über „M e n s ch e n l i e b e,
Gerechtigkeit und Duldsamkeit als
Grundpfeiler der menschlichen Go¬
se l l s ch a s t".
Das Preisrichterkollegimn der Manheimer-Stiftung,
bestehend aus Herrn Stadtverordnctenvorsieher Haß
(Berlin), Herrn Geheimrat Mahlin g (Berlin) als Ver¬
treter des Rektors der Universität Berlin Herrn Pro¬
fessor Baumgardt und Herrn Rabbiner Dr. Leo B.>eck,
hat in seiner Sitzung von der Verteilung eines ersten,
zweiten und dritten Preises abgesehen. Cs hat drei
gleiche Preise von je 300 Mark und einen Aner¬
kennungspreis von 100 Mark zuerkanrrt.
Preisträger sind:
Herr Dr. med. Ockel, Guben, Postsiraße 46.
Herr Richard Paul Frank, Charlottenburg,
Scharrenstraße 38.
Herr Dr. Iacobus, Wilmersdorf, Uhlandstrage 77.
Herr Oberstudienrat Dr. Paul Poppe (Paul
Schirmer), Charlottenburg, Kaiserdamm 31.
Geschäft!. Rotizc» ««d Büdcrnachrichtcrr
Die italienischen Autolinien sind heute mit einem
ausgezeichneten Material ausgestattet, das in den letz¬
ten Jahren zum großen Teil erneuert worden ist. Auf
einigen neuen Linien wird das Gepäck in einem kleinen
Lastwagen untergebracht, der den: Personenwagen un¬
mittelbar folgt.
Auf Winterkuren, bis in die neue Zeit eigentlich
fast unbekannt, greifen jetzt immermehr diejenigen
zurück, denen Berufs- oder andere Pflichten eine Aus¬
spannung während des Sommers nicht ermöglichen.
Auch die seit einigen Jahren in Bad Salzbrrnrn, dein
Katarrh-- und Asthma-Heilbad des deutschen Ostens, cin-
geführten Winterkuren gewinnen von Jahr zu Jahr
an Zuspruch.
Wintersportplatz Friedrichroda i. Thür. Auch iur
diese Wintersaison plant die städtische Kurverwaltung,
einen Skilehrknrsus unter Leitung eines geprüften
Skilehrers auf der für solche Zwecke sich ausgezeichnet
geeigneten Körnbergwiefe abzuhalten. Eine kleinere
Lehrsprun-gschanze ist für Anfänger erbaut worden.
Skilausen kann man heutzutage so ziemlich überall
erlernen, jedoch gibt es Unterschiede, die zu beachten
sind. Am besten ist es, man sucht die Keimzellen des
Skilaufs auf dort, wo er von Anfang an eine sorg¬
fältige, liebevolle Pflegestätte gesunden hat, dur.st
nichts in seiner Weiterentwicklung gehemmt wurde und
die Natur alle Bedingungen, die dieser Sport an sie
stellt, erfüllte. Eine solche Keimzelle ist Berchtesgaden.
trinkt Firchinger. Seine Gesundheit zu erhal¬
ten, seinen .Körper widerstandsfähig zu machen, mui;
im Interesse jedes einzelnen höchstes Gebot sein. Das
Fachinger Wasser leistet hierbei unschätzbare Dienste,
indem es das Blut von schlechten Beimischungen befreit
und es klarer und belebter durch die Adern strömen
läßt. „Fachingen erhält Körper und Geist frisch und
gesund i"
Verlag: Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen
Glaubens e. V., Berlin W 15, Emser Straße 42. Tel.-
Adr.: „Centralglanben Berlin". Postscheck: Berlin 30472.
Hauptschristleiter: Dr. Ludwig Holländer.
Verantwortlich: i. V. Dr. Alfred H i r s ch h e r g.
Beide Berlin W 15. — Unverlangte Manuskripte
werden nur zurückgesandt, wenn Freiumschlag
beiliegt. Verantwortlich für den Anzeigenteil:
Paul Vurghardt, Eharlottenburg. Druck:
Rudolf Mosse, Berlin SW 100.
* Irma Wolf
Willy Kaufmann
Verlobte.
Sobernheim Schlierbach
(Nahe) b. Wächtersbach
Dezember 1930.
J
Jlse Böhm
Robert Wilmersdörfer
Verlobte.
Hannover, Callinstr. 23 Weiden (O.-Pf.)
Weihnachten 193Q.
J
Fried 1 Schwabacher
Bruno Riesenfeld
Verlobte.
Mannheim
Würzburg
Dezember 1930
Würzburs
Fritz Davids
Rena Davids
geb Bohrmann
Vermähite.
Aschaffenburg
Wiesbaden *
18. Dezember 1930.
J
Die glückliche Gebürt
eines kräftigen Stamm-
y halters zeigen hoch-
<>«* erfreut an
FritzCoppel und Frau
Lissy geb. Brück.
Zweibrücken, 15. Dezember 1930.
/
die ideale, strapazierfähige,
praktische
Temldmtulm.
Lossen Sie sich beraten durch die
führenden Häuser des Teppidih&ndzls!
Die Verlobung ihrer Kinder Susi und Heinz beehren sich
anzuzeigen
Justizrat
Paul Behrend u. Frau Dr.JuliusBrodnitzu Frau
E‘se geb. London Hedwig geb Herzfeld
Berlin, Bayerischer Platz 2. BerJn, Schillstrasse 9.
Susi Behrend
Dipl.-ing. Heinz Brodnitz
Verlobte.
Am 14. Dezember verschied unser lieber Kollege
Herr
Moses Isselbächer.
Der Verstorbene gebürte seit 45 Jahren dem Yorsiand der
Jüdischen 'Gemeinde an und hat durch seine aufopfernde
Tätigkeit zum Wohle derselben bei getragen.
Wir werden ihm ein dauerndes, ehrendes Andenken in
unserer Mitte bewahren.
Die Vorstandsmitglieder der Israelitischen
Kultusgemeinde, Limburg a. d. Lahn.
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zu Frankfurt a. M. f Hebelstrasse 15—19
mit Frauen-Schulhein».
Oeffentliche höhere Lehranstalt.
Beginn jeweils Ostern.
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